Gesundheit So fühlt sich eine Corona-Infektion für vollständig Geimpfte an [premium]

11:50  04 oktober  2021
11:50  04 oktober  2021 Quelle:   schaufenster.diepresse.com

Corona-Impfung: Warum Geimpfte sich noch immer sicher fühlen können

  Corona-Impfung: Warum Geimpfte sich noch immer sicher fühlen können Unter den Infizierten finden sich immer mehr Menschen, die schon vollständig geimpft sind. Das verunsichert – ist aber eigentlich eine gute Nachricht. © Jens Schlueter/​Getty Images Im Leipziger Impfzentrum warten Menschen auf ihren Termin. Angst habe er nicht gehabt, sagt Thomas Gehring. Vielmehr konnte er es einfach nicht glauben, als erst die Arztpraxis und dann das Wiesbadener Gesundheitsamt anriefen: Er sei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dabei hatte Gehring den PCR-Test eigentlich nur routinemäßig gemacht, um einen Arzttermin wahrnehmen zu können.

Vollständig geimpft und trotzdem infiziert: Die Corona -Impfstoffe schützen gut vor schweren Krankheitsverläufen, aber weniger gut vor der Infektion . Können also auch Geimpfte Long-Covid entwickeln? Er plädiert für weitere Vorkehrungen auch bei Geimpften . "Ich werde es für bare Münze nehmen, dass sich eine von fünf Personen sechs Wochen nach einem Durchbruch weiterhin mies fühlt .

Wenn Sie bezüglich der Todesfälle, die kurz nach einer Corona -Impfung eintraten, googeln, dann werden sie feststellen, dass nahezu in allen öffentlichen Portalen ein Zusammenhang zwischen Impfung und Tod bestritten wird. Seltsam nur: Wenn bei schwerstkranken, sich bereits im Sterben befindlichen alte Menschen eine Corona - Infektion festgestellt wurde (Hinweis: 85 aller festgestellten Infektionen waren falsch-positiv) machen dieselben Medien und Politiker diese Unterscheidung nicht.

Eine Immunisierung schützt relativ verlässlich vor einer Infektion mit dem Coronavirus, symptomatische Verläufe oder sogar Aufenthalte in Spitälern sind ohnehin sehr selten. Ganz auszuschließen ist eine Erkrankung aber auch bei geimpften Personen nicht. Fünf Betroffene schildern, wie sie Covid-19 erlebt haben.

Eva Schrittwieser erkrankte Ende August trotz zweifacher Impfung und ist mittlerweile vollständig genesen. / Bild: Die Presse/Clemens Fabry © Eva Schrittwieser erkrankte Ende August trotz zweifacher Impfung und ist mittlerweile vollständig ge... Eva Schrittwieser erkrankte Ende August trotz zweifacher Impfung und ist mittlerweile vollständig genesen. / Bild: Die Presse/Clemens Fabry

Bis auf wenige Ausnahmen wie etwa einer Maskenpflicht in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln gelten für sie im Alltag keine Einschränkungen mehr. Vollständig Geimpfte und Genesene haben ihre Freiheiten in den vergangenen Monaten Stück für Stück zurückbekommen.

Sommerurlaub in Europa - Was geht und was nicht?

  Sommerurlaub in Europa - Was geht und was nicht? Auch wenn teilweise die Schule beginnt: In Europa ist jetzt Urlaubs-Hochsaison. Vom derzeit heißen Südosten bis zum eher frischen Nordwesten des Kontinents bestimmt weiterhin die Corona-Lage die Regeln.Ausgerechnet auf dem Höhepunkt der Urlaubssaison verschärfen daher einige Länder wie Frankreich die Bedingungen für Touristen. Doch andere Länder sehen das lockerer oder heben wie England Beschränkungen auf.

