AutoHarley-Davidson LiveWire im Test

16:20  19 juli  2019
16:20  19 juli  2019 Quelle:   motor1.com

Formel E-Partnerschaft für E-Motorräder - Harley-Sponsoren-Deal

Formel E-Partnerschaft für E-Motorräder - Harley-Sponsoren-Deal Um seine Elektromotorradambitionen bekannter zu machen, ist Harley-Davidson mit einem Formel E-Team eine mehrjährige Sponsorenpartnerschaft eingegangen.

Harley-Davidson LiveWire im Test © Motor1.com Deutschland Harley-Davidson Livewire - TEST

Eine Revolution auf zwei Rädern: Die Harley-Davidson LiveWire ist das erste Elektro-Motorrad der amerikanischen Marke und steht für den Plan "More Roads to Harley-Davidson". Eine nicht unriskante Wette für das Unternehmen, indem es seine Geschichte, Tradition und den Erfolg seiner V-Twin-Motoren in Frage stellt.

Der Startschuss für die LiveWire erfolgte 2014: Heraus gekommen ist ein muskulöses Naked Bike, das mehr an die Vollblüter von Buell als an die hauseigenen Kreuzer erinnert.

Welche Elektrotechnik befindet sich an Bord?

Eine kompakte Linienführung wurde rund um den Elektromotor namens "H-D Revelation" gestaltet. Er ist in der Lage, auf das Hinterrad eine Leistung von 105 PS und ein Drehmoment von 116 Newtonmeter zu bringen und zwar aus dem Stand heraus. Anschaulich wird das durch die Zahlen: 3 Sekunden von 0-100 km/h und nur 1,9 Sekunden von 100 auf 130. Das Motorrad ist außerdem mit einem einstellbaren regenerativen Bremssystem ausgestattet, das nicht nur die Batterie auflädt, wenn Sie vom Gas gehen, sondern auch als eine Art Motorbremse für diejenigen Fahrer dient, denen die Kupplung und der Schalthebel fehlen könnten.

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Harley-Davidson LiveWire im Test
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Der Motor wird von einer 15,5 KWh-RESS-Hochvoltbatterie angetrieben, die aus Lithium-Ionen-Zellen besteht und in der Mitte des Bikes positioniert ist. Sie befindet sich in einem Gehäuse aus einer Aluminiumlegierung mit Kühlrippen. Um die Flüssigkeitskühlung des in Längsrichtung platzierten Kühlers zu erleichtern, befinden sich Lufteinlässe am Rahmen, die den Wind zur Batterie leiten.

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Neue Einsteiger-Harley für China - Harley-Davidson 338 kommt 2020 Mit der Harley-Davidson 338 entwickelt der US-Hersteller momentan ein neues Einsteiger-Modell, das 2020 in China an den Start gehen wird. © Harley-Davidson Harley-Davidson lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und setzt weiterhin auf neue Marktsegmente. Nachdem das erste Elektromotorrad namens LiveWire umgesetzt wurde und zudem neue Modelle, die nicht zum Cruiser-Segment gehören, angekündigt wurden, folgt nun ein weiteres Modell für Einsteiger. Das neue Einsteiger-Bike wird dabei in Zusammenarbeit mit Qianjiang Motorcycle in China gebaut.

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Darüber hinaus ist Harley-Davidson LiveWire auch mit einer zusätzlichen 12-Volt-Lithium-Ionen-Batterie ausgestattet, die Strom für das Starten und Erkennen der Fernbedienung liefert. Die angegebene Reichweite der LiveWire beträgt 235 Kilometer im Stadtverkehr oder 152 Kilometer nach kombinierter Messung.

Zwei Lademöglichkeiten stehen zukünftigen Besitzern zur Verfügung: das Standard-Ladegerät der Stufe 1, das an das 120/240-Volt-Heimnetzwerk angeschlossen wird und pro Stunde Strom für 21 Kilometer in die LiveWire pumpt oder die Möglichkeit zum Aufladen an Schnellladesäulen des Typs 3, wo in einer Stunde den Akku vollständig regeneriert und in 40 Minuten 80 Prozent der Reichweite erzielt werden.

