Digital WhatsApp zwingt Nutzer, bis Mitte Mai die neuen AGB zu akzeptieren – doch was ändert sich dadurch wirklich?

19:16  23 februar  2021
19:16  23 februar  2021 Quelle:   businessinsider.de

Whatsapp-Alternativen: Das können die Messenger von Signal über Threema bis Wire

  Whatsapp-Alternativen: Das können die Messenger von Signal über Threema bis Wire Whatsapp ist der Messenger-King, trotz seiner mittlerweile zwei Milliarden Nutzer ist er aber nicht unumstritten. Daher stellen wir euch hier Whatsapp-Alternativen vor, die einen ähnlichen Funktionsumfang bieten und allerhand Potenzial haben. © Shutterstock Whatsapp-Alternativen. Ohne Messenger geht es kaum noch, aber es muss nicht zwingend Facebooks Whatsapp sein. Der Messenger steht immer wieder in der Kritik – zuletzt mit der Änderung seiner AGB, nach der viele Daten mit dem Mutterkonzern Facebook geteilt werden sollen.

Für Facebook und seine Tochter WhatsApp startete das Jahr 2021 denkbar schlecht. Anfang Januar bekam jeder Nutzer beim Öffnen der App einen Warnhinweis angezeigt: „WhatsApp aktualisiert seine Nutzungsbedingungen und seine Datenschutzrichtlinie“.

In den folgenden Tagen überschlugen sich die Ereignisse: Datenschützer schlugen Alarm und fürchteten, dass Facebook und WhatsApp Daten künftig uneingeschränkt austauschen, selbst für Vermarktungszwecke. Prominente Köpfe wie Elon Musk riefen dazu auf, zum Konkurrenten Signal zu wechseln, der mehr auf Datenschutz achte. Der folgende Ansturm sorgte zunächst für überlastete Server bei Signal und dann für einen Rekordzuwachs von über 50 Millionen Nutzern.

Datenaustausch mit Facebook: Whatsapp erzwingt neue AGB

  Datenaustausch mit Facebook: Whatsapp erzwingt neue AGB Seit Wochen wurde über eine bevorstehende AGB-Änderung spekuliert. Nun steht es fest: Whatsapp macht den Datenaustausch mit Facebook verpflichtend. Wer nicht einverstanden ist, muss gehen. © Wachiwit / Shutterstock Bald alles eins? Facebook, Whatsapp, Messenger und Instagram. Seit Mittwoch sendet Whatsapp sogenannte In-App-Benachrichtigungen aus, die Nutzerinnen und Nutzer über bevorstehende AGB-Änderungen informieren. Dabei haben die Empfänger der Benachrichtigung die Möglichkeit, die Änderungen sofort zu akzeptieren oder diese Zustimmung auf später zu verschieben.

Facebook versucht seitdem, abwanderungswillige Nutzer einzufangen: Die ursprüngliche Frist für die Zustimmung zu den AGB wurde vom 8. Februar auf den 15. Mai verschoben, gleichzeitig startete der Konzern eine Aufklärungskampagne. Eine WhatsApp-Managerin sprach bei Twitter von „Fehlinformationen“ – und sorgte so für noch mehr Verwirrung. Was kommt nun wirklich auf die Nutzer zu?

Teilt WhatsApp jetzt wirklich mehr Daten mit Facebook?

Facebook und WhatsApp tauschen schon seit Jahren Daten miteinander aus. Konkret heißt in den Nutzungsbedingungen für Europa:

Als Teil der Facebook-Unternehmen erhält WhatsApp Informationen von anderen Facebook-Unternehmen und teilt auch Informationen mit anderen Facebook-Unternehmen, um die Sicherheit und Integrität aller Produkte von Facebook-Unternehmen zu fördern;

Messenger: Wirbel um neue Whatsapp-Richtlinien: Was wirklich dahintersteckt

  Messenger: Wirbel um neue Whatsapp-Richtlinien: Was wirklich dahintersteckt Greift Facebook nun im großen Stil Nutzungsdaten von Whatsapp ab? Diesen Eindruck bekommt man derzeit in sozialen Netzwerken. Allerdings ist das nicht ganz korrekt, wie ein Blick ins Kleingedruckte zeigt. © Picture Alliance/Aytac Unal/ Neue Whatsapp-Richtlinien sorgen derzeit für Wirbel Whatsapp ist mit mehr als zwei Milliarden aktiven Nutzer*innen der populärste Messenger der westlichen Welt. Wer in den vergangenen Tagen die Chat-App gestartet hat, wurde mit einem unübersehbaren Popup begrüßt.

In Europa ist dieser Absatz allerdings mit einem weiteren Hinweis versehen:

Keine der Informationen, die WhatsApp auf dieser Grundlage weitergibt, dürfen für die eigenen Zwecke der Facebook-Unternehmen verwendet werden.

