Auto Aston fährt in britischem Grün - Racing Point nicht mehr rosa

19:35  24 september  2020
19:35  24 september  2020 Quelle:   auto-motor-und-sport.de

Mercedes mit auf der Anklagebank - Renault klagt gegen Racing Point

  Mercedes mit auf der Anklagebank - Renault klagt gegen Racing Point Renault hat gegen die Mercedes-Kopie protestiert. Das war zu erwarten. Trotzdem ergeben sich Fragen. Warum gerade jetzt? Warum ausgerechnet die Bremsbelüftungen? Und wie kann Mercedes da mithineingezogen werden?So konsequent hat bis jetzt noch kein Team bei einem anderen abgekupfert. Wenn es denn beim Kopieren nach Augenschein geblieben ist. Dass Racing Point das Lager gewechselt hat, zeigte sich schon letztes Jahr beim GP Japan. Da reichten die Engländer einen Protest gegen die Bremskraftverteilung im Renault R.S.19 ein. Und Racing Point gewann den Prozess. Was Renault wichtige Punkte im Kampf um Platz 5 in der WM gekostet hat.

Wie sieht der Aston Martin F1-Renner in der Saison 2021 aus? Designer Mark Antar zeigt Ihnen seine Vorstellungen... © Mark Antar Design Wie sieht der Aston Martin F1-Renner in der Saison 2021 aus? Designer Mark Antar zeigt Ihnen seine Vorstellungen...

Die Formel-1-Fans müssen sich 2021 auf einige Änderungen einstellen. Aus Racing Point wird in der kommenden Saison das Werksteam von Aston Martin. Und mit dem Namen wird wohl auch eine komplette Veränderung des Looks der Autos einhergehen. Die Tage der rosaroten Panther sind gezählt.

Auf die neue Lackierung angesprochen, antwortete Lance Stroll in Sotschi: "Ich glaube, die Autos bekommen die Farbe British Racing Green. Das wird sicher cool aussehen. Ich bin schon ganz aufgeregt und freue mich darauf."

Klare Unterschiede zu Mercedes - Racing Point im Kopie-Streit siegessicher

  Klare Unterschiede zu Mercedes - Racing Point im Kopie-Streit siegessicher Racing Point-Teamchef Otmar Szafnauer und Renault-Technikchef Marcin Budkowski lieferten sich in Budapest einen ersten Schlagabtausch zu dem Protest, den Renault letzte Woche auf den Rivalen abgefeuert hat.Die Techniker des Weltverbandes werden die Beweisstücke nun sichten und bewerten und ihre Meinung dazu den Sportkommissaren zukommen lassen. In der Zwischenzeit hat Racing Point drei Wochen Zeit nachzuweisen, dass die beanstandeten Komponenten in Eigenleistung ohne Hilfe eines Mitbewerbers konstruiert worden sind.

Die Frage lautet, ob Hauptsponsor BWT die Änderung mitmacht oder seine Logos zusammen mit dem markanten rosa Anstrich zu einem Konkurrenzteam mitnimmt. Wie das neue Auto aussehen könnte, zeigt Ihnen schon einmal Grafik-Designer Mark Antar. Er hat in seinem Entwurf probiert, beide Elemente unter einen Hut zu bringen. Wir zeigen die Bilder in der Galerie.

Perez unzufrieden mit Behandlung

Neben der Farbe der Autos wird sich auch das Personal im Cockpit ändern. Sebastian Vettel übernimmt den Sitz von Sergio Perez. Bisher ging die Trennung vom Mexikaner noch relativ geräuschlos über die Bühne. Doch in Sotschi äußerte der Routinier erstmals frustrierte Zwischentöne über seinen frühzeitigen Abgang.

So kann Perez zum Beispiel nicht nachvollziehen, dass er nicht mehr in die Weiterentwicklung einbezogen ist. "Seit die Nachricht über meinen Abschied bekannt wurde, fingen einige im Team damit an, Dinge vor mir zu verstecken. Dabei wäre es in der aktuellen Situation eher angebracht, so transparent wie möglich zu arbeiten, damit wir unsere Ziele erreichen und so viele Punkte wie möglich mitnehmen."

Streit um Racing Point-Upgrades - Homologations-Schlupfloch für 2021

  Streit um Racing Point-Upgrades - Homologations-Schlupfloch für 2021 Racing Point kommt nicht zur Ruhe. Der Protest von Renault ist noch nicht vom Tisch, da laufen die anderen Teams schon wieder Sturm gegen die Mercedes-Kopie. Es geht um ein Schlupfloch bei der Homologation.Im Zuge der Sparmaßnahmen hatte die FIA insgesamt 40 Bereiche am Auto und der Boxenstopp-Ausrüstung auf die Homologationsliste gesetzt. Sie dürfen bis Ende 2021 nicht modifiziert werden. Nur die Aerodynamik ist davon nicht betroffen.