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Modellname für neuen Streetfighter registriert? - Harley-Davidson Bareknuckle Harley-Davidson hat den Modellnamen Bareknuckle registriert. Könnte damit die Bezeichnung für den 2020 erscheinenden Streetfighter feststehen? © Harley-Davidson Die Überschrift in diesem Artikel deutet bereits darauf hin, dass es sich bisher nur um ein Gerücht handelt. Und doch könnte die Bezeichnung „Bareknuckle“ durchaus zum zuletzt angekündigten Streetfighter-Modell von Harley-Davidson passen. Nicht jeder dürfte mit dem Begriff Bareknuckle vertraut sein, deshalb hier eine kurze Erklärung: Der Begriff Bareknuckle stammt aus dem Boxsport und beschreibt das Kämpfen ohne Boxhandschuhe.

Harley-Davidson LiveWire im Test © Motor1.com Deutschland Harley-Davidson Livewire - TEST

Und das Fahrwerk?

Das Fahrwerk beinhaltet eine einstelbare 43 Showa SFF Upside-Down-Gabel vorne und ein Showa Balance Free Rear Cushion Lite Monoshock hinten. Auf den beiden 17-Zoll-Felgen mit einem Paar Reifen des Typs "Michelin Scorcher Sport" findet man Brembo-Bremsen: Vorne zwei 300-Millimeter-Scheiben mit 4-Kolben-Sätteln, während hinten 260-Millimeter-Scheiben auf 2-Kolben-Sättel treffen. Der steife Rahmen, die hochwertige Federung, die Bremsenhardware und der überraschende 45-Grad-Schrägwinkel arbeiten so zusammen, dass die LiveWire eher wie ein japanischer nackter Hot Rod als wie eine schwerfällige, großzügige Harley mit Big-Twin wirkt.

Die technologische Innovation der LiveWire endet jedoch nicht beim Stoppen oder der Kurvenlage. Wenn der Elektromotor das Herz der LiveWire ist, ist das leistungsstarke, anpassungsfähige Reflex Defensive Riding System sein Gehirn. Das RDRS steuert die die High-Tech-Systeme und bietet zahlreiche Fahrerhilfen und Fahrmodi für jeden Geschmack. Es beinhaltet ein verbessertes ABS-System für Kurvenfahrten, ein verbessertes Traktionskontrollsystem für Kurvenfahrten, eine Reduzierung des Hinterradantriebs und ein Schleppmoment-Schlupfregelsystem.

Bausatz mit 1.023 Teilen - Lego Harley-Davidson Fat Boy

Bausatz mit 1.023 Teilen - Lego Harley-Davidson Fat Boy Ab August 2019 wird ein Lego-Bausatz für 89,99 Euro (UVP) erhältlich sein, mit dem Hobby-Bastler eine Harley-Davidson Fat Boy im Miniaturformat nachbauen können. © Harley-Davidson / Lego Bei der Entwicklung des Miniaturmodells der Fat Boy konzentrierten sich Harley-Davidson und Lego, laut eigenen Aussagen, vor allem auf die Liebe zum Detail. Der Bausatz umfasst 1.023 Teile. Einige der Teile, wie beispielsweise Lenker, Schalt- und Bremshebel, Hinterreifen und die Kolben des Motors sind sogar beweglich.

Die gesamte Technik des Motorrads wird durch ein trickreiches 4,3-Zoll-Vollfarb-TFT-Display gesteuert, das die Instrumente und das Infotainment-Steuerungssystem umfasst. Es ist mit einem Umgebungslichtsensor ausgestattet, der sowohl die Helligkeit als auch den Kontrast anpasst (ich hatte nie Schwierigkeiten, das TFT durch mein polarisiertes Visier zu lesen, egal wie hell es draußen war), um die Uhr oder die Geschwindigkeit besser abzulesen. Man kann auch durch verschiedene Funktionen und Anzeigen wie Reichweite, Spannung, Kilometerzähler und ähnliches blättern. Wie es sich für ein durch und durch modernes Motorrad gehört, ist das TFT Bluetooth-fähig und kann mit iOS- oder Android-Geräten synchronisiert werden. Der Fahrer kann sich koppeln, sein Handy in eine Tasche stecken und alles über den Touchscreen steuern. Dazu gehören Dinge wie die Anzeige der Navigation und die Steuerung von Musik und Telefonaten. Ziemlich schick. Leider war keines der Testbikes so eingerichtet, dass es dies tatsächlich tat, also hatte ich keine Chance, es auszuprobieren. Hoffentlich beim nächsten Mal.

