Auto „Gibt wichtigere Themen“ - Lewis Hamilton vor Schumi-Rekord

21:35  24 september  2020
21:35  24 september  2020 Quelle:   auto-motor-und-sport.de

Hotelpflicht für Engländer - Ist der GP Ungarn in Gefahr?

  Hotelpflicht für Engländer - Ist der GP Ungarn in Gefahr? Die Formel 1 hat den Saisonauftakt trotz erschwerter Corona-Bedingungen nahezu perfekt über die Bühne gebracht. Das Covid-19-Konzept funktioniert. Doch auf die Königsklasse wartet nächste Woche in Ungarn eine neue Herausforderung. Wer einen britischen Pass hat, darf sein Hotel nicht verlassen.Ferrari und Red Bull kassierten Verwarnungen dafür, dass sich Sebastian Vettel mit Red Bull-Leuten getroffen hatte und dass Charles Leclerc zwischendrin zu einer Geburtstagsparty nach Monte Carlo geflogen ist. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto ermahnte öffentlich seine Fahrer: "Wir müssen konzentrierter und wachsamer sein.

  „Gibt wichtigere Themen“ - Lewis Hamilton vor Schumi-Rekord © xpb

In der Formel 1 werden ständig irgendwelche neuen Bestmarken aufgestellt. Doch in der Kategorie "meiste Siege" gab es in den letzten 50 Jahren nur wenig Bewegung in der Statistik. 1973 löste Jackie Stewart mit seinem 26. Erfolg in Zandvoort seinen schottischen Landsmann Jim Clark ab. Clark hatte sich fünf Jahre am oberen Ende der Liste halten können.

Danach mussten die Fans bis zum GP Belgien 1987 warten, bis sich wieder ein neuer Fahrer zum Rekordsieger krönen durfte. Alain Prost fuhr in Portugal Sieg Nummer 28 ein und übernahm damit das Zepter in der Rangfolge. Der französische Professor stand anschließend noch 23 Mal ganz oben auf dem Podest. So hatte der Rekord von 51 Siegen immerhin bis ins neue Jahrtausend Bestand.

Ferrari im Selbstzerstörungs-Modus - F1-Fotos GP Steiermark 2020 - Rennen

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Doch dann legte Michael Schumacher richtig los. In Budapest zog der Kerpener 2001 mit Sieg Nummer 51 gleich. Seit dem Sieg beim GP Belgien wenige Wochen später thronte Schumi dann ganz einsam an der Spitze. Bis zur Saison 2006 schraubte er die Bestmarke auf sagenhafte 91 Siege nach oben – eine Marke, die damals viele für unerreichbar hielten.

Hamilton übernimmt den Staffelstab

Doch bald, gut 14 Jahre später, wird der Titel "Rekordsieger" wieder neu vergeben. Lewis Hamilton hat es mit einer beispiellosen Erfolgsserie in den vergangenen sieben Jahren auf insgesamt 90 Siege gebracht. Ein weiterer Erfolg in Sotschi am kommenden Wochenende und der Brite würde mit Schumi gleichziehen. Ausgerechnet am Nürburgring könnte Hamilton dann alleiniger Rekordhalter werden.

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  „Wir sind ab 2022 profitabel“ - Interview mit Mercedes-Teamchef Toto Wolff Mercedes-Teamchef Toto Wolff nimmt im Gespräch mit auto motor und sport Stellung zur aktuellen Überlegenheit der Silberpfeile, den Auswirkungen des Sparkurses, den Herausforderungen des Budgetdeckels und dem Streit um Racing Point.Wolff: Ich weiß nicht, wo die anderen ihre Schwachstellen sehen oder ihre Stärken. Ich kann nur uns beurteilen. Wir sind letztes Jahr auf der Motorenseite durch Ferrari so herausgefordert worden, dass wir neue Wege gegangen sind, um Leistung zu finden. Sehr stark war da auch die Kooperation zwischen Brixworth und Brackley. Die beiden Abteilungen haben wirklich an einem Strang gezogen und Aero gegen Power klar gewichtet.

