Digital Warnung vor Videokonferenzen: Microsoft mahnt Berliner Datenschutzbehörde ab

16:05  18 mai  2020
16:05  18 mai  2020 Quelle:   msn.com

Office 365 heißt jetzt Microsoft 365 – kommt mit neuen Funktionen

  Office 365 heißt jetzt Microsoft 365 – kommt mit neuen Funktionen Microsoft benennt sein Office 365 um und baut neue Funktionen ein. Ab dem 21. April 2020 heißt die Office-Plattform für Singles und Familien wie die Business-Lösung Microsoft 365. 38 Millionen Nutzer der Office-365-Cloudlösung ziehen ab April in Microsoft 365 ein. Der bisherige Funktionsumfang bleibt Microsoft zufolge bestehen – es kommen zudem neue Funktionen hinzu, die bisher Nutzern mit Microsoft-365-Abo vorbehalten waren.

Microsoft-Schild vor Gebäude 99 des Redmond-Campus (Bild: Microsoft) © DEFAULT_CREDIT Microsoft-Schild vor Gebäude 99 des Redmond-Campus (Bild: Microsoft) Eine Orientierungshilfe der Behörde weist auf Risiken von Videokonferenzen hin. Microsoft und Skype nennt die Datenschutzbeauftragte als "prominentes Beispiel". Der von Microsoft geforderten "Richtigstellung" kommt sie bisher aber nicht nach.

Microsoft wehrt sich gegen eine Empfehlung der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, die sich gegen die eigenen Angebote Teams und Skype richtet. In einer Orientierungshilfe „zur Durchführung von Videokonferenzen während der Kontaktbeschränkungen“ warnt die Behörde vor Risiken in Bezug auf Sicherheit und Datenschutz, wie t-online.de berichtet. Der Softwarekonzern weist die Vorwürfe zurück und fordert die Behörde zu einer Richtigstellung auf.

Eigene Hintergründe für Videokonferenzen nun auch in Skype

  Eigene Hintergründe für Videokonferenzen nun auch in Skype Kürzlich wurde in Microsoft Teams die Möglichkeit eingeführt, sich in Videokonferenzen vor einen künstlichen Hintergrund zu setzen. Dabei stehen verschiedene Vorlagen zur Auswahl, es ist jedoch auch möglich, ein eigenes Bild als Hintergrund auszuwählen (aktuell muss man dazu noch zu einem kleinen Trick greifen, siehe hier: Microsoft Teams: Schon jetzt eigenes Hintergrundbild für Videokonferenzen verwenden). Die […]Die selbe Funktion wird nun auch in Skype eingebaut. Wer unter Windows die Insider Version 7.59 nutzt, kann das schon ausprobieren. Anders als in Teams gibt es keine Vorlagen, dafür ist die Möglichkeit, eigene Hintergründe einzubinden, schon in die Oberfläche integriert.

Microsoft-Schild vor Gebäude 99 des Redmond-Campus (Bild: Microsoft) © Bereitgestellt von ZDNet Microsoft-Schild vor Gebäude 99 des Redmond-Campus (Bild: Microsoft) Die Datenschutzbeauftrage solle „unrichtige Aussagen so schnell wie technisch möglich entfernen und zurücknehmen“, heißt in einem Brief von Microsoft an die Behörde, der das Datum 5. Mai trägt und t-online.de vorliegt. Die auf der Website der Datenschutzbeauftragten angebotene Orientierungshilfe wurde aber offenbar bisher nicht überarbeitet.

Darin werden unter anderem mögliche Risiken beschrieben, die sich bei der Nutzung von Videokonferenzdiensten ergeben können. Als Beispiel nennt die Behörde das unbefugte Mithören durch Dritte. Auch Diensteanbieter hätten möglicherweise ein Interesse, Konferenzen mitzuschneiden, und sei es auch nur, um die Qualität ihrer Produkte zu verbessern. Außerdem seien Videokonferenzen nicht durch das Fernmeldegeheimnis geschützt – eine Gesetzeslücke, die Brüssel bereits erkannt habe.

