Digital Das Blatt hat sich gewendet: Immer mehr Bewerber ghosten Firma nach Job-Zusage

04:00  25 september  2022
04:00  25 september  2022 Quelle:   t3n.de

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Bisher galt für Bewerber:innen auf einen Job oft, dass sich nach Abschicken der Bewerbung das Unternehmen wochen- oder monatelang nicht rührte - neudeutsch würde man von Ghosting sprechen. Jetzt scheinen jene, die einen Job suchen, den Spieß umzudrehen – aus Gründen.

Stell dir vor, es ist Bewerbungsgespräch, aber niemand kommt. © Shutterstock Stell dir vor, es ist Bewerbungsgespräch, aber niemand kommt. Ghosting, also ein vollständiger Kontaktabbruch ohne Ankündigung, ging im Fall einer Bewerbung auf einen neuen Job bisher oft so: Bewerber:innen entdecken eine interessante Stellenanzeige, bewerben sich – und bekommen dann wochenlang kein Feedback.

Ghosting durch Job-Anwärter hat zugenommen

Das scheint sich mittlerweile geändert zu haben, wie eine Befragung der Jobbörse Indeed und der Marktforschungsfirma Appinio unter 400 Recruiter:innen in deutschen Firmen zeigt. Knapp 56 Prozent geben an, dass das Ghosting durch Job-Anwärter:innen in den vergangenen Monaten zugenommen habe. [crosslinks ids="1148321,1492457,1487298"] Bei 31,5 Prozent der Recruiter:innen tritt das Ghosting-Phänomen durch Bewerber:innen mindestens einmal im Monat auf, bei 25,5 Prozent sogar einmal in der Woche. Nur 7,3 Prozent der Befragten berichteten, dass sie noch nie von Bewerber:innen geghostet worden seien. Geht es nach Positionen, auf die sich später ghostende Bewerber:innen bewerben, dann geht es häufiger um Angestellte in Voll- und Teilzeit, weniger um Führungspositionen oder Ausbildungsplätze. Und laut Studie ghosten Männer deutlich häufiger als Frauen.

Bewerbungsgespräch als Trennlinie

Den Kontakt brechen die Bewerber:innen übrigens am häufigsten vor (36,3 Prozent) und nach (29 Prozent) einem Bewerbungsgespräch ab. Es kommt aber auch vor, dass Bewerber:innen sich nach einer konkreten Zusage (17,5 Prozent) oder gar am ersten Arbeitstag (6,8 Prozent) nicht mehr melden. Für die Personalabteilung und die jeweiligen Unternehmen ist das Ghosting seitens der Bewerber:innen nicht nur ärgerlich, sondern auch zeit- und damit kostenintensiv. 40,8 Prozent beklagen, dass das Ghosting Kosten verursacht. 60,3 Prozent sehen den Verlust eigener Arbeitszeit am kritischsten. [articlegallery id="90"] Der kommentarlose Kontaktabbruch war bisher vor allem auf der Unternehmensseite zu finden. Einer Stepstone-Befragung aus dem Jahr 2018 zufolge klagte jede:r zweite Bewerber:in, dass sie auch 45 Tage nach Versand der Unterlagen keine qualifizierte Rückmeldung erhalten hätten.

Fachkräftemangel verbessert Job-Optionen

„Nun hat sich das Blatt gewendet“, wie das Handelsblatt Tim Verhoeven, Recruiting-Experte bei Indeed, zitiert. Verhoeven zufolge ist die Erklärung dafür einfach: Aufgrund des Fachkräftemangels hätten Bewerber:innen jetzt oft die Wahl zwischen mehreren guten Optionen – so wie zuvor die Unternehmen. Die versprechen laut der Umfrage Besserung beim eigenen Verhalten, um dem Trend des Ghosting entgegenzuwirken, etwa durch eine schnellere Rückmeldung und kürzere Bewerbungsprozesse. Auch mehr Transparenz im Auswahlverfahren steht als Option zur Verfügung.

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