Finanzen: Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen in Süddeutschland besonders groß - PressFrom - Deutschland

FinanzenGehaltslücke zwischen Männern und Frauen in Süddeutschland besonders groß

18:15  14 märz  2019
18:15  14 märz  2019 Quelle:   msn.com

Wo Frausein bestraft wird

Wo Frausein bestraft wird Tarifverträge verringern die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern. Bei Jobs, bei denen sich lange Arbeitszeiten finanziell besonders lohnen, ist die Lohnlücke dafür besonders groß.

Verdienst von Männern und Frauen Deutschland weist Europas größte Gehaltslücke auf. Frauen müssten öfter als bisher in qualifizierten Jobs unterkommen. Eine wichtige Ursache für die Lohnlücke sieht Platen darin, dass Frauen nach der Babypause in Teilzeit- und Minijobs hängen blieben.

Weil Frauen aber häufiger in Berufen und Branchen arbeiten, in denen das Gehaltsniveau niedriger ist als in klassischen Männerdomänen, sei es kein Wunder, dass die Frauengehälter im Durchschnitt geringer Als Gender Pension Gap wird die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen bezeichnet.

Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen in Süddeutschland besonders groß © Bereitgestellt von AFP Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen in Süddeutschland besonders groß

Die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen ist in Süddeutschland besonders groß. Laut einer aktuellen Auswertung der Hans-Böckler-Stiftung verdienen weibliche Arbeitnehmer in Baden-Württemberg durchschnittlich 22,7 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. In Brandenburg betrage der Abstand dagegen 14,9 Prozent. Für Gesamtdeutschland beträgt der Unterschied demnach 21 Prozent.

Der Unterschied lasse sich dadurch erklären, dass das Verarbeitende Gewerbe in Süddeutschland besonders stark verankert sei. Die gut bezahlten Jobs insbesondere in der Automobilindustrie besetzten immer noch überwiegend Männer. "Bei den Löhnen hinken die sozialen Berufe, in denen Frauen deutlich überrepräsentiert sind, oft hinterher", erklärte Malte Lübker, Experte für Tarif- und Einkommensanalysen. 75 Prozent der Erzieher seien weiblich.

Gleichberechtigung: Männer werden auch in Frauendomänen schneller Chef

Gleichberechtigung: Männer werden auch in Frauendomänen schneller Chef In der Alten- und Krankenpflege, im Gastgewerbe: Der Frauenanteil überwiegt. Trotzdem kommen Männer auch hier schneller in Führungspositionen, wie eine Studie zeigt. © Christoph Schmidt/dpa Besonders Alten- und Krankenpflegerinnen halten ihre Bezahlung für nicht angemessen. Sie holen Babys auf die Welt, wechseln Verbände, füttern und waschen oder hören einfach nur zu. Sie – das sind auch heute noch überwiegend Frauen. Mit knapp 80 Prozent ist ihr Anteil in Pflege- und Gesundheitsberufen besonders hoch, wie aus einer repräsentativen Studie des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) hervorgeht.

Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen ist in Deutschland einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen IW-Studie bestätigt Trend: Deutschland Spitze in Europa: Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen schrumpft. Nur in Estland sei der Unterschied noch größer .

Die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen wird im Alter zur riesigen Kluft: Im Schnitt Um die Gleichstellung von Männern und Frauen im Arbeitsleben ist es in Deutschland nicht zum Besten Demnach sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei der Alterssicherung so groß , dass

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Dass die Gehaltslücke im Osten kleiner ausfällt, liege nicht an besonders guten Löhnen für Frauen. Vielmehr verdienten Männer in Ostdeutschland deutlich schlechter als im Westen, heißt es. Zudem arbeiteten wegen der besseren Kinderbetreuung mehr ostdeutsche Frauen in Vollzeit. "Teilzeit und längere Arbeitszeiten werden in den Betrieben abgestraft", erklärte Yvonne Lott, Expertin für Arbeitszeitforschung.

Frauen seien davon stärker betroffen, weil diese immer noch den größten Anteil an Haus- und Sorgearbeit ausübten. Dies führe dazu, dass Frauen weniger verdienen, auch wenn sie in vermeintlichen Männerberufen arbeiteten. So verdienen Versicherungskauffrauen laut der Auswertung im Schnitt 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Frauen verdienen weiter gut ein Fünftel weniger als Männer

Frauen verdienen weiter gut ein Fünftel weniger als Männer Frauen haben in Deutschland im Schnitt weiter gut ein Fünftel weniger auf dem Gehaltszettel als Männer. Die Einkommenslücke zwischen den Geschlechtern schrumpfte auch im vergangenen Jahr nicht, teilte das Statistische Bundesamt mit. Während der Gehaltsabstand vor allem in Westdeutschland groß ist, schneidet der Osten besser ab. Konkret verdienten Frauen 2018 laut der Berechnungen 17,09 Euro brutto je Stunde und damit im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer. Diese kamen auf 21,60 Euro. Schon im Vorjahr hatte die Gehaltslücke unverändert bei dem Wert gelegen.

Geht es um die faire Bezahlung von Frauen und Männern , gehört Deutschland zu Europas Schlusslichtern. Fast 22 Prozent beträgt der Lohnunterschied. Nur in Estland und Österreich ist er noch größer .

Der Begriff Süddeutschland hat mehrere verschiedene Aspekte, die einer einheitlichen Definition entgegenstehen. Zu unterscheiden sind politische, historische, geografische, religiöse, sprachwissenschaftliche und kulturelle Aspekte, die unter anderem bewirken

Viele Frauen tauschen laut Lott Geld und Karrierechancen gegen eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Sie wechselten häufiger als Männer in schlechter bezahlte und weniger anspruchsvolle Jobs, um zeitlich flexibler zu sein. Deswegen müsse die Familienpolitik eine verlässliche Kinderbetreuung ausbauen und die partnerschaftliche Arbeitsteilung fördern. Das Ehegattensplitting schaffe dagegen für verheiratete Frauen Fehlanreize und müsse überdacht werden.

Für die Studie zum Eqal Pay Day kommende Woche wertete das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung die Angaben von rund 300.000 Beschäftigten aus. Die Umfrage ist nicht repräsentativ. Aufgrund der hohen Fallzahlen liefert sie demnach aber detaillierte Einblicke in die tatsächlich gezahlten Entgelte.

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Giffey fordert mehr Engagement für Lohngleichheit.
Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD) hat schnellere Verbesserungen bei Lohnungleichheiten zwischen Männern und Frauen gefordert. Bei einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor forderte die Ministerin am Montag unter anderem Flächentarife für soziale Berufe, in denen Frauen mit 80 Prozent die Mehrzahl der Angestellten ausmachten. © Foto: Bernd von Jutrczenka Franziska Giffey (SPD), Bundesfamilienministerin, bei einer Kundgebung zum ''Equal Pay Day'' auf dem Pariser Platz. Um die Lohnlücke zwischen Männer und Frauen von 21 Prozent zu schließen brauche es zudem eine Ausweitung des Entgelttransparenzgesetzes auf alle Betriebe.

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