Auto Pirelli rätselt über Ursache - Verstappens Reifenschaden in Imola

19:35  12 november  2020
19:35  12 november  2020 Quelle:   auto-motor-und-sport.de

Front gegen Show-Pläne wächst - Fahrer lehnen Quali-Rennen ab

  Front gegen Show-Pläne wächst - Fahrer lehnen Quali-Rennen ab Die Front gegen die Pläne von Liberty, die F1-Show mit einem Quali-Rennen mit umgekehrter Startreihenfolge zu würzen, wird immer größer. Praktisch alle Fahrer lehnen dieses Format ab. Mit McLaren stellt sich auch ein zweites Team gegen den Vorschlag.Ein Mini-Rennen am Samstag soll auf bestimmten Rennstrecken das klassische Qualifikationsformat ersetzen. Der 30-minütige Sprint würde in umgekehrter Reihenfolge zum WM-Stand gestartet. Nach der aktuellen Gesamtwertung stünde Romain Grosjean ganz vorne und Lewis Hamilton ganz hinten.

Pirelli schließt aus, dass Sebastian Vettels kurioser Ausfall in Abu Dhabi auf ein Reifenproblem zurückzuführen war - War Red Bull beim Reifendruck Schon am Sonntag schloss man aus, dass die Felge den Reifenschaden verursacht hatte. Vielmehr zerstörte der Reifenschaden die Aufhängung.

Pirelli tappt nach dem Reifenschaden von Sebastian Vettel in Abu Dhabi im Dunkeln und möchte derzeit vor allem keine Ursachen ausschließen. Red Bulls frühere Praxis, mit dem Reifendruck zu weit gegangen zu sein, schließt Pirelli als Ursache aus.

Die schnellsten und schwersten Autos der Formel 1-Geschichte treiben die Reifen an ihre Belastungsgrenze. Auf Strecken wie Silverstone, Spa, Mugello oder in Istanbul sind es die schnellen Kurven und hohen Fliehkräfte, die den Pirellis alles abverlangen. Auf Strecken wie Imola sind es die Randsteine, die den Reifen malträtieren. Sie provozieren Frequenzen und Schwingungen, was den Unterbau strukturell beschädigen kann.

Max Verstappen - Red Bull - GP Emilia-Romagna 2020 - Imola - Rennen © Wilhelm Max Verstappen - Red Bull - GP Emilia-Romagna 2020 - Imola - Rennen

Es gab in dieser Saison schon ein paar Rennen, wo die Umstände zu Reifenschäden führten. In Silverstone beklagte Mercedes gleich zwei davon und McLaren einen. Ein frühes Safety Car, ein langer Stint auf dem harten Reifen, hohe Abnutzung in den schnellen Kurven, vielleicht ein paar Carbonteile sorgten dafür, dass der jeweils linke Voderreifen an den Autos von Lewis Hamilton, Valtteri Bottas und Carlos Sainz den weiteren Dienst verweigerte.

Pirelli startet seine Forschungs- und Entwicklungsabteilung neu, um während der Pandemie auf Kurs zu bleiben.

 Pirelli startet seine Forschungs- und Entwicklungsabteilung neu, um während der Pandemie auf Kurs zu bleiben. Von Stephen Jewkes © Reuters / Stefano Rellandini DATEI FOTO: Gesamtansicht der Pirelli-Reifen MAILAND (Reuters) - Als die Coronavirus-Pandemie den italienischen Tyremaker Pirelli zwang, die Pandemie vorübergehend zu schließen Im März musste F & E-Chef Pierangelo Misani schnell umdenken.

Vettel kritisierte Pirelli nach seinem Aus in Belgien harsch wie selten. Ich weiß nicht, worauf wir warten! Das muss mal gesagt werden“, schnaubte der Formel-1-Pilot, nachdem ihn ein Reifenschaden in der vorletzten Runde des Großen Preises von Belgien um einen Podestplatz gebracht hatte.

Beim Auftakt 2018 kollabierten die Reifen auf Phillip Island: Wir haben uns mit den Opfern unterhalten und gefragt, wie sie mit den Reifenschäden umgegangen sind. Der Brite steigt trotz des Reifenplatzers in Donington ohne Angst vor weiteren Reifenschäden auf seine Kawasaki.

Abflug vor Villeneuve-Schikane

In Mugello gab am Auto von Lance Stroll in den Arrabbiata-Kurven bei mehr als 270 km/h der linke Hinterreifen nach. Die Ursache wurde nie ganz geklärt. Der Kurs in der Toskana war mit seinen vielen schnellen Kurven eine große Herausforderung für Fahrer, Autos und Reifen.

