Finanzen Frugalismus: 430.000 Euro in sieben Jahren: Die Erfolgs-Strategie vom „Geldschnurrbart“

05:25  16 september  2021
05:25  16 september  2021 Quelle:   wiwo.de

Supercruiser mit allem für 42.500 Euro - BMW R 18 Transcontinental durchkonfiguriert

  Supercruiser mit allem für 42.500 Euro - BMW R 18 Transcontinental durchkonfiguriert Konfiguratoren für Motorräder gehören 2021 zum kleinen Einmaleins im Verkauf. Wer sich die neue R 18 Transcontinental von BMW mit allem bestellt, was die Aufpreisliste hergibt knackt die 40.000 Euro Marke locker. © BMW Motorrad Basispreis: 27.650 Euro. Endpreis 42.559,42 Euro. Wer der ohnehin schon reichlich eingeschenkten R 18 Transcontinental im Konfigurator von BMW Motorrad ordentlich Häkchen gibt, toppt den ebenfalls reichlichen Einstiegspreis um charmante 53 Prozent. Dann ist aber alles drin und dran, was das Zubehörlager von BMW hergibt und – noch auffallender – in Kombination zulässt.

Florian Wagner will finanziell unabhängig sein. Für seinen Traum hat er schon ein Vermögen von mehreren hunderttausend Euro aufgebaut. Und geht dabei voll ins Risiko.

Florian Wagner erinnert sich noch genau an seine ersten Schritte in Sachen Geldanlage. Mit 15 Jahren stiefelte er in eine Bankfiliale – natürlich mit seinen Eltern im Schlepptau –, um seine ersten Aktien zu kaufen, als Fonds. Kurs-Gewinn-Verhältnis? Total Expense Ratio? Das sagte ihm damals noch nichts. Und so verließ er sich auf die Empfehlung seines Bankberaters. 1500 Euro wanderten in den DekaFonds Biotech.

Doch schnell rutschte der Kurs ins Minus. Statt auszuharren und auf die guten Zeiten an der Börse zu warten, machte Wagner den typischen Anfängerfehler: Er verkaufte panisch seine Anteile. Ein Fehler, der ihm fast 20 Jahre später sicher nicht noch einmal passieren würde.

Die internationalen Gewinner und Verlierer der Transferphase

  Die internationalen Gewinner und Verlierer der Transferphase Paris Saint-Germain, Manchester United und der FC Chelsea sind durch die Deals von Lionel Messi und Cristiano Ronaldo und Lukaku die Gewinner der Transferphase :1. Paris Saint-Germain © FRANCK FIFE/Getty Images FRANCK FIFE/Getty Images Wichtige Zugänge:- Gianluigi Donnarumma: ablösefrei- Achraf Hakimi: 60 Mio. Euro- Sergio Ramos: ablösefrei- Georginio Wijnaldum: ablösefrei- Lionel Messi: ablösefrei- Nuno Mendes: 7 Mio. Euro Leihgebühr Wichtige Abgänge:- Mitchel Bakker: 7 Mio. Euro- Alphonse Areola: 2 Mio.

Wenn man die Anekdote von Wagners Börsendebüt hört, kann man kaum glauben, dass er heute ein erfolgreicher Anleger ist – die Dividendeneinnahmen reichen schon für seine Urlaube. Das Thema Finanzmärkte hat ihn nicht mehr losgelassen. Mit 20 Jahren begann er, sich verstärkt mit ETFs, börsengehandelten Indexfonds, auseinanderzusetzen. Vor allem aber avancierte Wagner zu einem der wortführenden Frugalisten in Deutschland.

Frugalisten streben ein Leben ohne unnötigen Konsum und mit bedachtem Ressourceneinsatz an. Ihr Ziel: Möglichst früh finanziell unabhängig zu sein. Ihre Sparsamkeit erlaubt es ihnen, große Teile ihres Einkommens anzulegen. Ohne Investments am Kapitalmarkt wäre die Rente mit 40 undenkbar.

