Digital Garmin stundenlang offline: Hacker legen Fitness-Spezialisten komplett lahm

21:07  24 juli  2020
21:07  24 juli  2020 Quelle:   msn.com

T3 Awards 2020: Für Läufe und Workouts gibt es keine Spuren mehr als Garmin Forerunner 245

 T3 Awards 2020: Für Läufe und Workouts gibt es keine Spuren mehr als Garmin Forerunner 245 © Bereitgestellt von T3 T3 Awards 2020: Garmin Forerunner 245 ist unsere Nummer 1 unter den Laufuhren Wir sind auf halbem Weg durch den Fitness-Teil des T3 Verleiht 2020 ohne Anzeichen dafür, dass es noch an die Wand geht. In der Kategorie Best Running Watch gab es ironischerweise nur eine Marke im Rennen: Garmin.

Garmin kämpft mit Systemausfall nach Ransomware-Attacke. © Garmin Garmin kämpft mit Systemausfall nach Ransomware-Attacke.

Seit über 24 Stunden geht bei Garmin nichts mehr. Eine Ransomware-Attacke soll die Server der Firma lahmgelegt haben. Der Systemausfall betrifft auch den Support.

„Wir haben aktuell einen Systemausfall“, ließ der Anbieter von Wearables und Fitness-Diensten Garmin am Donnerstagnachmittag per Twitter wissen. Auch 24 Stunden später, am Freitagnachmittag, waren die Garmin-Seite, Garmin-Connect sowie die App nicht erreichbar. Nutzer konnten entsprechend ihre Daten nicht zwischen Smartphone sowie Garmin-Geräten wie Smartwatch oder Fitnesstracker synchronisieren.

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 Dieser Garmin-Uhrenverkauf ist gerade Zeit für den Vatertag 2020: Sparen Sie ££ mit diesen Top-Laufuhrenangeboten HEUTE © Bereitgestellt von T3 Garmin-Uhrenverkauf Vatertag 2020 Wenn Sie bis jetzt unter einem Felsen gelebt haben, könnten Sie es sein überrascht zu hören, dass der Vatertag im Jahr 2020 vor der Tür steht: Tatsächlich ist es dieser Sonntag! Angesichts der besonderen Umstände, in denen wir leben, kann es etwas schwierig sein, ein Last-Minute-Geschenk zu erhalten.

Systemausfall legt Garmin lahm

Nutzer meldeten Probleme mit Garmin-Geräten schon am Donnerstagmorgen. Zunächst erklärte Garmin das Ganze mit „Wartungsarbeiten“. Später sprach der Anbieter dann von einem Systemausfall. Dieser Ausfall betreffe auch den Support, samt Telefon, E-Mail und Chat. Entsprechend ist eine Kontaktaufnahme mit dem Hersteller nicht möglich. Garmin arbeite an einer Lösung, versprach das Unternehmen immerhin.

Nicht offiziell verlautbart wurde, dass die Ursache für den Systemausfall eine Ransomware-Attacke sei. Einen Hackerangriff vermuten aber Beobachter. Belege dafür will die taiwanische Website IT-Home gefunden haben. Die Kollegen berufen sich auf eine interne Nachricht des Unternehmens an Mitarbeiter der Niederlassung in Taiwan, wie Netzwelt schreibt. Auch ZD-Net spricht dezidiert von einem Ransomware-Angriff und beruft sich auf Nachrichten von Garmin-Mitarbeitern bei Twitter – verlinkte aber nicht dazu.

Garmin-Dienste werden nach einem mutmaßlichen Ransomware-Angriff offline geschaltet

 Garmin-Dienste werden nach einem mutmaßlichen Ransomware-Angriff offline geschaltet Garmin hat einen weit verbreiteten Ausfall, der sich auf seine Website, Apps, die Connect-Datensynchronisierungsplattform und andere Dienste auswirkt, hat das Unternehmen auf Twitter angekündigt. Das Problem hat sogar die Call Center betroffen und verhindert, dass das Unternehmen Anrufe, E-Mails oder Online-Nachrichten erhält. Das Unternehmen gibt an, an der Lösung des Problems zu arbeiten, hat jedoch den Grund für den Ausfall nicht bekannt gegeben.

Garmin von Ransomware Wastedlocker befallen?

Die IT-Sicherheitsfirma G-Data meint, dass es sich im Fall Garmin um die Ransomware Wastedlocker handeln könnte. Diese Ransomware werde häufig von Kriminellen eingesetzt, um sogenannte High-Value-Targets auszukundschaften und teilweise um Millionenbeträge zu erpressen. Seit Mai dieses Jahres setze eine Gruppierung namens Evilcorp auf die diese Ransomware ein.

Den Berichten nach sollen Produktion und Entwicklung von Garmin für zwei Tage stillgelegt werden. Sollte es sich wirklich um eine Ransomware-Attacke handeln, könnte es aber auch länger dauern, bis das Unternehmen wieder handlungsfähig ist. Sollte eine Entschlüsselung scheitern oder würden die Daten trotz Zahlung des verlangten Lösegelds nicht wieder zugänglich werden, könnten Trainingsdaten vieler Nutzer verlorengehen.

Einige Daten lassen sich retten

Auf den Geräten selbst werden nämlich nur kürzlich durchgeführte Workouts gespeichert. Vom Smartphone gesammelte Daten kommen beim Synchronisieren direkt in die Cloud. Es gibt aber zumindest die Möglichkeit, die zuletzt durchgeführten Aktivitäten zu retten: Dazu das Garmin-Gerät via USB an den Computer anschließen im Ordner Aktivitäten nach .fit-Dateien suchen – und diese dann manuell zu einem Dienst wie Strava hochladen.

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Ende Juli sorgte eine Ransomware-Attacke auf Garmin für einen Totalausfall bei dem Smartwatch-Hersteller. Jetzt funktionieren die Systeme wieder. Garmin soll ein millionenschweres Lösegeld gezahlt haben. Ab 23. Juli waren Garmin und verbundene Dienste wie Garmin Connect, Flygarmin oder Strava für einige Tage nicht erreichbar. Ersten Gerüchten zufolge war der Smartwatch-Hersteller Opfer einer Hackerattacke mit Ransomware geworden – später bestätigte Garmin dies. Hinter dem Ransomware-Angriff sollen die russischen Hacker von Evil Corp. stecken. Jetzt funktionieren die Systeme wieder leidlich.

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