Finanzen Studie: Warum das Arbeitsklima für Frauen in der Vermögensverwaltung oft schlecht ist

13:25  08 september  2021
13:25  08 september  2021 Quelle:   handelsblatt.com

Frauen in Afghanistan: Holt sie da raus!

  Frauen in Afghanistan: Holt sie da raus! Feministische Außenpolitik hat zuletzt Fortschritte gemacht - winzige. Jetzt kann die Bundesregierung zeigen, dass sie es ernst meint. Ein Kommentar. © Foto: Uncredited/U.S. Naval Forces Europe-Africa/AP/dpa Eine amerikanische Soldatin hilft einer Afghanin auf einem US-Luftwaffenstützpunkt in Italien beim Aussteigen aus einer Evakuierungsmaschine. An Bekenntnissen fehlt es nicht. „Unsere Gedanken sind bei den vielen Frauen, die in diesen Tagen und Stunden um ihr Leben fürchten müssen, weil sie sich politisch engagiert haben“, sagte etwa Angela Merkel in der vergangenen Woche.

Frauen in der Fondsbranche werden laut einer Umfrage nicht effektiv gefördert. Expertinnen fordern eine branchenweiten Quote – auf freiwilliger Basis.

Frauen erhalten der Studie zufolge auf der Führungsebene unterhalb des Vorstands nur 69 Prozent der variablen Vergütung von Männern. © dpa Frauen erhalten der Studie zufolge auf der Führungsebene unterhalb des Vorstands nur 69 Prozent der variablen Vergütung von Männern.

Es ändert sich nicht wirklich etwas: Frauen zögern, eine Karriere in der Vermögensverwaltung einzuschlagen. Die Branche scheint nach wie vor kein attraktiver Arbeitgeber für Frauen zu sein. Entscheidend für die Zurückhaltung ist offenbar, dass Frauen meist nach der Familiengründung zurückstecken und das Arbeitsumfeld nicht dazu passt.

Umstrittene Frauenquote: „Da hat das Patriarchat wieder voll zugeschlagen“

  Umstrittene Frauenquote: „Da hat das Patriarchat wieder voll zugeschlagen“ Wenn mehr Frauen Chefinnen werden sollen, muss sich das Arbeitsumfeld ändern.Wobei – da geht es ja schon los. Frauen in Führungspositionen sind nicht nur im Sinne der Frauen. Diversität in Unternehmen verbessert die Diskussionskultur. Der nach Fachkräften lechzende Arbeitsmarkt braucht auch das Know-how der vielen gut ausgebildeten Frauen im Lande. Und eine Arbeitswelt, in der die Versorgung von Kindern oder alternden Angehörigen kein Ausschlusskriterium ist für verantwortliche Positionen im Job, täte unserer Gesellschaft insgesamt gut, also auch den Männern.

Zwar versuchen Fondsunternehmen, auf eine bestimmte Art für Frauen attraktiver zu werden. Doch auf Konkretes wie freiwillige Quoten, finanzielle Anreize, Frauen einzustellen, oder den Ausgleich von Gehaltsunterschieden lassen sich nur wenige Unternehmen ein.

Das sind zentrale Erkenntnisse einer Umfrage unter Fondsanbietern aus Deutschland und der Schweiz, die je rund ein Viertel des Marktes abdecken. Die Studie führte die Unternehmensberatung KPMG in Zusammenarbeit mit der Universität Mannheim und dem Karrierenetzwerk Fondsfrauen zum dritten Mal durch. Sie liegt dem Handelsblatt vor. Die Studienautorinnen fordern darin die Unternehmen auf, Quoten einzuführen, um mehr Frauen in Führungspositionen zu bekommen.

