Auto Ist der Stern wieder spitze? - Audi A4, BMW 3er, Mercedes C-Klasse

02:35  25 oktober  2021
02:35  25 oktober  2021 Quelle:   auto-motor-und-sport.de

Gemacht für Kids, geeignet für Auto-Umsteiger - BMW Motorrad Concept CE 02

  Gemacht für Kids, geeignet für Auto-Umsteiger - BMW Motorrad Concept CE 02 Mit der Studie CE 02 zeigt BMW auf der IAA, wie man sich einen Elektroroller für die 125er-Klasse vorstellt. Im Fokus stehen Neueinsteiger, aber auch Autofahrer könnten mit dem B196-Schein umsteigen. © BMW BMW ist im Zweiradgeschäft erfolgreich unterwegs – allerdings bislang nur recht hochpreisig und auch hochklassig. Mit der Elektroroller-Studie CE 02 fasst BMW jetzt auch den Zweiradnachwuchs ins Auge. Angesiedelt in der 125er-Klasse, die bereits 16-Jährigen zugänglich ist, sollen die Kids an die Marke herangeführt und im Idealfall auch an die Marke gebunden werden.

Die neue Mercedes C - Klasse steht endlich bei den Händlern. Die Stuttgarter wollen wieder besser sein als Audi mit dem A 4 und BMW mit dem 3 er . AUTO BILD macht einen ersten Vergleich. Stärken: Der 328i federt straff, aber er lässt sich dank der strammen Dämpfung auch durch heftige Stöße nicht aus der Ruhe bringen. Beeindruckend. Angriffslustig grollender Motor, beißt kraftvoller zu als die beiden Konkurrenten.

Gebraucht: Audi A 4 , BMW 3 er , Mercedes C - Klasse . Test: Die neuesten Artikel. Der BMW hatte einen Frontalcrash. Erst im gleißenden Neonlicht der Werkstatt offenbart sich das Problem: die unprofessionelle Lackierung der Motorhaube. Dass ein Leasingrückläufer mit dieser Laufleistung viel besser aussehen kann, beweist der BMW.

Ein paar Freundlichkeiten mit dem Mercedes austauschen? Oh nein, damit werden sich Audi A4 und BMW 3er sicher nicht aufhalten beim ersten Vergleichstest gegen die neue C-Klasse. Es ist ja nicht so, als ginge es da nur um den Sieg.

  Ist der Stern wieder spitze? - Audi A4, BMW 3er, Mercedes C-Klasse © Achim Hartmann

Allein die Sache mit dem Millimeterpapier! Echt, das ist 1982 ein Hallo: Mercedes stellt mit dem Hundertneunzi..." – "Was kann ich für dich tun?" Jessasmariaundjosef, was war das denn? Nun, einerseits ein Zeichen des voranschreitenden Älterwerdens – wie sonst sollte man es deuten, wenn du beginnst, jüngeren Beifahrern aus diesem Früher zu erzählen? Und andererseits? Hat da die Sprachbedienung der C-Klasse reingequatscht, weil sie sich auf die Wortkombination "Hallo Mercedes" direkt angesprochen fühlte.

Schnelles Fahrrad ohne Pedale - BMW Motorrad Vision AMBY

  Schnelles Fahrrad ohne Pedale - BMW Motorrad Vision AMBY BMW Motorrad präsentiert auf der IAA Mobility in München die Vision AMBY – ein Elektrovehikel, irgendwo zwischen Fahrrad und Motorrad angesiedelt. © BMW Motorrad Elektromobilität auf zwei Rädern passt ideal in den urbanen Raum. Ein elektrisch angetriebenes Motorrad kann schon zu groß sein. Ein Fahrrad wäre nicht schlecht, erfordert vom Fahrer jedoch viel Einsatz. Hier kommt die BMW Vision AMBY ins Spiel.Fahrrad-Motorrad-ZwitterAMBY steht für "Adaptive Mobility" und soll die Einsatzbreite des Konzepts unterstreichen. Optisch wirkt die Studie wie ein Fahrrad ohne Pedale.