Konkret heißt das: Facebook bekommt von WhatsApp tatsächlich Daten und darf mit diesen auch arbeiten. Gespeichert werden etwa das Handymodell des Nutzers, der Mobilfunkanbieter, die Telefonnummer oder auch Kontakte aus dem Telefonbuch. Facebook darf diese Informationen aufgrund einer EU-Richtlinie aber nicht zur gezielten Ausspielung von Werbung einsetzen. Chats der Nutzer hingegen seien laut WhatsApp und Facebook verschlüsselt und die Inhalte könnten von beiden Unternehmen weder ausgelesen noch gespeichert werden.

Diese Richtlinie gibt es schon länger und WhatsApp betonte im „Spiegel“, dass es mit den neuen AGB kein erweiterter Datenaustausch mit Facebook geben werde. Für deutsche Nutzer ändert sich also diesbezüglich erstmal nichts.

Elon Musk empfiehlt, von WhatsApp zu Signal zu wechseln — was der Messenger anders macht und warum auch er in der Kritik steht

  Elon Musk empfiehlt, von WhatsApp zu Signal zu wechseln — was der Messenger anders macht und warum auch er in der Kritik steht Tesla-Chef Elon Musk rät dazu, von WhatsApp auf den verschlüsselten Messenger Signal zu wechseln. Ohne Kritik kommt der aber auch nicht aus.Die App ist seit 2014 in den gängigen Stores für Android- und iOS-Smartphones erhältlich und kann auch als Desktop-Variante für Macs, Windows- und Linux-Geräte installiert werden.

Doch warum ist die Aufregung so groß? In den USA hat WhatsApp andere Richtlinien. Dort kann Facebook die Daten des Messengers durchaus für Werbezwecke nutzen. Auch das ist nicht neu, bisher konnten die Nutzer dem allerdings widersprechen. Das soll mit den neuen Nutzungsbedingungen nicht mehr möglich sein. Die neuen AGB sind für US-Nutzer also deutlich folgenreichender.

Was genau ändert sich in Deutschland mit den neuen AGB?

Trotzdem gibt es mit den neuen Richtlinien auch für deutsche Nutzer einige kleine Änderungen.

WhatsApp bietet Unternehmen seit einiger Zeit an, mit Kunden über WhatsApp-Nutzern in Kontakt zu treten. So können Nutzer, die verreisen wollen, per WhatsApp bei der Airline Informationen zum Flug bekommen. Auch der Lieferstatus bei einigen Online-Händlern lässt sich per WhatsApp einholen. Dieser Service soll für Unternehmen jetzt bessere technische Möglichkeiten bieten.

Außerdem seien die neuen WhatsApp-AGB jetzt detaillierter und sollen Nutzern einen besseren Überblick verschaffen. Den genauen Wortlaut der Änderungen könnt ihr hier nachlesen.

Messenger-Alternativen: Signal ist das Anti-Whatsapp, aber kann es das auf Dauer bleiben?

  Messenger-Alternativen: Signal ist das Anti-Whatsapp, aber kann es das auf Dauer bleiben? Viele Menschen haben genug von Whatsapp – und suchen Alternativen. Als eine der besten gilt Signal. Die von einem der Whatsapp-Gründer finanzierte App ist in vielerlei Hinsicht eine klare Abgrenzung von seinem alten Projekt. Doch mit dem Wachstum kommen Probleme. © Picture Alliance/Rafael Henrique/ Der Messenger Signal erfreut sich gerade massiv steigender Nutzerzahlen Ein Update der Privatsphäre-Regeln trieb in den letzten Wochen Millionen von Whatsapp-Nutzern zu den Alternativen. Dabei handelt es sich bei dem großen Privatsphäre-Exodus eigentlich um ein Missverständnis.

Was passiert, wenn ich den WhatsApp-AGB nicht zustimme?

WhatsApp kündigte am Montag in einem Blogeintrag an, den Account von Nutzern auch dann nicht zu löschen, wenn sie bis zum 15. Mai nicht zugestimmt haben. Der Dienst stehe dann allerdings nicht mehr im gewohnten Umfang zur Verfügung, Nachrichten können laut WhatsApp „nach einer kurzen Zeit“ nicht mehr gelesen und empfangen werden. Die App wird also weitestgehend nutzlos und WhatsApp rät Nutzern, Chatverläufe vorher zu sichern, falls sie nicht zustimmen wollen.

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Whatsapp zwingt Nutzer, ihre Daten mit Facebook zu teilen — Elon Musk schlägt deshalb einen anderen Messenger vor .
Weil Whatsapp-Nutzer ihre Daten mit Facebook teilen müssen, empfiehlt Tesla-Chef Elon Musk den Wechsel zum Messenger Signal.In einer Ankündigung, die am Mittwoch an die Nutzer verschickt wurde, schrieb Whatsapp, dass diese zustimmen müssen, dass Facebook und seine Tochtergesellschaften Whatsapp-Daten wie Telefonnummern der Nutzer, Telefonnummern von Kontakten, Standorte und mehr sammeln dürfen.

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