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  Deutsche coacht erste saudische Nationalelf Saudi-Arabiens Frauen haben in den vergangenen Jahren neue Freiheiten bekommen. Jetzt erobern sie Schritt für Schritt auch den Sport. Mit deutscher Hilfe soll bald eine Frauen-Fußballnationalelf auflaufen.Doch die Aufgabe, die die frühere Spielerin an diesem Mittwoch übernimmt, ist selbst für sie etwas Besonderes: Denn Monika Staab übernimmt als Coach die allererste Frauen-Fußballnationalelf Saudi-Arabiens. Des Landes also, in dem Frauen bis vor kurzem nicht einmal ins Stadion durften, weil das nach Ansicht der Herrscher gegen die Regeln des Islam verstieß.

Die Fondsbranche „wird von vielen Frauen offenbar als wenig attraktiv wahrgenommen“, stellt Maren Schmitz, Partnerin bei KPMG für die Beratung von Vermögensverwaltern, fest –„viele Unternehmen versäumen es, geeignete Fördermaßnahmen für Frauen umzusetzen.“

Zwar tauchen im Vorstand der großen Fondsanbieter im Land Frauen auf, doch in der Breite mangelt es an weiblichen Führungskräften. Bei den befragten elf Fondsanbietern unterschiedlicher Größe aus Deutschland und der Schweiz, die für knapp 1,32 Billionen Euro gemanagtes Kundenkapital stehen, zeige sich eine geringe Zahl an Bewerbungen und ein geringes Fortkommen von Frauen im Asset-Management, sagt Alexandra Niessen-Rünzi, Professorin für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim.

Die Fondsbranche hat ein schlechtes Image

So sind ein Viertel der Bewerber weiblich und immerhin 38 Prozent der Beschäftigten Frauen, aber seit Jahren gerade mal 13 Prozent in der Geschäftsführung und 17 Prozent in Managementpositionen. Zum Vergleich: Der Frauenanteil im Topmanagement in der Privatwirtschaft in Deutschland liegt auch nur bei 13 Prozent, bei öffentlichen Unternehmen allerdings bei 22 Prozent.

PM eröffnet den Safety-Sini-Gipfel der Frauen mit Anruf, um den Weg zu ändern "Einige Männer denken, dass sie frauen

 PM eröffnet den Safety-Sini-Gipfel der Frauen mit Anruf, um den Weg zu ändern © AAP-Image / Mick Tsikas -Premierminister Scott Morrison während einer Pressekonferenz vor einem National Cabinet-Treffen, im Parlamentshaus in Canberra, Freitag, 3. September 2021. Premierminister Scott Morrison hat Australiens eingeräumt "Hat ein Problem" mit der Art, wie sie Frauen behandelt, die eine Kultur beschreibt, die nicht nur die geschlechtsspezifische Ungleichheit entschuldigt und rechtfertigt, aber letztendlich zu Gewalt gegen Frauen führt.

Seit Mitte August gilt in Deutschland für große Konzerne der Privatwirtschaft eine Frauenquote für Vorstände. Ab vier Vorstandsmitgliedern soll demnach mindestens eine Frau im Vorstand sein – zumindest bei großen Unternehmen, die börsennotiert und paritätisch mitbestimmt sind.

Ein weiterer Kritikpunkt der Studienautorinnen: Der Umfrage zufolge arbeiten Frauen wenig in Kernbereichen wie dem Fondsmanagement oder dem Wertpapierhandel, der Produktentwicklung oder dem Vertrieb.

Dass die Fondssparte wenig attraktiv für Frauen ist, liegt für Niessen-Rünzi vor allem an der offenbar schlechten Vereinbarkeit von Familie und Beruf: „Frauen gehen nach der Geburt eines Kindes häufiger in Teilzeit, vor allem sie stecken bei der Familiengründung zurück“, beobachtet die Ökonomin. Außerdem hat die Vermögensverwalterbranche ein schlechtes Image, was den Konkurrenzkampf untereinander angehe, sagt Anne Connelly, Mitgründerin des Karrierenetzwerks Fondsfrauen. „Frauen schauen mehr darauf, wo ihre Arbeitskraft hinfließt“, ergänzt Niessen-Rünzi.