Audi mit kräftigem Motor. Audi und BMW konsumieren überschaubar weniger Kraftstoff als die Mercedes C - Klasse , beschleunigen andererseits deutlich vehementer. Mehr noch: Mit ihnen ist es eine echte Gaudi. So drückt das Zweiliter-Triebwerk des BMW nicht nur aus dem Drehzahlkeller heraus, es jubelt Selbst das angegraute MMI-Menü des Audi erschließt sich dem Fahrer schneller, das Tasten-Wirrwarr des Volvo dagegen erst nach langer Eingewöhnung. Bei den Basisfunktionen nehmen sich Mercedes C - Klasse , Audi A 4 und 3 er nichts, ihre Instrumente lassen sich einfach ablesen, liefern

Mercedes C - Klasse / Audi A 4 / BMW 3 er . Alle drei Mittelklasse-Wagen können im Schiebebetrieb und beim Bremsen Energie zurückgewinnen. So wird das Hubraum-Manko – der Vierzylinder-Turbo misst nur 1,5 Liter – gut kaschiert. Obendrein hilft der Riemen-Starter-Generator, das Turboloch zu füllen, was in einem ordentlichen Antritt mündet. Dass die Fahrleistungen (null auf 100 km/h in 7,7 Sekunden, 239 km/h Spitze ) minimal unter denen des Audi liegen, zeigt sich während der Vergleichsfahrt als irrelevant.

Aber mit der Vergangenheit kommen wir hier eh nicht weiter. Schließlich geht es um die Zukunft – zumindest um die Frage, ob Mercedes mit der neuen C-Klasse nun wieder ein Sieg gegen Audi A4 und BMW 3er gelingt. Dann könnten sie einen weiteren Stern eingravieren in diesen Wanderpokal, der seit 1982 jedes Aufeinandertreffen der Vorgänger auszeichnet. Seither zählt es zum Wesen ihres Wettbewerbs, sich gegenseitig an- und voranzutreiben. Zuletzt lag der 3er in Vergleichstests vorn, der vor zwei Jahren auf den Markt kam – schon zu viel Vergangenheit? Audi hat seither den A4 modellgepflegt. Und nun: eine neue C-Klasse, was noch immer ein Ereignis ist.

Dazu treten A4 45 TFSI Quattro und 330i xDrive gegen den C 300 4Matic an – alle mit Allrad, Automatik und Vierzylinder-Turbobenzinern mit Leistungen um 260 PS. Wenn Sie meinen, von all den spannendsten Tests des Jahres sei das der allerspannendste, so werden wir Ihrer profunden Expertise gerade in der Feierlichkeit unseres Jubiläumsjahres gern zustimmen. Nun werden aber keine Opern mehr gequatscht, es geht los.

Verkauft an den Mindestbietenden - Elektro-Limousine Mercedes EQS als Basisversion

  Verkauft an den Mindestbietenden - Elektro-Limousine Mercedes EQS als Basisversion Wer sich keinerlei Extras in seinen Mercedes EQS bucht, zahlt trotzdem mehr als 100.000 Euro. Ein guter Deal oder teures Blendwerk? Werfen wir einen Blick auf den Umfang der Serienausstattung. © Mercedes / Patrick Lang Gerade hat Mercedes auf der IAA mit dem AMG EQS 53 4Matic die neue Topversion der großen Elektro-Limousine vorgestellt. Und wir machen jetzt genau das, was an dieser Stelle niemand erwartet: Wir lassen den PS-Protz links liegen und werfen stattdessen einen Blick auf die Einstiegsversion.

