Finanzen Biotech-Startup will Wollmammut wiederbeleben, um das Klima zu retten

20:30  14 september  2021
20:30  14 september  2021 Quelle:   t3n.de

Pliant: Carsten Maschmeyer investiert in Berliner Startup

  Pliant: Carsten Maschmeyer investiert in Berliner Startup Nachdem Carsten Maschmeyer schon einige Erfolge durch Investitionen in Fintechs erzielen konnte, folgte nun die nächste Investition in ein deutsches Fintech-Startup. Maschmeyer investiert über seinen Beteiligungsfonds Alstin Capital eine siebenstellige Summe. © Bereitgestellt von Finanzen.net Joshua Sammer/Getty Images Pliant: Berliner Startup Pliant ist ein Fintech-Startup aus Berlin. Das Unternehmen hat sich auf das Angebot von Firmenkreditkarten spezialisiert und bietet seinen Kunden hohe Limits, Premium-Kartenvorteile und attraktive Cashbacks, so Alstin Capital in einem Blogbeitrag.

Das Unternehmen Colossal will das Wollmammut wieder auferstehen lassen. Seine Wiederansiedlung könne helfen, eine tickende Klima-Bombe in Sibirien zu entschärfen.

Das Wollmammut könnte den Schlüssel für das Verlangsamen des Tauprozesses der sibirischen Permafrostböden bedeuten. © Dotted Yeti/ Shutterstock Das Wollmammut könnte den Schlüssel für das Verlangsamen des Tauprozesses der sibirischen Permafrostböden bedeuten.

Vor 10.000 Jahren hat der Mensch den Giganten quasi ausgerottet. Die jüngsten Populationen überlebten bis vor 4.000 Jahren nur auf Inseln. Nun will das Biowissenschaftsunternehmen Colossal einen neuen Versuch starten, die ausgestorbene Art wiederzubeleben. Sie will man in einem „Pleistozän-Park“ in Russland ansiedeln. Das erinnert an die Dinosaurier-Wiederauferstehung von Jurassic Park. Dazu passt auch der schillernde Star der Genforscher und Gründer, George Church. Er und seine Leute finden, die Welt müsse „geheilt“ werden und sie hätten den richtigen Weg dafür gefunden. Zuletzt hat das Startup 15 Millionen Dollar aus einer ersten Finanzierungsrunde erhalten. Es will mit seiner genetischen Technologie helfen, den Klimawandel zu verlangsamen.

Weitere zehn Millionen Euro für Leipziger Schokoriegel-Startup The Nu Company

  Weitere zehn Millionen Euro für Leipziger Schokoriegel-Startup The Nu Company Zweistellige Millionenrunden bekommen Lebensmittelhersteller selten. Nach Nico Rosberg beteiligen sich bekannte Food-Fonds an The Nu Company.Für einen Lebensmittelhersteller sind 14 Millionen Euro viel Geld. Vor einem Monat sammelte etwa das Schweizer Startup Planted, Produzent von veganem Fleischersatz, eine ähnlich hohe Summe ein. Der Gewürz-Anbieter Just Spices bekam Anfang 2020 rund 13 Millionen Euro. Ansonsten belaufen sich die Runden in der Food-Szene eher auf einen sechsstelligen oder niedrig siebenstelligen Betrag.

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Klimaschutz ist mehr als nur schlechtes Gewissen

Ziel: Urzeitwesen aus dem Designlabor

Colossal erklärt, die eigenen Bemühungen um das Aussterben von Arten hätten das Potenzial, ein „funktionierendes Modell für die Wiederherstellung geschädigter oder verloren gegangener Ökosysteme“ zu verankern. Da zu wenig genetisches Material vorliegt, um den Urzeitriesen zu klonen, behelfen sich Church und seine Mitarbeiter:innen mit Elefantenzellen. Die Genetiker nutzen die Genschere Crispr-Cas9, um gezielt DNA zu zerschneiden und in die Zielzellen einzufügen. Genau genommen kreiert Colossal also eine neue Art, einen Elefanten-Mammut-Hybriden. Das „neue Wollmammut“ will Church in einem riesigen Schutzgebiet in Ostsibirien ansiedeln, wo ein weiterer besonders engagierter Wissenschaftler einen kühnen Plan zur Rettung des Weltklimas verfolgt: Sergej Simow.

Britain Endvertrag mit französischem Startup für Impfstoffe

 Britain Endvertrag mit französischem Startup für Impfstoffe London (AP) - Die britische Regierung hat eine Vereinbarung, um mindestens 100 Millionen Dosen von Covid-19-Impfstoff aus dem französischen pharmazeutischen Startup Valneva zu kaufen, nachdem das Unternehmen seine Vertragsverpflichtungen verletzt hat . © Von der assoziierten Presse -Datei bereitgestellt - in diesem 3521-Datei foto, das französische Impfstoff-Start-Valneva-Hauptquartier ist in Saint-Herblain, Western France, abgebildet.

Zehn Thesen, warum die Wiederansiedlung des Mammuts wichtig ist, führt Colossal auf der Website auf. (Screenshot: Colossal/t3n)

Pleistozän-Park in Sibirien soll Klimawandel-Bombe entschärfen

Sergej Simow und sein Sohn Nikita siedeln dort Arten aus dem Pleistozän an, um das Auftauen der Permafrostböden aufzuhalten. Ihr kleiner Jurassic Park besitzt bereits Rentiere, Bisons und Jakutenpferde – Mammuts fehlen noch. Die Simows haben herausgefunden, dass die Wiederbesiedelung der Tundra die Temperatur des Permafrosts senkt. Die großen Pflanzenfresser fördern das Wachstum des hellen Steppengrases, das wiederum das Sonnenlicht zurückwirft. So verringert es die Wärme, die der Boden aufnimmt, und hält die Temperatur niedrig. Die Permafrostböden Sibiriens stellen eine tickende Klima-Zeitbombe dar: Dort ist mehr Kohlenstoff eingeschlossen, als das dreimalige Abbrennen aller Wälder der Erde produzieren könnte. Colossal drückt es in Zahlen aus: 1.600 Milliarden metrische Tonnen Kohlenstoff schlummern dort.

Klimastreik und Bundestagswahl - Jung gegen Alt? .
Weltweit wird diesen Freitag für mehr Klimaschutz demonstriert. Besonders viele Aktionen gibt es in Deutschland. Der Klimafrust vor der Wahl scheint groß - vor allem bei denen, die nicht wählen dürfen. © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/picture alliance Ein Bild vom Klimastreik vor einem Jahr: Auch die Jugend ist wütend Deutschland ist beim Blick auf die "Map of Action" rot. Die "Streik-Karte" auf der Homepage von Fridays For Future zeigt mit roten Pins an, wo auf der Welt an diesem Freitag Klima-Demonstrationen oder Aktionen angemeldet wurden.

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