Auto „Albon-Abstand noch vertretbar“ - Red Bull plant Attacke im Rennen

22:25  24 oktober  2020
22:25  24 oktober  2020 Quelle:   auto-motor-und-sport.de

Warum Alexander Albon einen neuen Renningenieur bekommt

  Warum Alexander Albon einen neuen Renningenieur bekommt Weshalb Alexander Albon schon nach kurzer Zeit in der Formel-1-Saison 2020 einen neuen Renningenieur bekommt und was man sich davon verspricht "Leave me alone!" Das brüllte Kimi Räikkönen 2012 in Abu Dhabi in den Funk, als ihm sein Renningenieur diverse Informationen mitteilen wollte. Und eben dieser Renningenieur hat jetzt einen neuen Job: Simon Rennie übernimmt ab dem vierten Formel-1-Rennen 2020 in Silverstone die Betreuung von Alexander Albon bei Red Bull.

Bei Red Bull ist zum Endspurt der Saison noch einmal Feuer unterm Dach. Nach zuletzt schwächeren Leistungen von Alexander Albon wurde der Rennstall wieder zu einem Ein-Mann-Team. Auch die Führung verliert langsam die Geduld. Teamchef Christian Horner erklärte am Freitag, dass man sich die Situation in Portimao und Imola anschauen will und dann eine Entscheidung treffen wird.

Red Bull war in Portugal noch näher an Mercedes dran als sonst. © xpb Red Bull war in Portugal noch näher an Mercedes dran als sonst.

Sollte Albon die Erwartungen nicht erfüllen, dann will man nach Aussage von Horner nicht im eigenen Fahrerpool nach Ersatz suchen sondern außerhalb. Dabei wird vor allem der Name von Sergio Perez immer wieder ins Spiel gebracht.

Schuss könnte nach hinten losgehen - Mercedes bei Motor am meisten betroffen?

  Schuss könnte nach hinten losgehen - Mercedes bei Motor am meisten betroffen? Die FIA will den Qualifikationsmodus verbieten und 2021 noch einmal den Abtrieb zum Schutz der Pirelli-Reifen reduzieren. Beide Maßnahmen kommen überraschend und lassen den Schluss zu, dass die WM spannend gemacht werden soll. Doch der Schuss könnte nach hinten losgehen.Beide Maßnahmen kommen aus heiterem Himmel. Die Beschränkung auf eine Motoreinstellung für Qualifikation und Rennen wird damit begründet, dass es immer schwieriger werde zu überprüfen, ob die Antriebseinheiten regelkonform betrieben werden. Der Fall Ferrari war der FIA eine Warnung. Die FIA kam erst hinter die Tricksereien, als ein Mitbewerber Informationen über den mutmaßlichen Betrug lieferte.

Sportchef Helmut Marko legte am Samstagvormittag in Sachen Albon auch noch einmal nach: "Noch ist er unser Mann. Wir erwarten von ihm aber, dass er den Abstand zu Max weiter reduziert. Am Freitag hat das nicht immer geklappt. Er lässt sich zu leicht davon irritieren, wenn das Auto nicht das macht, was er will."

Albon fehlt halbe Sekunde

Im Qualifying präsentierte sich dann wieder das alte Bild. Während Verstappen vorne mit den beiden Mercedes um die Pole Position fightete, hatte Albon dahinter alle Hände voll zu tun, dass Mittelfeld hinter sich zu halten. Das gelang nicht ganz. Mit Charles Leclerc und Sergio Perez fuhren gleich zwei Autos zwischen die beiden Red Bull.

Der Abstand zu Verstappen fiel mit mehr als einer halben Sekunde im Q3 mal wieder heftig aus. Trotzdem gab es von Marko anschließend keine Kritik: "Alex hatte im Q3 zu wenige Runden auf den Medium-Reifen. Die lagen noch nicht im Arbeitsfenster, sonst wäre es wohl noch etwas schneller gegangen. Der Abstand ist am Ende noch vertretbar. Wir sind mit Platz sechs zufrieden. Er liegt damit im positiven Bereich."

Abstand zu Mercedes schrumpft - Red Bull mit Steigerung in Spa

  Abstand zu Mercedes schrumpft - Red Bull mit Steigerung in Spa Red Bull konnte den Rückstand auf Mercedes im Spa-Qualifying in Grenzen halten. Die Piloten erklärten anschließend, wie man das Auto über das Wochenende weiterentwickeln konnte und was im Rennen drin ist.Man muss den Rückstand ins Verhältnis zur Streckenlänge setzen. Und da die Ardennen-Achterbahn in Spa-Francorchamps mit 7,004 Kilometer der längste Kurs im Kalender ist, ließ sich einfach ausrechnen, dass Red Bull pro Kilometer dieses Jahr im Qualifying noch nie so wenig Zeit verlor wie beim GP Belgien.