So weit will der Engländer aber gar nicht denken. Schon der Sieg in Russland werde eine harte Nuss: "Ich habe noch jede Menge Arbeit vor mir, bis es soweit ist. Valtteri war auf dieser Strecke immer gut. Und auch Red Bull hat im letzten Jahr einen starken Eindruck hinterlassen. Das wird eine große Aufgabe, hier zu gewinnen", hält der Weltmeister den Ball flach.

Mercedes pokert um mehr Geld - Concorde-Frist läuft am 12. August ab

  Mercedes pokert um mehr Geld - Concorde-Frist läuft am 12. August ab Am 12. August läuft die Frist für die Unterschrift unter das neue Concorde Abkommen aus. Während die meisten Teams kurz vor dem Abschluss stehen, pokert Mercedes noch um bessere Bedingungen und riskiert dabei einen Bonus von fünf Millionen Dollar.Zwei wesentliche Rahmenbedingungen haben sich mit Ausbruch der Pandemie verändert. Die neuen Regeln kommen mit einem Jahr Verspätung erst 2022. Die Budgetdeckelung wurde modifiziert. Die Obergrenze fällt in drei Schritten von 175 auf 145, 140 und 135 Millionen Dollar. Corona hat die Beteiligten daran erinnert, dass bedingungslose Abkommen über sechs Jahre nicht mehr zeitgemäß sind.

Besonders viel nachgedacht hat Hamilton nach eigener Aussage noch nicht über den Rekord: "Ich weiß gar nicht, was es mir bedeuten wird und wie ich mich fühlen werde. Für mich ist es einfach ein normales Rennwochenende. Ich kann auch gar nicht sagen, warum mir Zahlen nicht so viel bedeuten. Es ist natürlich eine große Ehre. Aber es gibt so viele wichtigere Themen in der Welt da draußen. "

Wertvoller Schumi-Helm

Schumacher wurde von Hamilton nie als ein großes Idol angesehen. Die ersten Erinnerungen sind deshalb auch schon ziemlich verblasst: "Wahrscheinlich ist es das Rennen in Imola, bei dem Ayrton (Senna) gestorben ist. Wir hatten nie eine besondere Beziehung. Ich kann mich nur noch erinnern, dass ich mal bei ihm auf der Kartbahn in Kerpen gefahren bin, als er auch dort war. Das war natürlich schon etwas Besonderes."

Besser in Erinnerung geblieben ist eine Begegnung beim Rennen in Abu Dhabi viele Jahre später, als Hamilton bereits für McLaren in der Königsklasse unterwegs war: "Wir haben damals die Helme getauscht. Es war eine große Sache für mich, dass sich Michael Zeit für mich genommen hat. Jetzt ist es der wertvollste Helm in meiner Sammlung."

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Kurz vor der Übernahme des Rekords weiß Hamilton natürlich auch, beim wem er sich zu bedanken hat. Das Mercedes-Team stellte ihm in den letzten Jahren stets ein siegfähiges Auto zur Verfügung: "Ich sehe mich nur als kleines Glied in einer langen Kette. Bei uns arbeiten so viele tolle Leute, die immer wieder fantastische Sachen erfinden und immer nach Perfektion streben. Valtteri und ich versuchen lediglich die Rolle am Ruder zu übernehmen, um die Entwicklung in die richtige Richtung zu steuern."

Hamilton-Rekorde voll verdient

Während sich Hamilton selbst bescheiden gibt, kannte die Konkurrenz nur Lob für den sechsfachen Weltmeister. Wir haben in Sotschi einige Stimmen zum anstehenden Machtwechsel eingeholt:

Valtteri Bottas: "Ich versuche natürlich alles, dass er den Rekord hier noch nicht feiern kann. Aber es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis es passiert. Das sind wirklich großartige Zahlen, von denen wir hier sprechen. Er wird vielleicht erst später richtig realisieren, was es bedeutet, wenn er mal etwas anderes macht und auf diese Zeit zurückblickt."

