Auto E-Mobilität: Das Problem des Cybertrucks – darum sind E-Autos als Zugfahrzeuge ungeeignet

21:41  09 dezember  2019
21:41  09 dezember  2019 Quelle:   stern.de

Nach Cybertruck-Panne: Tesla-Chef Elon Musk steigt ins T-Shirt-Geschäft ein

  Nach Cybertruck-Panne: Tesla-Chef Elon Musk steigt ins T-Shirt-Geschäft ein Mazda erweitert das Motorenangebot des Mazda3 und des Mazda CX-30. Ab sofort ist der 2,0 Liter Skyactiv-G Benzinmotor mit Mild-Hybrid-Technik nicht nur mit 90 kW/122 PS verfügbar, sondern zusätzlich in einer höheren Leistungsstufe mit 110 kW/150 PS. Die höhere Motorleistung wird durch eine angepasste Motorsteuerung erreicht, die dafür sorgt, dass ab einer Drehzahl von 4.000/min ein höheres Motordrehmoment anliegt. Die Skyactiv Motoren kombinieren begeisternde Leistungseigenschaften mit hoher Effizienz und Umweltverträglichkeit. Schon heute erfüllen die Benzinmotoren Skyactiv-X und Skyactiv-G die erst ab 2021 verbindliche Abgasnorm Euro 6d. Die Motorenpalette des Mazda3 und Mazda CX-30 besteht aus den neuesten Skyactiv Diesel- und Benzinmotoren, darunter der neue Skyactiv-X Benzinmotor mit revolutionärem SPCCI-Brennverfahren (Spark Plug Controlled Compression Ignition), der die Vorteile eines konventionellen Benzinmotors mit der Effizienz eines Dieselmotors vereint. Alle Motorisierungen lassen sich wahlweise mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe Skyactiv-MT oder der Sechsstufen-Automatik Skyactiv-Drive kombinieren. Der Mazda CX-30 und der Mazda3 mit Skyactiv-X Motor sind zusätzlich zum Frontantrieb auch mit Allradantrieb verfügbar. Der 2,0-Liter Skyactiv-G Benzinmotor wird von einem Mild-Hybrid-System Mazda M Hybrid unterstützt – eine Kombination, die für dynamische Leistungsentfaltung, hohe Effizienz und geringe Partikelemissionen sorgt.

Tesla propagiert das Model X als Zugfahrzeug auch für schwere Lasten. © PR/Tesla Tesla propagiert das Model X als Zugfahrzeug auch für schwere Lasten.

Elon Musk will den Cybertruck als Arbeitstier und Zugpferd verkaufen. Doch trotz des enormen Drehmoments eignen sich E-Autos derzeit nicht als Baustellenfahrzeug – das rechnet ein Ingenieur vor.

Um die Leistungsfähigkeit des Tesla Cybertrucks zu demonstrieren, inszenierte Elon Musk kürzlich einen Abschleppwettbewerb seines futuristischen und kantigen Modells gegen den meistverkauften Pick-up der USA, den Ford F-150. Ohne Mühe zog der Cybertruck den Ford davon. Doch in diesem Versuch waren so viele Schummeleien und Halbwahrheiten verborgen, dass Tesla auf der ganzen Welt verspottet wurde. Nun legt Jason Fenske, der den bekannten Youtube-Kanal Engineering Explained betreibt, nach: Er bezweifelt ganz grundsätzlich, dass Elektrofahrzeuge mit heutiger Batteriekapazität brauchbare Zugfahrzeuge sind und rechnet das einmal durch.

Nach Cybertruck-Panne: Tesla-Chef Elon Musk steigt ins T-Shirt-Geschäft ein

  Nach Cybertruck-Panne: Tesla-Chef Elon Musk steigt ins T-Shirt-Geschäft ein Die Panne bei der Präsentation des Cybertrucks hat Tesla-Chef Elon Musk zum Anlass genommen, ein neues Produkt in den Tesla-Shop aufzunehmen. © Bereitgestellt von Finanzen.

Bestwerte und Reichweite

Woran liegt das? Moderne E-Autos wollen heute zweigleisig werben. Einerseits stellen sie enorme Leistungswerte zu Schau: Beschleunigung, Drehmoment in Newtonmeter und Leistung in PS sind atemberaubend. Gleichzeitig wird mit immer größeren Reichweiten geworben.

Dabei geht etwas unter, dass die große Normreichweite darauf basiert, dass die Bestwerte in Beschleunigung, Drehmoment und Power nie abgefordert werden. Muss das E-Auto schwer arbeiten, bricht die Reichweite deutlich ein. Andres als eine gelegentliche, starke Beschleunigung, fordert der Betrieb mit einem Hänger die höhere Leistung ununterbrochen ab.

Eine Musterrechnung

Derzeit ist der 100-kWh-Akkupack des Modells X der größte Energiespeicher aller in Serie gebauten Elektroautos. Laut US-Norm reicht das für eine imposante Reichweite von 530 Kilometern. Fenske rechnet ein paar Szenarien für ein Modell x mit einem schweren Anhänger (2300 Kilogramm) durch. Will man eine Strecke von 100 Meilen (160 Kilometern) durchgängig 75 Meilen pro Stunde (120 km/h) fahren und legt zudem eine Steigung von einem Prozent zugrunde, reicht der Akku nicht aus. Weniger als ein Drittel der Normreichweite verbleiben. Dabei frisst der Anhänger die Hälfte der verbrauchten Energie.