„ Es gibt bisher keinen Hinweis darauf, dass die Impfung nach bereits unbemerkt durchgemachter SARS-CoV-2- Infektion eine Gefährdung darstellt“, betonte Cichutek. Nun ja das mag jetzt jeder für sich selbst einzuschätzen können, aber wir vom Corona Blog Team finden hier bleibt Er lässt in Zellkulturen einen Teil des Virusproteins nachbauen und fügt noch einen Wirkverstärker dazu, hat damit zuerst sich selbst, dann seine Familie und schließlich noch weitere Mitarbeiter geimpft – auf freiwilliger Basis. Spätestens im Herbst will Stöcker den Impfstoff über das Internet an Hausärzte vertreiben.

Am Anfang ging es vielen zu langsam mit dem Impfen voran, mittlerweile können sich jede Bürgerin und jeder Bürger ab zwölf Jahren in Deutschland impfen lassen. Wartezeiten gibt es aktuell kaum. Die Menge an gelieferten Impfstoffdosen ist zudem mittlerweile höher als die Zahl der verabreichten. Von den mittlerweile vier in der EU zugelassenen Corona -Impfstoffen hat die EU-Kommission insgesamt mindestens 1,4 Milliarden Dosen für die rund 450 Millionen Europäer geordert. In Deutschland können sich längst jede und jeder impfen lassen. Allerdings ist nur ein Teil der Bevölkerung auch dazu bereit.

Mit der Begründung, dass sie weder für sich noch für andere eine allzu große Gefahr darstellen, weil sie selbst im Fall einer Infektion selten schwer erkranken und nur kurze Zeit sowie in geringerem Ausmaß als nicht Immunisierte ansteckend sind. Eine wissenschaftlich fundierte und somit berechtigte Vorgehensweise, wie die entsprechenden Zahlen aus den Krankenhäusern verdeutlichen. Zuletzt waren nur 17 Prozent der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen vollständig geimpft, auf Normalstationen machte der Anteil der Geimpften 31 Prozent aus.

Dabei handelte es sich zumeist um sehr alte Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und Personen mit – bei Covid-19 relevanten – Vorerkrankungen wie beispielsweise Diabetes, Adipositas, Bluthochdruck und COPD. Geimpfte stecken sich also selten an – und wenn doch, verläuft die Infektion üblicherweise mit milden oder gar keinen Beschwerden.

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  Corona: Wie soll Deutschland durch diesen Corona-Winter kommen? Die Corona-Pandemie kommt mit Wucht zurück. Aber was können wir tun? Diesen sechs unbequemen Wahrheiten müssen sich Politik und Gesellschaft nun stellen. © Rafal Belzowski/​Getty Images Das wird hart: Der nächste Corona-Winter kommt. Fast überrascht wirkt die Politik davon, dass nun alles wieder von vorn loszugehen scheint: Die Fallzahlen sind so hoch wie noch nie seit Beginn der Pandemie, Krankenhausmediziner warnen, Intensivbetten werden gezählt. Wieder wird die Frage laut, was es braucht, um durch den Winter zu kommen.

Man habe es mit einem neuen Phänomen zu tun und müsse sich , abgesehen von der Frage, wie Ältere und Geschwächte auf die Corona -Impfung reagieren werden, überlegen, ob es tatsächlich sinnvoll sei, die Menschen in den Pflegeberufen ins Visier zu nehmen: „Wenn die uns wegbrechen …“ – Man plane, Abteilungen nicht vollständig , sondern jeweils nur zu einem Drittel durchzuimpfen. Fraglicher Nutzen. Tal Zaks, Chefmediziner des Impfstoffherstellers Moderna, ist bemüht, die Erwartungen der Öffentlichkeit zu dämpfen. Ein Corona -Impfstoff sei kein Wundermittel, mit Einschränkungen müsse

Die Entscheidung, ob man sich gegen den neuartigen Corona-Virus impfen lässt, ist sehr individuell. Sie hängt unter anderem vom eigenen Gesundheitszustand oder dem Risiko an Covid-19 zu erkranken ab. In klinischen Studien wurde sie ebenso gut vertragen wie von Nicht-Infizierten. Vereinzelt wurden etwas ausgeprägtere Impfreaktionen beobachtet – aber auch leichtere. Die Impfung ist also für diejenigen, die eine Corona - Infektion wissentlich durchgemacht haben, gleichermaßen möglich.

