Reisen 12 Ausflüge ins Berliner Umland – so schön ist es vor den Toren der Stadt

18:12  18 märz  2022
18:12  18 märz  2022 Quelle:   tip-berlin.de

12 schöne Strände an der Ostsee: Darf es ein bisschen Meer sein?

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Es gehört zum Leben in der Hauptstadt dazu, auch mal rauszufahren und Ausflüge ins Berliner Umland zu machen. Denn so schön das Leben in Berlin ist: Manchmal tut es gut, nicht auf Beton sondern auf weites Grün zu blicken, Ruhe zu spüren, die man in einem Stadtpark einfach nicht bekommt und Wege entlangzulaufen, auf denen man kaum anderen Menschen begegnet. Oder den Charme von alten Gemäuern auf dem Land auf sich wirken zu lassen. Wir haben zwölf Ausflüge ins Berliner Umland zusammengestellt, die Abwechslung bieten: vom glasklaren See über weite Felder bis hin zu gotischen Ruinen.

Marienkirche Prenzlau

Die Marienkirche in Prenzlau ist durchaus imposant. Foto: Imago/imagebroker © Bereitgestellt von tipBerlin Die Marienkirche in Prenzlau ist durchaus imposant. Foto: Imago/imagebroker

Die Marienkirche Prenzlau ist ein Hingucker. Die 1289 anstelle eines Vorgängerbaus errichtete dreischiffige Hallenkirche ist von beeindruckender Dimension. In den letzten Kriegstagen 1945 brannte sie mitsamt der Innenausstattung aus. Seither gab es umfassende Sicherungs- und Wiederherstellungsarbeiten. Der Ostgiebel der Marienkirche, fertiggestellt um 1340, ist in seiner reichhaltigen Schmuckgliederung einer der schönsten Chorgiebel der Backsteingotik. Wer schöne Gotteshäuser in der Nachbarschaft sucht: 12 schöne Kirchen direkt in Berlin.

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  • Marienkirche Prenzlau Marienkirchstraße 4, Prenzlau

Döberitzer Heide

Zwölf Ausflüge ins Berliner Umland: Die Döberitzer Heide lohnt sich! Foto: Imago/imagebroker © Bereitgestellt von tipBerlin Zwölf Ausflüge ins Berliner Umland: Die Döberitzer Heide lohnt sich! Foto: Imago/imagebroker

Durch die ausschließlich militärische Nutzung dieses Areals ist eine Heide-, Sand- und Trockenrasenlandschaft mit weit mehr als 5.000 teilweise seltenen Pflanzen entstanden. In der Wildniskernzone leben Rothirsche, Wisente und Przewalski-Pferde. Döberitz war jahrhundertelang eine Parallelwelt, um die es viele Geheimnisse gab. Erst nach dem Abzug der Sowjets und mit der zivilen Nutzung konnte man erkennen, dass viele dieser Mysterien auf Übertreibungen und Spekulationen beruhten. Ein Glücksfall für die Zivilgesellschaft, die das Gelände heute wieder nutzen kann. Ihr wollt wildes Leben sehen aber nicht so weit raus? Tiere beobachten in Berlin: Die wilde Seite der Stadt erleben.

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  • Zugang und Parkplatz Döberitzer Heide in Elstal, Zur Döberitzer Heide 10, 14641 Wustermark (OT Elstal)

Werbellinsee

Er ist malerisch, der Werbellinsee. Foto: Imago/Margit Wild © Bereitgestellt von tipBerlin Er ist malerisch, der Werbellinsee. Foto: Imago/Margit Wild

Im Sommer verliebt man sich viel zu schnell. Da reichen schon die nackten Füße im warmen Gras und das Glitzern der Sonne auf dem Wasser – und zack, schon wird der See, der einen eben so schön erfrischt hat, gleich leichtfertig zum Lieblingssee erkoren.

