Auto WM-Duell auf allen Ebenen - Kleinkrieg Mercedes vs. Red Bull

10:30  09 september  2021
10:30  09 september  2021 Quelle:   auto-motor-und-sport.de

Konkurrenz für Audi und Porsche - BMW verkündet LMDh-Projekt ab 2023

  Konkurrenz für Audi und Porsche - BMW verkündet LMDh-Projekt ab 2023 Nach über 20 Jahren Pause kehrt BMW mit einem LMDh-Projekt in den Prototypen-Sport zurück. Ab 2023 startet man in der amerikanischen IMSA SportsCar Championship, die traditionell mit den 24 Stunden von Daytona beginnt. Ob man auch in Le Mans antritt, lassen die Bayern momentan noch offen. © Sean Bull Design Weitere gute Nachrichten für den Prototypen-Motorsport: Nach Audi und Porsche kehrt mit BMW bereits die dritte deutsche Marke in die Szene zurück. Am Freitag (11.6.) hat der bayerische Hersteller ein eigenes LMDh-Projekt ab dem Jahr 2023 bestätigt.

Eigentlich wäre diese Story etwas für die nächste folge Netflix-Dokumentation "Drive to survive". Das Thema liegt auf der Hand: Max Verstappen gegen Lewis Hamilton, Red Bull gegen Mercedes. Doch der Titelkampf bietet nicht nur vordergründig Stoff für eine Seifenoper. Auf der Rennstrecke hat es schon ein paar Mal fast und ein Mal richtig geknallt. Auch hinter den Kulissen bekämpfen sich die beiden Hauptdarsteller mit Zähnen und Klauen. Und das hat durchaus Unterhaltungswert.

In Zandvoort konnte Hamilton seinen WM-Gegner nur einmal kurz nassmachen. © Wilhelm In Zandvoort konnte Hamilton seinen WM-Gegner nur einmal kurz nassmachen.

Rad an Rad hat sich das Verhältnis zwischen Verstappen und Hamilton nach den Unfall-Rennen in Silverstone und Budapest wieder etwas beruhigt. Außerhalb der Strecke wird es mit unverminderter Härte weitergeführt. Die Teamchefs Toto Wolff und Christian Horner sind da ausnahmsweise mal einer Meinung. Es gehört zur DNA der Formel 1, dass man dem Gegner auf keiner Ebene etwas gönnt und dass es Teil des Spiels ist, in allen Bereichen die Nase vorne zu haben.

Wolff: Werden in zehn Jahren sehen, ob unsere Entscheidung richtig war

  Wolff: Werden in zehn Jahren sehen, ob unsere Entscheidung richtig war Weshalb Mercedes an seinem Beschluss festhält, den aktuellen W12 nicht mehr weiterzuentwickeln und sich technisch voll auf 2022 zu konzentrierenUnd damit steht Mercedes vor einem Dilemma: Sowohl in der Fahrerwertung als auch in der Konstrukteurswertung hat man zuletzt Boden verloren auf Red Bull und ist aktuell wohl nur zweite Kraft in der Formel 1. Gleichzeitig aber will man sich technisch ausschließlich auf den Neuwagen für die Saison 2022 unter dem dann neuen Formel-1-Reglement konzentrieren.

So geht der Kleinkrieg eben munter weiter. Zum Beispiel bei der Technik. Mal schießt Mercedes, mal Red Bull. Aktuell hat Red Bull den Motor von Mercedes im Visier. Man hat bei der FIA die Anfrage gestellt, ob alles mit rechten Dingen zugeht, wie Mercedes im Beschleunigungsprozess die Luft im Plenum kühl hält. Überläufer von Mercedes zu Red Bulls neuem Powertrain-Ableger haben offenbar geplaudert. Die FIA, so hört man, untersucht den Fall. Ausgang offen.

Man darf Red Bulls Vorstoß durchaus als Retourkutsche gegen die Technischen Direktiven zum Heckflügel und zu den Boxenstopps sehen, die im Sommer über die Formel 1 hereingebrochen waren. Damals hatte Mercedes die Frage gestellt, ob sich die Heckflügel gewisser Autos unter Last im erlaubten Rahmen verbiegen und ob bei den Boxenstopps gewisser Teams nicht ein verbotener Automatismus in den Abläufen zu erkennen sei. Die FIA reagierte mit Klarstellungen. Red Bull musste beide Male reagieren. So wird es auch Mercedes gehen, sollte bei der Motorensache irgendetwas herauskommen.

