Auto „Ein Sprung ins Eisbad“ - Nico Hülkenberg im Interview

15:55  13 oktober  2020
15:55  13 oktober  2020 Quelle:   auto-motor-und-sport.de

Hülkenberg-Comeback perfekt - Ersatz für Perez in Silverstone

  Hülkenberg-Comeback perfekt - Ersatz für Perez in Silverstone Nico Hülkenberg ersetzt in Silverstone den an Corona erkrankten Sergio Perez. Im schnellen Racing-Point-Auto bietet sich für den Rheinländer die große Chance auf das erste Podium seiner Karriere.Eigentlich sollte Hülkenberg dieses Wochenende für RTL aus dem Kölner Studio als TV-Experte arbeiten, als ihn der überraschende Anruf von Racing Point erreichte. Der Pilot musste nicht lange überlegen und sagte dem Sender kurzfristig ab. Um pünktlich zum ersten Training an der Strecke zu sein, machte sich der 32-Jährige direkt auf den Weg nach England.

Nico Hülkenberg wollte das Jahr 2020 zur Neuorientierung nutzen. Hülkenberg : Mir geht es ziemlich gut, bin gesund und munter. Wie alle muss ich mir jetzt in der toten Zeit Beschäftigung suchen. Es ist die Zeit runterzukommen und einen ganz normalen Alltag zu erleben.

Nico Hülkenberg hat sein Ziel erreicht. Ab 2017 fährt er für ein Werksteam. Im Interview erzählt der Rheinländer, warum er zu Renault gewechselt Hülkenberg : Nico ist ja nicht auf den Kopf gefallen. Der weiß schon was mit sich anzufangen. Er wird sich schon Projekte suchen, die ihn ausfüllen.

Das war wieder so ein kurzfristiger GP-Einsatz. Wo liegt der Nürburgring auf der Schwierigkeitsskala im Vergleich zu Silverstone?

  „Ein Sprung ins Eisbad“ - Nico Hülkenberg im Interview © Racing Point

Hülkenberg: Ja, schon noch schwieriger. Ich hatte zwar die Silverstone-Erfahrung im Hinterkopf, und es war das gleiche Team, im Prinzip das gleiche Auto, aber es hatte sich halt doch etwas verändert seit meinen zwei Einsätzen in Silverstone. Es ist eine andere Rennstrecke. Direkt rein in die Qualifikation, das ist kein Sprung ins kalte Wasser, das ist ein Sprung in ein Eisbad. Es war mir von vornherein klar, dass ich nicht über den letzten Startplatz hinauskommen werde. Alles andere wäre ein Wunder gewesen. Ich war sehr zufrieden mit der Rundenzeit und der Steigerung, bei den vier Runden, die ich hatte. Dabei habe ich mir noch selber ein Bein gestellt, in der Schikane. Kimi hätte ich mir noch kaufen können. Es war schon eine Riesenaufgabe. Du musst es entweder machen oder nicht. Und wenn du es machst, nicht viel nachdenken, sondern agieren und reagieren.

„Pace über Nacht weg“ - Enttäuschung bei Racing Point

  „Pace über Nacht weg“ - Enttäuschung bei Racing Point Racing Point galt in Silverstone als einer der heißesten Kandidaten für das Podium. Doch im Qualifying sprangen nur die Startplätze sechs und 13 heraus. Nun machen sich die Ingenieure auf die Suche nach der fehlenden Pace."Wir haben uns das Streckenlayout angeschaut und gedacht, da sollte für uns viel möglich sein. Doch dann sind wir heute mehre Zehntel von der Rundenzeiten entfernt geblieben, die wir uns eigentlich ausgerechnet hatten", erklärte Technikchef Andy Green enttäuscht. "Über Nacht haben wir irgendwie Pace verloren. Dafür suchen wir gerade eine Erklärung.