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Deutliche Gehaltslücke

Die Vermögensverwalter selbst nennen laut Studie als Gründe für die geringe Frauenquote oft die geringe Zahl an Bewerberinnen oder fehlende Qualifikationen. Niessen-Rünzi findet das wenig überzeugend. Ihrer Ansicht nach gehen die Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Kandidatinnen falsch vor: „Oft wird die Angel in den falschen See geworfen“, meint sie.

Firmen bemühten sich zwar, Frauen zu fördern, aber weniger mit quantitativ ausgerichteten Maßnahmen. „Bei Soft Policies wie Sponsoring oder Diversity-Beauftragten sind alle gut dabei“, stellt Niessen-Rünzi fest: „Aber alles, was feste Zielvorgaben hat, steht weit hinten auf der Agenda.“ Als Beispiel nennt sie ein konkretes Ziel, um wie viel der Frauenanteil im Management zu steigern sei, versehen mit einem Anreizsystem wie einem Bonus.

Ein weiteres entscheidendes Manko, das die Studie bestätigt, ist eine besonders deutliche Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern im Asset-Management: Im Schnitt klafft „eine weite Lohndifferenz von knapp einem Drittel bezogen auf variable Jahresvergütung“ im höheren Management, so Niessen-Rünzi. Frauen erhalten der Umfrage zufolge auf der Führungsebene unterhalb des Vorstands 69 Prozent der variablen Vergütung von Männern. Auf der Ebene darunter sind es sogar nur 59 Prozent.

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 Taliban sagt, dass Frauen weiterhin zur Schule gehen können - mit den Bedingungen , während das Leben in Afghanistan unter der Taliban von 1996 bis 2001 von Frauen und Mädchen, die von der Suche nach einer Ausbildung verboten wurden, die militante Gruppe, die nach zurückkehrte, der Rückzug der US-Truppen zurückkehrte , sagt, dass Frauen jetzt, um zu lernen, mit einigen Vorbehalten zu lernen. © zur Verfügung gestellt von Personen Sajjad Hussain / AFP über Getty Afghan-Frauen teilnehmen am 2. August an einer Gammlung in einer Halle in Kabul am 2.

Studienautorinnen fordern eine Quote

Zum Vergleich: Deutschlandweit fallen die vereinbarten Zielgehälter von Frauen über alle Branchen betrachtet um 12,6 Prozent niedriger aus als bei Männern. Die tatsächlich ausbezahlten Gehälter an weibliche Angestellte inklusive des variablen Anteils sind sogar um 13,6 Prozent niedriger als die der männlichen Mitarbeiter. Insgesamt beträgt die Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern im Durchschnitt 18 Prozent.

In ihrem Fazit fordern die Studienautorinnen daher Quoten, allerdings freiwillige: „Ohne Quoten, ohne dass sich die Unternehmen auf etwas committen, bleibt es schwierig“, schlussfolgert Schmitz von KPMG. Connelly stimmt zu: „An der Quote kommt man offenbar nicht vorbei, um Frauen zu fördern – einige Unternehmen geben sich selbst Quoten, um genügend Frauen in Führungspositionen zu bekommen.“ Wenige internationale Unternehmen wie Blackrock und Fidelity dienten hier als Vorbild, meint sie. Fidelity weist mit Anne Richards eine Chefin vor.

Es bewege sich zwar international langsam etwas, meint Niessen-Rünzi, aber es dauere. Eine Studie über Kalifornien zeige, dass noch ein halbes Jahrhundert vergehen könnte, bis Vorstände paritätisch besetzt seien. „Eine freiwillige Quote sollte jetzt branchenweit etabliert werden“, fordert Connelly daher. Wenn das aber nicht funktioniere, sei in der Breite ein Gesetz fällig.

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Das wirksame Ban der Taliban-Anwendungsverbots an Frauen, die am Montag sank, funkelten die Wut über den dramatischen Verlust der Rechte nach Millionen von Lehrern und Mädchen aus der Sekundarschulbildung ausgeschlossen.

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