Konkret ist das Risiko für eine symptomatische Infektion trotz Immunisierung im Vergleich zu nicht vollständig Geimpften und Ungeimpften um mindestens 88 Prozent reduziert, wie aus aktuellen Daten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) hervorgeht, die seit Februar erhoben wurden. Für die Altersgruppe 18 bis 39 Jahre liegt dieser Wert bei 89,11 Prozent, bei den 40- bis 59-Jährigen bei 88,45 Prozent und ab 60 Jahren waren es 89,61 Prozent.

Auch Erhebungen aus anderen Untersuchungen im Ausland zeigen, dass Covid-19-Erkrankungen „bei vollständig geimpften Personen weitestgehend mild verlaufen, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle vermieden werden“, heißt es in dem Ages-Bericht.

Dennoch kommen sie vor – die symptomatischen Infektionen trotz Impfung. Und bei 5,4 Millionen vollständig geimpften Personen (60,8 Prozent der Gesamtbevölkerung) gar nicht einmal so selten.

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Infektionen mit Temperaturen >38 °C sind eine vorübergehende Kontraindikation, nach Abklingen des Fiebers kann geimpft werden. Viele andere Personengruppen können zwar geimpft werden, möglicherweise ist die Impfung bei ihnen aber weniger wirksam. Das betrifft Personen mit Immundefizienz. Zurzeit laufen Studien, die untersuchen, wie lange der Schutz vor COVID-19 nach einer Impfung anhält und wie schnell man sich nach durchgemachter Infektion erneut infizieren kann.

Informieren Sie sich hier, wie Sie Impftermine gegen COVID-19 in Ihrem Bundesland vereinbaren können. 14 Tage nach Vollendung der Impfserie ist der vollständige Impfschutz erreicht. Ergänzend gibt es einen digitalen Impfnachweis für das Smartphone – mit der Corona -Warn-App

Fünf von ihnen erzählen, wie es ihnen ergangen ist – von den ersten Beschwerden über den positiven Test bis hin zur behördlichen Absonderung und zum Contact Tracing, also zur Rückverfolgung der Kontaktpersonen, um auch sie zu warnen, zu testen und gegebenenfalls zu isolieren.

„Alles begann mit einem leichten Schnupfen“

„Wie und wann genau ich mich angesteckt habe, weiß ich leider nicht. Darüber könnte ich nur spekulieren, und das will ich nicht“, sagt Eva Schrittwieser. Die 24-jährige Studentin aus Wien bekam am 18. Juli die zweite Dosis des Impfstoffs von Biontech-Pfizer und infizierte sich vor einem Monat.

„Am Abend des 29. August fühlte ich mich plötzlich sehr schlecht. Als es am nächsten Tag nicht besser wurde, habe ich gleich nach dem Aufstehen einen Selbsttest gemacht, der positiv ausfiel“, erzählt sie. „Daraufhin rief ich bei 1450 an und bekam einen PCR-Test verordnet, der ebenfalls positiv war.“ In den Tagen davor habe sie viele Leute getroffen, angesteckt haben könnten sie also mehrere Personen.

Begonnen hat ihr Krankheitsverlauf mit leichtem Schnupfen. „Es war ein Sonntag. Noch am selben Abend wurde ich schlagartig sehr krank. Ich bekam Husten, Fieber, litt unter Kopf- und Gliederschmerzen. Am Montag dasselbe“, sagt sie. „Am Dienstag hatte ich zwar kein Fieber mehr, aber es ging mir trotzdem noch nicht wirklich gut, es war ein ziemliches Auf und Ab.“ Deutlich besser wurde es erst am Mittwoch. „Auch Bekannte, mit denen ich regelmäßig telefonierte, sagten, dass ich mich schon besser anhöre. Ich hatte nur mehr Husten und ein wenig Schnupfen.“ In den Tagen darauf ließen dann auch der Husten und Schnupfen nach, ehe sie sich am zehnten Tag der Quarantäne – nach zwei Tagen ohne Symptome – freitesten konnte. Zwar fiel der PCR-Test noch positiv aus, aber der sogenannte Ct-Wert lag bei 32. Das bedeutet, dass die Viruslast im Nasen-Rachen-Raum sehr gering ist und von ihr keine Ansteckungsgefahr mehr ausgeht. Üblicherweise ist das ab einem Wert von 30 der Fall. Grundsätzlich gilt: Je höher der Ct-Wert liegt, desto weniger ansteckend ist die getestete Person.

