Gesundheit Omikron im Anmarsch: Wo liegen die größten Gefahren und der beste Schutz?

08:45  03 dezember  2021
08:45  03 dezember  2021 Quelle:   berliner-zeitung.de

Corona-Variante: Warum Omikron der Körperabwehr entwischen könnte

  Corona-Variante: Warum Omikron der Körperabwehr entwischen könnte Kann die neue Corona-Variante auch Geimpfte und Genesene infizieren? Noch fehlen Labordaten. Aber was Forscher aus dem Erbgut von Omikron lesen, versetzt sie in Sorge. © Rithwik photography/​Getty Images Erst Daten aus dem Labor werden Klarheit bringen, wie stark Omikron dem Zugriff durch Antikörper entgehen könnte. Gerade jetzt, da viele Staaten mit der Pandemie kämpfen wie nie zuvor, da Delta die Infektionszahlen in bislang ungekannte Höhen treibt; gerade jetzt ist sie aufgetaucht: die neue Corona-Variante namens Omikron.

Viele Fragen gibt es nach dem Erscheinen der neuen Omikron-Variante: Wie schnell breitet sie sich auf der Welt aus? Wie schwer sind die Krankheitsverläufe? Wie gut wirken die Impfstoffe noch? Und wann wird das Virus endlich harmloser? Was auch immer die Antworten darauf sein werden – eines kann man schon jetzt auf alle Fälle sagen: Sars-CoV-2 bietet mehr Überraschungen, als man am Anfang vermutet hatte. Hier ein Rückblick, um auch die neue Omikron-Variante besser einordnen zu können und einen Ausblick zu wagen:

  Omikron im Anmarsch: Wo liegen die größten Gefahren und der beste Schutz? © Bereitgestellt von Berliner Zeitung

„Das Virus ist mutiert!“ – dieser Schreckensruf ging im Frühsommer 2020 durchs Land, als die sogenannte D614G-Mutation in Europa zur dominierenden Variante geworden war. Forscher erklärten damals, dass das Virus ständig mutiere. Coronaviren besitzen mit etwa 30.000 Basen das größte Genom aller RNA-Viren. Bei einer Infektion docken sie an Zellen an, schleusen ihre RNA ein und zwingen die Zellen, in kürzester Zeit Millionen neuer Viren zu produzieren. Dabei entstehen Kopierfehler, Mutationen genannt. Und Forscher suchen genau die Stellen und Abschnitte im Genom, an denen Viren sich unterscheiden.

Omikron: Mildere Infektionen machen noch kein harmloses Coronavirus

  Omikron: Mildere Infektionen machen noch kein harmloses Coronavirus Zahlen aus Südafrika deuten an, dass Omikron weniger schwere Infektionen verursachen könnte. Stimmt das wirklich? Für Deutschland wäre das ohnehin keine Entwarnung. © Emmanuel Croset/​AFP/​Getty Images Viele Omikron-Infizierte in Südafrika erwischt das Virus nicht so schwer wie befürchtet. Ob das auch in Deutschland eintritt, ist offen. Seit Omikron Ende November in Südafrika entdeckt wurde, hält sich eine Erzählung hartnäckig: Die neue Coronavirus-Variante könne sich zwar besonders gut verbreiten, sei aber nicht so schlimm.

Ganz wichtig ist dabei das sogenannte Spike-Protein, das wie kleine Kronenzacken auf der Oberfläche des Virus angeordnet ist. Mit ihm dockt das Virus an die Zelle an, um sein Erbgut einzuschleusen. Und die sogenannte D614G-Mutation habe das Spike-Protein stabilisiert, hieß es 2020. Das Virus sei ansteckender und leichter übertragbar geworden. Es könne fast zehnmal mehr Zellen angreifen als das nicht mutierte.

Damals glaubten allerdings viele, dass Sars-CoV-2 keine allzu großen Möglichkeiten mehr habe. „Ich glaube, dieses Virus ist schon so gut angepasst, dass eigentlich nicht mehr so viel Luft nach oben ist“, sagte zum Beispiel der Gießener Biologe und Virologe Friedemann Weber. Und es stimmte: Das Virus verbreitete sich effizient über Aerosole. Infizierte lösten ganze Infektionsketten aus, obwohl sie selbst gar keine Symptome hatten. Die höchste Infektiosität herrschte ein bis drei Tage vor Symptombeginn. Das Virus schien bereits perfekt adaptiert.