Harley-Davidson LiveWire im Test © Motor1.com Deutschland Harley-Davidson Livewire - TEST

Wie fährt sie sich?

Auf der LiveWire wird das erste ungewohnte Gefühl durch den "Heartbeat" erzeugt, einen echten Beat, den der H-D Revelation Motor abgibt, um deutlich zu machen, dass das Motorrad eingeschaltet und einsatzbereit ist.

Mehr Drehzahl für den nächsten V2 - Harley-Davidson Pushrod Patent

Mehr Drehzahl für den nächsten V2 - Harley-Davidson Pushrod Patent Harley-Davidson arbeitet am Nachfolgemotor zum Milwaukee Eight. Der wird wieder luftgekühlt, soll aber deutlich mehr Drehzahlen abkönnen, wie ein jetzt veröffentlichtes Patent zeigt. © Harley-Davidson Harley-Davidson wird als Traditionshersteller so lange an luftgekühlten V2 festhalten, wie es möglich ist, auch wenn die Amerikaner bereits flüssigkeitsgekühlte DOHC-Aggregate in der Mache haben. Ein Nachfolger für den aktuellen Milwaukee Eight ist daher bereits in der Entwicklung. Erste Details zum überarbeiteten Ventiltrieb im neuen V2 enthüllt ein jetzt veröffentlichtes Patent.

Die Ampeln im Stadtzentrum von Portland unterbrachen die Reise und hielten die Gruppe zusammen, aber sie sind nützlich, um zu verstehen, wie wichtig die Verteilung der Massen den Ingenieuren war: Die 249 Kilogramm werden praktisch nie gespürt und "von Hand" ist das intuitive Gewicht vergleichbar mit dem eines Naked Bike um einen Liter Hubraum.

Die Beschleunigung ist weich, und selbst wenn Sie zwangsläufig den "Gashebel" öffnen, um das sofortige Drehmoment zu testen, ist die Reaktion nie abrupt. Bald kommen die Kurven, die uns von der Metropole wegführen: der Prüfstand, auf den wir gewartet haben.

Die Sitzposition ist passend dank eines Lenkers, bei dem Sie die Unterarme genug zurückstrecken können, und dem Sattel, der sich 780 Millimeter über dem Boden befindet. Sie müssen kein erfahrener Fahrer sein, um mit der LiveWire schnell durch Haarnadelkurven zu gelangen, und abgesehen von den seltenen Fällen, in denen Sie fälschlicherweise nach der Kupplung und dem Schalthebel suchen, haben Sie immer das Gefühl der vollen Kontrolle.

Die Federungseinstellung hilft dabei, leicht in die Kurve zu kommen und auch in der Mitte der Kurve das richtige Feedback zu haben. Wenn das Adrenalin am Eingang einer Kurve zu hoch ist, gibt es einen leichten Untersteuereffekt, der durch die Großzügigkeit des Drehmoments, gemischt mit dem Gewicht der LiveWire, verursacht wird. Nichts, was die dynamische Traktionskontrolle nicht innerhalb weniger Zehntelsekunden abschalten kann, ohne jemals invasiv zu sein.