Die vollmundige Botschaft der Frugalisten-Szene: Wer früh mit klugen Investments beginnt, kann sich früh aus dem Erwerbsleben zurückziehen. Auf seinem Blog „Geldschnurrbart“, bei Youtube und Instagram schreibt Wagner über Geldanlage und Frugalismus – und stößt auf großes Interesse.

Europas Einnahmekönige: BVB & RB Leipzig in den Top 5

  Europas Einnahmekönige: BVB & RB Leipzig in den Top 5 In der abgelaufenen Transferperiode durften sich fünf Klubs in Europa, darunter auch der BVB, über Transfereinnahmen im dreistelligen Millionenbereich freuen.Transfereinnahmen: 49,50 Mio.

Wagner sieht sich dabei auf dem besten Weg in die finanzielle Unabhängigkeit. Innerhalb weniger Jahre hat er ein Vermögen von 430.000 Euro aufgebaut – je nachdem natürlich, wie die Börse gerade steht. Wie hat er das geschafft?

Der Startschuss war sein Berufseinstieg, nach dem Studium 2016 beim Automobilzulieferer Mahle. Schnell stieg sein Jahreseinkommen auf 70.000 Euro. Doch schon nach wenigen Jahren im Job schwand die Motivation. „Die Arbeit machte mir keine Freude mehr. Ich ging nur noch wegen meiner netten Kollegen und dem guten Geld zur Arbeit“, sagt er. Entfaltung und Sinnstiftung? Fehlanzeige. Also kündigte er.

Zu dem Zeitpunkt hatte er bereits 140.000 Euro angespart. Das hätte seinen Lebensunterhalt für sieben Jahre decken können, ohne einen geringeren Lebensstandard, sagt Wagner. Das Geld nahezu unverzinst auf dem Konto liegen zu lassen, das war für ihn keine Option. Die Frugalismus-Bewegung verfolgte er schon lange – und setzte sich zum Ziel, mit 40 Jahren ausreichend angespart zu haben, um nie wieder arbeiten zu müssen.

Acht Campingbusse unter 40.000 Euro - Caravan Salon 2021

  Acht Campingbusse unter 40.000 Euro - Caravan Salon 2021 Auf dem Caravan Salon lassen sich günstige Campingbusse finden. Wir zeigen ihnen acht Camper für weniger als 40.000 Euro und wie viel Campingfeeling man dafür erhält. © Regenscheit Clever Van Sunny: Den Campingbus gibt es schon ab einem Grundpreis von 29.990 Euro. Nicht nur für Neueinsteiger, sondern auch für eingefleischte Camper sind Camping-Busse ideal. Sie sind kompakt, bieten auf wenig Platz viel Komfort und Ausstattung, lassen sich leicht bewegen und wirken im Vergleich zu den aufgebauten Wohnmobil-Kisten jünger und dynamischer.


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Fundamentale Wendung

Regelmäßig steckte er 1500 Euro in ETFs. Er investierte dabei in den Klassiker unter den Indexfonds: den MSCI World, der knapp 1600 Aktien abbildet und daher auch gerne als Weltaktienindex bezeichnet wird. Außerdem investierte er zu gleichen Teilen in einen ETF für Schwellenländer-Aktien. Ein ausgeglichenes Portfolio war Wagner wichtig – damals zumindest.

Je mehr sich sein Investment aber rentierte, Zins und Zinseszins sein Vermögen immer weiter anwachsen ließen, umso mehr wollte sich der 34-Jährige in der Investmentwelt ausprobieren. Sein Portfolio hat inzwischen eine fundamentale Wandlung durchgemacht: Von einem vorsichtigen und relativ konservativen ETF-Portfolio hin zu einem spekulativen Sammelbecken verschiedener Assets.

Aktien stellen mit einem Anteil von über 50 Prozent immer noch den größten Posten im Portfolio des „Geldschnurrbarts“ dar. Doch inzwischen hat er seine ETF-Anteile stark reduziert – und setzt bei den Wertpapieren vor allem auf zwei Einzelwerte: Die Aktien von Tesla (US88160R1014) und die des kanadischen MindMedicine (CA60255C1095).