Der Audi zeigt im Karosseriekapitel ein solides Mittelmaß, er ist halt nicht mehr der Jüngste. Die Gestaltung des Armaturenbretts wirkt leicht veraltet, ebenso die Bedienung . Als Einziger im Vergleich wird der Audi nicht mit einem Touchpad zur Eingabe von Navigationszielen angeboten, die Menüstruktur des Multimediasystems ist ähnlich verschachtelt wie im Mercedes . Unterm Strich kann die C - Klasse so das Karosseriekapitel deutlich vor dem BMW für sich entscheiden – eine reife Leistung. Wohin uns der Downsizing-Trend der vergangenen Jahre gebracht hat, zeigen die Motoren

Audi A 4 Avant, BMW 3 er Touring und Mercedes C - Klasse T-Modell im Vergleich. Ein paar Millimeter in alle Richtungen, neu gestaltete Türtafeln und ein im Kniebereich schlanker verlaufender Mitteltunnel schaffen etwas mehr Bewegungsfreiheit. Mercedes C - Klasse T-Modell nur mit Vierzylinder erhältlich. Audi und BMW setzten in den Topmotorisierungen noch auf ihre Sechszylinder. Aber gerade der vierzylindrige 300 d des Mercedes C - Klasse T-Modells zeigt im Vergleich mit Audi A 4 Avant und BMW 3 er Touring, dass er es mit den hubraumstärkeren Kollegen durchaus aufnehmen kann.

C 300: der Mehr-C-des

Doch halt, das Millimeterpapier brauchen wir noch, denn es bringt uns zur Hinterachse: Für den Wagen 201, den 190, konstruieren die Mercedes-Ingenieure ab 1978 eine Raumlenker-Hinterachse nach dem Vorbild des C 111. Bis dahin – so geht die Legende – haben sie Entwürfe auf Millimeterpapier gezeichnet. Weil die Fünflenker-Konstruktion eine Präzision bis auf den Dreihundertstel-Millimeter verlangt, kommt extra ein Computer ins Haus, an dem die modernes Teufelszeug verachtenden Entwickler 60 Varianten ausarbeiten und testen.

Ob wir mit dieser Anekdote eine Rampe bauen wollen, um den Verlust des Besseren von früher zu beweinen? Rampe schon, aber nicht dafür. Wobei es uns freut, dass es gerade solch eine ganz analoge Metallkonstruktion wie eine Hinterachse mit Lenkung und nicht etwas Zusammenprogrammiertes ist, was den womöglich entscheidendsten Fortschritt der C-Klasse ausmacht. Denn wie der S lenkt nun auch der C hinten mit – für 1.250 Euro Aufpreis. Mit maximal 2,5 Grad lenken die Hinterräder – bis 60 km/h entgegen den Vorderrädern, das reduziert den Wendekreis um gut 40 cm und steigert bis in enge Kehren die Handlichkeit. Oberhalb von Tempo 60 lenken sie parallel ein. Diese virtuelle Radstandsverlängerung sorgt für mehr Fahrstabilität bei höheren Geschwindigkeiten und gerade in schnellen Autobahnkurven.

Facelift kommt mit neuem Interieur - BMW 3er (2023)

  Facelift kommt mit neuem Interieur - BMW 3er (2023) BMW überarbeitet den 3er zur Mitte seines Produktlebens. Noch als Erlkönig leicht getarnt erproben die Bayern den Mittelklässler auf dem Nürburgring. © Stefan Baldauf Bereits 2018 wurde das aktuelle Modell – intern G20 genannt – auf dem Autosalon in Paris präsentiert und 2019 auf den deutschen Markt gebracht. Das Kombi-Modell folgte mit einigen Monaten Abstand Mitte 2019.Leichte Optik-Retuschen am 3erGegen Ende 2022 ist dann der BMW 3er als Faceliftmodell dran und rollt zu den Händlern.

Das Gute an sämtlichen Mercedes - Motoren ist ihre sprichwörtliche Haltbarkeit. Ausfälle sind, egal bei welcher Motorisierung, ein Fremdwort und kommen nur bei wirklich groben Misshandlungen vor. Kleinigkeiten, wie defekte Luftmassenmesser oder ausfallende Zündspulen, sind mit zunehmendem Alter Für die, die mit ihrem Cabriolet häufig auf große Fahrt gehen möchten, bieten Audi und BMW eine Dieselalternative an. Mit dem V6-TDI in den beiden Leistungsstufen 163 beziehungsweise 180 PS gibt es im Audi A 4 Cabriolet genug Dampf für ordentliche Fahrleistungen bei geringem Verbrauch.