Omikron-Variante: Britische Studien bestätigen offenbar mildere Verläufe bei Erkrankungen

  Omikron-Variante: Britische Studien bestätigen offenbar mildere Verläufe bei Erkrankungen Zwei Untersuchungen aus Großbritannien legen minderschwere Erkrankungen bei Omikron-Infektionen nahe. Die Zahl der Krankenhausaufenthalte sank im Vergleich zu Delta teils drastisch. Eine Entwarnung ist das aber nicht. © TOBY MELVILLE / REUTERS Weltweit wird die rasante Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus mit größter Sorge beobachtet. In zahlreichen Ländern – darunter die USA – hat die Mutante bereits die bisher vorherrschende Delta-Variante verdrängt. Unklar war bisher allerdings, wie die Krankheitsverläufe bei der neuen Variante ausfallen.

Dies war, bevor die verschiedenen Varianten auftraten, die heute als „besorgniserregend“ bezeichnet werden und irgendwann griechische Buchstaben erhalten haben: Alpha, Beta, Gamma, Delta – und jetzt Omikron. Die WHO klassifizierte sie als „Variants of Concern“ (VOC). Dazu kommen mittlerweile insgesamt 1500 weitere Virusvarianten. Die meisten sind unbedeutend, andere stehen unter Beobachtung als „Variants of Interest“ (VOI).

In Großbritannien war im Herbst 2020 die Variante Alpha (B.1.1.7) aufgetreten – mit 17 Mutationen, davon acht am Spike-Protein. Die Reproduktionszahl des Virus sowie die Viruslast (die Menge der Viren) hatten sich noch weiter erhöht. Das Virus war ansteckender als die Vorgänger und dominierte im Frühjahr 2021 das Geschehen in Europa. Ängstlich blickte man auch auf Beta (B.1.351), das aus Südafrika herüberzukommen drohte. In Brasilien breitete sich Gamma (P.1) aus.

Karl Lauterbach warnt vor Omikron-Welle: »In sehr, sehr in Sorge um die Ungeimpften«

  Karl Lauterbach warnt vor Omikron-Welle: »In sehr, sehr in Sorge um die Ungeimpften« Omikron verbreitet sich rasend schnell – aber der Zug für Ungeimpfte sei nicht abgefahren, sagt Gesundheitsminister Lauterbach. Schon eine erste Impfung senke die Risiken einer Infektion deutlich. © Kay Nietfeld / dpa Das RKI meldet derzeit wieder einen langsamen Anstieg der Neuinfektionen, aber die Experten sind sich weitgehend einig, dass sich das Infektionsgeschehen dramatisch verändern kann, wenn sich die ansteckendere Omikron-Variante des Coronavirus durchsetzt. Derzeit verdoppelt sich die Zahl der Infektionen mit der Mutante etwa alle vier Tage.

Doch all diese Varianten waren nichts gegen die Variante B.1.617.2, genannt Delta. Diese setzte sich – aus Indien kommend – wiederum zunächst in Großbritannien durch und war noch einmal um 40 bis 60 Prozent ansteckender als die Alpha-Variante, wie es hieß. Die Fallzahlen stiegen schneller als zuvor. Der Impfschutz war um fünf bis sechs Prozent herabgesetzt. Aus Indien schwappten Berichte herüber, dass man sich bereits anstecken konnte, wenn man durch einen Flur ging, durch den kurz zuvor ein Infizierter gegangen war.

Delta wurde zum weltweiten „Platzhirsch“, zur Super-Variante. Sie sorgte im Sommer 2021 für große Ausbrüche in verschiedenen Teilen der Welt. Im Juni fand sie sich bereits in Deutschland in 59 Prozent der Fälle. Dass Deutschland der Ausbruch der vierten Welle überraschte, liegt vor allem an der Unterschätzung der höchst ansteckenden Delta-Variante durch Politik und Gesellschaft, mit allen beobachteten Abgesängen auf die Pandemie.