Die Ingenieure machten dem Piloten das Leben nicht gerade leicht. In der letzten K.O.-Runde wurde Albon erst mit den Medium-Reifen rausgeschickt, dann mit den Softs. "Wir haben verschiedene Aufwärmprozesse probiert, aber wir haben die Reifen einfach nicht in ihr Arbeitsfenster gebracht", beklagte Albon. "Wenn ich mehr Erfahrung auf den Mediums gehabt hätte, wäre es wohl noch etwas schneller gegangen. Aber Max hätte ich natürlich nicht geschlagen, so ehrlich muss ich sein."

Auf die Verschärfung des Drucks von der Teamführung angesprochen, gab sich Albon cool. "Ich weiß, dass ich den Job erledigen muss. Wenn da jetzt Namen in den Raum gestellt werden, stört mich das nicht. Es gibt auch keine festen Ziele, die ich erfüllen muss. Meine Herangehensweise ändert sich durch die Situation nicht. Was geschrieben wird, hat keinen Einfluss auf die Art wie ich fahre."

Noch glaubt Albon, dass er sich auf dem richtigen Weg befindet: "Ich habe das Gefühl, dass mein Qualifying immer besser wird. Ich fühle mich immer wohler im Auto. Natürlich ist die Lücke zu Max noch da. Ich brauche einfach mal ein sauberes Wochenende. Mein Selbstvertrauen in meine Fähigkeiten ist nach wie vor vorhanden."

„Racing Point klar schneller“ - McLaren kündigt weitere Upgrades an

  „Racing Point klar schneller“ - McLaren kündigt weitere Upgrades an McLaren blieb beim GP Russland erstmals diese Saison ohne Punkte. Der Vorsprung im Mittelfeldkampf schrumpfte extrem zusammen. Teamchef Andreas Seidl hofft, den Negativ-Trend mit Technik-Upgrades noch einmal umzukehren.Während Mercedes an der Spitze des Feldes für klare Verhältnisse sorgt, ist der Kampf der Verfolger aktuell so spannend wie nie. Nach zehn Rennen haben sich mittlerweile drei klare Favoriten auf den dritten Platz im Konstrukteurspokal herauskristallisiert. McLaren, Racing Point und Renault kämpfen intensiv um die Verfolger-Krone.

Verstappen plant Angriff auf Mercedes

Was im Red Bull wirklich steckt, kann aktuell nur Max Verstappen zeigen. In Portimao sah es lange so aus, als würde der Holländer erstmals dieses Jahr ein Wörtchen um die Pole Position mitsprechen. Doch im Q3 brachten die Mercedes den Medium-Reifen besser ins Arbeitsfenster. Red Bull blieb mit dem Soft chancenlos. Am Ende fehlten zweieinhalb Zehntel auf den besten Startplatz.

"Ich bin zufrieden. Die dritte Position ist in Ordnung. Meine Runde war okay", erklärte Verstappen anschließend. "Ich stehe am Start auf einem anderen Reifen als Mercedes. Keiner weiß, wie sich die Reifen im Rennen verhalten. Das macht es umso interessanter. Wenn es dazu noch windig und regnerisch ist, dann ist es eine richtige Reise ins Ungewisse. Egal wie die Bedingungen aussehen, ich hoffe einfach, dass ich Mercedes unter Druck setzen kann."

Auch Marko rechnet mit einem spannenden Rennen: "Mercedes startet vor uns mit den härteren Reifen. Wir kommen aus Reihe zwei mit den Softs. Damit sollte Max am Start theoretisch mehr Grip haben und besser wegkommen. Ich hoffe, dass es ihm gelingt, aus dem Windschatten nach vorne zu kommen. Sonst ist Überholen hier wahnsinnig schwierig. Wir müssen also versuchen, sofort an die Spitze zu schießen. Wenn man vorne ist, kann man auch besser das Tempo regulieren und sich die Taktik einteilen. Aktuell sieht es nach unserer Einschätzung mehr nach einem Zweistopp-Rennen aus."

Pirelli rätselt über Ursache - Verstappens Reifenschaden in Imola .
Ein Reifenschaden kostete Max Verstappen einen sicheren zweiten Platz in Imola. Pirellis Analyse ergab, dass ein plötzlicher Luftverlust den Abflug einleitete. Doch wieso es dazu kam, ist unklar. Es gibt Hinweise, aber keine 100-prozentige Aufklärung.Es gab in dieser Saison schon ein paar Rennen, wo die Umstände zu Reifenschäden führten. In Silverstone beklagte Mercedes gleich zwei davon und McLaren einen. Ein frühes Safety Car, ein langer Stint auf dem harten Reifen, hohe Abnutzung in den schnellen Kurven, vielleicht ein paar Carbonteile sorgten dafür, dass der jeweils linke Voderreifen an den Autos von Lewis Hamilton, Valtteri Bottas und Carlos Sainz den weiteren Dienst verweigerte.

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