Die Mercedes C - Klasse ist der Premium-Bestseller – obwohl die Konkurrenten zuletzt moderner und edler waren. Nach der Modellpflege meldet Mercedes wieder in allen Punkten den Führungsanspruch an. „2010 war die C - Klasse das vierte Jahr in Folge Marktführer im Segment“, hebt Mercedes -Vertriebsvorstand Joachim Schmidt hervor. In Deutschland beispielsweise wurden vergangenes Jahr rund 72 000 Einheiten neu zugelassen. BMW musste sich mit 67 000 Einheiten ihres 3 er zufrieden geben, Audi mit 60 000 A 4 -Zulassungen.

Ob das gelingt, fahren wir gleich heraus. Aber zuerst schauen wir herein in die C-Klasse. Da es eh bei jeder Neuauflage seit 1993 heißt, jetzt sei sie eine richtige kleine S-Klasse, dürfte sich die Überraschung in Grenzen halten, dass sie sich drinnen nach dem Vorbild des Topmodells einrichtet. Also auch hier nun der große Zentral-Touchscreen, der die Bedienung bis hin zu Klimaregelung, Sitzmassage und Assistenzsystemen organisiert. Trotz der enormen Funktionsfülle gelingt der Umgang nach kurzer Eingewöhnung gut. Bemerkenswert viel an Bedienerei lässt sich zudem mit der Sprachbedienung bereden – selbst die Farbe der Ambiente-Illuminierung.

Ken Block ist jetzt ein Audianer - Drift-Superstar wechselt den Arbeitgeber

  Ken Block ist jetzt ein Audianer - Drift-Superstar wechselt den Arbeitgeber Nach seiner Zeit bei Ford verschlägt es den Hoonigan-Chef nun nach Ingolstadt. Dort soll er künftig elektrisch driften. Erste Probefahrten scheinen viel Spaß gemacht zu haben. © Audi AG Als Ken Block den Gymkhana-Kult begründete, unternahm er seine kunstvollen Driftfahrten in einem Subaru. Danach, als die Aktionen immer aufwändiger und spektakulärer wurden, nahm er als offizielles Ford-Testimonial am Steuer diverser Modellen der US-Marke Platz.

Dann noch: das Instrumenten-Display samt Ansichtsoption des Verkehrsgeschehens rund ums Auto. So richtige Tasten gibt es nur wenige. Daher kommt man nicht umhin, oft auf den Lenkrad-Tastflächen herumzufitzeln, die beim Testwagen noch schlechter reagieren als sonst.

Muss man daraus jetzt ein Drama machen? Klar, woraus denn sonst? Außer etwas wulstig gepolsterten Vordersitzen und der stark geneigten Rücksitzlehne bietet einem die C-Klasse dazu sonst kaum eine Chance. Bei sacht erweiterten Abmessungen beherbergt sie ihre Passagiere mit etwas mehr Platz – wobei der stets ausreichen soll, nie aber verwöhnen, auf dass keine Zweifel aufkommen mögen, ob der Erwerb einer E-Klasse wirklich einen Aufstieg bedeutet. Der Kofferraum, im Volumen unverändert, lässt sich wie bei den anderen erweitern, doch nur hier entriegelt und klappt die dreiteilige Rücksitzlehne auf Tastenzug.

Noch ein Tastendruck, jetzt auf den Starter. Geradezu unmittelbar hat der 48-Volt-Generator den Vierzylinder auf Leerlauftouren gebracht (mehr zur Motortechnik am Ende des Artikels). Wählhebel auf "D", und der Mercedes rollt druckvoll los – freundlich unterstützt vom Startergenerator, der dem Verbrenner mit bis zu 200 Nm zuboostet. In Bremsphasen rekuperiert er Energie, die in einer Batterie zwischengespeichert wird und das Bordnetz versorgt, wenn das System im Eco-Modus beim Dahinrollen den Leerlauf einlegt und den Motor ausschaltet.

