Finanzen Dieselgate: Höhepunkt ohne Hauptdarsteller

06:40  16 september  2021
06:40  16 september  2021 Quelle:   dw.com

Börsenhandel am Mittwoch: Diese 10 wichtige Fakten sollten Sie wissen

  Börsenhandel am Mittwoch: Diese 10 wichtige Fakten sollten Sie wissen Diese 10 Fakten dürften heute für Bewegung an den Märkten sorgen. © Bereitgestellt von Finanzen.net PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images Behalten Sie hier den kompletten aktuellen Handelstag im Auge.1. DAX etwas höher erwartetDer DAX dürfte mit leichten Gewinnen in den September starten. Vorbörsliche Indikationen prognostizieren eine Eröffnung bei 15.892 Punkten - und damit 0,36 Prozent über dem Vortagesschluss.2. Börsen in Fernost freundlichZur Wochenmitte geht es an den asiatischen Börsen nach oben. Der japanische Leitindex Nikkei steigt gegen 7:50 Uhr unserer Zeit um 1,13 Prozent auf 28.

Schwierige Ermittlungen und die Coronakrise haben den Prozess gegen die mutmaßlich Verantwortlichen des "Dieselgate"-Skandals verzögert. Jetzt beginnt die juristische Aufklärung - doch der Chef lässt sich entschuldigen.

Wer wusste was im Dieselskandal? Dass muss Justitia nun beurteilen © picture-alliance/Ulrich Baumgarten Wer wusste was im Dieselskandal? Dass muss Justitia nun beurteilen

Fast auf den Tag genau sechs Jahre ist es her, dass der "Dieselgate"-Skandal aufflog: Die US-Umweltbehörde hatte am 18. September 2015 einen Brief an VW in den USA geschickt und Europas größten Autobauer darauf hingewiesen, dass die auf Prüfständen gemessenen Abgaswerte nur wenig mit den im Alltagsbetrieb emittierten Schadstoffen zu tun hätten - das müsse schleunigst korrigiert werden.

„SAW: Spiral“-Stars im Interview – Witznummer statt Folterporno?

  „SAW: Spiral“-Stars im Interview – Witznummer statt Folterporno? Mit „Spiral“ öffnet sich ein neues, perfides „Saw“-Kapitel. Wir haben uns mit Hauptdarsteller und Executive Producer Chris Rock, Regisseur Darren Lynn Bousman sowie den Darsteller*innen Max Minghella und Marisol Nichols unterhalten. © Bereitgestellt von www.rollingstone.de Mit „Spiral“ öffnet sich ein neues, perfides „Saw“-Kapitel. Wir haben uns mit Hauptdarsteller und Executive Producer Chris Rock, Regisseur Darren Lynn Bousman sowie den Darsteller*innen Max Minghella un Mit „SAW: Spiral“ erscheint ab 16. September 2021 der neunte Teil des Horror-Franchise in den deutschen Kinos.

Volkswagen musste wenige Tage später dann zugeben, millionenfach Diesel-Abgaswerte durch eine Abschalteinrichtung manipuliert zu haben. Die sorgte dafür, dass Dieselmotoren die Stickoxidgrenzwerte zwar auf dem Prüfstand einhalten, beim Normalbetrieb auf der Straße aber bei weitem nicht.

Der Chef kommt nicht

Insgesamt geht es um mehr als neun Millionen Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Audi, Seat und Skoda, die in den Jahren 2006 bis 2015 wegen der eingebauten illegalen Abschalteinrichtung gar nicht hätten zugelassen werden dürfen. Doch sie kamen in Europa und den USA in den Verkehr und die Betrugssoftware soll außerdem "stets weiterentwickelt und verfeinert" worden sein.

In Braunschweig beginnt deshalb an diesem Donnerstag (16.9.2021) ein umfangreicher Betrugsprozess. Angeklagt sind fünf ehemals führende Manager des Volkswagen-Konzerns, von denen einer aber wegen Krankheit nicht verhandlungsfähig ist: der ehemalige Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn. Wann der 74-Jährige vor Gericht erscheinen muss, ist noch nicht klar.

Langwieriges Verfahren startet ohne Winterkorn

  Langwieriges Verfahren startet ohne Winterkorn Braunschweig. Wer wusste wann was? Seit sechs Jahren ist diese Frage im Zentrum der juristischen Aufarbeitung von „Dieselgate“. In einem Betrugsprozess wird nun über die strafrechtliche Verantwortung verhandelt. Das Verfahren in Braunschweig beginnt allerdings ohne den Mann, der als Ex-Konzernchef im Mittelpunkt der Affäre steht. © Swen Pförtner Das Logo von Volkswagen ist auf dem Dach des Markenhochhauses. Sechs Jahre nach dem Auffliegen des VW-Abgasskandals wird in einem Betrugsprozess jetzt über die strafrechtliche Verantwortung verhandelt.

