Gesundheit Experten erwarten trotz Trockenheit vorerst gute Pilzsaison

12:40  02 oktober  2022
12:40  02 oktober  2022 Quelle:   msn.com

Was passiert, wenn Gemüse nicht genug Wasser kriegt?

  Was passiert, wenn Gemüse nicht genug Wasser kriegt? Schlaffes Gewebe, abgeworfene Früchte, bitterer Geschmack – Gemüse reagiert auf Trockenheit oft ungehalten und ist in der Folge ungenießbar. Wir sagen Ihnen, worauf Sie gefasst sein müssen. Trockenheit in der Kulturzeit bereitet Gemüsegärtnern in Zeiten des Klimawandels vermehrt schlaflose Nächte und viel Arbeit beim Gießen. Denn Gemüse braucht Wasser! Allerdings kommen die Arten unterschiedlich gut mit Trockenphasen zurecht. Und es kommt darauf an, zu welchem Zeitpunkt das Gemüse mit Trockenheit zu kämpfen hat.

Trotz der mehrmonatigen Trockenheit in diesem Jahr erwarteten Experten vorerst eine ertragreiche Pilzsaison in Rheinland-Pfalz. «Der Regen im September hat das gedreht», sagte der Pilzsachverständige Helmut Kolar aus Vallendar bei Koblenz der Deutschen Presse-Agentur. «Jetzt ist es feucht genug, jetzt erwarte ich ein gutes Pilzjahr.» Ähnlich äußerte sich der Mainzer Pilzsachverständige Oliver Bieg: Bis vor wenigen Wochen sei der Wald noch «pilzfrei» gewesen. Doch nach dem häufigen Regen im September gebe es «die Hoffnung auf eine gute Saison» mit Speisepilzen. Früher Bodenfrost im Oktober könnte diese Freude allerdings auch wieder rasch beenden, ergänzte Bieg.

Pilzsaison hat begonnen: So gesund sind Pfifferlinge!

  Pilzsaison hat begonnen: So gesund sind Pfifferlinge! Sie bringen eine pfeffrige Note ins Essen, sollten aber auch aromatisch nach Wald riechen. Pfifferlinge sind nicht nur lecker, sondern auch gesund . Wir erklären Ihnen alles Wissenswerte rund um den beliebten Speisepilz. © Bereitgestellt von Berliner Kurier Lesen Sie auch: Diese bekannten Marken stecken hinter den Billigprodukten von Lidl, Aldi und CoNach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sind Pfifferlinge in Maßen genossen sehr gesund. Die wohlschmeckenden Waldpilze seien sehr nährstoffreich, erläutert DGE-Sprecherin Isabelle Keller.

Der Pilzsachverständige Helmut Kolar hat einen Steinpilz gefunden. © Thomas Frey/dpa/Archivbild Der Pilzsachverständige Helmut Kolar hat einen Steinpilz gefunden.

Laut Kolar sind beispielsweise Austernseitlinge in diesem Jahr besonders häufig zu finden. Die beliebten Steinpilze sehe er im Großraum Koblenz zunächst etwas seltener. Öfters zu entdecken seien vermutlich Champions, sagte der Sachverständige aus Vallendar. «Ab und zu findet man auch einen Schwefelporling. Der wächst an Holz», fügte Kolar hinzu. Giftpilze dagegen habe er in diesem Herbst bislang seltener gesehen. «Warum weiß ich nicht. Pilze haben viele Rätsel», sagte der Experte, der gelegentlich von Kliniken bei Verdacht auf Vergiftungen mit Pilzen angerufen wird.

Der Mainzer Sachverständige Bieg erklärte, bei Steinpilzen sei ein «alternierender Effekt» bekannt: Eine Saison mit wenigen Pilzen wechsele sich mit einem ertragreichen Herbst ab. «Auch letztes Jahr gab es kaum Steinpilze im Rhein-Main-Gebiet und jetzt scheint es nach ergiebigen Regenfällen mehr zu geben.» Auch Austernseitlinge sowie die Krause Glucke an Kiefern habe er nun schon öfters entdeckt. «Meine These ist, dass die Bäume durch die Trockenheit schwächer werden und deshalb öfters von der Krausen Glucke befallen werden», erklärte der Experte. Der im Aussehen an einen Badeschwamm erinnernde Pilz ist ein Baumschädiger und zugleich ein gesuchter Speisepilz.

Pilze sammeln im November: Wie vermeidest du Giftpilze? .
Die Pilzsaison im Oktober und November lockt viele Sammler in die Wälder. Doch nicht jeder kann essbare Exemplare von giftigen unterscheiden. Worauf solltest du achten? Mit dem Körbchen in den Wald: Für viele gehört das Pilzesammeln zum Herbst einfach dazu. Die gefundenen Schätze landen anschließend erst in der Pfanne und dann im Magen - als köstliches Ragout oder Risotto etwa. Doch das kann böse enden. Denn so einige Speisepilze haben giftige Doppelgänger. Wer die systematischen Merkmale einer Pilzart nicht kennt und eher auf oberflächliche Merkmale wie Farbe und Größe setzt, greift schnell daneben.

usr: 0
Das ist interessant!