In Imola erwischte es Max Verstappen. Auf der Anfahrt zur Villeneuve-Schikane platzte der rechte Hinterreifen, was den Niederländer einen sicheren zweiten Platz kostete. Aufnahmen der nach hinten gerichteten Onboard-Kamera am Red Bull zeigten, dass sich der Reifen auf der Innenschulter auflöste, bevor er in die Luft geht.

Red Bull ging in einer Blitzanalyse direkt nach dem Rennen davon aus, dass ein Trümmerteil den Reifen geschädigt habe. Mercedes vermutete ein anderes Problem bei der Konkurrenz, weil man selbst strauchelte. Lewis Hamilton hatte während des Stints auf harten Reifen über Vibrationen an der Hinterachse geklagt. Die Rechenmodelle kündigten ein baldiges Ableben der Reifen an. Die Ingenieure erwägten einen Sicherheitsstopp – auch wenn der Führende das Rennen dadurch verloren hätte. Verstappens Abflug nahm Mercedes die Entscheidung ab. Sowohl Hamilton als auch Bottas bekamen für den Schlussspurt frische Reifen unter Safety Car.

Red Bull setzt auf Topspeed - Motorproblem bricht Rhythmus

  Red Bull setzt auf Topspeed - Motorproblem bricht Rhythmus Mercedes war außer Reichweite, doch der Rückstand von einer halben Sekunde täuscht. Ein Motorproblem im Q2 brach den Rhythmus von Max Verstappen. Red Bull setzt auf Attacke, wie die Topspeeds beweisen. Alexander Albon gibt im Kampf um das zweite Cockpit ein Lebenszeichen von sich.Beide Fahrer kamen trotz der Zitterpartie mit ihrem letzten Schuss weiter. Max Verstappen sogar mit den Medium-Reifen. Das zeigt, dass der Holländer eiserne Nerven hat. Er hatte nur einen Versuch und nur eine Runde zum Aufwärmen der Reifen. Er hatte vorher nicht mit den Medium-Gummis geübt.

Laut Reifenhersteller Pirelli gab es bei Kimi Räikkönens Reifenschaden in Silverstone kein grundsätzlichen Problem mit dem Pneu - War es Fremdeinwirkung? (Motorsport-Total.com) - Pirelli hat die Untersuchungen zum Reifenschaden bei Kimi Räikkönen in Silverstone abgeschlossen.

Nach dem Reifenschaden an Sebastian Vettels Ferrari war der Ärger groß. Nun hat Pirelli seinen Produkte geprüft. Nun hat der Hersteller seinen eigenen Produkte geprüft und für unbedenklich erklärt. Doch nicht alle Fahrer glauben an Pirellis Erkenntnisse.

Pirelli entdeckt Schnitte

Elf Tage nach Verstappens Unfall ist die genaue Ursache noch immer nicht geklärt. Sie wird es auch nie werden. Der zertrümmerte Reifen lässt kein eindeutiges Ergebnis mehr zu. Pirelli stellte bei seinen ausgiebigen Untersuchungen fest, dass es am rechten Hinterreifen unter der Fahrt zu einem Luftverlust kam. Es muss ein plötzlicher und kein schleichender gewesen sein, sonst hätten die Sensoren und Telemetrie Red Bull alarmiert. Auch der Pilot wurde auf dem falschen Fuß erwischt. Verstappen war machtlos und landete im Kiesbett.

Bestnote nur für den Verlierer - F1-Noten GP Emilia-Romagna 2020

  Bestnote nur für den Verlierer - F1-Noten GP Emilia-Romagna 2020 Lewis Hamilton holte seinen neunten Saisonsieg, bekommt aber nur die Note 9. Er hat die Geschenke perfekt verwaltet. Valtteri Bottas dagegen kämpfte mit einem Fremdteil im Auto, das ihn 50 Punkte Abtrieb kostete. Die Bestnote geht an den ewigen Zweiten.Trotzdem verteidigte Bottas seine Spitzenposition und profitierte auch ein bisschen davon, dass sich seine Verfolger in seinen Turbulenzen die Reifen kaputtfuhren. Der Schaden aber bestimmte den Zeitpunkt seines Boxenstopps und damit sein restliches Rennen. In einem intakten Auto hätte er nicht auf Max Verstappens Boxenstopp reagieren müssen.

F1-Reifenlieferant Pirelli nennt die Ursache für den Reifenschaden am Ferrari von Kimi Räikkönen beim GP Großbritannien 2017 in Silverstone. Nachdem der Reifenschaden am Auto von Sebastian Vettel bereits vor 5 Tagen seitens Pirelli mit einem "schleichenden Plattfuß" begründet wurde, wobei

In der Formel 1 liefert Pirelli aktuell exlusiv die Reifen. Hier alle Infos und News über das schwarze Gold und einen möglichen neuen Reifenkrieg in Zukunft, sollten einmal Michelin oder Bridgestone in die F1 zurückkehren.