Mercedes C 300 4Matic Avantgarde - Kosten und Realverbrauch

  Mercedes C 300 4Matic Avantgarde - Kosten und Realverbrauch Kann eine Mittelklasse-Limousine mit Zweiliter-Turbobenziner und 258 PS im Alltag sparsam und kostengünstig sein? Wir haben genau das getestet und errechnet. © Hans-Dieter Seufert "Alles, was einen Mercedes ausmacht, auf 4,75 Metern: herausragender Komfort, souveränes, geschmeidiges Handling und sorgsamste Sicherheit zum erhabenen Preis. Der C ist ihn wert, nicht wegen, sondern trotz des Antriebs." Testredakteur Sebastian Renz urteilt über den neuen Mercedes C 300 4Matic in der Avantgarde-Ausstattung überwiegend positiv.

Nun aber ist der M 254 ganz da, tourt die Drehzahltausender empor – intensiv im Temperament wie in der Kernigkeit des Klanges. Dazu lässt die Neunstufenautomatik den Zweiliter selten aus niedrigen Drehzahlen drücken, schaltet selbst bei sachtem Beschleunigen aus Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn hektisch ein, zwei, drei Stufen zurück. Wäre doch nicht nötig, zumal so der Verbrauch steigt. Trotz der aufwendigsten Effizienztechnik liegt er beim schweren Mercedes im Testschnitt mit 8,6 l/100 km über BMW (8,4) und Audi (8,2) – wobei solche Differenzen bei Autos der 50.000-Euro-Gegend die Käufer kaum in Aufruhr versetzen dürften. Tatsächlich sind alle drei für 260 PS starke, 250 km/h schnelle Allrad-Automatik-Turbo-Limos bemerkenswert effizient.

Es ist noch nicht lange her, da gelangen solche Verbräuche nur Kleinwagen, solche Fahrleistungen nur Sportwagen und solch ein Federungskomfort wie bei der C-Klasse nur Luxuslimousinen. Dabei bietet Mercedes für sie keine Luftfederung mehr an – nur die Plug-ins bekommen eine Niveauregulierung mit Luftkammern an der Hinterachse. Einen großen Verlust an Tradition gibt es da so wenig zu bedauern – Airmatic gab es nur für die vorige C-Generation – wie einen an Komfort. Die Sanftheit, mit welcher die Limousine mit Adaptivdämpfern (1.071 Euro) selbst grobe Unebenheiten überflauscht, kommt der Qualität der Airmatic sehr nahe. Dabei hat sie selbst im Komfort-Modus die Karosseriebewegungen im Griff – bis du das Fahrwerk zeigen lässt, was es an Handling draufhat.

Neue Architektur im Elektro-3er? - BMW Neue Klasse (2025)

  Neue Architektur im Elektro-3er? - BMW Neue Klasse (2025) BMWs neue Architektur trägt im Rückgriff auf die erfolgreichen Modelle 1500 und 1800 der 60er-Jahre den Namen "Neue Klasse". Aus ihr sollen vor allem Plattformen für E-Autos hervorgehen. Sie kann aber auch Verbrennungsmotoren aufnehmen. Los gehen soll es ab "Mitte des Jahrzehnts". Erstes Modell soll wohl eine Limousine im Format des 3ers mit dem wenig phantasievollen Arbeitstitel NK1 werden. © BMW Aktuell arbeitet BMW mit zwei Architekturen: Der Cluster Architecture (CLAR) für Heckantriebsplattformen mit Längsmotoren (Allradoption) und der UKL für Fronttriebler mit Quermotor und ebenfalls Allradoption (1er, 2er Active Tourer, X

