Gesundheit Haarausfall nach Corona: Wie du ihn erkennst und was du laut Experten dagegen tun kannst

12:30  22 november  2022
12:30  22 november  2022 Quelle:   glamour.de

Laut Ärzten: Altes Medikament lässt neue Haare sprießen - für ein paar Cent am Tag

  Laut Ärzten: Altes Medikament lässt neue Haare sprießen - für ein paar Cent am Tag Ein Wirkstoff, der in den 60er-Jahren zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt wurde, zählt heute zu den meistverkauften Anti-Haarausfall-Produkten. Haarausfall ist ein Thema, das betroffene Männer häufig sehr beschäftigt. Die einen kommen zwar gut damit klar, die anderen aber probieren alle möglichen Mittel, um das Schwinden der Haarpracht zu verhindern, zu verlangsamen oder zu kaschieren.

Haarausfall nach Corona: Überblick

  Haarausfall nach Corona: Wie du ihn erkennst und was du laut Experten dagegen tun kannst © Getty Images

Wie viel Haarausfall ist normal?

Ursachen: Warum fallen die Haare nach Corona aus?

Wie lange dauert Haarausfall nach Corona?

Haarausfall nach Covid-Erkrankung: Was kann ich dagegen tun?

Wenn die Haare plötzlich vermehrt ausfallen, ist man schnell auf der Suche nach dem “Warum”. Das ist gar nicht so einfach, denn Gründe kann es viele geben: Die Haare können saisonal bedingt ausfallen oder aufgrund eines Nährstoffmangels oder einer falschen Duschroutine. Doch kann auch eine vergangene Corona-Infektion dazu führen, dass die Haare ausfallen? Diese Frage – und was man dagegen tun kann – haben uns Dermatologe Dr. Christian Merkel vom Haut- und Laserzentrum an der Oper in München und Friseur Josef Baranowski von Josef & Sophie in München beantwortet.

Haarausfall ist "reversibel", wenn Sie es früh fangen - einfache Schritte, um das Haarverdünnen zu verhindern. Aber es gibt mehr Ursachen - sowie Möglichkeiten, sie zu verhindern. Der Trichologe in Sanamentum, Firat Siksik, hat die häufigen Ursachen für

 Haarausfall ist Firat sagte zu Express.co.uk, dass die Genetik eine der Hauptursachen für Haarausfall ist. Wenn es in Ihrer Familiengrenze üblich ist, kann Haarausfall bereits in Ihren 20ern oder 30ern auftreten. "Sie können versuchen, so früh zu kämpfen, um das Unvermeidliche zu verhindern", sagte Firat. "Beginnen Sie eine Routine, die sich auf Ihre Kopfhautgesundheit, von Nahrungsergänzungsmitteln über die richtige Ernährung konzentriert.

Eine Studie aus dem Jahr 2020 hat ergeben, dass einer von fünf Patienten, die mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden, innerhalb von sechs Monaten nach der ersten Infektion Haarausfall erlitt. Von den Personen, die an der Studie des Jin-Yin-tan-Krankenhauses in Wuhan teilnahmen, welche in der Fachzeitschrift “The Lancet Journal” veröffentlicht wurde, gaben rund 22 Prozent Haarausfall als ein Symptom bzw. eine Folge ihrer Corona-Infektion an. “Wir haben jeden Tag eine sehr hohe Anzahl an Haarpatienten in der Praxis, und seit 2020, als Corona anfing, kamen neue Patienten in die Sprechstunde mit dem Thema Haarausfall nach der Corona-Infektion”, verrät Dr. Merkel. Dass beides miteinander zusammenhängen könnte und sich Long-Covid möglicherweise auch auf die Haare auswirkt, fiel ihm also schon recht früh auf.

Haarausfall im Herbst: Ist das normal oder muss ich mir Sorgen machen? Ein Experte klärt auf

  Haarausfall im Herbst: Ist das normal oder muss ich mir Sorgen machen? Ein Experte klärt auf Wer unter Haarausfall im Herbst leidet, ist meist erst einmal geschockt. Doch es gibt eine einfache Erklärung und diese Experten-Tipps, die helfen könnenUrsache: Warum kommt es gerade im Herbst vermehrt zu Haarausfall?

