Auto Wie sicher sind Wohnmobile? - ADAC-Crashtest 2020

20:15  20 august  2020
20:15  20 august  2020 Quelle:   auto-motor-und-sport.de

Zwei Drittel sind gut oder besser - ADAC Kindersitz Crashtest 2020

  Zwei Drittel sind gut oder besser - ADAC Kindersitz Crashtest 2020 Beim Kindersitz-Crashtest des ADAC 2020 gab es ein "sehr gut" und kein "mangelhaft". Jeder der 26 getesteten Sitze bestand zudem den vorgeschriebenen Seitenaufpralltest. © ADAC 26 Kindersitze waren beim ADAC-Crashtest 2020 in der Auswahl. Unterteilt wurde das Testfeld nach Altersklassen: Einige decken den frühkindlichen Bereich bis 1,5 Jahre ab, einige Modelle sind jedoch auch für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren zugelassen. Geprüft wurden die Kategorien "Sicherheit" mit der höchsten Gewichtung, "Bedienung" und "Ergonomie". Zudem wird jeder Sitz einer Schadstoffprüfung unterzogen.

Der ADAC hat dieses Mal ein Wohnmobil gegen einen Pkw gecrasht. Dabei wird klar, dass die Insassen in beiden Fahrzeugen stark gefährdet sind.

  Wie sicher sind Wohnmobile? - ADAC-Crashtest 2020 © ADAC/Uwe Rattay

Sommerzeit ist Reisezeit. Dies gilt auch für die stetig wachsende Zahl an Campingfreunden. Darunter finden sich sowohl Wohnwagen- als auch Wohnmobil-Besitzer. Der ADAC hat sich nun genauer angeschaut, wie sicher Campingfans in ihren umgebauten Kastenwagen unterwegs sind.

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Beim Crash stößt ein circa sechs Meter langes, zwei Meter breites Wohnmobil mit vier Sitz- und Schlafplätzen, rund 600 Kilo Zuladung und einem zulässiges Gesamtgewicht 3,5 Tonnen frontal mit 56 Kilometer pro Stunde gegen einen Citroën C5 Kombi. Schon auf den ersten Blick wird deutlich, dass die Knautschzonen beider Fahrzeuge dieser Kraft nicht gewachsen sind. Die Knautschzone des Kombis ist zwar so gestaltet, dass es die Energie mit einem nahezu gleich schweren Crashgegner abbauen kann. Mit dem voll beladen gut doppelt so schweren 3,5-Tonner kann sie es jedoch nicht aufnehmen. Die Knautschzone des Kastenwagens zeigt auf, dass sie nicht optimal für solch' einen Fall gestaltet ist.

Große Gefahr für die Insassen

Das Resultat dieses ungleichen Zusammenstoßen sind zwei beschädigte Fahrgastzellen inklusive weit in den Fußraum geschobener Pedale. Hersteller von Basisfahrzeugen für Wohnmobile müssten, würde es nach dem ADAC gehen, die Fahrzeugfronten ihrer Fahrzeuge neu konzipieren, so dass die Energie des Aufpralls in der Knautschzone abgebaut wird. "Die Fahrgastzelle muss als Überlebensraum stabil bleiben, so dass die Insassen bestmöglich geschützt sind", heißt es in der Testauswertung.

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Für Wohnmobilbesitzer ebenso wichtig ist die Erkenntnis, dass auch die hinteren Insassen im Wohnmobil einem hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt sind. Dies sei vor allem der Konzeption der Rückbank geschuldet. Sie besteht laut ADAC in den meisten Mobilen nur aus dünnem Holz und bricht beim Aufprall zusammen. Dadurch erhöht sich das Risiko für die hinteren Passagiere gegen den Fahrersitz zu prallen und sich im Bauchraum zu verletzen. Der ADAC rät die Unterkonstruktion der Sitzbank in der zweiten Sitzreihe nachzubessern.

Fliegende Gläser sollten vermieden werden

Können Betten, das Bad, die Schränke im Heck und die Zurrösen im Kofferraum noch den Belastungen standhalten, so fliegen beim Aufprall jedoch die Inhalte der Küchenschränke durch den Innenraum des Wohnmobils. Diese sind, wie beim getesteten Wohnmobil, nicht selten mit nur wenigen kleinen Schrauben miteinander und nicht mit dem Fahrgestell verbunden. Hier sollte laut ADAC mehr auf Stabilität und eine Verbindung zum Fahrzeug geachtet werden.

Zusätzlich zum Testergebnis zeigt der ADAC auf, wie Wohnmobilbesitzer selbst die Sicherheit stark erhöhen können. So sollte schwere Ladung möglichst weit unten und im abgetrennten Kofferraum untergebracht werden. In der Küche sollte vornehmlich leichtes Kunststoff-Geschirr verwendet und während der Fahrt nichts offen liegen gelassen werden. Der Tisch vor der hinteren Sitzreihe muss demontiert oder weggeklappt werden. Die Insassen sollten zudem darauf achten stets angeschnallt zu sein. Auf die Vorteile von Notbrems- und Spurhalteassistenten bei aktuellen Wohnmobilen weist der ADAC abschließend ebenfalls hin.

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Mit dem richtigen Abstellplatz für das eigene Reisemobil ist man über den Winter auf der sicheren Seite. promobil sagt, worauf es beim Unterstellplatz ankommt und wie man ihn findet. Abstellplätze finden6 Fragen rund um den AbstellplatzAuch wenn das Wintercamping manches für sich hat, mottet doch eingewisser Teil der Reisemobilfahrer sein Fahrzeug während der kalten Jahreszeit ein. Doch da ein Reisemobil naturgemäß nicht in eine normale Pkw-Garage passt und eine Stellfläche auf dem eigenen Grundstück nicht selbstverständlich ist, müssen Besitzer einen anderen sicheren Ort fürs Überwintern finden.

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