Endlich lohnt es sich mal, einen Sportmodus mit strafferer Kennlinie für Lenkung, Antrieb und Dämpfer zu aktivieren. Selbst so federt der C noch besser als der 3er in seiner Comfort-Stufe. Und doch rückt das Auto näher an dich heran – wegen der grandiosen Lenkung. Die hat den Wagen bis dahin in souveräner Gelassenheit ohne aufgekratzte Hektik geschmeidig gesteuert. An Rückmeldung spielte sie zurück, was relevant war. Ihre Brillanz zeigte sich in diskreter Hintergründigkeit. Aber wenn es dir darauf ankommt, ist sie komplett da – mit hervorragender Präzision und fein dosierter Rückmeldung, noch immer ohne Hektik oder Schärfe, aber mit eilfertiger Geschliffenheit. Dass die Hinterräder mitlenken, spürt man vor allem dadurch, dass die C-Klasse noch flinker, behänder durch enge Biegungen huscht oder schnelle Kurven geradezu unerschütterlich sicher durchsteuert.

Heute kannst du mit ihr ein paar Hundert belanglose Autobahnkilometer abspulen, umsorgt von Komfort, der makellosen Allradtraktion und der bestens aufgestellten Assistenzabteilung. Morgen fährst du auf dem Heimweg drei Abfahrten eher ab, um zum Vergnügen über ein paar Landsträßchen zu wetzen. So eröffnet die C-Klasse – anders als A4 und 3er – eine Bandbreite an Fahrgenuss.

Ja, der ist teuer bezahlt, doch mit dem Preis wirbt Mercedes eh nicht mehr. Anders – so viel Folklore muss sein – als 1993 bei der ersten C-Klasse (ab 40.825 DM). Doch ausstattungsbereinigt und mit testrelevanten Extras ist der C 300 4Matic günstiger als der 330i xDrive und kaum teurer als der A4. Doch die zwei werden jetzt erst recht keinen Millimeter nachgeben.

A4 45: Ing. aus Ingolstadt

Nun, beim A4 wäre es womöglich noch treffender, zu behaupten, er wolle dem Mercedes nicht mal einen Vorsprung in der Größe einer Nullfuge erlauben. Ach, die Nullfuge, welcher Begriff könnte den Charakter des A4 als Ingenieursauto vielleicht nicht poetischer, wohl aber treffender beschreiben? Beim Debüt 2015 brachte das den A4 in Bedrängnis – unterkühlt statt cool sei er, streberhaft statt charismatisch. Deswegen botoxt Audi ihm beim Facelift 2019 draußen die Flanken auf und räumt Touchscreen und großes Digitalinstrumentarium ins Cockpit.

Nachhaltiger Pionier - Mercedes Vans Sustaineer

  Nachhaltiger Pionier - Mercedes Vans Sustaineer Der Technologieträger filtert die Luft und sammelt Strom. Das Konzept soll den Lieferverkehr in der Stadt umweltfreundlicher machen, viele der Sustaineer-Ideen in den Alltag einfließen. Wir konnten den Transporter der Zukunft schon jetzt erleben. © Mercedes-Benz Auf Basis des eSprinter hat Mercedes-Benz Vans den Technologieträger Sustaineer entwickelt. Der Name kombiniert "Sustainability" und "Pioneer" – der Sustaineer soll also ein Nachhaltigkeitspionier sein. Der Kastenwagen mit Elektroantrieb soll den Lieferbetrieb der Zukunft für Stadtbewohner weniger belastend machen.

Seither sind C-Klasse und 3er bei Material- und Verarbeitungsgüte an den A4 herangerückt, haben ihn bei der Bedienung überholt. Sein Touchscreen reagiert mitunter träge, die Menüstruktur sortiert sich zu verschachtelt, die Sprachbedienung ist weniger verständig. So bleibt dem Audi nicht viel, was ihn heraushebt.

