Digital Geld weg statt Liebe: iPhone-Krypto-Betrug eskaliert auch in Europa

19:51  13 oktober  2021
19:51  13 oktober  2021 Quelle:   zdnet.de

Neobank Nuri startet erste Sparpläne für Kryptowährungen in Deutschland

  Neobank Nuri startet erste Sparpläne für Kryptowährungen in Deutschland Nuri ermöglicht Kund:innen jetzt das Erstellen automatischer Sparpläne für Investitionen in Bitcoin und Ethereum – erstmals in Deutschland. Das soll auch Kursschwankungen ausgleichen. © Nuri Nuri-Führungsriege: Neobank startet Krypto-Sparpläne. Bisher konnten schon Nutzer:innen der österreichischen Krypto-Plattform Bitpanda einen monatlichen Sparplan für Kryptowährungen erstellen. Jetzt ist das auch in Deutschland möglich. Am Dienstag startet die Berliner Neobank Nuri (früher: Bitwala) ein entsprechendes Angebot, bei dem sich in monatliche Sparpläne in Bitcoin und Ethereum investieren lässt.

10132021 PM CryptoRom © DEFAULT_CREDIT 10132021 PM CryptoRom 1,2 Millionen Euro-Beute in nur einem Wallet entdeckt. Cyberganster nehmen vermehrt europäische und amerikanische Nutzer von Apps wie Tinder und Bumble auf Korn, um deren iPhones für ihre Machenschaften zu kapern. Sophos gibt der Bedrohung den Codenamen CryptoRom.

Wiesbaden, 13. Oktober 2021 – Neue Erkenntnisse von Sophos deuten darauf hin, dass der internationale Cyber-Betrug mit Kryptowährung eskaliert. Cyberkriminelle nutzen beliebte Dating-Apps wie Tinder und Bumble, um iPhones von arglosen Nutzern:innen für ihre betrügerischen Machenschaften zu missbrauchen. Während es die Angreifer:innen in der Vergangenheit hauptsächlich auf asiatische Regionen abgesehen hatten, verlagern sich die Angriffe nun auch nach Europa und in die USA. Sophos hat ein von Cyberkriminellen kontrolliertes Bitcoin-Wallet mit fast 1,4 Millionen US-Dollar (1,2 Millionen Euro) entdeckt, die mutmaßlich von den Opfern gestohlen wurden.

Serie: Die Wohlstandsformel – Kryptowährungen: Wann Krypto im Depot Sinn macht: Eine Checkliste für Anleger

  Serie: Die Wohlstandsformel – Kryptowährungen: Wann Krypto im Depot Sinn macht: Eine Checkliste für Anleger Echte Anlageklasse – oder Zockerei? In Zeiten niedriger Zinsen sind die möglichen Gewinne bei Krypto-Investments verlockend. Was Anleger beachten sollten. © dpa Digitalwährungen werden in Zeiten von Niedrigzinsen bei Anlegern immer beliebter. Seit Wochen protestierten Demonstranten im lateinamerikanischen El Salvador gegen die Pläne von Präsident Nyib Bukele, den Bitcoin zum offiziellen Zahlungsmittel zu machen. Als es am vergangenen Dienstag dann trotzdem so weit war, kam es zu technischen Problemen bei der Umsetzung.

Sophos hat dieser Bedrohung den Codenamen „CryptoRom“ gegeben und einen detaillierten Bericht “CryptoRom Fake iOS Cryptocurrency Apps hit US, European victims for at least $1.4 million” veröffentlicht.

„Der CryptoRom-Betrug basiert in nahezu jeder Phase auf Social Engineering“, sagt Jagadeesh Chandraiah, Senior Threat Researcher bei Sophos. „Zunächst erstellen die Angreifer:innen überzeugende Fake-Profile auf Dating-Seiten. Sobald sie mit einer Zielperson in Kontakt getreten sind, schlagen sie vor, das Gespräch auf einer Messaging-Plattform fortzusetzen. Dann versuchen sie, die Zielperson zu überreden, eine gefälschte Handels-App für Kryptowährung zu installieren und dort zu investieren. Auf den ersten Blick sehen die Renditen sehr gut aus. Wenn das Opfer jedoch das Geld zurückfordert oder versucht, auf die Finanzen zuzugreifen, wird es abgewiesen und das Geld ist verloren. Unsere Recherchen zeigen, dass die Betrüger:innen mit dieser Masche Millionen von Euro erbeuten.“

