Auto Skoda baut einen praktischen Elektro-Crossover - Elektro-Kleinwagen auf ID.2-Plattform

19:35  22 november  2021
19:35  22 november  2021 Quelle:   auto-motor-und-sport.de

Erste Fahrt mit dem Crossover-Coupé - Skoda Enyaq Coupé iV (2022)

  Erste Fahrt mit dem Crossover-Coupé - Skoda Enyaq Coupé iV (2022) Etwas mehr Reichweite bei kaum weniger Nutzwert habe das neue Enyaq Coupé, sagt Skoda. Zumindest letzteres lässt sich bei einer ersten Ausfahrt in einem Vorserienfahrzeug überprüfen. © PETR HOMOLKA Wenn die wirre Tarnfolie runterkommt (na, alle Worte darauf entziffert?), werden die Unterschiede an der Front kaum auffallen. Na, erinnern Sie sich noch an das letzte Coupé von Skoda? Falls es mal durchs Gedächtnis fuhr, schleicht es sich doch allmählich aus. Dabei zählte der Rapid durchaus zu den hübschen Automobilen, nun gut, womöglich sind Sie da anderer Meinung.

Für das Elektro-Einstiegsmodell von VW gibt es eine eigene Frontantriebsplattform (MEB Small). Das Skoda Modell auf dessen Basis wird wie der VW ID.2 ein Crossover, aber geräumiger.

  Skoda baut einen praktischen Elektro-Crossover - Elektro-Kleinwagen auf ID.2-Plattform © Skoda / Patrick Lang

Schon 1991 begann Volkswagen Anteile am inzwischen 125 Jahre alten Hersteller Skoda zu erwerben, seit Ende Mai 2000 gehört Skoda vollständig dem Wolfsburger Konzern. Von da ab fuhr die tschechische Marke mit VW-Technik von Erfolg zu Erfolg. Meist diente der Unterbau aus dem Konzernregal als Basis für geräumigere Modelle – mehr Auto fürs Geld. So war der Octavia schon immer größer als der Golf und bei den Kleinwagen nutzt man die kleinste Plattform (A0) des MQB (Modularer Querbaukasten) vom Polo etwa nicht nur für den nur 3 Zentimeter längeren Fabia, sondern auch für den fast 30 Zentimeter längeren Skoda Scala, der sogar den Golf bei Länge (plus 7 Zentimeter) sowie Radstand mit 2,65 Meter minimal übertrifft. Vorteil: Mit der günstigeren Technik kann Skoda das eher geräumigere Auto rund 2.000 Euro billiger anbieten.

VW Käfer, Golf - und bald ID.Life? Dieser Elektro-Kleinwagen soll ein echter Volkswagen werden!

  VW Käfer, Golf - und bald ID.Life? Dieser Elektro-Kleinwagen soll ein echter Volkswagen werden! Wollen Sie bei VW vollelektrisch unterwegs sein, führt kein Weg an der ID-Familie vorbei. Der ID.3 machte den Anfang, demnächst soll der ID.5 als drittes E-Modell der Baureihe folgen. Was noch fehlt: ein Kleinwagen. Doch den haben die Wolfsburger bald auch im Programm. 2025 soll das Konzept ID.Life Realität - und Kassenschlager - werden.“Damit machen wir Elektromobilität noch mehr Menschen zugänglich“, sagte Ralf Brandstätter, CEO der Marke Volkswagen, bei der Weltpremiere der Konzeptstudie. Beim Startpreis liegt der geplante ID-Kleinwagen damit zwar deutlich über dem Polo, bewegt sich aber noch in dessen Preisrahmen. Der liegt aktuell bei rund 16.000 Euro für den Polo “Fresh” und etwa 30.000 Euro für den GTI.

Das Preisproblem der kleinen E-Autos

Der Preis spielt auch beim Wechsel zum E-Antrieb eine große Rolle. Phasenweise war der Konzern sehr pessimistisch, was bezahlbare E-Autos angeht, das Kleinwagen-Segment unter 20.000 Euro hielt man nicht für kostendeckend darstellbar.

Elektro-Stadtrakete von Sol Motors - Sol Motors Pocket Rocket

  Elektro-Stadtrakete von Sol Motors - Sol Motors Pocket Rocket Die Pocket Rocket gibt es für die 50er-Klasse mit 4 kW und als 6 kW starkes Leichkraftrad. Sie räumte sämtliche Designpreise ab – ob sie in der Praxis überzeugt, haben wir auf einer Fahrt mit dem seriennahen Prototyp in der Stuttgarter Innenstadt getestet. © Sol Motors Die Pocket Rocket cruist derzeit als Prototyp in Baden-Württemberg umher. Sie ist um einiges größer, als es die Fotos vermuten lassen. Und bequemer. Das obere Aluminium-Rohr ist nur mit einem puristisch anmutenden Sitzkissen ausgestattet, das seinen Zweck aber gut erfüllt.

Aber die Voraussetzungen für ein günstiges E-Auto werden besser: Die Batterien haben sich in den letzten Jahren eher verbilligt, parallel werden Verbrenner wohl immer teurer. Volkswagen rechnet mit bis zu 3500 Euro Mehraufwand pro Auto, wenn Neuwagen (der immer noch nicht verabschiedeten) neuen Abgasnorm Euro 7 genügen müssen. Wenn also 2025 wohl auch dank Lithium-Eisenphosphat-Zellen ein E-Auto der 4-Meter-Klasse für 20.000 bis 25.000 Euro darstellbar ist und die E-Auto-Prämie bis dahin durchhält, könnte der Einstieg in die E-Mobilität den Kunden nur mehr etwa 11.000 Euro kosten – so wie die ausverkauften E-Up oder Skoda Citigo iV.