Liegt der Trick im Intercooler? - Red Bull sucht Mercedes-Geheimnis

  Liegt der Trick im Intercooler? - Red Bull sucht Mercedes-Geheimnis Seit dem GP England haben Red Bull und Ferrari den Verdacht, dass Mercedes Leistung gefunden hat. Jetzt glauben die Gegner zu wissen, worum es sich handelt. Red Bull hat eine Anfrage an die FIA geschickt.Während in den Rennen zuvor Red Bull in allen Vollgaspassagen signifikant Zeit auf den WM-Gegner gewonnen hat, ist es seit Silverstone andersherum. Mercedes erklärte das zuletzt mit unterschiedlichen Flügeleinstellungen und beteuert, dass ihr Motor seit Saisonbeginn die gleiche Leistung abgibt und dass man auch nichts an der Antriebseinheit geändert hat.

De Vries als Spielball

Auch auf dem Fahrermarkt sind die beiden Streithähne Gegner. Das erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Es geht dabei gar nicht um einen Fahrer, den beide für ihre eigenen Teams im Visier hätten. Es geht vielmehr um die Besetzung der zweiten Cockpits von Williams und Alfa Romeo. Red Bull wollte dort Alexander Albon platzieren, Mercedes favorisiert seinen Formel-E-Meister Nyck de Vries. Albons Wunschteam war Williams, bei dem er schließlich auch gelandet ist.

Eigentlich hätten sich die beiden Kandidaten die Plätze aufteilen können, doch erstens sind noch andere Namen im Spiel und zweitens ist das wieder so eine Spielwiese, auf der man dem Rivalen das Leben schwermachen kann. Die thailändischen Mehrheitseigner von Red Bull wünschen sich ihren Landsmann Alexander Albon zurück in der Formel 1. Weil bei den beiden Vertragsteams kein Platz ist, muss er woanders geparkt werden. Um dem Nachdruck zu verleihen, ist eine finanzielle Mitgift im Gepäck. Das zeigt: Der Wunsch ist in Wahrheit ein Befehl. Wenn Albon leer ausgegangen wäre, hätte das Binnenklima bei Red Bull belastet werden können. Und Mercedes wusste das natürlich.

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  Connected Roadtrip: Wie hellt strahlt der Mercedes-Stern? – Teil 3 In meinen bisherigen Berichten zum aktuellen MBUX-Navigationssystem und zu den Besonderheiten des Mercedes E300de habe ich Euch schon einige Bereiche aufgezeigt, doch nun möchte ich im dritten und letzten Teil einen Ausblick auf die Zukunft der Marke Mercedes geben. Zudem gibt’s das Fazit zu meinen Testwagen, den mir freundlicherweise das Autohaus Rieger leihweise zur Verfügung […]Mercedes möchte künftig Geld mit dem Verkauf von Online-Services verdienen, da es etwa bei Elektroautos weniger Wartungsbedarf gibt und man zudem als Hersteller direkt mit dem Kunden abrechnen kann – ganz ohne den Umweg übers Autohaus.

Also machte man den Transfer so schwer wie möglich und bot selbst einen Mann aus dem eigenen Pool bei den Teams an, die noch Plätze offen hatten. De Vries ist nach Mercedes-Sprachregelung allerdings ein freier Agent. Und wenn Albon beim Mercedes-Kundenteam Williams fahren will, soll er möglichst seinen Red-Bull-Vertrag aussetzen, hieß es in Zandvoort bei Mercedes. "Wir wollen nicht, dass Geheimnisse unseres Motors an Red Bull gehen", begründete Wolff seine Forderung. Ein Schutz ist das nicht. Albon kann auch ohne vertragliche Bindung an Red Bull plaudern. Und man kann dem Thailänder auch nicht verbieten nach seiner Williams-Zeit wieder in die Familie zurückzukehren.

