Auto Konkurrenz für Audi und Porsche - BMW verkündet LMDh-Projekt ab 2023

16:20  11 juni  2021
16:20  11 juni  2021 Quelle:   auto-motor-und-sport.de

Letztes Facelift vor dem Ende - Erlkönig Porsche Macan

  Letztes Facelift vor dem Ende - Erlkönig Porsche Macan Porsche bringt 2021 die nächste Generation des Macan als rein elektrisches Modell an den Start. Das bedeutet jedoch nicht das Aus des Macan mit Verbrennungsmotoren. © Stefan Baldauf Nach dem großen Facelift 2018 überarbeitet Porsche den Macan erneut, um ihn fit für ein Leben neben der Elektroversion zu machen. Zusammen dürften sie dann ab 2021 für drei Jahre den gemeinsamen Weg beschreiten. Allerdings kommt der konventionelle Macan nur noch mit Benziner-Motoren an den Start, vom Diesel hat sich Porsche bereits seit 2018 verabschiedet.

Nach über 20 Jahren Pause kehrt BMW mit einem LMDh-Projekt in den Prototypen-Sport zurück. Ab 2023 startet man in der amerikanischen IMSA SportsCar Championship, die traditionell mit den 24 Stunden von Daytona beginnt. Ob man auch in Le Mans antritt, lassen die Bayern momentan noch offen.

  Konkurrenz für Audi und Porsche - BMW verkündet LMDh-Projekt ab 2023 © Sean Bull Design

Weitere gute Nachrichten für den Prototypen-Motorsport: Nach Audi und Porsche kehrt mit BMW bereits die dritte deutsche Marke in die Szene zurück. Am Freitag (11.6.) hat der bayerische Hersteller ein eigenes LMDh-Projekt ab dem Jahr 2023 bestätigt. Das erste Rennen sollen die 24 Stunden von Daytona sein, die zur nordamerikanischen IMSA SportsCar Championship gehören. Ein weiteres großes Highlight der IMSA-Serie ist das 12-Stunden-Rennen auf dem Sebring International Raceway, das BMW zuletzt im Jahr 1999 in der Top-Klasse gewann – im selben Jahr wie die 24 Stunden von Le Mans.

Das wird der elektrische Audi A6 - Audi E6 E-Tron - Concept Car

  Das wird der elektrische Audi A6 - Audi E6 E-Tron - Concept Car 2023 bringt Audi ein Flachboden-E-Auto im Format eines Audi A6. Es trug daher intern den Namen E6. Die Serienbezeichnung will Audi bei der Premiere eines entsprechenden Concept Cars im Rahmen der Shanghai Motor Show 2021 bekannt geben. Der E-Tron im A6-Format soll auf der Premium Platform Electric stehen, die Audi mit Porsche entwickelt hat. Vom Showcar gibt es jetzt eine erste Skizze. © Audi Neben dem Modularen Elektrobaukasten (MEB) auf dem der neue VW ID.3 und unzählige weitere Konzernfahrzeuge aufbauen, ist die PPE-Basis die zweite große Elektroplattform im riesigen VW-Universum.

Über einen Einsatz in Le Mans wollte sich BMW allerdings noch nicht äußern. Die Ankündigung bestätigt jedoch die Vermutung, dass BMW Nordamerika eine treibende Kraft hinter dem neuen Projekt ist. Nach dem Ausstieg aus der DTM und dem baldigen Ende des Formel-E-Engagements hat BMW somit wieder ein echtes großes Werks-Programm in seinem Portfolio.

Den DDR-Porsche gibt es heute noch - Miersch Porsche 356 Lindner Coupé (1954)

  Den DDR-Porsche gibt es heute noch - Miersch Porsche 356 Lindner Coupé (1954) Ferry Porsche half den Reinmann-Zwillingen, ihren Traum vom Porsche zu verwirklichen. Zunächst mussten jedoch Teile über die Grenze in die DDR. © Porsche Dass dieses Coupé aussieht wie ein etwas größerer Porsche 356, hat zwei gute Gründe. Die Zwillingsbrüder Knut und Falk Reimann, Studenten an der Technischen Hochschule in Dresden, hatten eine Idee, Mut und Fernweh. Im Alter von 21 Jahren bauten sie einen Porsche 356 nach, mit dem sie über die Alpen, nach Frankreich und bis vor das Porsche-Werk in Stuttgart-Zuffenhausen fuhren.

Neue Top-Kategorie

Bei den LMDh-Autos handelt es sich um ein Prototypen-Konzept nach amerikanischem Vorbild, das Herstellern ermöglicht, ein LMP2-Chassis mit einem eigenen Motor und einem eigenen Design zu verbinden. Zudem wird ein einheitliches Hybridsystem vorgeschrieben.

Im Gegensatz zu den schon ab diesem Jahr in der Sportwagen-Weltmeisterschaft FIA WEC eingesetzten Hypercars sollen so Kosten gespart werden, was die LMDh auch für Kundenteams attraktiv macht. Hypercars wie der Toyota GR010 Hybrid bieten hingegen mehr Freiheiten bei den Chassis und dem Hybridsystem. Die Systemleistung beider Konzept soll bei 500 kW, also 680 PS, liegen. Ab 2023 werden sie in der Sportwagen-WM gegeneinander antreten.

In den letzten Monaten erlebte die Prototypen-Szene dank der beiden neuen Konzepte einen riesigen Boom. Sowohl bei den Hypercars als auch in der LMDh haben sich diverse Hersteller angekündigt. Neben den bereits für die FIA WEC genannten Hypercars von Toyota und Glickenhaus folgen bald die prestigeträchtigen Namen Peugeot (2022) und Ferrari (2023).

Auf Seiten der LMDh haben sich Acura (Hondas Nobel- und Sportmarke), Audi und Porsche zu Programmen bekannt. Außerdem halten sich starke Gerüchte um neue Projekte von GM und Lamborghini. Eines ist also schon jetzt klar: BMW wird sowohl in Amerika als auch in der Weltmeisterschaft auf starke Konkurrenz treffen.

Keine TT, kein Problem - BMW S 1000 RR Isle of Man Edition .
Die TT auf der Isle of Man fällt 2021 zwar erneut aus, BMW Frankreich legt dennoch ein limitiertes Isle of Man-Sondermodell der S 1000 RR auf. © BMW BMW brinmgt in Frankreich eine neue Limited Edition an den Start. Die BMW S 1000 RR Isle of Man Edition soll als Bindeglied zwischen der Welt der BMW M Automobile und dem legendären Straßenrennevent TT auf der Isle of Man fungieren. Der Supersportler bleibt exklusiv dem französischen Markt vorbehalten und ist auf nur 50 nummerierte Exemplare limitiert.

usr: 1
Das ist interessant!