Dabei gehört dazu viel mehr. Die Kür besteht darin, auch im Herbst und Winter zu überzeugen. Und das kann er, der Werbellinsee. Sein Trick ist dieser altmodische Peter-Alexander-Charme. Bei der Ankunft in Altenhof öffnet sich nach wenigen Schritten der Blick auf Ufer, Schiffsanlegestelle mit Steg und bepflanzten Vorplatz. 50er-Jahre-Flair weht durch die Rabatten, man meint, gleich käme des Weißen Rössls Kellner Leopold auf Wasserskiern angerauscht, ein Tablett voll Sektgläser balancierend. Auch wenn der Werbellinsee besonders schön ist: Brandenburg hat noch mehr schöne Strände und klare Seen.

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  • Lage: bei Eberswalde

Garnison Vogelsang

Ein vergessener Ort: die Garnison Vogelsang – für einen Ausflug ins Umland ideal. Foto: flickr/Strassenstriche.net © Bereitgestellt von tipBerlin Ein vergessener Ort: die Garnison Vogelsang – für einen Ausflug ins Umland ideal. Foto: flickr/Strassenstriche.net

Wie eine Geisterstadt aus lange vergessenen Legenden liegt die ehemalige sowjetische Garnison Vogelsang im Wald. Seit 20 Jahren verlassen, holt sich die Natur das ehemalige Städtchen, in dem einst 20.000 Soldaten und ihre Angehörigen lebten, langsam zurück. Der Weg durch den Wald ist lang und kompliziert, das Gelände ist riesig und unübersichtlich. Aber wer die Garnison findet, der wird mit spannender Alltagsgeschichte konfrontiert. Da stehen zum Beispiel auf der einen Seite einer Allee die Mannschaftsunterkünfte mit ihren Schlafsälen für bis zu 200 Soldaten.

Auf der anderen Seite haben sich die Offiziere kleine dunkle Holzhäuser bauen lassen, wie sie in Russland überall zu finden sind, unten ein kleines Wohnzimmer, eine Veranda, eine Küche und ein winzig kleines Klo, unterm Dach ein großes Schlafzimmer. Hier war der Kalte Krieg einst am kältesten. Hier spuken noch immer die Gespenster des geteilten Europa durch die Ruinen einer Stadt, die mal vor Leben gebrummt hat. Übrig blieb eine leere Hülle. Auf den Geschmack von Lost Places gekommen? Diese Lost Places in Berlin erzählen Stadtgeschichte.

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  • Anfahrt Zwischen Zehdenick und Templin liegt direkt an der Bundesstraße 109 ein kleiner Güterbahnhof. Hier parken und nördlich davon in den Wald gehen. Nach 100 Metern macht die alte Straße einen 90°-Grad-Knick, sie führt direkt zur alten Garnison.

Gohlitzsee

Anbaden? Der Gohlitzsee würde sich dafür eignen. Foto: Silke Sander © Bereitgestellt von tipBerlin Anbaden? Der Gohlitzsee würde sich dafür eignen. Foto: Silke Sander

Ideal zum Baden, aber auch toll für Spaziergänge zu jeder Jahreszeit – der Gohlitzsee. Dass sie diesen See kennt, hat unsere Autorin guten Freunden zu verdanken, die vor ein paar Jahren aus Berlin nach Kloster Lehnin gezogen sind. Obwohl es rings um den Ort mehrere schöne Badeseen gibt, fährt sie, wenn sie ihre Freunde besucht, immer zur Naturbadestelle am Südzipfel des Gohlitzsees. Die Anfahrt lohnt sogar, um nur mal kurz reinzuspringen und eine Runde zu schwimmen.

Das kann man hier nämlich richtig gut: Vom Steg aus, den die Gemeinde dort vor ein paar Jahren erbaut hat, hüpft man direkt ins tiefe Wasser und hat dann den weiten, langgestreckten, von Wald gesäumten See vor sich. Der See lohnt sich aber auch für einen Spaziergang bei Frühlingswetter.

  • Lage: Gemeinde Kloster Lehnin

Bötzsee

Zu allen Jahreszeiten schön: Der Bötzsee. Foto: Imago/Thea © Bereitgestellt von tipBerlin Zu allen Jahreszeiten schön: Der Bötzsee. Foto: Imago/Thea

Als unsere Autorin diesen See vor einigen Jahren entdeckte, war Winter und der See war mit treibenden Eisschollen gepflastert. Der gesamte Wald um sie herum schien zu schmelzen: klebriger Schnee, der sich in Wasser verwandelte, um in den gläsern-gefrorenen Spiegel des Bötzsees zu fließen. Sie hatte sich verliebt – in seine Kälte, seine Ruhe, sein nicht endendes Waldland.