Surface Book 3: Das steckt in Microsofts neuen Premium-Notebooks

  Surface Book 3: Das steckt in Microsofts neuen Premium-Notebooks Microsoft hat sein Surface Book und das kleine Surface Go aktualisiert. Das Surface Book 3 kommt in zwei Größen, beim Surface Go 2 wurde unter anderem der Bildschirm vergrößert. Etwa ein halbes Jahr nach Vorstellung des Surface Laptop 3 (Test) und des Pro 6 sind nun das Surface Book und Surface Go (Test), die zuletzt 2017 respektive 2018 aktualisiert wurden, mit einem Update an der Reihe. Das steckt in den neuen Modellen. 1/8 BILDERN © Microsoft Microsoft Surface Book 3. 2/8 BILDERN © Microsoft Microsoft Surface Book 3.

Namentlich werden Microsoft, Teams und Skype dann in dem Empfehlungen der Behörde erwähnt. Die Behörde weist darauf hin, dass europäische Anbieter möglicherweise nur als Wiederverkäufer agieren, weil sie Leistungen von US-Firmen oder von außereuropäischen Unternehmen der gleichen Unternehmensgruppe in Anspruch nehmen. „Die oben beschrieben Risiken verbleiben jedoch. Prominentes Beispiel sind die Dienstleistungen der Unternehmensgruppe Microsoft einschließlich seiner Tochter Skype mit Sitz in Luxemburg“, heißt es in dem Papier.

Microsoft sah sich schon am 6. Mai zu einer Stellungnahme genötigt. Vor allem wehrt sich das Unternehmen gegen den Eindruck, seine Produkte Teams und Skype seien nicht datenschutzkonform oder nicht im „Einklang mit dem anwendbaren Datenschutzrecht“. „Der Vermerk kam ohne Anhörung oder sonstige Einbeziehung von Microsoft zustande, enthält in Bezug auf Microsoft Produkte missverständliche Aussagen und legt zum Teil unzutreffende datenschutzrechtliche Wertungen zugrunde“, teilte das Unternehmen mit.

Microsoft mahnt Berlin wegen Warnung vor Skype und Teams ab

  Microsoft mahnt Berlin wegen Warnung vor Skype und Teams ab Weil die Berliner Datenschutzbeauftragte Smoltczyk vor den Microsoft-Diensten Skype und Teams warnte, flatterte ihr jetzt eine Abmahnung ins Haus. Noch hat Berlin nicht reagiert. Anfang Mai hatte Maja Smoltczyk, Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit in Berlin, davor gewarnt, dass in Zeiten der Coronakrise und angesichts mangelnder Alternativen bei der Kommunikation in Behörden auf US-Dienste zurückgegriffen werde. Im Visier hatte Smoltczyk dabei Whatsapp sowie die umstrittene Videokonferenzlösung Zoom.

Unter anderem verweist das Unternehmen darauf, dass Videokonferenzen und -telefonie über Teams und Skype während der Übertragung stets verschlüsselt seien. Eine Nutzung für vertrauliche Gespräche und Inhalte sei zudem uneingeschränkt möglich. „Ein Abhören, als das systematische und inhaltsbezogene Erfassen von Inhaltsdaten, findet auch im Rahmen des Betriebs von Microsoft Teams und Skype for Business Online durch Microsoft nicht statt“, heißt es weiter in der Stellungnahme. Des Weiteren lägen auch die datenschutzrechtlich erforderlichen Vereinbarungen auch in deutscher Sprache vor.

Dem Bericht zufolge erhält die Datenschutzbeauftragte von Berlin Maja Smoltczyk Unterstützung von anderen Landesdatenschutzbeauftragten. Sie hoffen demnach, dass sie nicht den Forderungen von Microsoft beugt.

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