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Wie viel Haarausfall ist normal und ab wann sollte ich mir Sorgen machen?

{: #sorgen}

“Wir verlieren von Haus aus am Tag ungefähr 100 Haare. Nach Corona jedoch kann es deutlich mehr sein. Bleibt es bei den rund 100 Haaren, muss man sich normalerweise keine Sorgen machen, sie wachsen wieder nach. Wenn Haare wirklich büschelweise ausgehen, heißt, wenn nach sechs bis acht Wochen schon die Kopfhaut sichtbar wird, sollte man einen Arzt aufsuchen”, weiß Friseur Josef Baranowski. Derselben Meinung ist auch Dermatologe Dr. Merkel: “Wer über einen längeren Zeitraum, also über Wochen, mehr als 100 Haare am Tag verliert, sollte einen Spezialisten aufsuchen, also zum Beispiel einen Dermatologen, und seine Blutwerte bestimmen lassen, um zu schauen, woher dieser vermehrte Haarausfall kommt, und dementsprechend gegebenenfalls eine Therapie einleiten.”

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Haarausfall nach Corona: Das sind die Ursachen

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Zunächst etwas Positives: “Man muss klar sagen: Es kann nach einer Covid-Erkrankung zu Haarausfall kommen, muss es aber nicht. Die gute Nachricht: Die ausgefallenen Haare wachsen wieder nach. Der Körper braucht zwar etwas Zeit, bis er sich erholt hat und wieder in der Norm ist, aber keine Angst, alle Haare kommen wieder”, weiß Josef Baranowski – dazu aber später noch mehr. Wie wir wissen, gibt es eine Vielzahl an Symptomen und (Langzeit-)Folgen, die eine Corona-Infektion mit sich bringen kann. Sollte man solche Symptome haben, ist es immer ratsam, einen Arzt bzw. eine Ärztin aufzusuchen. Auch die Gründe für Haarausfall sind vielfältig. Hier findest du mögliche zehn Ursachen außer Corona.

Doch zurück zu Haarausfall als Long-Covid-Folge: “Das ‘Warum’ ist nicht zu 100 Prozent geklärt, doch bei Corona handelt es sich um ein schweres Virusgeschehen. Und wenn man eine schwere Infektion wie Corona hat, kann es aber auch eine schwere Grippe oder auch ein operatives Ereignis sein, dann zentralisiert der Kreislauf etwas, und dementsprechend werden die Haare von Mikronährstoffen usw. minderversorgt und fallen in die sogenannte Telogenphase”, so Dr. Merkel über die Ursachen und die Hintergründe zum Haarausfall nach Corona.

Haarausfall: Dieser Duschfehler könnte schuld daran sein

  Haarausfall: Dieser Duschfehler könnte schuld daran sein Wenn du das Gefühl hast, dass dir besonders viele Haare ausfallen, kann das an diesem Duschfehler liegenGerade im Spätsommer und Herbst haben einige das Gefühl, besonders viele Haare zu verlieren. Das merkt man zum Beispiel daran, dass nach dem Kämmen mehr Haare in der Bürste hängen oder das Sieb in der Dusche nach jedem Haarewaschen voll ist. Hierin könnten die Gründe für vermehrten Haarausfall im Herbst liegen. Aber auch ein bestimmter Fehler, den die meisten von uns direkt nach dem Duschen machen, könnte der Auslöser sein.

Weiter erklärt er: “Unsere Haare haben zwei Wachstumsphasen: die Anagenphase, die circa fünf bis sieben Jahre andauert, und die Telogenphase (zwei bis drei Monate). In dieser fällt das Haar aus, und es wird ein neues in der Wurzel produziert. Bei bestimmten Ereignissen kann es sein, dass vermehrt Haare in diese telogene ‘Todesphase’ rutschen, und der:die Patient:in bemerkt auf einmal einen verstärkten Haarausfall. So verhält es sich auch bei der Corona-Infektion.”

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Wie lange dauert Haarausfall nach Corona?

