Auto Saison-Upgrades schlagen ein - Ferrari verkürzt auf McLaren

19:50  27 oktober  2021
19:50  27 oktober  2021 Quelle:   auto-motor-und-sport.de

Darum ist Schumachers Haas-Zukunft ein Ferrari-Bekenntnis

  Darum ist Schumachers Haas-Zukunft ein Ferrari-Bekenntnis Mick Schumacher fährt auch nächstes Jahr für Haas. Die Entscheidung ist den fehlenden Alternativen geschuldet und gleichzeitig ein klares Ferrari-Bekenntnis. © Bereitgestellt von sport1.de Darum ist Schumachers Haas-Zukunft ein Ferrari-Bekenntnis Es ist noch nicht offiziell, aber neben SPORT1 haben es gestern diverse andere Medien berichtet: Mick Schumacher (22) wird auch 2022 bei Haas-Ferrari bleiben.

Ferrari dominierte in Austin das Mittelfeld. Und reiste mit der Erkenntnis ab, dass der SF21 jetzt auch auf einer Strecke für hohen Abtrieb mit einer langen Gerade dazwischen konkurrieren kann. Mit mehr Motorleistung werden dem Team weniger Kompromisse bei der Fahrzeugabstimmung abverlangt.

  Saison-Upgrades schlagen ein - Ferrari verkürzt auf McLaren © Wilhelm

Charles Leclerc und Carlos Sainz waren schneller als die McLaren in der Qualifikation. Und sie waren klar schneller über die Renndistanz. Leclerc brachte einen ungefährdeten vierten Platz ins Ziel, und hegte im Schlussspurt sogar kurz die Hoffnung, Sergio Perez vom Podest zu stoßen. Der Mexikaner war körperlich angeschlagen.

Deadline bald erreicht! Woran Vettels Zukunft noch hängt

  Deadline bald erreicht! Woran Vettels Zukunft noch hängt Sebastian Vettel erlebt in Zandvoort ein Wochenende zum Vergessen. Um seine Vertragsverlängerung gibt es derweil viele Gerüchte. Ein wichtiges Indiz spricht aber für seinen Verbleib bei Aston Martin. © Bereitgestellt von sport1.de Deadline bald erreicht! Woran Vettels Zukunft noch hängt Erst spielte Sebastian Vettel am Freitag den Feuerwehrmann nach einem Motorproblem an seinem Aston Martin, im Qualifying am Samstag kam er ebenfalls nicht richtig auf Touren.Nur Platz 17, das Aus schon in Quali-Runde eins.

Doch auch der Ferrari-Pilot spürte die Strapazen: "Der letzte Stint war physisch am härtesten. Die Hitze und die Bodenwellen haben es heute allen Fahrern schwer gemacht", berichtete der Monegasse. Am Ende fehlten mit zehn Sekunden doch ein gutes Stück auf das Podest. Trotzdem war die Stimmung im Lager der Roten gut. Weil McLaren nicht den Hauch einer Chance hatte. "Ich war nie in Gefahr, den vierten Platz zu verlieren", freute sich Leclerc.

Sainz kämpft gegen McLaren

Eigentlich hätten beide Ferrari vor dem Rivalen um den dritten WM-Rang ins Ziel kommen müssen. Allerdings verhagelte es sich die andere Seite der Garage mit zwei Fehlern. In der Startrunde und beim zweiten Boxenstopp. Zunächst der Start. "Ich wollte eigentlich den Vorteil der Soft-Reifen ausspielen, bin aber schwach von der Linie gekommen. Das brachte mich in die Defensive gegen die McLaren", erklärte Sainz.

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  Neuer Ferrari-Motor als Joker - Schadensbegrenzung beim Heimspiel Ferrari ging mit gemischten Gefühlen nach Monza und fuhr mit 20 Punkten nach Hause. Viel besser als gedacht. Einziger Wermutstropfen: WM-Gegner McLaren sahnte groß ab. Die große Hoffnung: das Motor-Upgrade, das in der Türkei kommen soll.Der schmale Grat, auf dem sich die Ferrari-Fahrer bewegten, könnte der Grund für den Crash von Carlos Sainz im zweiten freien Training in der Ascari-Schikane gewesen sein. Es war der dritte an einem Samstag an den letzten vier GP-Wochenenden. Der Spanier rätselte noch einen Tag später: "Ich habe keine Ahnung, warum ich dort abgeflogen bin. Das Auto war vorher immer neutral dort.

Der Spanier geriet in Kurve eins neben die Bahn und rutschte hinter Daniel Ricciardo, den er im Kurven-Geschlängel wieder kassierte. Die Freude hielt nur kurz. Der Australier schob sich auf der folgenden Gerade rechts daneben, und von hinten stürmte Lando Norris mit doppeltem Windschatten heran. Der Engländer bremste sich auf der Innenspur daneben. Das Trio bog im Rückspiegel von Leclerc nebeneinander in die Kurve, wodurch Sainz auf der Außenbahn von der Piste abkam. "Ich wollte Lando ausreichend Platz lassen, damit wir nicht kollidieren."

