Gesundheit Kliniken rechnen mit stärkerer Grippewelle

10:50  24 november  2022
10:50  24 november  2022 Quelle:   saechsische.de

Droht eine Corona-Grippe-Doppelwelle? Krankenhäuser im Kreis Bautzen in Sorge

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Vermehrt werden Patienten mit Erkrankungen durch saisonale Influenza-Viren behandelt. Auch das Personal ist betroffen.

In der Helios Klinik Leisnig fehlt durch Corona- und Grippeerkrankungen einiges Personal. © dpa © dpa In der Helios Klinik Leisnig fehlt durch Corona- und Grippeerkrankungen einiges Personal. © dpa

Mittelsachsen. Corona hat sich derzeit etwas abgeschwächt, stattdessen treten vermehrt Grippefälle auf – auch beim Personal von Krankenhäusern.

„Wir sind seit einigen Wochen von einer höheren Ausfallquote unseres Personals aufgrund zunehmender Covid- und/oder Influenza-Infektionen betroffen“, sagt Martin Wachter, Sprecher der Helios Klinik Leisnig. Durch die starke Ansteckung betreffe dies auch die Kinder der Mitarbeiter.

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„Durch unsere Erfahrung in den letzten Pandemie-Wellen können wir jedoch Ressourcen schnell bündeln, um etwaige Personalausfälle bestmöglich zu kompensieren und so die pflegerische sowie medizinische Betreuung unserer Patienten vollumfänglich sicherstellen“, so Wachter.

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Alle Maßnahmen, planbare Operationen sowie notfallmäßige Eingriffe würden nach wie vor mit größter medizinischer Sorgfalt vorgenommen.

Auf der Normalstation werden bei Helios einige Covid-Patienten behandelt. Die meisten hätten jedoch eine andere Hauptdiagnose als Covid und eher mildere Covid-Krankheitsverläufe. Es würden derzeit aber auch vermehrt Patienten mit Erkrankungen durch saisonale Influenza-Viren behandelt, so der Sprecher.

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Tragen einer Maske empfehlenswert

Auch die Sprecherin des Döbelner Klinikums Ulrike Träger bestätigt, dass es, ähnlich wie in den Vorjahren, jahreszeitlich bedingt Krankheitsausfälle innerhalb des Klinikpersonals gibt. „Dies führt jedoch nicht zu Einschränkungen in der Patientenversorgung. Aktuell verzeichnen wir keine steigende Tendenz an Grippe-Patienten“, so Ulrike Träger.

Ähnlich sieht es im Mittweidaer Krankenhaus aus. Das Thema Grippe sei aktuell nicht akut. „Unter den Patienten gibt es einige wenige noch unbestätigte Verdachtsfälle“, so Kliniksprecherin Ines Schreiber. Personell gebe es derzeit keine Einschränkungen aufgrund von Grippefällen.

Das Freiberger Klinikum rechnet mit einer stärker ausgeprägten Influenzawelle als in den Vorjahren, da grippale Infekte durch das Tragen von Masken in den letzten Winterhalbjahren effektiv verhindert wurden.

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„Demzufolge ist das Tragen einer Maske eine empfehlenswerte Schutzmaßnahme, um sich vor erogen übertragbaren Erkrankungen wir Corona, Influenza oder einem normalen Schnupfen zu schützen“, sagt Marketing-Referentin Claudia Steinbach.

Eine Grippeschutzimpfung für risikobehaftete Personen und das Klinikpersonal sei zum Schutz der Betroffenen sowie der Menschen in der unmittelbaren Umgebung ebenfalls ratsam.

Das Freiberger Klinikum habe derzeit unter den Mitarbeitenden einen zu dieser Jahreszeit üblichen Krankenstand.

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