George Russell: "Natürlich hatte er immer gute Autos. Aber er hatte auch immer starke Teamkollegen, die er in neun von zehn Fällen geschlagen hat. Ich habe großen Respekt vor den Leistungen von Schumacher. Ich freue mich aber auch für Lewis, dass er sich die Rekorde jetzt schnappt."

Abstand zu Mercedes schrumpft - Red Bull mit Steigerung in Spa

  Abstand zu Mercedes schrumpft - Red Bull mit Steigerung in Spa Red Bull konnte den Rückstand auf Mercedes im Spa-Qualifying in Grenzen halten. Die Piloten erklärten anschließend, wie man das Auto über das Wochenende weiterentwickeln konnte und was im Rennen drin ist.Man muss den Rückstand ins Verhältnis zur Streckenlänge setzen. Und da die Ardennen-Achterbahn in Spa-Francorchamps mit 7,004 Kilometer der längste Kurs im Kalender ist, ließ sich einfach ausrechnen, dass Red Bull pro Kilometer dieses Jahr im Qualifying noch nie so wenig Zeit verlor wie beim GP Belgien.

Esteban Ocon: "Das ist wirklich verrückt. Michael war immer mein Idol. Als ich mit dem Kartfahren begonnen habe, hat er alles dominiert. Wir haben damals gedacht, dass die Rekorde lange Bestand haben. Und jetzt ging es doch relativ schnell. Ich hatte letztes Jahr bei Mercedes die Gelegenheit, enger mit Lewis zu arbeiten. Das war wirklich beeindruckend. Es ist voll verdient, wenn er jetzt die Rekorde bricht."

Daniel Ricciardo: "Es ist einfach zu sagen, dass ihm Mercedes das Leben leicht gemacht hat. Aber man muss auch bedenken, dass er jedes Jahr den Druck hatte, Siege und Titel abzuliefern. Das ist nicht einfach. Deshalb ziehe ich meinen Hut vor den Leistungen von Lewis."

Romain Grosjean: "Diese Konstanz ist auch eine unglaubliche Leistung von Mercedes. Ich sehe nicht, dass sich nächstes Jahr etwas am Kräfteverhältnis ändern wird. Deshalb erwarte ich fest, dass Lewis dann achtfacher Champion sein wird."

Alexander Albon: "Ich habe natürlich früher zu ihm aufgeschaut – nicht nur auf seine Leistungen auf der Strecke, sondern auch, wie er außerhalb gearbeitet hat. Seine Arbeitseinstellung und die Art, wie er mit seinem Team interagiert hat – da gab es für junge Fahrer viel abzuschauen."

Sebastian Vettel: "Für mich schienen seine Rekorde immer unerreichbar. Jetzt habe ich gemischte Gefühle. Ich bin natürlich etwas traurig, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis die Rekorde gebrochen werden. Michael ist immer noch mein Hero. Aber gleichzeitig freue ich mich auch für Lewis. Er hat es natürlich verdient."

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Die Last, die Mick Schumacher aufgrund seines berühmten Vaters aushalten muss, ist groß. Doch vor seinem Formel-1-Debüt lernt der Youngster damit umzugehen. © Bereitgestellt von sport1.de Für Mick Schumacher wird es jetzt ernst Er ist schneller als jeder Gegner: der berühmte Nachname, in dessen Windschatten er sich immer wieder ansaugt, doch überholen kann er ihn nicht. S-C-H-U-M-A-C-H-E-R. Oder wie ihn die Briten mit extremem Respekt, ja sogar mit mehr Furcht als Liebe aussprechen: S-H-O-E-M-A-K-E-R.Irgendwann hat Mick Schumacher (21) beschlossen, es aufzugeben, der Legende davonzufahren.

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