Auto KTM-Entwicklung: Pol Espargaro vom neuen Chassis begeistert

21:45  20 november  2019
21:45  20 november  2019 Quelle:   motorsport-total.com

Frisches Material aus Österreich - KTM im Modelljahr 2020

  Frisches Material aus Österreich - KTM im Modelljahr 2020 Vollgas gibt KTM nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch bei Konzernerweiterung und Entwicklung: Nach der 790 Duke attackiert die 890er-Duke im Modelljahr 2020 nochmals in der absatzstarken Mittelklasse. © KTM. Stillstand ist Rückschritt – für keinen Motorrad-Hersteller gilt die uralte Erkenntnis so sehr wie für die aktuelle Situation bei KTM. In atemberaubendem Tempo ändern sich Modellportfolio und Konzernstruktur. Aus der kleinen, in den 90er-Jahren von zwei Insolvenzen gebeutelten Offroad-Schmiede entwickelte sich der mit rund 260.000 verkauften Einheiten größte europäische Motorradhersteller.

Pol Espargaro erkennt mit dem neuen technischen Paket deutliche Fortschritte © KTM Pol Espargaro erkennt mit dem neuen technischen Paket deutliche Fortschritte

Pol Espargaro zog nach den beiden MotoGP-Testtagen in Valencia ein positives Fazit. KTM hatte ein umfangreiches Testprogramm an den Start gebracht. Am Dienstag testete Espargaro ein neues Chassis und fand sofort lobende Worte. Für den Mittwoch gab es ein weiterentwickeltes Chassis. Dieses wurde anhand des Feedbacks von Dani Pedrosa gebaut.

Den Tag begann Espargaro mit dem Chassis vom Dienstag. "Am Vormittag hatte ich einen harmlosen Crash und musste dann auf das andere Bike springen", spricht der Spanier einen kleinen Zwischenfall in Kurve 10 an. Er nannte es einen kleinen Fahrfehler. Dadurch war Espargaro schon am Vormittag dazu gezwungen, auf das zweite Motorrad mit dem brandneuen Chassis zu steigen.

Zukunfts-Modellfahrplan enthüllt - KTM/Husqvarna/GasGas

  Zukunfts-Modellfahrplan enthüllt - KTM/Husqvarna/GasGas Stefan Pierer bündelt unter dem Dach der neuen Pierer Mobility AG unter anderem die Marken KTM, Husqvarna und GasGas. Pierer hat dem Gesamtkonzern Vollgas verordnet. Wir zeigen welche neuen Modelle geplant sind. © KTM Fangen wir mit dem jüngsten Familienmitglied GasGas an, an denen die Österreicher 60 Prozent halten und damit das Sagen bei den Spaniern haben. Bislang ist GasGas auf Trial-Motorräder, Crosser und Enduros fokusiert. Künftig sollen die Spanier aber auch in neuen Segmenten wildern.GasGas geht auf die StraßeGeplant ist der Einstieg bei den Straßenmotorrädern und zwar gleich mit drei Maschinen.

"Ich fuhr mit einem harten Hinterreifen, um ein Gefühl zu finden und zu verstehen, wie dieses Chassis funktioniert", berichtet er weiter. "Zur Überraschung aller bin ich in meiner ersten fliegenden Runde 1:30,6 gefahren. Zu diesem Moment war ich Zweiter." Das war schlussendlich auch seine schnellste Runde am Mittwoch. Zum Vergleich war Espargaro am Samstag in Q1 1:35,5 gefahren.

"Ich bin sehr glücklich, denn wir haben das zweite neue Chassis und es funktioniert auf Anhieb. Das heißt, wir wissen was wir tun. Das ist sehr wichtig bei diesem neuen Typ von Chassis", betont der 28-Jährige. "Ich bin einen sehr guten Rhythmus mit einem gebrauchten Reifen gefahren. Das war am Rennwochenende nicht möglich. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Test, denn wir entwickeln uns weiter."