Nico Hülkenberg feierte in Le Mans seinen größten Sieg. Im Interview erzählt der Porsche-Pilot über die längste Woche und den längsten Tag seines Hülkenberg : Na mega. Das ist ein mega Event, da ist der Pokal natürlich auch etwas besonderes. Bei welchem Rennen bist du schon eine ganze Woche

Renault-Pilot Nico Hülkenberg spricht im Interview über sein erstes Jahr bei Renault, seine Hoffnungen für die Zukunft und den Traum vom ersten Formel-1-Sieg. Hülkenberg : "Nein, überhaupt nicht. Darum bin ich hergekommen. Ich habe erwartet, dass sie einen Sprung nach vorne machen.

Fünf Minuten mehr Q1-Zeit, ein Reifensatz mehr: Wären Sie dann ins Q2 gekommen?

Lauf-Fitness nicht Fahr-Fitness - Hülkenberg vor zweitem Einsatz

  Lauf-Fitness nicht Fahr-Fitness - Hülkenberg vor zweitem Einsatz Nico Hülkenberg bereitet sich aktuell auf den Fall vor, dass Sergio Perez auch am nächsten Wochenende ausfällt. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, das turbulente Comeback noch einmal Revue passieren zu lassen.Zumal der Racing Point RP20 für Hülkenberg immer noch ein unbekanntes Wesen ist. Hülkenberg bereitet sich für den Fall vor, dass Sergio Perez weiter ausfällt. Der Mexikaner soll am Mittwoch noch einmal auf Corona getestet werden. Dann wäre die Siebentages-Frist abgelaufen.

Nico Hülkenberg übt sich in Durchhalteparolen: Mickrige fünf WM-Punkte kratzte der 25-Jährige bislang zusammen. Dabei wollte er im Sauber Nico Hülkenberg : Diese Kombination ist ähnlich der berühmten Eau Rouge in Spa, purer Fahrspaß. Besonders in einem Formel-1-Boliden, der extremen

Renault-Pilot Nico Hülkenberg spricht im Interview über sein erstes Jahr bei Renault, seine Hoffnungen für die Zukunft und den Traum vom ersten Formel-1-Sieg. Hülkenberg : "Nein, überhaupt nicht. Darum bin ich hergekommen. Ich habe erwartet, dass sie einen Sprung nach vorne machen.

Hülkenberg: Ich denke, da hätten wir eine gute Chance gehabt.

Der Racing Point hat ja seit Silverstone ein größeres Upgrade bekommen. Hat sich das Auto stark verändert?

Hülkenberg: Ja, schon. Da hat sich in der Lenkung was verändert. Das war ein ganz anderes Lenkgefühl als in Silverstone, auch die Lenkgeschwindigkeit war eine andere, da musste ich mich erst einmal darauf einstellen. Das dauert ein paar Runden, bis man sich akklimatisiert hat.

Wie ist das am Samstag vor Ihrem Einsatz genau abgelaufen?

Hülkenberg: Ich war privat bei einem Kollegen zuhause in Köln. Der war am Freitagabend auf der Piste. Ich wäre fast noch mitgegangen und habe es dann doch nicht gemacht. So war ich frisch. Wir sitzen gerade beim Kaffee, da klingelt das Telefon. Vorher hatte ich schon eine Whatsapp von Otmar (Szafnauer) bekommen, der wissen wollte, wo ich bin und ob ich meinen Helm dabei habe. Ich dachte, was textet der denn da? Dann rief er an und sagte, ich müsste so schnell wie möglich kommen. Zuerst habe ich an einen Scherz geglaubt. Das kann ja nicht sein, dass das schon wieder passiert. Er hat aber gesagt, dass es Lance gar nicht gut geht, und dass er wahrscheinlich nicht fahren kann. Kurz und gut: Ich sollte kommen. Ich wollte am Nachmittag sowieso zum Nürburgring, weil ich da noch ein paar andere Termine hatte. Dann bin ich halt etwas früher und etwas zügiger losgefahren.

