FinanzenBayer-Aktie stürzt ab nach Glyphosat-Urteil

09:06  21 märz  2019
09:06  21 märz  2019 Quelle:   sueddeutsche.de

Europäisches Gericht sieht öffentliches Interesse an Glyphosat-Studien

Europäisches Gericht sieht öffentliches Interesse an Glyphosat-Studien Das Gericht der Europäischen Union (EuG) hat in einem Urteil das öffentliche Interesse an Studien über die Wirkung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat hervorgehoben. Das Gericht erklärte am Donnerstag Entscheidungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) für nichtig, mit denen unter anderem Europaabgeordneten der Zugriff auf Studien über die krebserregende Wirkung des Mittels verwehrt wurde. Das Interesse der Öffentlichkeit bestehe gerade auch darin zu verstehen, in welcher Weise die Umwelt beeinträchtigt werden könne. (Az. T-329/17 und T-716/14) Das interessiert andere MSN-Leser:Wunder der Technik? Chinas Roboter-NachrichtensprecherinEZB-Ratssitzung: Die

Kurssturz am Wochenbeginn: Nach einer US-Schadensersatzklage gegen die Bayer -Tochter Monsanto verkaufen Bayer -Anleger massiv Aktien .

Nach dem Glyphosat - Urteil in den USA ist die Bayer - Aktie an der Börse in Frankfurt am Main eingebrochen. Das Papier des Konzerns stürzte am Morgen um mehr als zehn Prozent ab.

Bayer-Aktie stürzt ab nach Glyphosat-Urteil © Patrick Pleul/dpa Die Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittels, das den Wirkstoff Glyphosat enthält.

• Der Pharmakonzern Bayer hat in den USA einen wichtigen Teilprozess um angebliche Krebsrisiken des umstrittenen Wirkstoffs Glyphosat verloren.

• Nun soll geklärt werden, ob Monsanto über Risiken hinwegtäuschte und wie hoch der mögliche Schadenersatz für den Kläger ausfallen könnte.

• Für Bayer ist die Entscheidung hochbrisant, da es sich um eine Art Musterfall in einem Massenverfahren handelt. Die Aktie des Pharmakonzerns gab daraufhin um mehr als zehn Prozent nach.

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat in den USA einen wichtigen Teilprozess um angebliche Krebsrisiken von Produkten der Tochter Monsanto verloren. Eine Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts in San Francisco befand am Dienstag einstimmig, dass das Unkrautvernichtungsmittel Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat ein wesentlicher Faktor für die Lymphdrüsenkrebserkrankung des Klägers Edwin Hardeman gewesen ist. Damit geht der Prozess nun in eine zweite Phase, in der geklärt werden soll, ob Monsanto über Risiken hinwegtäuschte und wie hoch der mögliche Schadenersatz ausfallen könnte.

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Bayer zeigte sich in einer Stellungnahme enttäuscht von der Entscheidung der Jury. Dennoch sei das Unternehmen weiterhin fest davon überzeugt, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse bestätigen, dass glyphosatbasierte Herbizide keinen Krebs verursachen. Bayer sei zuversichtlich, im zweiten Teil des Prozesses beweisen zu können, dass Monsantos Verhalten angemessen war und das Unternehmen nicht für Hardemans Krebserkrankung haftbar gemacht werden sollte.

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Für das Unternehmen ist dieser Fall hochbrisant, da es sich um einen richtungsweisenden "Bellwether Case" handelt. Damit ist im US-Recht eine Art Musterfall in einem Massenverfahren gemeint. Mehrere dieser repräsentativen Fälle sind angesetzt. Sie sollen den Streitparteien helfen, das Ausmaß von Schäden und die Höhe denkbarer Vergleichszahlungen besser abschätzen zu können. Insgesamt sind bei dem zuständigen US-Richter Vince Chhabria mehrere Hundert Klagen von Landwirten, Gärtnern und Verbrauchern gebündelt. Die Entscheidung belastet auch den Aktienkurs des Pharmakonzerns, der daraufhin um etwa zehn Prozent gefallen ist.

Im vergangenen Jahr bekam ein Kläger 78 Millionen Dollar zugesprochen

Die Klagewelle gegen Bayer war so richtig ins Rollen gekommen, nachdem eine Geschworenenjury dem Krebspatienten Dewayne Johnson in einem anderen Verfahren im August insgesamt 289 Millionen Dollar an Schmerzensgeld und Entschädigung zugesprochen hatte. Die Richterin senkte zwar die Strafe gegen den im vergangenen Jahr von Bayer übernommenen US-Saatgutkonzern Monsanto später auf gut 78 Millionen Dollar (etwa 69 Millionen Euro), im Grundsatz änderte sie am Urteil aber nichts.

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Der Erwerb von Monsanto könnte für Bayer zum Milliardengrab werden. Im laufenden Jahr haben sich die Kurse von Aktien nach dem Börsengang deutlich schlechter entwickelt als der Markt insgesamt.

Im Glyphosat -Prozess gegen Bayer -Monsanto hatte ein US-Gericht das Urteil gegen den Pestizid-Hersteller grundsätzlich bestätigt. Zwar wurde die Strafsumme von 289 Millionen US-Dollar auf 78 Millionen

Der Bayer-Aktienkurs war nach dem Urteil im August massiv eingebrochen. Anleger und Analysten warfen die Frage auf, ob die Leverkusener die Risiken des rund 63 Milliarden Dollar (etwa 55 Milliarden Euro) teuren Monsanto-Kaufs unterschätzt hätten. Das aktuelle Verfahren ist erst der Anfang: Bis Ende Januar wurden Monsanto in den USA glyphosatbezogene Klagen von etwa 11 200 Klägern zugestellt. In den nächsten Tagen soll bereits ein weiterer Prozess bei einem Landgericht im kalifornischen Oakland starten.

Bayer weist die Vorwürfe eines Krebsrisikos zurück und beruft sich dabei auf zahlreiche Studien. Der Dax-Konzern gibt sich betont optimistisch: Bislang sah das Unternehmen keinen Grund, für mögliche Schadenersatzzahlungen Vorsorge zu leisten. Viel Geld kosten die Glyphosat-Klagen aber dennoch schon: Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten stiegen im vergangenen Jahr um rund 660 Millionen Euro. "Wir stellen hier im Wesentlichen für drei Jahre Verteidigungskosten zurück", erklärte Finanzchef Wolfgang Nickl während einer Bilanzpressekonferenz Ende Februar.

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Bayer-CEO verteidigt Monsanto-Kauf - Aktie verliert nach Abstufung "Der Monsanto-Kauf war und ist eine gute Idee", sagt Baumann der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS), obwohl infolge der Deals etliche Milliarden an Börsenwert vernichtet wurden. Mitte der Woche hatte die zweite Jury in den USA festgestellt, dass das Herbizid Glyphosat der Tochter Monsanto mit verantwortlich für eine Krebserkrankung des Klägers gewesen sei. Die Bayer-Aktie stürzte daraufhin weiter ab. "Die Abschläge an der Börse sind stark übertrieben. Wenn es darum geht, Unsicherheiten zu bewerten, neigt die Börse zu Übertreibungen", sagt Baumann.

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