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AutoFantic Caballero 500 Rally im Fahrbericht

16:55  21 märz  2019
16:55  21 märz  2019 Quelle:   motorradonline.de

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Fantic Caballero 250/ 500 im Fahrbericht (2018). Scrambler und Flattracker. © Foto: Kel Edge. Die kurzhubige 500 er- Caballero holt aus 449 Kubik ordentliche 43 PS bei 8. 500 Touren und stemmt ein Drehmoment von 40 Nm Sie tragen Pirelli Scorpion Rally STR-Alleskönner, die im Gegensatz zu.

Fantic Caballero 250/ 500 im Fahrbericht (2018). Scrambler und Flattracker. Mit einer Neuauflage der Caballero feiert Fantic sein Straßen-Comeback. Insgesamt vier Varianten, jeweils zwei Scrambler und zwei Flattracker mit 250 cm³ und 500 cm³, sollen noch dieses Jahr erscheinen.

Im Vergleich zur Scrambler soll die Rally vor allem im Gelände punkten und zum kontrollierten Verlassen der Asphaltbänder einladen. Optisch gelingt ihr das schon auf den ersten Blick. Der LED-Scheinwerfer wird beim Sondermodell durch ein Gitter geschützt, der Frontfender ist direkt an der unteren Gabelbrücke montiert, der Tank trägt ein armeegrünes Cover und die seitlichen Abdeckungen ziert der Schriftzug „Rally“. Dazu serviert Fantic den Offroad-Fans stattliche 200-Millimeter-Federweg, wodurch die Sitzhöhe nun 860 Millimeter beträgt und grobstollige Michelin Anakee Wild Reifen (vorne 19, hinten 17 Zoll), die den Spagat zwischen On- und Offroad meistern sollen. Die 43 statt 41 Millimeter dicke Gabel ist wie das Federbein voll einstellbar und die Schwinge aus Aluminium statt Stahl gefertigt. Da der Lenker höher und weiter über den Tank nach hinten ragt, fällt die Sitzposition aufrechter als auf der Standard-Caballero aus.

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Wir durften die Fantic Caballero 500 Rally in der Nähe von Venedig ausprobieren. Technisch ähnelt die Rally dem Schwestermodell Caballero 500 Scrambler.

Optik der Rally eher radikal

Das war’s an Upgrades, sonst gleichen sich Scrambler und Rally – technisch und in der Qualität der Verarbeitung, die insgesamt ordentlich ist. Hier und da finden sich feine Parts wie etwa die aus dem vollen Block gefräste Fußrastenanlage, die edlen Gabelbrücken (unten mit Dreifachklemmung) und die schicken goldenen Standrohre. Lenkerarmaturen und Cockpit fallen der radikalen Optik jedoch ein Stück weit zum Opfer, die Schalter sind klein und das Display geizt zwar nicht mit Informationen, ist aber mäßig ablesbar.

Der muntere 449-Kubik-Single leistet 40 PS bei 7.500/min und 43 Nm bei 6.500/min (Herstellerangaben). Schon bei niedrigen Drehzahlen liegt ein für die Klasse außerordentliches Drehmoment an, das bis zum Peak bei 6.500 Touren linear ansteigt. Es wird schnell zum großen Spaß mit den laut Herstellerangaben 160 Kilogramm aus den Ecken herauszufeuern. Dass dem Triebwerk oben heraus etwas die Puste ausgeht, ist leicht zu verzeihen. Besonders beim Sound kann die Fantic begeistern: kernig stampft die Caballero 500 Rally schon im Standgas aus dem Arrow Doppelauspuff, hämmert selbstbewusst die Drehzahlleiter hinauf und brabbelt dann beim Gaswegnehmen beherzt auf die nächste Kurve zu. Ein Genuss mit dieser Geräuschkulisse die Gänge im präzisen Getriebe rauf- und runterzusteppen.

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Ziemlich genau 2 Jahre nach der Präsentation der ersten Caballero Prototypen auf der Messe EICMA im Mailand 2016 ist jetzt das erste von vielen

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Fahrwerk für den Straßenbetrieb abgestimmt

Das für den Straßenbetrieb komfortabel ausgelegte Fahrwerk gibt dem Fahrer dabei ein souveränes Gefühl, dem konzeptbedingt aber der Bezug zum Vorderrad etwas verloren geht. Im Standard-Setup schwingt die Rally zudem über Wellen in Schräglage vorne wie hinten leicht nach. Die Michelin Gummis entwickeln trotz grober Profilierung kaum Vibrationen, übermäßiger Grip ist nicht ihr Spezialgebiet. Das ausgesprochen feine Conti-ABS greift daher auch bereits bei weniger harter Verzögerung ein, obwohl die von Brembo-Ableger Bybre stammende Radialbremszange sanft in die 320-Millimeter Scheibe beißt. Für schnellen Geschwindigkeitsabbau ist kräftiges Zupacken nötig und die Dosierbarkeit lässt noch etwas Luft nach oben.

Und Offroad? Kein Problem für die Spezial-Caballero: einfach das ABS per Knopfdruck ausschalten und los geht's. Schotterpisten meistert die Rally mit Bravur, das Fahrwerk bügelt auch gröbere Löcher locker glatt und die lineare Leistungsentfaltung des Singles sorgt für einen gut dosierbaren, stressfreien Schub. Hier hat die Fantic ihr optimales Geläuf gefunden und auch anspruchsvollere Waldwege meistert sie mit dem 19-Zoll-Vorderrad und den großen Reserven der langen Federwege souverän. Für den echten Endurobetrieb fehlen ihr dann aber schlicht die Gene. Zwar können die Gummis auf den Fußrasten für optimalen Halt einfach entfernt werden, aber mit breitem Tank und noch breiterer Heckverkleidung fällt schon das Stehen schwer. Klar, der Spagat zwischen On- und Offroad fordert Kompromisse.

Ab Mai für 7.190 Euro bei den Händlern

Diese Kompromisse geht man mit der Caballero 500 Rally allerdings auch allzu gerne ein. Nach Lust und Laune von der Bundesstraße auf den Feld- oder Waldweg abbiegen, wenn einem gerade danach ist – dafür ist sie geschaffen. Interessenten können sich bereits ab Mai selbst davon überzeugen, dann soll sie bei den Händlern stehen. Der Preis: 7.190 Euro.

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