Sainz wusste, dass er den Platz wieder abtreten musste. Er ging kurz vom Gas, allerdings für den falschen Piloten. Das Problem: In den Kurven 13 und 14 war Ricciardo am Teamkollegen vorbeigegangen. Der Ferrari öffnete auf der Innenspur von Kurve 16 die Tür für den Australier, warf sie aber Norris zu. Die Rennkommissare forderten, dass Sainz auch den Engländer noch durchlässt, was er in der achten Runde auch machte. Sonst hätte es eine Strafe gegeben. Der Konter (mit DRS) folgte prompt. Jedoch vergrößerte Ricciardo in der Zwischenzeit den Vorsprung von zwei auf 4,6 Sekunden.

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Sainz fordert bessere Stopps

Der Reifenwechsel von Norris in der zehnten Runde zwang den WM-Siebten einen Umlauf später in die Box. "Wir wollten eigentlich so lange wie möglich draußen bleiben. Als Norris stoppte, mussten wir uns aber absichern", erklärt Teamchef Mattia Binotto. Ferrari wehrte den Undercut sicher ab, weil der Abstand von 2,2 Sekunden groß genug war und Norris hinter dem Aston Martin von Lance Stroll Zeit verlor.

Auf den harten Reifen machte sich Sainz dann wieder auf die Jagd nach Ricciardo. Diesmal entschied sich Ferrari kurz nach Rennmitte für einen früheren Stopp. Weil der Reifenwechsel allerdings 5,6 Sekunden dauerte, misslang der Undercut. "Wir haben einen kostbaren Fehler gemacht. Carlos hat dadurch gegen Ricciardo verloren und bezahlte es am Schluss gegen Bottas. Das zeigt, dass alle Details passen müssen", meinte Binotto kritisch. Statt eines fünften Rangs sprang ein siebter heraus.

Sainz mahnte: "Leider ist das nicht der erste Boxenstopp, der in diesem Jahr nicht hinhaut. Wir lassen da Punkte liegen. In dieser Saison ist das vielleicht noch nicht dramatisch. Wenn wir aber in Zukunft um Weltmeisterschaften kämpfen wollen, müssen wir das in den Griff bekommen."

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Die Versuche, Ricciardo im letzten Stint auf der Strecke zu überholen, verpufften. Es war ein ansehnliches Duell – inklusive Feindkontakt. Am Ferrari riss es den unteren Teil der rechten Frontflügel-Endplatte ab. Sainz hegt keinen Groll. "Das war am Rande der Legalität. Ich hätte es aber nicht anders gemacht. Dem Fahrer auf der Innenseite gehört die Kurve. Der auf der Außenseite hat mehr zu verlieren. Das einzige, was nicht hätte sein müssen, war die kleine Berührung. Ohne die wäre es eine saubere Verteidigung gewesen."

Motor- und Aero-Updates zünden

Ferrari verkürzte den Abstand zu McLaren in der Team-WM auf dreieinhalb Punkte. Der dritte Platz im Konstrukteurspokal ist zum Greifen nah. Insbesondere, weil der SF21 inzwischen auch auf den Geraden ein schnelles Auto ist. Mit dem umfangreichen Upgrade auf der Hybridseite der Power Unit hat Ferrari je nach Strecke zwischen einer und zwei Zehntelsekunden gefunden. Binotto ist erfreut: "Wir können auf den Geraden mithalten. Die Lücke zum besten Motor ist nicht mehr dramatisch." Gemeint ist der Mercedes-Antrieb.

Die Piloten loben nicht nur die Entwicklung auf der Motorenseite. "Da hat uns das Upgrade in eine bessere Position gegen McLaren gebracht. Aber wir müssen auch die zwei, drei Updates hervorheben, die vorher in der Saison ans Auto kamen." Ferrari hat auch bei der Aerodynamik nachgelegt. Die Stimmung ist nach Austin gut. "Nach Monza und Sotschi sah McLaren wie der klare Favorit um den dritten Platz aus. Nach der Türkei und hier sind die Verhältnisse andere." Da stimmt auch der Teamchef zu. "Ich bin zuversichtlich für die nächsten Rennen. In Mexiko hängen wir weniger vom Motor ab. Es sollte noch besser laufen. Ich denke, wir können dort konkurrenzfähiger als McLaren sein."

In der dünnen Luft sinkt automatisch der Luftwiderstand der Autos. Das hilft solchen wie dem Ferrari, der nicht so windschlüpfrig ist wie der McLaren etwa.

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Warum McLaren im Duell mit Ferrari um P3 in der Formel-1-WM ins Hintertreffen geraten ist und ob in den restlichen Rennen noch eine Trendwende gelingen kannDenn während McLaren nach diversen Zwischenfällen jeweils nur einen Punkt erzielt hat, kam Ferrari in den genannten Rennen jeweils mit beiden Fahrzeugen in die Top 10 und erzielte alleine in Mexiko und Brasilien 37 Punkte. Und so lautet der neue WM-Zwischenstand 287,5:256 Punkte aus der Sicht von Ferrari. Das italienische Traditionsteam ist vor dem Katar-Grand-Prix (alle Einheiten im kostenlosen Formel-1-Liveticker verfolgen!) also klar im Vorteil.

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