Im Moment zeigt sich wieder, was Ravindra Gupta, klinischer Mikrobiologe an der University of Cambridge, im Frühjahr 2021 sagte: „Das Virus wird noch einige seltsame, unerwartete Dinge tun.“ Der Trend der Mutationen geht in Richtung einer immer schnelleren Ansteckung und einer noch größeren Verbreitung. Wobei auch der sogenannte Selektionsdruck eine Rolle spielt. Das bedeutet: Wo schon eine gewisse Immunität in der Bevölkerung herrscht oder ein Großteil der Menschen bereits geimpft ist, haben jene Virus-Varianten einen Vorteil, die das Immunsystem nicht erkennt, sogenannte Escape-Mutanten oder Fluchtmutanten. Sie könnten sich gegenüber anderen durchsetzen.

Coronavirus: Omikron weiter auf dem Vormarsch – neue RKI-Daten

  Coronavirus: Omikron weiter auf dem Vormarsch – neue RKI-Daten Die Corona-Variante Omikron breitet sich in Deutschland stark aus. Nach neuen Daten des Robert Koch-Instituts liegt ihr Anteil jetzt schon bei 44,3 Prozent. © Manngold / IMAGO Die Feiertage haben in Deutschland für eine deutliche Verzerrung der Coronafallzahlen gesorgt. Mal wieder ist der Kampf gegen die Pandemie hierzulande in den Blindflug übergegangen, unter anderem verspätete Meldungen sorgen nach wie vor für ein unvollständiges Bild.

Eine möglich Escape-Mutante ist auch die neue Omikron-Variante (B.1.1.529). Sie besitzt eine Rekordzahl von Mutationen, die so kaum jemand erwartet hatte. An insgesamt 50 Stellen unterscheidet sie sich vom Ur-Virus, dem sogenannten Wildtyp. Forscher vermuten, dass die Variante in einem Patienten mit HIV oder einer anderen Form der Immunschwäche entstanden sein könnte. In solchen Menschen könnten sich Coronaviren über Wochen vermehren und dabei immer neue Mutationen bilden.

Der Berliner Molekularbiologe Emanuel Wyler hat sich mit der Erbgutsequenz der Omikron-Variante befasst. Von insgesamt etwa 1270 Bausteinen des Spike-Proteins seien 32 verändert, sagt er. Viele davon beträfen sogenannte Epitope. Das seien Regionen, die von Antikörpern erkannt werden. Dort seien zentrale Aminosäuren ausgetauscht. Das bedeute, dass Antikörper das Virus nicht mehr so gut erkennen können.

Wie weit die Immunantwort herabgesetzt ist, werde man aber erst in den nächsten Wochen sagen können, so Wyler. Das betrifft auch die mögliche Gefahr, sich nach Genesung neu anzustecken, sowie Konsequenzen für die Impfstoffe. Moderna und Biontech arbeiten bereits jetzt an der Anpassung – also dem Austausch der Bausteine in der RNA-Bauanleitung –, um sie in wenigen Monaten in größerer Menge herstellen zu können.

So gefährlich ist die Corona-Variante Omikron - Omikron

  So gefährlich ist die Corona-Variante Omikron - Omikron Das ist anders bei der Corona-Mutation Omikron: die wichtigsten Symptome und größten Gefahren. Plus: So schützt du dich vor einem schweren VerlaufUntersuchungen der Mutante zeigten schnell, dass sie eine ungewöhnlich hohe Zahl von über 30 Aminosäure-Änderungen am Spike-Protein hat, über das sich das Virus Eintritt in unsere Zellen verschafft und auf das unsere Impfstoffe abgestimmt wurden.

Wie hoch die Infektiosität von Omikron ist, kann man noch nicht sagen. Die rasche Ausbreitung in Südafrika ist nur bedingt aussagefähig. Neue Erkenntnisse weisen darauf hin, dass sich Omikron offenbar bereits seit Mitte November in Europa ausbreitet, wie Proben aus den Niederlanden zeigen.