Rote Flaggen und Heizdecken

Das Katz- und Mausspiel der beiden Protagonisten beginnt immer schon am Freitag mit dem Start des Trainings. Jeder belauert den anderen und wartet nur darauf, dass er einen Fehler macht. Man könnte ja vielleicht einen Nutzen daraus ziehen. Als Max Verstappen im zweiten Training Lance Stroll trotz roter Flagge überholte, passierte erst einmal gar nichts. Man wunderte sich schon, dass der Vorfall nicht an die Sportkommissare gemeldet wurde, obwohl das Fernsehen eifrig darüber berichtete.

Wann kommt der Motor-Wechsel? - Mercedes vs. Red Bull

  Wann kommt der Motor-Wechsel? - Mercedes vs. Red Bull Lewis Hamiltons Motor aus dem Zandvoort-Training hat nicht überlebt. Damit hat der Weltmeister wie WM-Gegner Max Verstappen nur noch zwei Antriebseinheiten im Pool. Die WM-Gegner belauern sich gegenseitig, wann wer die Strafe nimmt. Es könnte schon in Monza passieren. Beide haben nur noch zwei Antriebseinheiten in ihrem Pool. Der Motor, den Hamilton im zweiten Training in Zandvoort abstellen musste, weil der Öldruck in den Keller fiel, ist unrettbar verloren. Es war Motor Nummer eins, der älteste in seinem Kontingent. © Motorsport Images Doch das wurde im zweiten Training umgehend bestraft.

Erst Samstagfrüh kam Bewegung in die Sache. Aston Martin hatte die FIA um eine Untersuchung gebeten. Red Bull hat den Verdacht, dass Mercedes seinen Technikpartner angespitzt hat. Toto Wolff dementiert: "Aston Martin hat den Anfang gemacht. Dann haben sich alle anderen drangehängt." Die Sportkommissare schauten sich Verstappens Bordkamera genau an um zu sehen, wann bei ihm das Rotlicht auf dem Dashboard aufleuchtete. "Das war so spät, dass Max weniger als eine Sekunde Zeit hatte auf die rote Flagge zu reagieren. Und das bei einem Speedunterschied von 150 km/h zu Stroll", erklärte Sportkommissar Garry Connelly.

Genauso verlief sich eine Beschwerde von Red-Bull-Teammanager Jonathan Wheatley gegen Mercedes in der Qualifikation im Sande. Wheatley monierte, dass Mercedes vor dem Rausfahren aus der Garage zu lange die Heizdecken auf den Reifen ließ. Das ist gemäß einer neuen Direktive nicht mehr erlaubt. Mercedes verteidigte sich damit, dass man dazu gezwungen wurde, weil sich in Zandvoort die Unsitte breitmachte, dass viele Fahrer die Boxenausfahrt blockierten, um Platz zum Vordermann zu schaffen. Je weiter hinten man in der Schlange stand, desto stärker kühlten die Reifen aus. Da Mercedes die erste Box hatte, war der Nachteil am größten. Die FIA akzeptierte die Erklärung.

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  Kommt ein elektrischer SL? - Mercedes-AMG Roadster Mercedes-AMG hat auf der IAA mit dem EQS 53 4-Matic sein erstes rein elektrisches Modell präsentiert. Weitere Elektro-Derivate der EQ-Baureihe von Mercedes folgen als 43er- und 53er-Versionen. Denkbar sind hier AMG-Versionen vom EQA, EQC und dem neuen EQE. Und was ist mit einem elektrischen Roadster? Einem Spaßauto, ein möglicher Konkurrent zum Tesla-Roadster? © Guido ten Brink Schon vor einiger Zeit sagte der damalige AMG-Chef, dass an einem vollelektrischen AMG "irgendwann kein Weg vorbeiführe".

Unterstützung für Red Bull 2022 - Honda-Rückzug auf Raten .
Honda überlässt Red Bull seine Motoren, um zukünftig ein waschechtes Werksteam in der Formel 1 zu sein. Das ist seit langem bekannt. Jetzt haben beide Parteien den Übergang skizziert. Honda zieht sich mit Ende der Saison nicht völlig zurück, sondern unterstützt Red Bull und Alpha Tauri in einer Übergangsphase 2022.Dafür übernimmt Red Bull den Honda V6-Turbomotor samt der Hybridbausteine. Der japanische Autohersteller zieht sich am Saisonende aus der Königsklasse zurück – unter dem Deckmantel, die Erkenntnisse der letzten sieben Jahre zu nutzen, um den Konzern klimaneutral zu trimmen.

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