Auto Neue Lackierung für Elektro-Pfeil - Mercedes behält Fahrer in Formel E

19:00  29 oktober  2020
19:00  29 oktober  2020 Quelle:   auto-motor-und-sport.de

„Pace über Nacht weg“ - Enttäuschung bei Racing Point

  „Pace über Nacht weg“ - Enttäuschung bei Racing Point Racing Point galt in Silverstone als einer der heißesten Kandidaten für das Podium. Doch im Qualifying sprangen nur die Startplätze sechs und 13 heraus. Nun machen sich die Ingenieure auf die Suche nach der fehlenden Pace."Wir haben uns das Streckenlayout angeschaut und gedacht, da sollte für uns viel möglich sein. Doch dann sind wir heute mehre Zehntel von der Rundenzeiten entfernt geblieben, die wir uns eigentlich ausgerechnet hatten", erklärte Technikchef Andy Green enttäuscht. "Über Nacht haben wir irgendwie Pace verloren. Dafür suchen wir gerade eine Erklärung.

Es war ein Lehrjahr für Mercedes in der Formel E mit Happy End. Im letzten Rennen in Berlin feierte das Werksteam den ersten Sieg. Stoffel Vandoorne ließ Mercedes jubeln – und Teamkollege Nyck de Vries vergrößerte mit einem zweiten Platz die Freude. Im Schlussspurt arbeitete sich Mercedes bis auf den dritten Platz der Meisterschaft vor. Kein deutscher Hersteller schnitt besser ab.

Das ist der elektrische Silberpfeil für die zweite Saison von Mercedes als Werksteam in der Formel E. © Mercedes Das ist der elektrische Silberpfeil für die zweite Saison von Mercedes als Werksteam in der Formel E.

Trotzdem hätte sich Mercedes ein bisschen mehr erhofft von seiner Debütsaison als einen Sieg und fünf Podestplätze. Im zweiten Jahr als Werksteam soll mehr herausspringen. Über einen möglichen Titelkampf sprechen die Verantwortlichen aber nicht. Zu groß sollen die Erwartungen nicht sein.

Schuss könnte nach hinten losgehen - Mercedes bei Motor am meisten betroffen?

  Schuss könnte nach hinten losgehen - Mercedes bei Motor am meisten betroffen? Die FIA will den Qualifikationsmodus verbieten und 2021 noch einmal den Abtrieb zum Schutz der Pirelli-Reifen reduzieren. Beide Maßnahmen kommen überraschend und lassen den Schluss zu, dass die WM spannend gemacht werden soll. Doch der Schuss könnte nach hinten losgehen.Beide Maßnahmen kommen aus heiterem Himmel. Die Beschränkung auf eine Motoreinstellung für Qualifikation und Rennen wird damit begründet, dass es immer schwieriger werde zu überprüfen, ob die Antriebseinheiten regelkonform betrieben werden. Der Fall Ferrari war der FIA eine Warnung. Die FIA kam erst hinter die Tricksereien, als ein Mitbewerber Informationen über den mutmaßlichen Betrug lieferte.

Vandoorne und de Vries bleiben

Für die kommende Saison, die im Januar in Chile startet, überarbeitet der Stuttgarter Autobauer seinen EQ Silver Arrow 02. Die Änderungen gibt es unter der Verkleidung – klar bei einem Einheitschassis. Mercedes widmet sich Elektromotor, Inverter und Getriebe. Diese dürfen zusammen mit Teilen der Hinterradaufhängung überarbeitet werden. Ziel ist es, nicht mehr Leistung herauszukitzeln. Die ist in der Formel E in der Spitze ohnehin begrenzt. Sondern Effizienz und Energiemanagement zu verbessern. Soll heißen: Möglichst lang nahe dem Limit zu fahren.

Da die Formel E im Zuge der Corona-Krise die Einführung der Evo-Gen2-Autos um eine Saison verschoben hat, verändert sich der Silberpfeil nur über die Lackierung. Die schwarze Grundfarbe, die Mercedes als Zeichen gegen Rassismus in der abgelaufenen Saison verwendet hatte, weicht einem silbernen Design mit blauen Akzenten. Zudem pflastert der Autobauer die Motorverkleidung des Carbon-Rennwagens prominenter mit den Mercedes-Sternen zu.

Front gegen Show-Pläne wächst - Fahrer lehnen Quali-Rennen ab

  Front gegen Show-Pläne wächst - Fahrer lehnen Quali-Rennen ab Die Front gegen die Pläne von Liberty, die F1-Show mit einem Quali-Rennen mit umgekehrter Startreihenfolge zu würzen, wird immer größer. Praktisch alle Fahrer lehnen dieses Format ab. Mit McLaren stellt sich auch ein zweites Team gegen den Vorschlag.Ein Mini-Rennen am Samstag soll auf bestimmten Rennstrecken das klassische Qualifikationsformat ersetzen. Der 30-minütige Sprint würde in umgekehrter Reihenfolge zum WM-Stand gestartet. Nach der aktuellen Gesamtwertung stünde Romain Grosjean ganz vorne und Lewis Hamilton ganz hinten.

Das Auto verlangt Fortschritte. Mit den Fahrern war Mercedes dagegen mehr als zufrieden. Deshalb hält man an Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries fest. Für den Belgier und ehemaligen McLaren-F1-Fahrer Vandoorne wird es die dritte Saison in der Formel E. Für den Niederländer de Vries, Formel 2-Meister 2019, das zweite Jahr in der Elektrorennserie.

Teamchef Ian James lobt seine Fahrer: "Sie haben beide starke Leistungen gezeigt, gemeinsam mit dem Team wertvolle Erfahrung gesammelt und bewiesen, dass sie die richtigen Fähigkeiten für die Formel E besitzen. Sie sind nicht nur unglaublich schnell, sondern haben auch die notwendige Intelligenz, um den Umgang mit dem Energie-Management und die einzigartigen Rennen in der Formel E mental zu meistern. Diese Erfahrung können sie nun in der Saison 7 einbringen."

Zurück nur bei guten Gründen - Kritik an 2021er Pirelli-Reifen .
Die neuen Reifen von Pirelli standen nach ihrem ersten echten Test in Bahrain im Kreuzfeuer der Fahrer. Sie klagten über zu wenig Grip. Pirelli lässt die Kritik nicht gelten. Ein Zurück zu den 2019er Reifen gibt es nur bei guten Gründen. Weniger Grip zum Beispiel ist keiner.Während die Ingenieure ihre Sorgen in moderater Tonlage äußern, hielten die Fahrer nach dem ersten Kennenlernen mit ihrer Kritik nicht zurück. Charles Leclerc klagte noch im Auto: "Kein Grip, kein Gefühl." Max Verstappen machte sich lustig, weil Lewis Hamilton vor ihm hilflos durch die Kurven rutschte: "Schaut mal, wie schön der driftet." Auf das eigene Auto bezogen meinte er: "Wir rutschen nur herum und suchen nach einer Balance.

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