Doch wie ist das mit der Wirkung der bisherigen Impfstoffe? Forscher, die bisher dazu zu Wort kamen, sagen, dass es auf alle Fälle gut sei, doppelt geimpft und am besten geboostert zu sein. Zwar würden Antikörper das neue Virus nicht mehr so gut erkennen. Symptomatische Infektionen seien wahrscheinlich vermehrt möglich. Aber die B- und T-Zellen des Immungedächtnisses reagierten nach wie vor auf das Virus. Schwere Verläufe würden somit in großem Maße verhindert.

Eine neue Nature-Studie erbrachte noch eine interessante Erkenntnis: Im Modell ergab eine Kombination aus genesen und geimpft die beste Immunantwort. Diese wirkte auch gegen eine mögliche zukünftige Variante von Sars-CoV-2 mit noch mehr Veränderungen als Omikron. Wer also geimpft ist und sich zudem ansteckt, ist so gut wie auf der sicheren Seite. Jüngst erst hatte auch Christian Drosten in seinem Podcast gesagt: Wenn nahezu 100 Prozent der Menschen geimpft seien – in jüngeren Altersgruppen 90 Prozent –, könnte eine „Nach-Durchseuchung“ sinnvoll sein, da die allermeisten Geimpften nicht mehr als eine Erkältung durchmachen nach einer Infektion mit Sars-CoV-2.

Wie lange es dauert, bis Omikron sich hierzulande durchsetzt, weiß man natürlich noch nicht. Immerhin muss die neue Variante die bisherige Super-Variante Delta verdrängen. Bei dieser hatte es in Deutschland vom Nachweis der ersten Fälle an etwa drei Monate gedauert, bis sie das Geschehen dominierte – von April bis Juni 2021. Wobei das Frühjahr und der Sommer bremsend wirkten.

Omikron: Funktionieren die Schnelltests noch?

  Omikron: Funktionieren die Schnelltests noch? Omikron könnte zu Beginn der Infektion vor allem den Rachen befallen. Muss man sich nun anders testen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen. © Remko de Waal/​ANP/​AFP/​Getty Images In einer Kinderteststation in Amsterdam: Dort werden extra weiche Tupferstäbchen für die Kleinen benutzt, damit es nicht so wehtut.

Wie ist es aber nun mit der Hoffnung auf eine zunehmend milde Erkrankung? Sie beruht auf bisher vereinzelten Schilderungen, unter anderem von der Vorsitzenden des südafrikanischen Ärzteverbands, Angélique Coetzee. Sie berichtete über zwar ungewöhnliche, aber milde Symptome bei meist männlichen Patienten bis zu 40 Jahren: leichte Muskelschmerzen, ein kratziger Hals und trockener Husten, kein Geschmacks- oder Geruchsverlust. „Ihre Symptome waren so anders und milder als die, die ich zuvor behandelt hatte“, sagte sie.

„Die Patienten klagen meist über einen schmerzenden Körper und extreme Müdigkeit, und wir sehen es bei der jüngeren Generation, nicht bei den älteren Menschen“, erzählte Coetzee auch. Das erinnert übrigens an Fatigue-Symptome, die auch zu Langzeitfolgen von Covid-19 (Long Covid) gehören. Falls sie also länger dauern, werden sie kaum als „mild“ bezeichnet werden können, besonders, wenn sie junge Menschen betreffen.

Vor allem aber: Die Untersuchungen sind in einem sehr frühen Stadium. Noch gibt es zu wenige Informationen. Wie die Krankheit bei älteren Patienten und Vorerkrankten wirkt, weiß man noch nicht. Denn in Südafrika sind nur 5,5 Prozent der Menschen 65 Jahre und älter. In Deutschland dagegen umfasst diese Altersgruppe fast 22 Prozent.

Leichte Symptomverschiebungen gab es im Verlauf der Pandemie öfter. Was sich aber bisher bei keiner bisherigen Variante von Covid-19 geändert hat: Die Krankheit verläuft schwerer, je älter und je kränker man bereits ist. Auch die Todesrate steigt mit Alter und Vorerkrankungen. Ansonsten variieren die Krankheitsverläufe stark – von symptomlosen Verläufen bis zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen. Ob die schweren Fälle bei Omikron – auch ohne Impfung – weniger werden, zeigen die nächsten Wochen und Monate.