Negativer Test oder Hülkenberg? - Perez-Quarantäne beendet

  Negativer Test oder Hülkenberg? - Perez-Quarantäne beendet Sergio Perez hat seine Quarantäne abgeschlossen. Der Mexikaner braucht aber noch einen negativen Corona-Test, um wieder ins Cockpit steigen zu dürfen. Ersatzfahrer Nico Hülkenberg will in ein paar Wochen Klarheit über seine Zukunft.In diesem Fall hatte der Mexikaner das Glück auf einer Seite. Perez musste sich nur sieben Tage isolieren. Seit letzten Donnerstag gelten auf der Insel andere Regeln. Seither müssen sich positiv getestete Personen auf das Coronavirus für mindestens zehn Tage in Quarantäne begeben. Dann wäre ein Einsatz von Perez ausgeschlossen.

Driving Around Monaco With Nico Hulkenberg - Продолжительность: 5:51 WTF1 176 991 просмотр. Le Mans 2015 Highlights Interviews Podium Porsche Nico Hülkenberg Earl Bamber Nick Tandy CARJAM - Продолжительность: 3:35 CARJAM TV 20 992 просмотра.

Motorsport-Magazin.com - Wie war Dein erster Eindruck heute? Nico Hülkenberg : Generell positiv. Aus der zweiten Session kann man nicht viele Rückschlüsse ziehen. Außer Jenson Button hat keiner einen Run auf den superweichen Reifen hingekriegt.

Gibt es jetzt einen neuen Rekord zwischen Köln und dem Nürburgring?

Hülkenberg: Inoffiziell ja. Die Zeit? Keine Ahnung. Am Ende musst Du ja über die Landstraße. Das ist schon ein ziemliches Gegurke, und es war auch relativ viel Verkehr. Da ging dann nicht mehr viel.

Den Helm hatten Sie im Handgepäck?

Hülkenberg: Nein, der war schon vor Ort. Den hatte Schuberth dabei. Das war mein letztjähriger Renault-Helm, wie man ja an den Farben sehen konnte. Die pinken Helme aus Silverstone waren leider bei mir zuhause geparkt. Ich habe ja nicht erwartet, dass die so schnell wieder zum Einsatz kommen werden.

Und der Overall?

Hülkenberg: Den hat das Team seitdem immer dabei. Genauso wie meinen Sitz. Das geht jetzt immer mit auf Reisen.

Sie wurden innerhalb von 90 Minuten auf Corona getestet. Gab es den Schnelltest-Service auch schon in Silverstone?

Hülkenberg: Ja, der war da auch schon. Das geht übrigens sogar in 50 Minuten. Danach kommt noch der normale Abstrich, der dann am nächsten Morgen das Ergebnis liefert.

Sind Sie in Ihrer Karriere jemals schon vom letzten Platz gestartet?

Bezahlt Ricciardo für Reifenwahl? - Höhenflug von Renault

  Bezahlt Ricciardo für Reifenwahl? - Höhenflug von Renault Für Renault läuft es fast wie geschmiert. Daniel Ricciardo startet vom fünften Platz. Sein Auto hat noch einmal einen großen Schritt nach vorne gemacht. Nur die ungewöhnliche Reifenwahl bereitet dem Australier Sorgen. Renault setzte zu häufig die harten Reifen ein, die im Rennen entscheidend werden können.Eine Woche später scheint es für Renault noch besser zu laufen. Ricciardo sah lange wie ein Kandidat für den dritten Startplatz aus. Der Australier wurde von Nico Hülkenberg und Max Verstappen noch abgefangen. Bei Ocon lief es dagegen nicht rund.

Nicolas „ Nico “ Hülkenberg (* 19. August 1987 in Emmerich) ist ein deutscher Automobilrennfahrer. Er wurde 2009 Meister der GP2-Serie und debütierte 2010 in der Formel 1. Von 2017 bis 2019 trat er für Renault an. 2015 gewann er das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Aus bei Renault, keine Chance bei Red Bull: Wo könnte Nico Hülkenberg in der Formel-1-Saison 2020 noch ein Cockpit bekommen? Wir analysieren seine Optionen

Hülkenberg: In der Formel ? Kann ich mich nicht erinnern. Ich glaube nicht.

Dann gab es ja auch noch beim Start ein Problem?