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Im Sommer ist der See etwas ganz anderes. Mit glühendem Grün junger Blätter und dem Duft von Kiefernharz in der heißen Sonne fängt der Wald die Wärme ein und zieht einen zum kühlen Nass, das am Ende des Wanderwegs liegt.

  • Lage: zwischen Altlandsberg und Strausberg

Zisterzienser-Abtei Chorin

Mächtig ragt die Zisterzienser Abtei in Chorin in den Himmel. Foto: Imago/Zeitz © Bereitgestellt von tipBerlin Mächtig ragt die Zisterzienser Abtei in Chorin in den Himmel. Foto: Imago/Zeitz

Die Mönche der Zisterzienser Abtei haben Chorin geprägt. Um 1273 begann man mit dem Bau der Klosterkirche. Die Westfassade, um 1290 erbaut, gilt als eines der bedeutendsten Werke der deutschen Backsteingotik. Heute ist Chorin eine gut erhaltene Ruine. Ein Museum informiert über das Leben der Zisterziensermönche und über die Baugeschichte.

  • Zisterzienser-Abtai Chorin Amt 11a, Chorin

Grabowsee

Unterschätzt und wunderschön: der Grabowsee. Foto: flickr/alles banane © Bereitgestellt von tipBerlin Unterschätzt und wunderschön: der Grabowsee. Foto: flickr/alles banane

Der Grabowsee gehört auf die Liste der unterschätzten Seen. Dabei liegt er herrlich im Naturpark Barnim, umgeben von Wald, fast direkt am Oder-Havel-Kanal. Durch die ehemalige Lungenheilanstalt am Ostufer ist er alles andere als unbekannt. Die Familie der Autorin zieht es immer wieder dorthin, für einen Spaziergang, eine Radtour oder um zu baden. Im Sommer bietet sich der kleine Badestrand an. Hier ist genug Platz für Picknick­decken oder Wikingerschach.

  • Lage: bei Oranienburg

Wünsdorf

Die Waldstadt. Foto: flickr/Paul Schulze © Bereitgestellt von tipBerlin Die Waldstadt. Foto: flickr/Paul Schulze

Was haben Brandenburg und Wales gemeinsam? Nicht nur die vielen Schattierungen der Farbe Grün, die das Landschaftbild prägen. In Hay-on-Wye gründete der Buchhändler Richard Booth 1962 die erste „booktown“, ein Ensemble aus Bücherläden, Antiquariaten, Restaurants und Bühnen, ein Mekka für Büchernarren und Leseratten. 1998 wurde diese Idee für Wünsdorf kopiert, nur dass hier noch ein weiterer Aspekt dazu kam: In diesem Ortsteil der Stadt Zossen gibt es auch noch wahnsinnig viele Bunkeranlagen.

Sonnenuntergang in Berlin: Die besten Orte zum Zuschauen

  Sonnenuntergang in Berlin: Die besten Orte zum Zuschauen Der Himmel über Berlin gibt sich gern mal atemberaubend. Zum Glück ist die Stadt […] Der Beitrag Sonnenuntergang in Berlin: Die besten Orte zum Zuschauen erschien zuerst auf tipBerlin.

Die verbotene Stadt vor den Toren Berlins heißt inzwischen Waldstadt, und nicht alle hochfliegenden Träume ihrer Einwohner – der ehemalige Ministerpräsident Manfred Stolpe sprach mal von einer Stadt mit 200.000 Einwohnern – konnten erfüllt werden. Noch immer stehen viele der Gebäude dort leer.

  • Anfahrt Auf der B96 in südlicher Richtung, in Zossen den Schildern folgen, hinter dem Ortsausgangsschild an der nächsten Ampel links in die Fritz-Jaeger- Allee, am Restaurant Kommandantenvilla rechts in die Zehrensdorfer Straße.