Wenn sich die milderen Verläufe von Omikron tatsächlich bestätigen, wäre das eine sehr gute Nachricht. Dann hätten die Mutationen einen Zufallstreffer gelandet. Aber anzunehmen ist, dass bei der Vielfalt der Mutationen irgendwo weitere Variante entstehen, die sich ausbreiten können. „Meine große Sorge ist, dass es zu einer Variante kommen könnte, die so infektiös ist wie Delta und so gefährlich wie Ebola“, sagte vor einigen Tagen Frank Ulrich Montgomery, der Chef des Weltärztebundes.

Virologe Drosten warnt vor Deltakron: „Alles andere als sicher“

  Virologe Drosten warnt vor Deltakron: „Alles andere als sicher“ Omikron – Für viele sorgt die Virusvariante für einen Hoffnungsschimmer. Virologe Christian Drosten warnt nun davor, dass sich Omikron bald weiterentwickeln könnte.Virologe Christian Drosten jedenfalls ist da skeptischer und warnt in einem Interview: Es sei keinesfalls sicher, dass Omikron in diesem abgemilderten Zustand bleiben wird.

„Es gibt keinen Druck für das Virus, tödlicher zu werden, weil Tote den Erreger ja nicht mehr übertragen“, sagte Richard Neher, Leiter der Forschungsgruppe Evolution von Viren und Bakterien an der Universität Basel, bereits vor einem Jahr bei Zeit Online. Allerdings gibt es nach Meinung von Forschern durchaus einen breiten Spielraum zwischen harmlos und tödlich. „Der Selektionsdruck des Virus dürfte eher dazu führen, dass es sich effizienter überträgt“, sagte Neher. „Das geht per se weder mit mehr noch mit weniger Gefährlichkeit einher.“

Dass Viren nicht automatisch harmlos werden, zeigt sich zum Beispiel an der Grippe. „Hier sind die kollektive menschliche Immunantwort und das Virus in einem kontinuierlichen Wettrennen wie in einem Hamsterrad“, so Neher. Für Einzelne kann die Grippe durchaus tödlich sein.

Was sich allerdings im Laufe der Pandemie ändert, ist die Immunität in der Gesellschaft. Forscher vermuten, dass es bei Sars-CoV-2 immer weitere Varianten geben wird. Omikron wird nicht die letzte sein. Auch Genesene und Geimpfte werden sich wahrscheinlich wieder anstecken, wie Forscher sagen. „Aber das Immunsystem – und hier vor allem die T-Zellen – wird nach wie vor Teile des Virus erkennen, was in der Regel zu milderen Verläufen führt“, so Richard Neher.

„Alle bisher zirkulierenden Erkältungs-Coronaviren sind einst vom Tier auf den Menschen übergesprungen und waren anfänglich vermutlich ziemlich virulent“, zitierte Anfang des Jahres ein Text im Portal riffreporter.de den Virologen Vincent Racaniello von der Columbia University. Heute infizierten diese saisonal auftretenden Viren etwa 90 Prozent aller Kinder schon in sehr jungen Lebensjahren. Wenn man sich später noch einmal anstecke, sei alles, was man bekomme, eine Erkältung. Dies kann also eines Tages auch mit Sars-CoV-2 geschehen. Aber wahrscheinlich nicht durch eine wundersame Verwandlung des Virus, sondern durch schrittweise Immunisierung. Durch Geimpfte und Genesene.

Virologe Drosten warnt vor Deltakron: „Alles andere als sicher“ .
Omikron – Für viele sorgt die Virusvariante für einen Hoffnungsschimmer. Virologe Christian Drosten warnt nun davor, dass sich Omikron bald weiterentwickeln könnte.Virologe Christian Drosten jedenfalls ist da skeptischer und warnt in einem Interview: Es sei keinesfalls sicher, dass Omikron in diesem abgemilderten Zustand bleiben wird.

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