Auto: Staatswirtschaft bei E-Mobilität - - PressFrom - Deutschland

Auto Staatswirtschaft bei E-Mobilität

20:00  18 november  2019
20:00  18 november  2019 Quelle:   rp-online.de

Erdgas-Autos wollen raus aus der Nische

  Erdgas-Autos wollen raus aus der Nische Eine elektrische Premiere jagt die nächste: Das Ladekabel wird für die angeschlagene Automobilindustrie zunehmend zur Rettungsleine - und beinahe scheint die E-Mobilität schon alltäglich. Doch, und darin sind sich alle Experten einig: so schnell wird die Wende nicht kommen. © Foto: Volkswagen AG/dpa-tmn Ein Kompakter mit Erdgas: Der Seat Leon ist auch als CNG-Variante erhältlich. Selbst wenn tatsächlich in fünf, zehn oder fünfzehn Jahren einmal jedes zweite Auto mit Akku fahren sollte, hieße das im Umkehrschluss, dass allein in Deutschland weiterhin über eine Million Verbrenner pro Jahr verkauft würden.

Mit hohen Prämien will Berlin die Autoindustrie auf den Elektroantrieb umstellen – eine teure und riskante Strategie.

 Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht auf Einladung von VW-Konzernchef Herbert Diess (M.) die Produktion des Elektroautos ID.3 in Zwickau. © Jens Büttner Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht auf Einladung von VW-Konzernchef Herbert Diess (M.) die Produktion des Elektroautos ID.3 in Zwickau.

Über Jahrzehnte ist die Bundesrepublik mit dem System der sozialen Marktwirtschaft gut gefahren. Es machte Deutschland nach den Verheerungen der Nazi-Diktatur und des Krieges zu einem der wohlhabendsten Länder der Erde. Der Grundsatz ist einfach: Die vielen wirtschaftlichen Akteure bestimmen mit ihren dezentralen Entscheidungen darüber, was Unternehmen herstellen und Verbraucher konsumieren. Der Staat setzt die Rahmenbedingungen und sorgt für einen sozialen Ausgleich.

Kabinen-Dreirad für die Zukunft - Yamaha MW-Vision

  Kabinen-Dreirad für die Zukunft - Yamaha MW-Vision Yamaha zeigt auf der Tokio Motor Show die Studie MW-Vison – eine dreirädrige Mischung aus Roller und Kleinstauto für die urbane Mobilität von Morgen. © Yamaha Mit der Neigungstechnik, wie sie auch die Yamaha Niken trägt, setzt Yamaha auf ein einzigartiges Fahrgefühl. Das soll auch in der Studie MW-Vision rüberkommen, die jetzt in Tokio präsentiert wurde. Im MW-Vision soll aber auch der Fahrer eine ganz neue Beziehung zu seinem fahrbaren Untersatz aufbauen.Eingebettet in eine Kabine ist der Pilot wie in einem Kokon geschützt vor Wind und Wetter. Ein Rückwärtsgang hilft beim manövrieren.

Die Sorge um die Erderwärmung macht nun den Staat zum zentralen wirtschaftlichen Akteur, der die Richtung der ökonomischen Entwicklung steuern will. So will er mit massiven Anreizen Deutschlands wichtigste Branche, die Autoindustrie, fit für den Umbau auf Elektroantriebe machen. Der in einer sozialen Marktwirtschaft richtige Weg zu einer CO2-freien Wirtschaft wäre, das schädliche Klimagas durch Steuern oder Emissionszertifikate so teuer zu machen, dass die privaten Akteure von sich aus nach Alternativen suchen. Anders die Bundesregierung. Als trotz des Zuschusses von 4000 Euro statt der geplanten Million an neuen E-Autos noch nicht einmal 100.000 gekauft wurden, hat Berlin mal eben eine Anhebung der Prämie um 50 Prozent beschlossen.

Doch es steht nicht zu erwarten, dass die neue Subventionswelle den Durchbruch schafft. Diskutiert werden zudem Ausnahmen für Start-ups wie die Aachener Elektroauto-Firma E.go, die den Eigenanteil der Autoindustrie nicht aufbringen kann. Auch der Aufbau der Ladesäulen ist nicht geklärt. Er soll ebenfalls staatlich finanziert werden. Für den Steuerzahler und die Autoindustrie wären jedenfalls klare Rahmenbedingungen besser gewesen als die teuren und unrealistischen Ziele der Bundesregierung.

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ADAC verkauft Elektroräder und -roller .
Der ADAC erprobt in einem Pilotprojekt den bundesweiten Verkauf von Elektrofahrrädern und -rollern an seine 20 Millionen Mitglieder. Verkauft werden sowohl neue als auch gebrauchte E-Bikes, außerdem zwei Elektroroller-Modelle, wie der ADAC mitteilte. © Foto: Peter Kneffel/dpa Ab dem Frühjahr 2020 plant der ADAC den Verkauf von E-Bikes und Elektrorollern. Auch das Vermietungsgeschäft und andere Dienstleistungen rund um die Zweiräder sollen folgen. Dabei kooperiert die Aktiengesellschaft des ADAC mit dem Startup Rydies. Dieses Projekt ist zunächst bis Mitte März 2020 befristet.

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