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“Es gab eine größere Studie in Italien, welche ergab, dass die Patient:innen im Schnitt 70 Tage nach Infektionsbeginn den Haarausfall erleiden. Meiner Erfahrung nach gibt es zwei verschiedene Gruppen. Manche berichten, schon innerhalb der ersten vier Wochen einen verstärkten Haarausfall zu erleiden, andere kommen ungefähr nach zehn Wochen, was auch Sinn ergibt, wenn man diesen bereits erwähnten Haarwuchs-Zyklus kennt. Das heißt: Wenn die Haare in die Todesphase oder Telogenphase hineingeraten, dann sind sie meistens noch etwa acht bis zehn Wochen nicht vital in der Haarwurzel und fallen dann aus”, erklärt Dr. Merkel.

Wie lange dieser Zustand anhält, weiß der Dermatologe ebenfalls: “Meiner Erfahrung nach dauert der Haarausfall ungefähr drei bis sechs Monate. Das heißt, die Patient:innen kommen meist nach drei Monaten, wenn sie bemerken, dass vermehrt Haare ausfallen. Und dann müssen sie noch mal durch ein Tal, wo vermehrt die Haare ausfallen. Das Gute ist, dass dieser Haarausfall nicht bleibt. Die Haarwurzel wird nicht beschädigt, und dementsprechend kommen die Haare auf jeden Fall wieder nach.”

Hier ist, warum Sie möglicherweise mehr Haare als gewöhnlich abgeben,

 Hier ist, warum Sie möglicherweise mehr Haare als gewöhnlich abgeben, , wenn Sie eine Änderung der Textur zu Ihren Haaren bemerken, Ihre Stränge beginnen zu dünnen oder Sie viel mehr Haar sind eine Reihe sehr normaler Gründe. Die Realität ist, Haarverdünnung ist unglaublich häufig. Eine Studie von L'Oreal ergab, dass eine von drei britische Frauen behauptet, Haarausfall zu erleben - eine Tatsache, die von den Menschen an der Harvard Medical School unterstützte.

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Haarausfall nach Corona: Was kann ich dagegen tun?

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Unsere Experten haben drei Tipps, die gegen den Haarausfall nach der überstandenen Covid-Erkrankung helfen können und schnelle Besserung versprechen:

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1. Haarwasser und Hausmittel

Der Geheimtipp von Friseur Josef Baranowski: “Was ich absolut empfehlen kann, ist ein Haarwasser wie z.B. Minoxicutan. Das ist ein Produkt, das den Haarausfall stoppt bzw. aufhält und die Durchblutung der Kopfhaut anregt. Dadurch werden die Haarwurzeln zum Wachsen motiviert. Mein Tipp bei Haarausfall und Haarbruch – jeden Morgen ein bis zwei Teelöffel Bio-Kurkuma-Konzentrat (Pulver) in einem Glas lauwarmem Wasser auflösen und trinken. Kurkuma ist ein altes Hausmittel und wirkt entzündungshemmend.”

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2. Mesotherapie

“Diese Therapie ist eine der ältesten Haartherapien: Bei der Mesotherapie werden Vitamine und Proteine in die Kopfhaut injiziert, um die Haarwurzeln, die in dem Moment ein bisschen verkümmert sind, optimal zu ernähren und sie zu unterstützen, wieder ein vollwertiges Haar zu bilden. Die Mesotherapie macht man ungefähr in monatlichen Abständen”, so Dr. Merkel.

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3. PRP

Dermatologe Dr. Merkel kennt noch eine zweite Therapie, die helfen kann – die sogenannte PRP. “Das ist eine Kurzform für Platelet-Rich Plasma, wobei man Blut abnimmt, zentrifugiert und aktiviert und daraus eigenes Blutplasma gewinnt. In diesem befinden sich die eigenen Wachstumsfaktoren und Stammzellen. Das Blutplasma injiziert man dann mithilfe von Mikroinjektionen in die Kopfhaut, ungefähr dreimal im Abstand von vier bis sechs Wochen.”

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Noch mehr Tipps gegen Haarausfall findest du hier.

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