Hülkenberg: Ja, nach dem Burnout für die Formationsrunde habe ich den Motor-Modus verstellt, aber leider in den Cooldown-Modus. Dann haben Sie mich direkt nach dem Start angefunkt, dass ich im falschen Modus bin. In der Einführungsrunde ist das ja verboten. Das war schnell behoben und hat auch nichts gekostet.

Wenn man von ganz hinten startet, macht man normalerweise das Gegenteil von allen anderen. Warum sind Sie trotzdem konservativ auf Soft-Reifen losgefahren?

Hülkenberg: Die Teams waren zuvor ja ewig nicht mehr am Nürburgring. Der Freitag hat nicht stattgefunden, und es war bitterkalt. Das Team hatte zu wenig Erfahrungswerte mit den Reifen. Checo (Perez) hatte am Samstag im Q1 einmal den Medium-Reifen probiert und war gar nicht zufrieden mit dem Aufwärmprozess. Das Team hatte Kopfschmerzen, dass der Grip am Anfang zu schlecht ist. In der Formationsrunde fallen die Reifentemperaturen ja eher, weil man so langsam fährt. Obwohl der Speed da ein bisschen höher war als erwartet, weil wir alle das gleiche Problem hatten. Wir hatten uns sogar kurz überlegt aus der Boxengasse mit schön vorgewärmten Reifen zu starten, es aber dann doch gelassen. Es war uns auch klar, dass ich in der Anfangsphase des Rennens selbst noch ein paar Runden brauche, um auf Touren zu kommen. Da wäre dann die Ausgangslage vielleicht noch schlechter gewesen. Deshalb machte es mehr Sinn, mit den weichen Reifen loszufahren.

Otmar Szafnauer: Einschätzung der FIA-Kommissare ist falsch

  Otmar Szafnauer: Einschätzung der FIA-Kommissare ist falsch Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer erklärt, an welcher Stelle das FIA-Urteil gegen seinen Rennstall in der "Copygate"-Affäre nicht korrekt seiOtmar Szafnauer ist nicht einverstanden mit dem FIA-Urteil gegen Racing Point. Die Sportkommissare der Formel 1 hatten sein Team für schuldig befunden, gegen das Sportliche Reglement verstoßen zu haben, weil die Bremsschächte an der Hinterachse des Racing Point RP20 auf einer Mercedes-Vorlage basierten. Das will Szafnauer so nicht akzeptieren.

Wann haben Sie im Rennen gemerkt: Da geht noch was?

Hülkenberg: Nach dem ersten Boxenstopp. Da war ich dann Zwölfter oder so. Ich bin mit dem ersten Satz bis Runde 28 gefahren. Einige hatten schon viel früher Reifen gewechselt. Da konnten wir damit rechnen, dass die anderen in Reifenprobleme kommen oder noch einmal stoppen müssen. Meine Reifen waren noch gut. Nach den ersten 15 bis 20 Runden hat es auch bei mir Klick gemacht. Da kam der Lerneffekt ins Spiel und als dann Russell vor mir endlich weg war, hatte ich freie Fahrt und bin in einen guten Rhythmus gekommen. Ab da ging es deutlich besser. Auf den härteren Reifen musstest du sowieso angreifen, um die Temperatur im Reifen zu halten.

Ist die Leistung noch höher einzuschätzen als in Silverstone?

Hülkenberg: Ja, weil es einfach so verrückt war, einfach komplett ohne Vorbereitung.

Wer steht wo im Duell der Mittelfeld-Teams im Kampf um Platz drei der Konstrukteurs-Wertung?

Hülkenberg: Die sind schon alle ziemlich nahe beieinander. Wer gerade vorne liegt, ist auch ein bisschen streckenspezifisch. Der Renault ist gut in den langsamen Kurven, Racing Point in den schnellen. Der McLaren liegt so mittendrin. Jedes Auto hat seine Stärken und Schwächen, alle auf einem sehr ähnlichen Niveau. Ich sehe den Alpha Tauri auch nicht so weit weg. Gasly hat auf den harten Reifen sehr stabil ausgesehen und ist uns dann am Ende auch ein bisschen weggefahren.