Elektro-Crosser für Kinder - KTM SX-E 5

  Elektro-Crosser für Kinder - KTM SX-E 5 KTM präsentiert ein neues Elektromotorrad für Kinder. Die neue KTM SX-E 5 ist ein echter Crosser mit einer Leistung ähnlich der einer KTM 50 SX. © KTM Die KTM SX-E 5 setzt auf einen bis zu 5 KW starken, luftgekühlten Elektromotor, der von einem kompakten Lithium-Ionen-Akku mit 907 Wh Kapazität gespeist wird. Mit sechs Leistungs-Modi wird Anfängern der Einstieg erleichtert, im Full-Power-Modes kommen aber auch die schnellsten Junioren voll auf Ihre Kosten. Zudem zeigt sich der Antrieb äußerst wartungsarm und beinahe geräuschlos.

Daniel Pedrosa © GP-Fever.de Daniel Pedrosa

Fortschritte bei Turning und Traktion

Und in welchem Bereich ist das neueste Chassis besser? "Turning, Traktion und bei der Stabilität", zählt Espargaro auf. Und das ist nur der Vergleich mit dem Chassis vom Dienstag. Diese drei Punkte sind wesentlich für die Weiterentwicklung der RC16. Man will vor allem die Gripprobleme in den Griff bekommen. Insgesamt soll das neue Chassis beziehungsweise das Gesamtpaket leichter sein.

Lenkt das Motorrad in der Kurve schneller und kann der Fahrer das Motorrad früher aufrichten und beschleunigen, nutzt er mehr Reifenfläche auf dem Asphalt. Dadurch wird nicht nur die Traktion besser, sondern insgesamt auch die Rundenzeit. Auf diesen Bereich hat KTM das Hauptaugenmerk gelegt. Die zusätzlichen Erfahrungen von Testfahrer Pedrosa, der am Mittwoch ebenfalls mit zwei Motorrädern testete, sind sehr hilfreich.

Halbzeit im Dauertest - KTM 790 Duke im 50.000 Kilometer-Dauertest

Halbzeit im Dauertest - KTM 790 Duke im 50.000 Kilometer-Dauertest Halbzeit im Dauertest - KTM 790 Duke im 50.000 Kilometer-Dauertest

"Den neuen Motor haben wir am Dienstag probiert", nennt Espargaro einen weiteren Entwicklungsbereich. "Wir testen. Es ist noch nicht die endgültige Version, die wir im nächsten Jahr verwenden werden. Wir probieren unterschiedliche Teile im Motor aus. Der Motor ist etwas stärker, aber es gibt auch negative Aspekte. Wir müssen weiterarbeiten. In Malaysia wird dann alles viel klarer sein."

Aufgerüstet wird auch auf personeller Ebene. Ein ehemaliger Techniker von Öhlins wurde verpflichtet, der nun in Valencia mit der Arbeit begonnen hat. Er wurde gleich zum Projektleiter ernannt. WP arbeitet nur mit KTM zusammen, während Öhlins alle anderen MotoGP-Teams beliefert und ungleich mehr Erfahrung und Daten zur Verfügung hat. Auch im Bereich Dämpfertechnik wollen die Österreicher besser werden.

Außerdem war in Valencia erstmals Pete Benson für KTM vor Ort. Benson wird in Zukunft das Testteam mit seiner Expertise verstärken. Er hat viele Jahre im Honda-Werksteam gearbeitet und fungierte als Crew-Chief für Nicky Hayden, als der US-Amerikaner Weltmeister wurde. In jüngerer Vergangenheit arbeitete Benson im Moto2-Team Marc VDS. Die vergangene Saison verbrachte er bei BMW in der Superbike-WM.

"Brauchen bessere Traktion": Keine Podestchance für KTM-Pilot Espargaro.
Vom Startplatz in der ersten Reihe kommt Pol Espargaro in Misano als Siebter ins Ziel - Er vergleicht seine KTM mit der Konkurrenz und macht die Traktion als Nachteil aus

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