Auto Massimo Rivola zieht Vergleich: MotoGP "komplett andere Welt" als Formel 1

16:00  06 dezember  2019
16:00  06 dezember  2019 Quelle:   motorsport-total.com

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  KTM, Aprilia und Ducati schicken MotoGP-Testfahrer nach Spanien Dani Pedrosa, Bradley Smith und Michele Pirro absolvieren für KTM, Aprilia und Ducati in dieser Woche private Testfahrten in Valencia und AragonSo fährt Bradley Smith für Aprilia vom 21. bis 23. Oktober im Motorland Aragon. Die italienische Marke hat die Testzeit bitternötig, nachdem ihre Werksfahrer Aleix Espargaro und Andrea Iannone in Motegi zuletzt einhellig über Motorenprobleme klagten und die Ausbeute entsprechen zu wünschen übrig ließ. Teamchef Massimo Rivola sprach von einer "schwierigen Phase".

Bioläden und ewig nutzbare Plastiktüten. Diese Reportage ist für den 48-Jährigen nun eine komplett andere Welt als die des Showbiz, als Filmbälle oder After-Show-Partys, auf denen sich Jaenicke auch ab und zu tummelt. Tummeln muss. „Klappern gehört zum Handwerk.

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Massimo Rivola trauert der Formel 1 nach dem Wechsel in die MotoGP nicht nach © Motorsport Images Massimo Rivola trauert der Formel 1 nach dem Wechsel in die MotoGP nicht nach

20 Jahre war Massimo Rivola in der Formel 1 tätig, unter anderem als Sportchef von Minardi, Torro Rosso und Ferrari. In der MotoGP-Saison 2019 nahm er seine Arbeit als neuer Teammanager bei Aprilia auf. Auf den Vergleich zwischen den Königsklassen auf vier und zwei Rädern wird er immer wieder angesprochen.

Auch 'Motorsport-Total.com' hakte bei dem Italiener nach, der zugibt: "Das ist eine einfache Frage, aber eine schwierige Antwort. Was ich sagen kann, ist, dass die MotoGP eine komplett andere Welt ist - außer dass es sich auch um Rennsport handelt."

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Woran macht der Aprilia-Rennleiter das fest? "Ich möchte nicht, dass das jetzt schlecht klingt, aber das Niveau in der Formel 1, was das Umfeld betrifft, ist höher. Es steckt viel mehr Geld darin, es geht mehr ums Geschäft. In der MotoGP geht es hingegen mehr um die Leidenschaft." Und das sei durchaus positiv.

Manpower und Investitionen in der Formel 1 viel höher

"Nach 20 Jahren in der 'anderen Welt' muss ich sagen, dass es mir hier ziemlich gut gefällt. Man kann die Leidenschaft im Paddock und auf den Tribünen spüren, und das rund um den Globus, egal wo man ist. Die Begeisterung ist überall vorhanden und das ist doch recht einzigartig im Vergleich zur Formel 1", findet Rivola.

Die Königsklasse auf vier Rädern sei vor allem geschäftsorientiert und technologiegetrieben. "Marken wie Ferrari und Mercedes pumpen wahnsinnig viel Geld hinein", weiß der Ex-Formel-1-Mann. "Die Zahl der Ingenieure, die in die Arbeit am Auto eingebunden sind, ist nicht dieselbe wie bei einem MotoGP-Projekt."

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Das mache sich folglich auch im Verhältnis der verschiedenen Hersteller untereinander bemerkbar. Dieses schätzt Rivola in der Formel 1 als angespannter ein. "Die MotoGP-Welt ist in dieser Hinsicht etwas ruhiger. Womöglich war ich derjenige, der diese Ruhe gleich zu Beginn gestört hat. Aber dafür gab es einen Grund."

MotoGP: Es geht mehr um Leidenschaft als ums Geschäft

Damit spricht Rivola den Protest gegen Ducati zu Beginn der Saison, als er gemeinsam mit drei weiteren Herstellern Beschwerde wegen eines Bauteils am Hinterrad einlegte. Der Fall landete vorm FIM-Berufungsgericht und wurde abgeschmettert.

Nachhaltig vergiftet hat das die Stimmung aber nicht. Rivola bleibt dabei: "Wir (die MotoGP; Anm. d. R.) liefern mehr eine Show für leidenschaftliche Menschen als für Geschäftsleute". Das sei auch für ihn ein Grund gewesen, das Lager zu wechseln. "Weil ich Motorräder liebe. Und genau das kann ich hier auch spüren."

"Was die MotoGP zudem einzigartig macht, ist die Wahrnehmung des Risikos für die Fahrer", sagt der Aprilia-Rennleiter und schwärmt: "Was diese Jungs auf zwei Rädern veranstalten, ist einfach beeindruckend. Natürlich ist auch das Tempo der Formel 1 unglaublich, aber man sieht es auf dem TV-Bildschirm nicht so sehr."

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Die 2020er-Aprilia debütiert im Februar beim MotoGP-Test in Sepang: Im Exklusiv-Interview konfrontieren wir Rennleiter Massimo Rivola mit dem Thema Innovationen Aprilia arbeitet momentan mit Hochdruck an der 2020er-Version der RS-GP. Damit möchte der italienische Hersteller in eine glanzvolle Zukunft starten. In den vergangenen Jahren fuhr Aprilia in der MotoGP meist hinterher und war zuletzt sogar hinter KTM zurückgefallen. Besonders innovativ soll die 2020er-Aprilia nicht werden, dafür soll sie aber auch deutlich weniger Schwächen haben als die Maschine aus der abgelaufenen Saison.

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