Skoda setzt auch beim Einstieg in die E-Mobilität auf SUVs

Mit günstigen Kleinwagenangeboten sollten die Stromer auch dort angekommen sein, wo sie der besonders nicht nur vom Diesel belasteten Luft am besten täten: in der Stadt.

Neue Generation behutsam weiterentwickelt - Erlkönig Skoda Superb (2023)

  Neue Generation behutsam weiterentwickelt - Erlkönig Skoda Superb (2023) Skoda bringt 2023 die vierte Generation des Superb auf den Markt, nun wurde das Mittelklasse-Modell in der Combi-Version abgeschossen. © Stefan Baldauf Die aktuelle Baureihe "3V" ist seit Mitte 2015 im Handel und wird im Skoda-Werk in Kvasiny produziert. Mit dem Generationen-Wechsel ändert sich auch der Produktionsstandort. Ab 2023 läuft der Superb zusammen mit dem kommenden VW Passat im Werk in Bratislava vom Band.

Der VW-Konzern denkt das kleine E-Auto schon länger in zwei Varianten: Erstens als klassischen Kleinwagen wie den Polo. Darauf gab der Cupra Urbanrebel einen Ausblick. Zweitens: als kurzen CUV, quasi als elektrischen T-Cross. Den deutet das Concept Car ID.Life an. Sein Marktstart 2025 könnte dann mit der Einführung von Euro 7 zusammenfallen und würde dann nicht nur SUV-Freunde ansprechen, sondern gleichzeitig Polo-Interessenten, die dann womöglich kein oder nur mehr ein sehr teures Angebot bei VW finden. Wenig später (2026) wird Skoda sein Modell dazu auf den Markt bringen.

MEB Small hat Frontantrieb und ein Fahrwerk wie im MQB

Am technischen Konzept des bezahlbaren E-Autos hat der Konzern lange geknobelt. Bei der Entwicklung der ID.-Familie, die auf dem neuen Modularen Elektrobaukasten (MEB) aufbaut, spielte ein Kleinwagen noch keine Rolle – man war genug damit beschäftigt, den elektrischen Kompakten bezahlbar zu halten. Nachher erwies sich der MEB als nur schwer kürzbar. Nach einigen Abspeckversuchen mit Umwegen über Seat und China haben die VW-Entwickler das ursprüngliche MEB-Konzept mit Heckmotor und -antrieb umgedreht. Zwar bleibt die 57-kWh-Batterie für etwa 400 Kilometer Reichweite im Fahrzeugboden zwischen den Achsen, aber jetzt hat der MEB Small Frontantrieb.

£ 890 Millionen Kosten für die Reparatur der britischen KERBED-Legierungsräder

 £ 890 Millionen Kosten für die Reparatur der britischen KERBED-Legierungsräder Neue Forschung von SKODA hat den Umfang der Schäden an Legierungsrädern in ganz Großbritannien freigelegt. © bereitgestellt von Motoring Research Skoda-Alloy-Rad KERBING Eine Studie von 2.000 Treibern fand mehr als ein Drittel der Autofahrer, die Autos mit Mangled-Rädern fahren könnten. Skoda hebt hervor, dass, zusammen mit das Aussehen des Autos, beschädigte Räder mit Verfolgung von Fragen und Lenkschwingungen verknüpft werden können.

Vorteile: Von den Kühlern vorn müssen keine Leitungen zu Motor und Leistungselektronik hinten führen und schon das ID.Life-Concept-Car fährt mit millionenfach bewährter (und bezahlbarer) McPherson-Vorderachse und klassischer Verbundlenker-Hinterachse quasi aus dem Polo. Das und der der fehlende Antrieb im Heck lässt im Hinterwagen Platz für Kofferraum sowie Karosserievariabilität.

Längeres, steileres Heck – und der Radstand?

Die wird Skodas ID.2-Pendant stärker ausnutzen, als der VW mit der wenig steil stehenden Heckscheibe. Skoda-Chef Thomas Schäfer spricht von einem "eigenständigen, raumorientierten Fahrzeugkonzept". Übersetzt heißt das im Minimum: Zu Gunsten eines größeren Innenraums erhält Skodas ID.2 einen steileren Heckabschluss und mindestens etwas mehr hinteren Überhang oder gar einen längeren Radstand.

Wobei: Schon im ID.2- Concept-Car beträgt der 2,65 Meter – so viel wie beim VW Golf. Oder bei Skodas kleinstem SUV auf MQB, dem Kamiq. Auch wenn der elektrische Frontantrieb auf die Länge bezogen weniger Packaging-Vorteile bieten dürfte als der Heckantrieb des "normalen" MEB, sollte im elektrischen ID.2 von Skoda eher mehr Platz sein als im Kamiq mit Verbrenner. Skodas aktuelles Einstiegs-SUV misst übrigens gut 4,25 Meter – ganz so lang müsste der elektrische Kamiq wohl nicht sein, um dem ID.2 beim Platzangebot eine lange Nase drehen zu können. Technisch allerdings werden sich Elektro-Kamiq und ID.2 sehr ähnlich. Das spannendste wird also die Preisfrage. Selbst wenn der nah am ID. bleibt, wird der Skoda mehr Auto fürs Geld bieten.

SKODA ENYAQ ist 2021 Scottish Auto des Jahres .
Der Rure Electric Skoda Enyaq wurde als schottisches Auto des Jahres 2021 genannt, ein von vier Gongs, das von der tschechischen Marke an den neuesten Auszeichnungen aufgenommen wurde. © mit der Motoring-Forschung Skoda Enyaq 2021 Scottish Auto des Jahres Die Octavia sammelte auch einen Hattrick von Awards, der als bester familiärer Heckklappe, bester Plug-In-Hybrid- und Bestgegüterung genannt wurde.

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