Apple: iPhone 13 und mehr

  Apple: iPhone 13 und mehr Apple hat sein "California Streaming"-Event abgeschlossen, auf dem das Unternehmen mehrere neue Hardware-Produkte vorgestellt hat, darunter vier neue iPhones, eine neue Apple Watch und zwei neue iPads. Hier eine Zusammenfassung aller Ankündigungen, die Apple während des „California Streaming“- Events am 14. September gemacht hat. iPhone 13 und iPhone 13 Mini Das iPhone 13 hat das gleiche flache Design wie die iPhone 12-Reihe. Allerdings ist die Aussparung, in der sich Apples Gesichtserkennungstechnologie Face ID befindet, beim iPhone 13 nun 20 % kleiner.

Doppeltes Ungemach

Laut Untersuchungen können die Angreifer:innen noch weit mehr als nur Geld stehlen. Sie können auch Zugriff auf die iPhones ihrer Opfer erlangen. Bei dieser Variante des Angriffs nutzen Cyberkriminelle ein System für Software-Entwickler namens „Enterprise Signature“. Normalerweise hilft diese Software Unternehmen dabei, neue iOS-Anwendungen mit ausgewählten iPhone-Nutzer:innen vorab zu testen, bevor sie diese zur Überprüfung und Genehmigung an den offiziellen Apple App Store senden. Mit der Funktionalität des Enterprise-Signature-Systems können Angreifer:innen mit ihren gefälschten Apps für den Kryptohandel größere Gruppen von iPhone-Benutzer:innen ansprechen und die Kontrolle über deren Geräte aus der Ferne erlangen. Damit sind sie potenziell in der Lage, noch mehr Schaden anzurichten, als sie es mit den Fake-Investitionen in Kryptowährung ohnehin schon tun. Sie können zum Beispiel persönliche Daten sammeln, Konten hinzufügen und entfernen und Apps für andere bösartige Zwecke installieren.

iPhone 13 Pro Max bis SE: Das ist Apples neues Portfolio – das sind die Unterschiede

  iPhone 13 Pro Max bis SE: Das ist Apples neues Portfolio – das sind die Unterschiede Apples neues Portfolio umfasst wieder sieben Geräte. Wie unterscheiden sich die iPhone-13-Modelle von den weiter im Angebot befindlichen? Lohnt sich noch ein iPhone 12? © Apple Apple-Chef Tim Cook präsentiert das iPhone 13. Wie im vergangenen Jahr hat Apple im Zuge seines 2021er Special-Events vier neue iPhone-Modelle vorgestellt, die sich optisch kaum von der iPhone-12-Serie unterscheiden. Unter der Haube hat der Hersteller einige Änderungen vorgenommen, auf die wir schon im Vorstellungsartikel umfangreich eingegangen sind.

Eine Regel muss sein: Nur Apps aus dem App Store

„Bis vor kurzem verbreiteten die Krypto-Dieb:innen ihre betrügerischen Apps hauptsächlich über gefälschte Websites, die einer vertrauenswürdigen Bank oder dem Apple App Store ähneln“, erklärt Chandraiah. „Mit der Nutzung des iOS-Entwicklersystems erhöht sich das Risiko für Opfer nochmals deutlich, da es den Angreifer:innen Rechte auf dem Smartphone und auch die Möglichkeit persönliche Daten zu stehlen geben kann. Um zu vermeiden, dass man Opfer dieser Betrugsmasche wird, sollten iPhone-Nutzer:innen ausschließlich Apps aus dem Apple App Store installieren. Die goldene Regel lautet: Wenn etwas riskant erscheint oder zu schön ist, um wahr zu sein, dann Finger weg – insbesondere, wenn weitgehend unbekannte Personen ein großartiges Online-Investmentprogramm mit großem Gewinn versprechen.“

Sophos empfiehlt Sicherheitslösungen auch auf mobilen Geräten zu installieren. Dazu gehört beispielsweise Intercept X for Mobile, das iOS- und Android-Geräte vor Cyber-Bedrohungen schützt.

Weitere Informationen zu den gefälschten Kryptowährungs-Apps, die auf iPhones abzielen, sowie zu anderen mobilen Bedrohungen, sind auf SophosLabs Uncut zu finden.

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