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„Mittlerweile geht es mir wieder sehr gut. Ich leide weder unter Geschmacks- und Geruchsverlust noch unter schneller Erschöpfung bei körperlicher Anstrengung“, sagt Schrittwieser. „Ich begann schon bald nach dem Ende der Quarantäne, regelmäßig Sport zu treiben, und spüre dabei keine Einschränkungen.“ Anfangs sei der Ärger über die Erkrankung trotz Impfung durchaus groß gewesen. „Da lässt man sich impfen, und trotzdem erwischt es einen“, sagt sie. „Aber bald setzte sich das Bewusstsein durch, dass meine Infektion möglicherweise einen viel schwereren Verlauf genommen hätte, wäre ich nicht geimpft gewesen.“

„Starke Kopfschmerzen in den ersten vier Tagen“

Patrick Tuna wurde Anfang September von einem ebenfalls geimpften Freund angesteckt, der nichts von seiner Infektion wusste und einen Tag später davon erfuhr – im Zuge eines routinemäßigen Tests. „Wir sind an jenem Abend relativ lang in einem Lokal zusammengesessen und haben auch getanzt“, sagt der 29-jährige Gärtnermeister aus Wien, der Mitte Juli mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft worden war. Der erste PCR-Test fiel noch negativ aus, der zweite am Tag danach war positiv.

Zeitgleich, also zwei Tage nach der Ansteckung, begannen auch die Halsschmerzen, „ein paar Stunden später bekam ich sehr hohes Fieber, zwei Tage lang fast 40 Grad, ehe es wieder langsam besser wurde“, sagt Tuna. „In den ersten vier Tagen hatte ich zudem starke Kopf- und Gliederschmerzen, am fünften Tag verlor ich dann auch den Geschmacks- und Geruchssinn.“ Während der gesamten zweiwöchigen Quarantäne – ein Freitesten nach zehn Tagen war nach einem erneuten positiven Resultat mit einem niedrigen Ct-Wert nicht möglich – litt er zusätzlich an Reizhusten. Der Geschmackssinn ist mittlerweile wieder da, aber riechen kann er seither kaum noch etwas.

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„Natürlich wusste ich, dass ich trotz Impfung nicht vor einer Infektion gefeit bin und auch erkranken kann“, sagt der 29-Jährige. „Ohne Impfschutz wäre aber im Fall einer Ansteckung das Risiko für einen schweren Verlauf und Krankenhausaufenthalt noch größer gewesen, daher bin ich immer noch froh darüber, dass ich damals das Angebot meiner Hausärztin angenommen habe und mich impfen ließ.“

Übrigens: Der Freund, der ihn angesteckt hat, kam mit einem sehr milden Verlauf davon – mit leichten Kopfschmerzen sowie dem vorübergehenden Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns.

„Ich wollte nicht einmal die Augen öffnen“

Bei Johannes R. begannen die Symptome zwei Tage nach dem Kontakt mit einem Infizierten, ein Gurgeltest verlief positiv. „Ich habe mich bei einer Geburtstagsfeier Anfang September angesteckt“, sagt der 28-jährige Teamleiter aus Wien, der schon vor Monaten mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurde, bei dem eine Dosis genügt. „Wir waren in einer geschlossenen Gesellschaft, und alle waren vollständig geimpft. Einen Tag später rief mich ein Freund an und sagte, er sei positiv getestet worden. In diesem Moment war ich mir sicher, dass er mich angesteckt hat. Immerhin hatten wir rund zehn Stunden engen Kontakt.“