Sie hatten am letzten Wochenende noch einen Anruf. Der Corona-Test von Albon war zunächst nicht eindeutig und Helmut Marko meldete sich. Gab es da eine Chance?

Rosberg: "Kann kaum erwarten, wieder gegen Lewis anzutreten"

  Rosberg: Nico Rosberg geht ab Januar 2021 mit einem eigenen Team in der Extreme E, der Serie mit Elektro-Geländewagen an den Start. Im Interview mit SPORT1 verrät er die Details. © Bereitgestellt von sport1.de Rosberg: "Kann kaum erwarten, wieder gegen Lewis anzutreten" Nico Rosberg hat sein Comeback im Motosport bekannt gegeben.Wie der ehemalige Formel-1-Weltmeister am Donnerstag mitteilte, wird er Teamchef in der neuen Rennserie Extreme E. 1/31 BILDERN © SPORT1-Montage: Getty Images/dpa Picture Alliance/Imago Nico Rosberg feierte am 27.

Hülkenberg: Ja stimmt, Freitagmorgen wurde es hektisch. Das Eisen war kurz heiß, aber dann auch ziemlich schnell wieder kalt. Ich war deswegen aber nicht vorgewarnt. Ich hatte ja keine Ahnung, dass es Lance Stroll schlecht geht. Das kam dann schon komplett aus heiterem Himmel.

Werden Sie jetzt jedes Wochenende bereit stehen für den Fall der Fälle?

Hülkenberg: Ich bin bereit und auch vertraglich frei. Es liegt an den Teams zu planen und langfristiger zu schauen. Das ergibt sich irgendwie von selbst. So was wie den Nürburgring kannst du nicht planen. Ich meine, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dich ein und dasselbe Team im Jahr zwei Mal braucht? Wo der Sitz schon vorhanden ist, wo dein Physio sowieso in dem Team arbeitet. Wäre das in irgendeinem anderen Team passiert, wäre es gar nicht möglich gewesen, weil die keinen Sitz für mich haben. Ohne Sitz hätte ich nicht fahren können. Bei einem anderen Team bräuchte es eine andere Vorlaufzeit. So hüh und hott zwischen Team A, B und C hin- und herspringen ist auch nicht so einfach und erstrebenswert. Es ist nicht so ohne, einfach hinzukommen und sich an alles neu zu gewöhnen.

Es wäre also bei Red Bull gar nicht gegangen?

Hülkenberg: Für Doktor Marko hätte ich natürlich eine Ausnahme gemacht. Alte Verbundenheit. Das wäre ein ganz enges Ding geworden, weil man ja den Sitz vor Ort hätte basteln müssen. Im Nachhinein wäre es wahrscheinlich gegangen, weil Freitag nicht gefahren wurde. Aber so kurzfristig, wie es dann mit Racing Point war, hätte es mit Red Bull nicht funktioniert.

Ist es ein Kompliment, der Feuerwehrmann der Formel 1 zu sein?

Hülkenberg: Ich sehe es als Kompliment. Es gibt nicht so viele Fahrer da draußen, die einspringen und die Leistung bringen können, so dass das Team noch Punkte holt. Das ist ja auch etwas wert.

Die läuft das bei dem knappen Zeitfenster mit den Verträgen für den Einsatz ab?

Hülkenberg zu Red Bull? "Bin extrem heiß drauf"

  Hülkenberg zu Red Bull? Nico Hülkenberg hat in dieser Saison Eigenwerbung betrieben und ist nun auch bei Red Bull im Gespräch. Im SPORT1-Interview spricht er über das verrückte Jahr. © Bereitgestellt von sport1.de Hülkenberg zu Red Bull? "Bin extrem heiß drauf" Obwohl Nico Hülkenberg noch bei keinem Rennstall unter Vertrag steht, war der 33-Jährige in den vergangenen Wochen fast omnipräsent in der Formel 1.Nachdem er gleich dreimal als Feuerwehrmann eingesprungen war, hat er sich mit seinen teils spektakulären Leistungen für einige Cockpits der kommenden Saison ins Gespräch gebracht.

