Finanzen Mining ohne Genehmigung: Heimlich gebaute Bitcoin-Anlagen in Kanada müssen dichtmachen

06:15  15 september  2021
06:15  15 september  2021 Quelle:   finanzen.net

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Im kanadischen Alberta hat ein Unternehmen die günstige Energie von stillgelegten Gasquellen für das Mining von Bitcoin genutzt. Dem wurde wegen Lärmbeschwerden der Anwohner nun jedoch ein Riegel vorgeschoben.

YASUYOSHI CHIBA/AFP/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net YASUYOSHI CHIBA/AFP/Getty Images

• Lärmbelästigung durch Bitcoin-Mining in Kanada

• Behörde schließt illegale Mining-Anlagen

• CEO gesteht Fehler ein

Billiger Strom fürs Krypto-Geschäft

In der kanadischen Provinz Alberta hat die zuständige Behörde entschieden, dass zwei illegale Gaskraftwerke, die für Bitcoin-Mining genutzt wurden, außer Betrieb genommen werden müssen, wie heise.de berichtet. Die Aktiengesellschaft Link Global Technologies hatte zwei der vielen stillgelegten Gasquellen, deren klassischer Betrieb sich nicht mehr rentiert hat, von der Firma MAGA Energy gemietet und vor Ort kleine Kraftwerke sowie Container mit Bitcoin-Mining-Hardware installiert. Solche Gasquellen, von denen es in der Region zehntausende gibt, sind eine beliebte Quelle günstiger Energie für Bitcoin-Miner. - Bitcoin handeln mit Plus 500 - so geht’s. 72% der Privatanlegerkonten verlieren Geld, wenn sie mit diesem Anbieter CFDs handeln. Sie sollten sorgfältig prüfen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. - Das Unternehmen betreibt das Mining seit Sommer 2020 rund um die Uhr - was auch bedeutet, dass die Generatoren Tag und Nacht im Einsatz sind. Und die machen zum Leidwesen der Anwohner einen Haufen Lärm.Eine der Anlagen befand sich nämlich in Sturgeon nahe einer Nobel-Wohnanlage, deren Bewohner die Ruhe und Stille ihrer Siedlung ganz besonders zu schätzen wissen. Durch die Generatoren und Lüftungsanlagen der Mining-Anlage fanden sie sich auf einmal einer großen Lärmbelastung ausgesetzt. Einer der Anwohner beschrieb die Auswirkungen gegenüber der CBC, dem englischsprachigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk Kanadas, folgendermaßen: "Es ist fast wie das Aufwärmen eines Flugzeugmotors auf dem Rollfeld".

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Behörde spricht Vertriebsverbot aus

Gegen die Link Global, die sich weder um Genehmigungen noch Bescheinigungen bemüht hatte, sprach die zuständige Behörde zunächst ein vorläufiges und nun schließlich auch ein endgültiges Betriebsverbot aus. Wie heise.de erklärt, dürfen in Alberta Generatoren unter 10 Megawatt zum Eigenbedarf genehmigungsfrei betrieben werden, jedoch nur unter der Bedingung, dass sie niemanden beeinträchtigen, Lärmschutzbestimmungen einhalten und keinerlei negative Auswirkungen auf die Umwelt haben. Die Generatoren von Link Global überschreiten jedoch nachts die zulässige Lautstärke, stellen für die Nachbarn ein großes Ärgernis dar und verbrennen Erdgas, was CO2-Emissionen verursacht und damit die Umwelt schädigt.

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CEO räumt Fehler des Unternehmens ein

Der CEO der Link Global, Stephen Jenkins, bezog gegenüber der CBC Stellung und bekannte sich zu seinem eigenen Fehlverhalten: "Es ist mein Fehler". Auch bezüglich der Lärmbelästigung gestand Jenkins ein: "Ich übernehme die volle Verantwortung. Wir haben die Nachbarn nicht mit einbezogen". Der Kompromissvorschlag des Unternehmens, nur tagsüber Bitcoin-Mining zu betreiben, wurde von der Behörde abgewiesen. Auch die Argumente des CEOs bezüglich der aus dem Mining resultierenden Vorteile für die Umwelt konnten die Beamten nicht umstimmen. Jenkins hatte angeführt, dass manchen brachliegenden Gasquellen Methan entweiche, ein sehr potentes Treibhausgas. Da die Link Global nur brachliegende Gasquellen nutze und keine neuen bohre, könne die Methanbelastung so vermieden werden.

Thomas Weschle / Redaktion finanzen.net

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Ein US-Startup, das sein Geld mit Bitcoin-Mining verdient, setzt auf Kraftwerke, in denen Kohleabfallprodukte verbrannt werden. Das ist nicht gerade umweltfreundlich, aber äußerst lukrativ. © DuxX/Shutterstock Bitcoin-Mining mit Kohleabfall im Kohlekraftwerk. Bitcoin-Mining, also das Schürfen neuer Einheiten der größten Kryptowährung, ist ein äußerst stromfressendes Unterfangen. Aktuell sollen das Mining und Transaktionen via Bitcoin jährlich so viel Energie verbrauchen wie die Niederlande. Heißt: Je weniger umweltfreundlich der Strom dafür erzeugt wird, desto mehr CO2-Emissionen entstehen.

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