Die ersten beiden Tage waren von leichten Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen geprägt. Am dritten, vierten und fünften Tag wurde es schlimmer. „Die Gliederschmerzen nahmen Ausmaße an, dass ich nicht mehr wusste, wie ich liegen, sitzen oder stehen soll. Ich wollte nicht einmal die Augen öffnen, weil sich die Kopfschmerzen so verschlimmerten, dass jede visuelle Wahrnehmung fürchterliche Schmerzen auslöste“, sagt er. „Die Kopfschmerzen beschränkten sich nicht nur auf den Kopf selbst, es tat auch direkt in den Augen selbst weh. Als würde jemand auf meinen Augapfel drücken.“ Begleitet wurden die Schmerzen von wiederkehrenden Fieberschüben und Durchfall, ehe die Symptome am sechsten Tag abnahmen. Ab dem achten Tag blieben nur noch leichte Hals- und Kopfschmerzen.

-Studie zeigt Covid-Infektionen nicht garantieren Antikörper

-Studie zeigt Covid-Infektionen nicht garantieren Antikörper ©, die von der Stadt AM gemäß einer neuen Studie bereitgestellt werden, vier in fünf Studienteilnehmern, die nach einer bekannten COVID-19-Infektion-Infektion einen Antikörper-Test übernommen haben, der für Anti-N-Antikörper positiv geprüft wurde - Antikörper, die von einer natürlichen Infektion erworben wurden, keine Impfung.

„Wenn ich allein leben würde, wäre ich definitiv nicht in der Lage gewesen, auf mich selbst zu achten. Dann wäre ich wohl stationär behandelt worden“, sagt er. „Nach den 14 Tagen Quarantäne habe ich noch eine weitere Woche gebraucht, um wieder wirklich fit zu sein. Bis dahin hatte ich immer wieder Lungenschmerzen, Kurzatmigkeit und war nach jeder körperlichen Anstrengung sofort aus der Puste.“

Bei Johannes R. bleibt vor allem Ernüchterung übrig – nicht nur, was die Erkrankung trotz Impfung angeht, sondern auch über das Vorgehen der Behörden. Denn nach dem positiven Test habe es acht Tage gedauert, bis das Contact Tracing begann. Während seiner Quarantäne sei er zudem kein einziges Mal kontrolliert worden. „Somit kann jeder Geimpfte fröhlich das Virus in die Welt tragen, obwohl es eigentlich die Ungeimpften sind, die dessen beschuldigt werden“, sagt er. „Ich hätte als positiv getestete Person alles machen können, da man mit dem Vorweisen einer Impfung keinen Testnachweis braucht.“

„Nur der Geruchssinn ist noch nicht ganz wiederhergestellt“

Von seinem asymptomatischen elfjährigen Sohn wurde Peter Klopf Anfang September angesteckt. Der 50-jährige Kommunikationsexperte aus Wien hatte im Mai die zweite Dosis des Impfstoffs von Biontech-Pfizer verabreicht bekommen. „Nachdem unser Sohn im Zuge der Testungen für die Schule am 4. September positiv getestet wurde, führte anschließend auch ich täglich Tests durch, am 8. September hatte ich das erste positive Ergebnis“, sagt Klopf. Zwei, drei Tage später brach die Krankheit aus – mit leichtem Fieber, Antriebslosigkeit und dem Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns.

„Da habe ich schon Schlimmeres erlebt, etwa bei Magen-Darm-Infekten“, sagt er. „Mein Verlauf war also eher mild und dauerte auch nicht lang an. Am zehnten Tag nach Beginn der Quarantäne konnte ich mich freitesten, weil mein Ct-Wert bei mehr als 40 lag. Schon zuvor begann ich wieder von zu Hause aus zu arbeiten.“ Mittlerweile fühle er sich wieder ganz gesund, einzig der Geruchssinn sei noch nicht ganz wiederhergestellt.

