Auto Katar-Rennen ohne Risiko - Ferrari richtet sich auf McLaren aus

16:30  24 november  2021
16:30  24 november  2021 Quelle:   auto-motor-und-sport.de

Darum ist Schumachers Haas-Zukunft ein Ferrari-Bekenntnis

  Darum ist Schumachers Haas-Zukunft ein Ferrari-Bekenntnis Mick Schumacher fährt auch nächstes Jahr für Haas. Die Entscheidung ist den fehlenden Alternativen geschuldet und gleichzeitig ein klares Ferrari-Bekenntnis. © Bereitgestellt von sport1.de Darum ist Schumachers Haas-Zukunft ein Ferrari-Bekenntnis Es ist noch nicht offiziell, aber neben SPORT1 haben es gestern diverse andere Medien berichtet: Mick Schumacher (22) wird auch 2022 bei Haas-Ferrari bleiben.

Ferrari war in Katar nicht wie zuletzt so oft die dritte Kraft im Feld. In der Qualifikation waren Alpha Tauri, Alpine und McLaren schneller. Und doch reisten von den Teams aus dem Mittelfeld nur die Franzosen mit mehr WM-Punkten ab als der älteste Rennstall der Formel 1. Carlos Sainz als Siebter und Charles Leclerc als Achter stockten das Konto um weitere zehn Zähler auf. WM-Rivale McLaren machte nur zwei. Die Taktik, das Risiko herunterzufahren, um sicher mit einem Stopp über die Distanz zu kommen, hatte sich ausgezahlt.

  Katar-Rennen ohne Risiko - Ferrari richtet sich auf McLaren aus © Ferrari

Es war ein arbeitsintensives Rennwochenende für alle Mannschaften. Die geriffelten Randsteine hinter den eigentlichen Kerbs ausgangs der vielen schnellen Kurven waren Killer für Chassis, Flügel, Unterboden und Leitbleche. Ferrari traf es hart in der Qualifikation. Das Monocoque von Charles Leclerc wurde beschädigt. Es musste für das Rennen getauscht werden.

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Im Fahrerlager stellte man sich die Frage, ob Leclerc deshalb aus der Boxengasse würde starten müssen. Manche befürchteten, Ferrari könne sonst straffrei am Setup herumdoktern und den SF21 voll für das Rennen über 57 Runden abstimmen. Die FIA hat diesbezüglich ihre Linie gelockert. Nach dem Motto: Kein Team nimmt einen Chassis-Wechsel vor, wenn es nicht dazu gezwungen wird. Das Regelwerk steht bei einem ordnungsgemäßen Ersatz nicht im Weg.

Andere zahlen Preis für Reifen

Leclerc durfte vom 13. Platz aus starten. Er sah die Zielflagge vor Sebastian Vettel, weil den Heppenheimer eine katastrophale Startrunde zurückwarf. Vor den Alpha Tauri von Pierre Gasly und Yuki Tsunoda, weil die es mit einer aggressiven Zweistopp-Taktik versuchten statt mit nur einem Tausch. Vor Valtteri Bottas und Lando Norris, weil bei beiden jeweils der linke Vorderreifen nicht durchhielt. "Andere haben den Preis dafür bezahlt, mit den Reifen nicht hausgehaltet zu haben und zu aggressiv gewesen zu sein. Sie haben den Reifen zu viel zugemutet", hieß es aus dem Ferrari-Lager.

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Carlos Sainz kletterte zwar durch die Startplatzstrafen für Max Verstappen und Valtteri Bottas an die fünfte Stelle, rutschte am Start allerdings wieder auf die siebte Position ab. Esteban Ocon auf Softreifen und der pfeilschnelle Red Bull stürmten unmittelbar vorbei. Die Gegner des Spaniers hießen Ocon und Lance Stroll. Anfangs befand sich der Ferrari dazwischen, hinten heraus war er letzter Fahrer im Dreier-Pack. "Ich war im DRS-Zug gefangen. Das hat es mir unmöglich gemacht, zu überholen", erklärte der WM-Siebte.

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  Beim Türkei-GP sind sich Lewis Hamilton und Mercedes uneinig über die richtige Strategie. Dies bleibt auch nach dem Rennen so. Mick Schumacher hat Pech - und blickt trotzdem optimistisch nach vorne. Die Stimmen. © Bereitgestellt von sport1.de "Zehn Runden früher stoppen": Mercedes widerspricht Hamilton Mercedes feiert dank Valtteri Bottas den Sieg beim Großen Preis der Türkei. Das bestimmende Thema danach ist dennoch Teamkollege Lewis Hamilton, der seine WM-Führung an Max Verstappen verloren hat.

Ferrari wies seine Fahrer an, ihr Augenmerk auf die Reifen zu legen. Sie sollten unter allen Umständen mit einem Stopp durchkommen, weil es in Katar das schnellste Rennen war. Dafür sollten die Piloten lieber langsamer fahren, als sie es eigentlich konnten. Die Sorge war groß, ein zweites Portimao oder noch schlimmer ein zweites Paul Ricard zu erleben. Damals quälte das rote Auto die Pirellis, und fiel in Frankreich sogar aus den Punkten.

Platz drei für die Motivation

Mit dieser Erfahrung im Hinterkopf zügelten Sainz und Leclerc ihre Gasfüße. "Wir wussten bereits im Vorfeld, dass wir hier vielleicht mit der Reifenabnutzung ähnlich wie in Paul Ricardo Probleme bekommen würden. Deshalb der konservative Ansatz", erläuterte Teamchef Mattia Binotto. Die Fahrer stellten sich darauf ein, und erhielten ein dickes Lob aus dem Team. "Sie haben die Aufgabe gut erledigt."

Einen kleinen Makel gab es aber. Ein Fehler in der Kommunikation kostete Sainz womöglich ein besseres Ergebnis. Der Spanier war vier Runden nach Stroll und drei nach Ocon zum einzigen Reifen-Service abgebogen. Bei Ferrari ist man überzeugt, den Aston Martin mit dem Overcut hätte knacken zu können. Man ließ Sainz etwas länger draußen, um den späteren Stint auf den harten Reifen nicht zu lange werden zu lassen. "Es gab ein Missverständnis am Funk. Deshalb kam Carlos eine Runde später als vorgesehen rein. Sonst hätte er vor Stroll zurückkommen können."

Und dann wäre der Plan gewesen, hinten heraus den Alpine von Ocon zu attackieren. Mit frischeren Reifen. Ferrari ließ seine Piloten erst von der Kette, als man sicher war, bis zum Schluss durchzuhalten. "Unsere Rundenzeiten auf dem harten Reifen waren sehr anständig als unsere Fahrer das Tempo anziehen durften. Wir hätten Ocon schnappen können, wenn uns der Aston Martin nicht vor der Nase herumgefahren wäre."

Trotzdem fiel die Bilanz eher positiv aus. Den dritten WM-Platz hat Ferrari gegenüber McLaren gefestigt. Und in der Fahrer-WM rückten sowohl Leclerc als auch Sainz dem WM-Fünften Norris nah. Es steht 153 zu 152 zu 145,5. Ferrari verkaufte es als Erfolg, jetzt McLaren auch noch in der Fahrer-WM überflügeln zu können. Auch wenn Leclerc schon vor dem Rennwochenende sagte: "Ob Vierter, Fünfter, Sechster oder Siebter ist eigentlich egal." Viel wichtiger sei der dritte Platz in der Team-WM. Für die Motivation und für den Geldbeutel.

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