Hülkenberg: Das hatten wir schon vor Silverstone erledigt und jetzt einfach nur auf die Kopiertaste gedrückt. Das Einverständnis wurde Sonntagmorgen vor dem Rennen unterschrieben.

Ihre guten Leistungen müssten Ihnen ja eigentlich schon einen Vertrag für 2021 eingebracht haben?

Hülkenberg: Nach Silverstone ist es da leider nicht so vorwärtsgegangen. Ich bin noch nicht unter der Haube. Vielleicht hat die Formel 1 genug Qualitätsfahrer und braucht mich nicht mehr.

Das hört sich nach Resignation an.

Hülkenberg: Nein, gar nicht. Ich bin schon noch dran. Aber das ist halt auch ein Prozess, der schon ziemlich lange anhält. Es gibt ein Überangebot an Fahrer. Es schauen sich viele um auf dem Markt. Und da sind dann auch Fahrer dabei, die wirtschaftlich attraktiv sind für gewisse Teams.

Wenn Sie Helmut Marko um Hilfe bittet, heißt das ja schon mal was. Als Außenstehender kommt man ja ganz schwer in den Red Bull-Club rein. Ist die Tür da jetzt einen Spalt offen?

Hülkenberg: Schwierig, ganz schwierig. Mir werden da nicht viele Hoffnungen gemacht. Das war jetzt eine Ausnahmesituation. Da kann im Fahrer-Pool an einem GP-Wochenende nicht einer hin und her wechseln, weil ja Alpha Tauri auch seine Fahrer braucht. Die können nicht einfach so einen Fahrer abziehen und zum anderen Team sagen: Schaut mal, wie ihr klarkommt.

Wenn es keinen Stammplatz gibt, wäre dann die Rolle als Edelreservist etwas für Sie? Corona wird uns ja bleiben.

Hülkenberg: Das ist die klassische Ersatzfahrer-Geschichte. Und das ist nicht wirklich das, wonach ich strebe. Klar, Corona hat die Welt verändert, auch in der Formel 1. Es gab einige Teams, die das angeschoben haben, auf einer permanenteren Basis. Aber so eindeutig sagt dir auch keiner was. Mal wollen sie, mal wollen sie nicht. Prinzipiell hat für mich ein Stammplatz Priorität.

Toto Wolff hat gesagt, dass die Fahrer in der Corona-Zeit wie die Mönche leben müssen, um auf alle Fälle eine Infektion zu vermeiden. Leben Sie auch so?

Hülkenberg: Ja, schon so ein Stück weit. Wenn nicht, spielt man mit dem Feuer. Das ist dann schon wie Russisches Roulette. Als Fahrer muss man Vorsicht walten lassen, wo man hingeht, mit wem man wo hingeht. Das ist schon ziemlich einschränkend.

Bei Mercedes finden ja selbst die Briefings digital ab. Die Fahrer sehen die Ingenieure gar nicht mehr persönlich. Ist das bei Racing Point auch so?

Hülkenberg: Nein, wir sehen uns noch. Jeder hat eine Maske auf, und es gibt eine Plexiglasscheibe zwischen den Leuten.

Hülkenberg zu Red Bull? "Bin extrem heiß drauf" .
Nico Hülkenberg hat in dieser Saison Eigenwerbung betrieben und ist nun auch bei Red Bull im Gespräch. Im SPORT1-Interview spricht er über das verrückte Jahr. © Bereitgestellt von sport1.de Hülkenberg zu Red Bull? "Bin extrem heiß drauf" Obwohl Nico Hülkenberg noch bei keinem Rennstall unter Vertrag steht, war der 33-Jährige in den vergangenen Wochen fast omnipräsent in der Formel 1.Nachdem er gleich dreimal als Feuerwehrmann eingesprungen war, hat er sich mit seinen teils spektakulären Leistungen für einige Cockpits der kommenden Saison ins Gespräch gebracht.

usr: 1
Das ist interessant!