Warum genau der Reifen nachgab, darüber lassen sich nur Vermutungen anstellen. Die plausibelste Erklärung für Pirelli ist, dass ein Trümmerteil im Spiel gewesen sein muss. Jedenfalls stellten die Analysten keine Unregelmäßigkeiten in der Reifenkonstruktion oder einen Ermüdungsbruch des Materials fest. Es gebe Hinweise auf Schnitte auf der Lauffläche, die wahrscheinlich durch ein äußeres Element verursacht wurden, und zum Druckverlust geführt haben können. Max Verstappen wurde in seiner Medienrunde auf den Imola-Schaden angesprochen. Der 23-Jährige berichtete: "Wir wissen leider nicht, warum es genau passierte. Wir haben uns die Videos angeschaut und keine Trümmerteile darauf gesehen."

In der Türkei wartet auf Pirelli bereits die nächste Herausforderung. Die berühmte Kurve acht wird mit Fliehkräften von vier bis fünf g an Kopf und Nacken der Fahrer zerren und speziell den rechten Vorderreifen quälen. Wie sehr das in Istanbul in Kurve acht der Fall ist, konnte man bereits 2007 erleben. Damals schälte es ein riesiges Gummistück von Lewis Hamiltons rechtem Vorderreifen. Damals von Reifenlieferant Bridgestone.

Pirelli: Sorge um 18-Zoll-Testprogramm für 2022

  Pirelli: Sorge um 18-Zoll-Testprogramm für 2022 Aufgrund der anhaltenden Coronakrise hat Formel-1-Ausrüster Pirelli Zweifel, ob sein geplantes Testprogramm mit 18-Zoll-Reifen umsetzbar ist 25 Testtage will Pirelli in der Formel-1-Saison 2021 unterkriegen, um die neuen 18-Zoll-Reifen für das Jahr 2022 zu entwickeln. Die große Frage ist nur: Wie lässt sich dieser Plan mit der anhaltenden Coronakrise vereinbaren? Deshalb hat Pirelli-Sportchef Mario Isola schon jetzt Zweifel, sein komplettes Testprogramm in die Tat umsetzen zu können.Er selbst sagt: "Es dürfte schwierig werden, die 25 Tage im nächstjährigen Kalender unterzukriegen.

Reifenbelastung steigt um 50 Prozent

Die Piloten erwarten, dass die Kurve mit den abtriebsstarken Autos mühelos Vollgas gehen wird. Mit Geschwindigkeiten von 260 km/h und mehr zwischen sechs und sieben Sekunden´lang. Mercedes erwartet, dass die Belastung in Kurve acht für den rechten Vorder- sowie Hinterreifen um 30 bis 40 Prozent steigt. Allgemein prognostizieren die Weltmeister, dass die Rennstrecke östlich von Istanbul die Reifen um rund 50 Prozent härter rannehmen wird als noch 2011.

Dazu kommt ein neuer Asphalt, den Pirelli im Vorfeld zwar begutachtete, aber über dessen Umgang mit den Autos und Reifen man erst Bescheid wissen wird nach dem Trainingsfreitag. Pirelli fährt deshalb die sichere Schiene. Die Italiener liefern die härtesten Mischungen C1 bis C3 in die Türkei. Und man gibt den Teams wie in Portimao nur sieben statt acht weiche Sätze und dafür je drei Garnituren des Mediums und harten Reifens.

Beim letzten Besuch der Formel 1 in der Türkei wurden im Rennen 80 Mal die Reifen gewechselt. So viele wird es nicht geben, auch wenn die Autos um etwa vier Sekunden schneller sein sollten und nicht mehr 640 Kilogramm leicht, sondern 746 Kilo schwer sind. Doch die Reifen sind robuster geworden.

Platz drei im Finale noch möglich - McLaren wittert große Chance .
McLaren war im Mittelfeld der große Gewinner der Qualifikation. Lando Norris Vierter, Carlos Sainz Sechster. Von der Konkurrenz um WM-Platz drei schaffte es ansonsten nur ein Auto in den dritten Qualifikationsteil. McLaren glaubt an seine große Chance, doch noch vor Racing Point zu landen.Doch Punkte werden in der Formel 1 nicht nach der Qualifikation vergeben, sondern nach dem Rennen. Und da wartet auf die papayagelben Rennwagen noch eine schwere Aufgabe. Sainz warnt: "Die Renault werden im Rennen schnell sein. Und die Racing Point auch. Sergio wird mit Sicherheit von hinten durch das Feld pflügen, wie in der letzten Woche.

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