-Footage zeigt mehrere vermutete Migranten, die an der Kent-Küste ankommen, da Kanalübergänge aufstieg

-Footage zeigt mehrere vermutete Migranten, die an der Kent-Küste ankommen, da Kanalübergänge aufstieg Sky News-Kameras haben ein Beiboot mit 13 vermuteten Migranten gefilmt, die an einem Strand in Kent anreisen. © Sky News Screen Greifer Die hohe Anzahl von Kreuzungen wird aufgrund des warmen Wetters versucht. Hubschrauber-Footage zeigt die Gruppe an Land, die sich in der Möbelheit an Land befindet, mit mehreren Männern, die auf dem Sand nach dem Ausstieg auf dem Sand sitzen.

Wagner bekennt sich offen als großen Fan von Tesla-Chef Elon Musk. Er stünde für Innovation und Fortschritt. Das würdigt der Frugalist mit einem Tesla-Anteil im Portfolio von gut 23 Prozent. Seit jeher diskutieren Börsianer, ob Musks E-Auto-Pionier eine sichere Anlage oder bloß ein reines Spekulationsobjekt ist.

Mit der Aktie von MindMedicine gehen 13 Prozent seines Anlegerkapitals in ein Unternehmen aus der zweiten Reihe. Als Wagner investierte, fristete das Wertpapier noch ein Dasein als Pennystock. Heute notiert es immerhin bei etwa 2,70 Dollar. Das Biotech-Start-up erforscht, wie LSD psychische Leiden lindern kann. Jüngst brachte ihm eine Notiz an der US-Technologiebörse Nasdaq mehr Aufmerksamkeit.

Mit 27 Prozent Portfolioanteil setzt er auf einen weiteren riskanten Mega-Trend: Kryptowährungen. Etwa die Hälfte davon investiert er in Bitcoin und Ether – in „die konservativen Coins“, witzelt er. Den Rest setzt er auf kleinere Coins mit Wachstumspotenzial – so wie Cardano. Außerdem legt er einen Teil seines Geldes in Unternehmensbeteiligungen an.

Von der breiten Streuung hat sich Wagner nach und nach verabschiedet. Mit seiner Assetallokation fährt er gute Gewinne ein. Doch an der Börse gilt die Weisheit: Hohe Renditen gibt es nur mit hohen Risiken. Das weiß auch Wagner. Eine Grundreserve legt er immer beiseite, falls die Börsenkurse mal abrutschen. Als Junggeselle ohne familiäre Verpflichtungen kann er sich dieses Risiko erlauben. Die Strategie „volles Risiko“ ist garantiert nichts für den Otto-Normal-Anleger. Das Verlustrisiko ist viel zu hoch.

Wenn Wagners große Hoffnungsträger am Ende doch floppen sollten und große Teile des Vermögens dem Börsenboden gleichgemacht werden, dann bricht für ihn keine Welt zusammen. Mittlerweile ist Wagner sein eigener Chef, arbeitet selbstständig als SEO-Berater und werkelt gerade an einer eigenen Finanzapp. „Ich möchte arbeiten, bis ich 100 Jahre alt bin – aber ich will eben immer selbst bestimmen, an was, mit wem und in welchem zeitlichen Umfang“, sagt er.

Mehr zum Thema: Die Bewegung der Frugalisten will möglichst früh finanziell unabhängig werden. Die Rente mit 40 ist ihr Ziel. Einige gute Börsenjahre haben es tatsächlich greifbar gemacht.

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Wie sehen die Integrierten 2022 aus? Vom Luxusmobil bis zum schlanken I-Modell – promobil zeigt die komplette Marktübersicht fürs neue Modelljahr. Besonderer Fokus: die Neuheiten dieser Fahrzeugklasse.Das sorgt einerseits für ein großzügiges Raumgefühl im Inneren und hohe Wintertauglichkeit im Fahrzeug, vor allem wenn ein Doppelboden eingebaut ist. Andererseits sind die Integrierten etwas teurer als Teilintegrierte oder Campingbusse. Wer es sich leisten kann und mag, bekommt mit diesen komfortablen I-Modellen viel "Wohn" ins Mobil.

usr: 13
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