Nach Elektromotorrad kommt E-Bike - Elektrofahrräder von Harley-Davidson

Nach Elektromotorrad kommt E-Bike - Elektrofahrräder von Harley-Davidson Bald kann jeder, der möchte, eine Harley fahren – ganz ohne Motorradführerschein. Dafür muss aber pedaliert werden, denn wir sprechen hier von Fahrrädern mit Elektromotor. © Harley-Davidson Dass Harley-Davidson Elektro kann, steht spätestens seit dem Fahrtermin für die Livewire zweifelsfrei fest. MOTORRAD-Testredakteur René Correra schreibt über das Elektromotorrad: „Diese Elektro-Harley aus Milwaukee knallt so dermaßen, wie man es in der Welt der drehfaulen Schütteleisen noch nicht kannte. Drehzahl, Gangwahl, Kuppeln – alles Vergangenheit.“ Sie rollt im September 2019 in den Handel und kostet ab 32.995 Euro.

Harley-Davidson LiveWire im Test © Motor1.com Deutschland Harley-Davidson Livewire - TEST

Auf geraden Strecken ist die LiveWire wie ein Güterzug. Sie zieht und zieht und zieht und scheint nie an Kraft zu verlieren. Die Beschleunigung ist (Verzeihung) wie ein Tritt in den Arsch, und mehr als einmal fühlte ich mich, als würde ich mich nur festhalten, während das Motorrad mich fuhr, anstatt es selbst aktiv zu steuern.

Auch die Ergonomie ist fantastisch. Das Bike hat eine aggressive, leicht nach vorne gerichtete, Sitzposition. Der Sattel war überraschend bequem, obwohl er klein wirkt, hinzu kommt der niedrige Schwerpunkt. Ich hätte mir das TFT-Display etwas höher montiert gewünscht, aber das ist meiner Körpergröße von 1,86 Meter geschuldet. Da sie nicht vibriert oder Tonnen von vergeudeter Wärme erzeugt, ist die LiveWire super bequem für Langstrecken und beansprucht einen nicht so wie andere Motorräder. Ich war am Ende meiner Fahrt müde, aber ein zufriedener Müder wie von einem harten Training. Keine tiefe, erschöpfte Müdigkeit nach einem ganzen Tag über mit einem heißen, lauten, vibrierenden Big-Twin.

Wie viel kostet die Elektro-Harley?

Die LiveWire kommt im Herbst 2019 nach Europa. Es wird sie den drei Farbvarianten Yellow Fuse und Orange Fuse und im klassischeren Vivid Black zum Einstiegspreis von 34.200 Euro geben.

Fazit:

Ich habe gemischte Gefühle über die LiveWire. Es ist jedoch nicht das Motorrad selbst, das das Problem ist. Wie ich bereits sagte, ist es eine fantastische Leistung, und alle, die an dem Projekt beteiligt sind, sollten stolz sein. Es ist nur: Für wen zum Teufel ist dieses Bike? Während der Pre-Ride-Präsentation erzählten uns die Moderatoren eine ganze Menge über das Marketing und die Zielgruppe, ohne konkret etwas zu sagen. Harley behauptet, dass die Zielgruppe von LiveWire "junge, wohlhabende, städtische Early Adopters sind, die es genießen, mit einem hoch entwickelten persönlichen Stil und dem Wunsch, mit Luxus- und/oder Premium-Marken in Verbindung gebracht zu werden, auf dem neuesten Stand zu sein". Darauf muss man erst einmal kommen.

Offenbar Ladeprobleme - Harley-Davidson stoppt LiveWire-Produktion

  Offenbar Ladeprobleme - Harley-Davidson stoppt LiveWire-Produktion Probleme mit weltweit erstem Großserien-Elektro-Motorrad. Wann Harley-Davidson den Bau der LiveWire wieder startet, ist unklar. © Hersteller Harley-Davidson LiveWire: ab 32.995 Euro, 160 - 240 km Reichweite, 77 kW (105 PS) Leistung, 114 Nm max. Drehmoment, k.A. zur Höchstgeschwindigkeit, 249 Kilogramm, k.A. zur Sitzhöhe. Heftiger Rückschlag für die US-Company: Harley-Davidson hat gegenüber US-Medien bestätigt, die eben erst gestartete Serienfertigung und Auslieferung des Modells LiveWire vorübergehend gestoppt zu haben.

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