Zudem prangerte der Pilot auch eine konkrete Indiskretion an. Im Zuge der Trennung kam ans Licht, dass Perez ein Telefongespräch von Teambesitzer Lawrence Stroll im Nachbarzimmer mithörte, der mit seinem Anwalt über den neuen Vertrag von Vettel diskutierte. So wusste Perez schon Wochen vor der offiziellen Entscheidung, dass seine Tage bei Racing Point gezählt sind.

Keine Token für McLaren - Token-Regelung in der Kritik

  Keine Token für McLaren - Token-Regelung in der Kritik Die Token-Regelung bei der Homologation von Entwicklungsteilen sorgt für Ärger. McLaren kann wegen des Motorwechsels 2021 gar keine Token mehr nehmen. Kundenteams können sich dagegen zwei sparen.Insgesamt wird das Auto in 77 Bereiche eingeteilt, von denen 40 der Homologation unterliegen. Standardkomponenten wie die seitliche Crashstruktur oder die Aerodynamik sind von dieser Regelung ausgenommen.

Der Routinier ärgerte sich, dass die Geschichte öffentlich wurde: "Ich bin enttäuscht, dass solche Dinge aus dem Team ans Tageslicht kommen. Solche Sachen müssen zwischen mir und dem Team bleiben. Ich würde so etwas nie nach außen tragen, weil ich der Meinung bin, dass es intern bleiben sollte."

Stroll bekommt Upgrade-Paket

Auch was die sportliche Situation angeht, deutet sich in Sotschi Frust für Perez an. Eigentlich sollte der WM-Neunte beim GP Russland auch endlich in den Genuss des großen Upgrade-Pakets kommen, das Stroll schon in Mugello fuhr. Doch der heftige Crash des Schwesterautos nach dem Reifenplatzer in der Arrabiata-Kurve sorgte dafür, dass die neuen Teile direkt wieder in die Tonne wanderten.

Zwischen den beiden Rennen in der Toskana und Russland blieb nicht genug Zeit, zwei komplett neue Pakete zu produzieren. So wird wieder nur Lance Stroll in den Genuss des Facelift-Kits kommen. Statt die Upgrades abwechselnd an die Fahrer zu geben, entschied die Teamleitung denjenigen Piloten zu bevorzugen, der in der Fahrerwertung die Nase vorne hat – in diesem Fall also Stroll.

„Pace über Nacht weg“ - Enttäuschung bei Racing Point

  „Pace über Nacht weg“ - Enttäuschung bei Racing Point Racing Point galt in Silverstone als einer der heißesten Kandidaten für das Podium. Doch im Qualifying sprangen nur die Startplätze sechs und 13 heraus. Nun machen sich die Ingenieure auf die Suche nach der fehlenden Pace."Wir haben uns das Streckenlayout angeschaut und gedacht, da sollte für uns viel möglich sein. Doch dann sind wir heute mehre Zehntel von der Rundenzeiten entfernt geblieben, die wir uns eigentlich ausgerechnet hatten", erklärte Technikchef Andy Green enttäuscht. "Über Nacht haben wir irgendwie Pace verloren. Dafür suchen wir gerade eine Erklärung.

Neben den Aero-Upgrades, die man schon in Mugello gesehen hat, wird Racing Point aber noch eine weitere Ausbaustufe zeigen. Gerüchten zufolge lassen die Ingenieure jetzt schon das Getriebe und die hinteren Aufhängungen vom aktuellen Mercedes verbauen. Bisher wurden immer nur die Teile vom Vorjahresmodell verwendet.

Der Wechsel war eigentlich erst für das nächstjährige Auto angekündigt. Nun können die Ingenieure offenbar schon früher mit der Datensammlung starten. Perez wollte zu dem Thema nicht zu viel verraten. Nur so viel: "Wir haben ein Upgrade im Heck. Und diese neuen Teile bekomme ich wenigstens auch."


Galerie: „Perspektive für kleine Teams“ - Haas auf Konsolidierungskurs (auto motor und sport)

Vorzeitiges Ende im Kopierstreit? - Renault zieht Berufungsantrag zurück .
Renault will nun doch nicht gegen die FIA-Entscheidung im Racing-Point-Kopierstreit in Berufung gehen. Damit bleiben nur noch Ferrari und Racing Point selbst, die das erste Urteil anfechten wollen. Ziehen auch sie zurück?Am Ende wurde ein salomonisches Urteil gefällt. Racing Point habe bei der Entwicklung seiner Bremshutzen eine unlautere Abkürzung genommen, entschieden die Kommissare. Die Strafe dafür fiel allerdings relativ mild aus: Dem Rennstall wurden 15 WM-Punkte abgezogen. Dazu kam noch eine Geldstrafe in Höhe von 400.000 Euro.

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