Zwar schafft er den Passagieren etwas mehr Platz, bietet die bequemsten Sitze und kostet ausstattungsbereinigt am wenigsten. Durch das niedrigste Gewicht und die höchste Leistung erarbeitet er sich mit dem erst anfahrzaudrigen, dann beim Ausdrehen ins Kernige tönenden Zweiliter-Turbo einen kleinen Beschleunigungs- und Verbrauchsvorteil. Wie der 3er legt der A4 in Schubphasen den Leerlauf der treffsicheren, aber öfter ruckigen Doppelkupplungsbox ein. Dazu schaltet der Allradantrieb nur bei echtem oder vorberechnetem Gripbedarf einen Teil der Kraft über die zentrale Lamellen- und eine Klauenkupplung an die Hinterachse durch, lässt den A4 meist nur fronttrieblern.

Doch die Unterschiede sind so gering, dass er damit nur wenig Punkte gutmacht. Bei der Assistenz liegt er auf dem Niveau des Mercedes, reicht aber beim Federungsvermögen mit dem adaptiven Komfortfahrwerk (690 Euro) nicht an ihn heran. Trotz guten Ansprechens bekommt es nach langen Wellen das Wanken nicht so fix unter Kontrolle, auf kurzen die Hubbewegungen hinten erst spät.

Daran ändert der Sport-Modus des Fahrwerks kaum etwas. Was daran liegt, dass er eh kaum etwas ändert. Weder spricht der Motor erheblich spontaner an, noch fühlt sich die Lenkung griffiger oder das Handling beherzter an. Inzwischen nimmt man in der A4-Lenkung weniger Rückmeldungskühle wahr, und mangelnde Präzision war eh nie ihr Problem. Doch noch immer schafft sie nur eine Verbindung zwischen Wagen und Fahrer, nicht aber Verbundenheit. Anders als die makellose Fahrsicherheit oder die vehementen Bremsen muss man das womöglich auch von einer Premium-Limousine nicht erwarten. Allerdings zeigen C-Klasse und 3er: Man darf es erwarten.

330i: Sport mit Aussicht

Denn gerade als M Sport, dazu hochgetrimmt mit Sportlenkung, -reifen, -getriebe und -differenzial, klemmt dich der 3er hinter sein Sportlenkrad in Sportsitze (sicher gibt es auch Sportfußmatten und für die Ski-Saison Wintersport-Gummimatten). Ob du willst oder nicht: Er kann dich nicht nur dasitzen und vor dich hin fahren lassen, er ist ein pausenloser Animateur, ein ewiger Entertainer.

Ja, er ist wieder ein 3er wie, na eben, wie der junge 3er, sagen wir, als E30 oder E46. Dazu haben ihm die Techniker das Fahrwerk gestrafft und alle Komfortflausen ausgetrieben. So hält er sich nicht mit Feinheiten auf, rempelt selbst im Comfort-Modus des adaptiven M-Fahrwerks (600 Euro) herb über Unebenheiten jeder Art – wenn er dabei überhaupt einen Unterschied macht, so lässt er kurze Stöße noch harscher durchbolzen. Das ermüdet auf langen Autobahntouren ebenso wie das Hinterherzappeln des 330i auf Spurrillen, denn die schwergängige Lenkung spricht schon bei kleinen Korrekturen spitz an. Aber du weißt: Wenn der 3er auf Landstraßen seine Handlingbrillanz auspackt, war es vorher jede Mühe wert.

Auf unseren verschlungenen Lieblingssträßchen am Kloster wirkt die Lenkung nicht mehr spitz oder zappelig, sondern scharf zurechtgeschliffen. Sie ist dann noch präziser als die des Mercedes und noch viel, viel rückmeldungsintensiver – so viel intensiver, dass sie nicht nur zurückmeldet, sondern dir harsche Schlaglöcher geradezu ins Lenkrad zurückrempelt.

Das Sportdifferenzial rückt die Balance in mildes Übersteuern, der Allrad alles wieder gerade, wenn es zu nah ans Überbordende geht – alles gut bei der Fahrsicherheit. Auch bei den Bremsen, sorry, Sportbremsen: Hier verzögert der 330i am stärksten.