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„Ich bin sehr dankbar dafür, bei der Ansteckung geimpft gewesen zu sein, ansonsten hätte ich sehr wahrscheinlich einen schwereren Verlauf gehabt“, sagt der 50-Jährige. Die wichtigste Erkenntnis aus den vergangenen Wochen sei für ihn, auch nach einer Impfung auf Symptome zu achten und sich im Verdachtsfall rasch testen zu lassen. Er hoffe daher sehr, dass die kostenlosen Gurgeltests in Wien weiter angeboten werden, „denn auch mit der Impfung kann man sich anstecken und das Virus weitergeben.“ Seine Familie sei das beste Beispiel dafür. „Mein Sohn hat sich bei einem doppelt geimpften, bis dahin beschwerdefreien Pensionisten während eines Wanderurlaubs infiziert, war die ganze Zeit asymptomatisch und hat mich angesteckt.“

„Immer noch viel schneller erschöpft“

Drei Tage nach der Ansteckung begannen bei Barbara S. die ersten Symptome – mit Halsschmerzen und trockenem Husten. Am nächsten Tag kam auch Fieber hinzu. „Rund eine Woche lang hatte ich erhöhte Temperatur, zwischen 37 und 38 Grad, durchaus mit Schwankungen“, sagt die Physiotherapeutin und Osteopathin aus Wien. „Zudem war ich sehr müde und nach körperlichen Betätigungen rasch erschöpft. Selbst wenn ich nur eine Treppe hinauf- oder hinunterstieg, musste ich unmittelbar danach durchatmen und bekam schwer Luft.“

Barbara S. steckte sich bei einem Brunch in einem Lokal mit zehn vollständig geimpften Freunden an, einer von ihnen hatte sich am Morgen zur Sicherheit testen lassen. Das – positive – Ergebnis lag am nächsten Tag vor, woraufhin er sämtliche engen Kontaktpersonen informierte, die sich anschließend ebenfalls testen ließen.

„Nach vier Tagen bekam ich auch Schnupfen, und zwar richtig starken – mit ständigem Niesen und einem neuen Taschentuch alle paar Minuten“, sagt die 28-Jährige, die als Mitarbeiterin im Gesundheitsbereich schon im April mit dem Impfstoff von Biontech-Pfizer immunisiert wurde. „Zwei Tage dauerte er an und verschwand ganz plötzlich wieder, danach waren die Schleimhäute komplett trocken.“

Am achten Tag – zu diesem Zeitpunkt wurde sie schon zum ersten Mal negativ getestet – verlor sie schließlich ihren Geruchssinn, der aber zwei Tage später zurückkehrte. An Kopfschmerzen – einem der am häufigsten beschriebenen Covid-19-Symptome – litt sie durchgehend, wenn auch in unterschiedlicher Intensität. Die Muskelschmerzen bzw. -schwäche waren auch die ganze Zeit vorhanden und jeweils an den Abenden besonders stark.

„Auch jetzt, vier Wochen nach der Ansteckung, bin ich viel schneller erschöpft und außer Atem, wenn ich schnell gehe. Ans Laufen will ich gar nicht denken, obwohl ich sonst regelmäßig zehn Kilometer gelaufen bin“, sagt sie. „Außerdem bin ich immer noch sehr oft müde und abgeschlagen, brauche mehr Schlaf als vor der Infektion und habe auch kognitive Einschränkungen wie etwa Konzentrationsschwierigkeiten.“

An der Sinnhaftigkeit und Wirksamkeit der Corona-Impfungen zweifelt sie aber dennoch nicht. Denn: „Wer weiß, wie die Erkrankung verlaufen wäre, wenn ich mich nicht rechtzeitig hätte impfen lassen.“

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Reisende aus Deutschland können jetzt wieder nach Singapur fliegen, ohne sich nach der Ankunft in Quarantäne begeben zu müssen. Ein paar Voraussetzungen müssen sie jedoch erfüllen. Welche das sind und wie die Corona-Lage vor Ort ist – TRAVELBOOK hat den Überblick. © Getty Images Singapur Ab dem 8. September 2021 dürfen Reisende aus Deutschland trotz Corona wieder nach Singapur einreisen und müssen sich auch nicht mehr in Quarantäne begeben. Das passiert im Rahmen der sogenannten „Vaccinated Travel Lane“, einem Reisekorridor für geimpfte Reisende zwischen den beiden Ländern.

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