Liepnitz See

Ob Herbst oder Frühling: am Liepnitzsee ist’s immer schön. Foto: Imago/NBL Bildarchiv © Bereitgestellt von tipBerlin Ob Herbst oder Frühling: am Liepnitzsee ist’s immer schön. Foto: Imago/NBL Bildarchiv

Freibadlärm, Sonne, Capri-Eis. Mehr brauchte es früher nicht für einen perfekten Sommerferientag. Die Kunst des formvollendeten Nichtstuns haben viele irgendwann verlernt – wenn es aber gelingt, das Feriengefühl zu reaktivieren, dann am Liepnitzsee nahe Wandlitz. Am schnellsten gelangt man dorthin mit dem Auto, ÖPNV-Nutzer müssen die langwierigere (wahlweise: kontemplative) Variante wählen: Man nimmt die S- oder „Heidekrautbahn“, verlässt Berlin gen Norden, fährt ab Bernau Bus oder steigt in Wandlitz aus. Die letzte Reiseetappe führt durch den Wald. Die Arbeit lohnt sich! Denn der Liepnitzsee ist der Streber unter den Badegewässern im Berliner Speckgürtel: populär und doch idyllisch, umringt von sacht im Sommerwind wogenden Bäumen, tiefblau und blitzsauber.

  • Lage: bei Bernau

Wirchensee

Idyllisch und ruhig: Der Wirchensee. Foto: Imago/Hohlfeld © Bereitgestellt von tipBerlin Idyllisch und ruhig: Der Wirchensee. Foto: Imago/Hohlfeld

Für jede Jahreszeit gibt es den passenden See. Im Sommer sind es die Badeseen – klar. Aber auch im Herbst, Frühling oder Winter lohnt es sich, rauszufahren und auf eine Wasseroberfläche zu schauen. Der Wirchsensee im Südosten Brandenburgs liegt mitten im Wald. Gespeist wird er von der Schlaube, die von dort aus weiter das Schlaubetal formt. Das Schlaubetal ist wegen seiner steilen Hänge und schmalen Pfade eine beliebte Gegend für Wanderer. Der Hauptwanderweg führt gen Norden zur Bremsdorfer Mühle. Der Wirchensee im Süden lässt sich ebenfalls wunderbar umwandern, doch allzu viel los ist meist nicht.

Die 14 besten Aussichtspunkte in Berlin

  Die 14 besten Aussichtspunkte in Berlin Bei einem Städte-Trip hilft es immer, sich einen Überblick zu verschaffen. Und wo ginge das besser als von Türmen, Kirchen oder Hügeln? TRAVELBOOK hat für die deutsche Hauptstadt Berlin die besten Aussichtspunkte zusammengetragen. © Getty Images Aussicht Berlin Fernsehturm In Sekundenschnelle schießt der Fahrstuhl nach oben.

Am besten hat man den See auf einer Halbinsel im Blick, die Großer Horst genannt wird. Ein Trampelpfad führt bis zur Spitze der Landzunge. Am Abend, wenn den Wald bereits die Dunkelheit erfasst hat, der See aber noch in der Dämmerung leuchtet, dann ist dies ­einer der magischen und menschenleeren Orte, die Brandenburg glücklicherweise noch zu bieten hat.

  • Lage: Naturpark Schlaubetal im Landkreis Oder-Spree

Heiliger See

Ein See mit Geschichte: Der Heilige See. Foto: imago/Müller © Bereitgestellt von tipBerlin Ein See mit Geschichte: Der Heilige See. Foto: imago/Müller

Dieser See liegt im Auge des Orkans, in einem Touristen-Hotspot, einem Teil des UNESCO-Weltkulturerbes von Potsdam, direkt hinter Schloss Glienicke. Man muss nur auf der Glienicker Brücke aus dem Bus von Wannsee purzeln und ein Stück die Havel entlang nach Norden spazieren, schon ist man am Heiligen See im Neuen Garten. Hinter den Wiesen im Norden tut er sich auf, rund 300 Meter schmal, rund 1,3 Kilometer lang, am Ostufer die Millionärsvillen, ringsum Weltkultur, Marmorpalais, Gotische Bibliothek und etwas abseits Schloss Cecilienhof im englischen Landhausstil.

  • Lage: Potsdam

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