Am zweitstärksten: die Beschleunigung, da bleibt er ein paar unerhebliche Zehntel hinter dem Audi. Und wenngleich alle an sich ganz ähnliche Zweiliter-Turbobenziner haben, merkst du eben doch, dass das hier ein BMW-Motor ist: bissiger in der Reaktion, gieriger und doch kultivierter beim Hochdrehen, dazu verkuppelt mit dem wie immer bestens aufgelegten ZF-Automatikgetriebe, das behände, schnell und punktgenau seine acht Stufen sortiert.

Es klingt banal, scheint bei anderen neuen Wagen aber mitunter gar nicht mehr so selbstverständlich zu sein: Der 3er ist ein Auto zum Fahren. Vielleicht ist gar die Bedienung Teil dieses Konzepts. Die ganze Funktionsmenge organisiert sie clever und in niederschwelligen Menüs, dazu mit der hervorragenden Sprachbedienung (oder der seltsam-fuchteligen Gestensteuerung), um so wenig wie möglich vom Fahren abzulenken. Triebe uns der Enthusiasmus zu weit, erklärten wir womöglich selbst die Enge auf der Rückbank nur als weiteres Element, das den 3er zu einem reinen Fahrerauto macht. Aber nicht mit uns. Stattdessen informieren wir sachlich darüber, dass der 330i eine ähnlich alltagspraktische Variabilität mitbringt wie die anderen, weniger Assistenzsysteme, jedoch die umfangreichste Ausstattung zum allerumfangreichsten Preis.

Nicht der allein kostet den 3er am Ende den ersten Platz. Den erarbeitet sich die C-Klasse Punkt für Punkt über die ganze Strecke. Deswegen lässt sich der Mercedes den Sieg nicht mehr nehmen – erst recht nicht auf den letzten Millimetern.

Spotlight: Mercedes-Motor M 254

200 Nm und 15 kW Zugabe sollen den mildhybridisierten Zweiliter zu mehr Temperament und Effizienz boosten.

Das Arbeitsprinzip des Vierzylinder-Turbobenziners? Das Booste oder nichts. Denn genau dazu nutzt Mercedes die 48-Volt-Mildhybridtechnik beim M 254, bei der wir aber am Getriebe ansetzen müssen – wie der Startergenerator, der hinter dem Benziner am Getriebe sitzt. Mit bis zu 15 kW und 200 Nm unterstützt der E-Motor den Verbrenner, der so nicht nur besonders schnell anspringt, sondern auch behände auf Touren kommt, während der Ladedruck bei tiefen Drehzahlen noch lau vor sich hin pustet. Damit der Turbo besser anspricht, haben die Konstrukteure (mit technologischer Unterstützung des AMG-Formel-1-Teams, wie die Pressemappe prunkvoll vermeldet) die Twin-Scroll-Technik weiterentwickelt. So trennt der Segmentlader die Fluten der Zylinder 1 und 4 sowie 2 und 3, damit die Luftströme sich nicht gegenseitig aufwirbeln und das Ansprechen des Laders nicht verzögern.

In Schubphasen generiert die E-Maschine Energie, die in einer Batterie gespeichert wird. Mit ihr versorgt das 48-Volt-Teilbordnetz Elektronik und Elektrik, wenn die Systemsteuerung im Eco-Modus in Rollphasen den Leerlauf einlegt und den Motor ausschaltet. Wegen der Mildhybridisierung gibt es die C-Klasse nur noch mit Neunstufenautomatik.

Nachhaltiger Pionier - Mercedes Vans Sustaineer .
Der Technologieträger filtert die Luft und sammelt Strom. Das Konzept soll den Lieferverkehr in der Stadt umweltfreundlicher machen, viele der Sustaineer-Ideen in den Alltag einfließen. Wir konnten den Transporter der Zukunft schon jetzt erleben. © Mercedes-Benz Auf Basis des eSprinter hat Mercedes-Benz Vans den Technologieträger Sustaineer entwickelt. Der Name kombiniert "Sustainability" und "Pioneer" – der Sustaineer soll also ein Nachhaltigkeitspionier sein. Der Kastenwagen mit Elektroantrieb soll den Lieferbetrieb der Zukunft für Stadtbewohner weniger belastend machen.

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