Nach Cybertruck-Panne: Tesla-Chef Elon Musk steigt ins T-Shirt-Geschäft ein

  Nach Cybertruck-Panne: Tesla-Chef Elon Musk steigt ins T-Shirt-Geschäft ein Nissan startet mit Stil ins neue Jahrzehnt: Der wendige Cityflitzer Micra und die beiden großen Crossover-Modelle Qashqai und X-Trail rollen jetzt als hochwertige N-TEC Edition auf den Markt. Schwarze (Design-)Akzente verleihen den drei Sondermodellen zudem ein exklusives und luxuriöses Aussehen. Der kompakte Crossover-Longseller Qashqai fährt auf komplett schwarzen 19-Zoll-Leichtmetallfelgen und mit abgedunkelten Scheinwerfern vor. Im Innenraum setzt sich die Farbgebung unter anderem an den schwarzen Alcantara®-Sitzen fort. Für zusätzlichen Komfort sorgen das fortschrittliche ProPILOT System, das teilautomatisiertes Fahren ermöglicht, und ein intelligenter Einparkassistent – zwei Features, die bislang dem Topmodell Tekna vorbehalten blieben. Die Insassen des Qashqai N-TEC sind dank des NissanConnect Infotainment-Systems zudem bestens vernetzt, per Apple CarPlay und Android Auto wird das Smartphone vollständig ins Fahrzeug eingebunden. Auch das Dynamic Paket, das Winter Paket und die Voll-LED-Scheinwerfer sind immer mir an Bord; so ergibt sich gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten Serienmodell ein Preisvorteil von rund 1.500 Euro. Das Sondermodell Qashqai N-TEC startet bei 30.705 Euro für den N-TEC 1.3 DIG-T mit 140 PS und Handschaltung und ist auf 1.300 Einheiten begrenzt.

Bei der Überschlagsrechnung setzt Fenske die Durchschnittsgeschwindigkeit relativ hoch an. Doch weitere Faktoren, die sich in der Praxis zuungunsten des Teslas auswirken, wurden gar nicht berücksichtigt. In der Realität müsste das Gespann regelmäßig abbremsen und beschleunigen. Überträgt man das Szenarien auf das Baustellenfahrzeug Cybertruck müsste man auch Bodenbeläge berücksichtigen, die nicht über eine glatte Decke verfügen.

Arbeitsfahrzeuge benötigen noch größere Batterien

Mit dem Mehrverbrauch eines schweren Anhängers muss auch ein Ford mit Verbrennungsmotor zurechtkommen. Bei ihm wird der Verbrauch entsprechend ansteigen. Aber er hat sehr viel mehr Energie im Tank als der Tesla in der Batterie. Der Tank des F-150 fasst entweder 85 Liter oder 135 Liter – das entspricht einer Energiekapazität von rund 775 beziehungsweise 1200 kWh. Und auch wenn der Verbrennungsmotor einen schlechteren Wirkungsgrad als ein Elektromotor hat, wäre der Tank am Ende der hypothetischen Reise nicht leer. Der Verbrauch läge beim kleineren Tank bei 21 Prozent, beim größeren bei etwa 14 Prozent.

Regierung und Autoindustrie vereinbaren höhere Kaufprämie für E-Autos

  Regierung und Autoindustrie vereinbaren höhere Kaufprämie für E-Autos Immendingen nimmt bei der Entwicklung der Mobilität der Zukunft eine Schlüsselrolle ein: Mercedes-Benz Cars bündelt hier die weltweite Fahrzeugerprobung und entwickelt unter anderem alternative Antriebe wie Hybride sowie Elektrofahrzeuge der Produkt- und Technologiemarke EQ weiter. Zugleich werden dort künftige Assistenzsysteme und automatisierte Fahrfunktionen erprobt. Das Prüf- und Technologiezentrum Immendingen (PTZ) wurde im September 2018 nach rund dreieinhalbjähriger Bauzeit offiziell eröffnet. Immendingen liegt in Baden-Württemberg, 130 Kilometer südlich von Stuttgart und 40 Kilometer nördlich von Radolfzell am Bodensee.

Laut Fenske eignen sich der E-Motor durchaus für schwer arbeitende Nutzfahrzeuge, die Batteriekapazität müsste allerdings auf 200 oder 300 kWh ansteigen. Offen bleibt derzeit noch, wie solche gigantischen Akkupacks in überschaubarer Zeit wieder aufgeladen werden sollen.

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Ein Ehepaar aus New York kaufte 1989 den Inhalt eines Lagerraums. Darin stand ein merkwürdiges Auto ohne Räder aber mit Flossen. Es war der Lotus Esprit, der zu einem James-Bond-Auto umgebaut wurde. Lotus Esprit, der kantige Sportwagen aus den 70er Jahren, wurde berühmt, weil er im James-Bond-Film "The Spy Who Loved Me" von 1977 mitspielte. Als Bond-Car, das tauchen konnte und unter Wasser Raketen abfeuerte. Diese Szene soll Elon Musk so beeindruckt haben, dass er entschied, dass das Design des Cybertrucks von Tesla sich an dem Kult-Auto der 70er orientieren solle.

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