Der ehemalige Konzernchef Martin Winterkorn bleibt dem Prozess wegen gesundheitlicher Probleme vorerst fern © picture-alliance/dpa/B. von Jutrczenka Der ehemalige Konzernchef Martin Winterkorn bleibt dem Prozess wegen gesundheitlicher Probleme vorerst fern

Der Automobilexperte und Direktor des Duisburger Forschungsinstituts "Center Automotive Research", Ferdinand Dudenhöffer, sagte der DW, er erwarte von diesem Prozess, "dass die Untersuchungen über den früheren CEO, Martin Winterkorn, im Mittelpunkt stehen." Außerdem hoffe er, "dass die Staatsanwaltschaft Erfolg hat mit ihrer Aufforderung, dass Winterkorn bald vor Gericht erscheint."

Jetzt drohen Gefängnisstrafen

Allen fünf Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft vor, von den Manipulationen gewusst zu haben. Neben dem Vorwurf des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges geht es auch um strafbare Werbung sowie um Steuerhinterziehung - denn für tausende Autos gab es wegen der angeblichen Erfüllung einer bestimmten Schadstoffklasse eine Steuerbefreiung. Generell kann allein banden- und gewerbsmäßiger Betrug schon mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft werden.

"Das Rad der Zeit": Hauptdarsteller steigt bei Amazon Primes "Game Of Thrones" aus – "The Witcher"-Star als Ersatzmann

  Die 1. Staffel „Das Rad der Zeit“ ist noch nicht mal erschienen, da gibt es schon die erste Umbesetzung: Mat Cauthon, eine der Hauptfiguren, wird in Staffel 2 von einem anderen Schauspieler dargestellt. Das erinnert an die „Der Herr der Ringe“-Serie.In der zweiten Staffel, die aktuell bereits gedreht wird, gibt es dann also einen neuen Hauptdarsteller, was schon einen ziemlich großen Umbruch bedeuten könnte. Mat Cauthon ist schließlich eine der wichtigsten Figuren der Buchvorlage, ebenso wie die ebenfalls aus dem Dorf Emondsfeld stammenden Egwene al'Vere (Madeleine Madden), Nynaeve al'Meara (Zoë Robins), Perrin Aybara (Marcus Rutherford) und Rand al'Thor (Josha Stradowski).

Auf dem Prüfstand hui, auf der Straße pfui - was haben sich die Autobauer bei Ihren Dieselbetrügereien bloß gedacht? © picture alliance/dpa/J. Stratenschulte Auf dem Prüfstand hui, auf der Straße pfui - was haben sich die Autobauer bei Ihren Dieselbetrügereien bloß gedacht?

Die Beschuldigten, so viel ist bereits bekannt geworden, sagen entweder aus, sie hätten ihre Kenntnis an Vorgesetzte weitergegeben und trügen daher keine Verantwortung, oder sie bestreiten, von der Manipulation überhaupt gewusst zu haben.

Für den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Winterkorn könne das aber kaum gelten, hält Ferdinand Dudenhöffer dagegen: Bereits nach "normaler menschlicher Empfindung ist es sehr unwahrscheinlich, dass jemand an der Spitze völlig ahnungslos ist." Das gelte besonders für Martin Winterkorn, "der Techniker ist und jede Schraube kannte".

Auch Stefan Bratzel, Direktor des unabhängigen Forschungsinstituts Center of Automotive Management an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch-Gladbach, würde "es sehr wundern", wenn Winterkorn ahnungslos gewesen sein sollte, wie er der DW sagte.

Winterkorn hatte sich zum Ziel gesetzt, den japanischen Konkurrenten Toyota als weltgrößten Autobauer zu überholen. "Er wollte eine Lösung haben, um Toyotas Hybridmodellen mit dem sauberen Diesel etwas entgegenzusetzen", so Bratzel. "Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass er nicht genau nachgefragt hat, wie seine Mitarbeiter das geschafft haben."

ZDF startet neuen Freitagabend-Krimi mit Jürgen Vogel

  ZDF startet neuen Freitagabend-Krimi mit Jürgen Vogel Berlin. Das ZDF beschreibt Berlin-Köpenick als „unverbrauchten Schauplatz“. Hier platziert der Sender seine neue Krimiserie, die freitagabends zur besten Sendezeit das Publikum unterhalten soll – mit Jürgen Vogel als prominentem Hauptdarsteller und neuen Akzenten. © Oliver Feist Robert Heffler (Jürgen Vogel) und Kay Freund (Seyneb Saleh) sind nach bereits kurzer Zeit ein eingespieltes Team. Irgendwie war klar, dass er sich für den Spruch eine blutige Nase einfangen wird. „Du nennst mich nicht Mädchen“, ermahnt die Kommissarin den Verdächtigen im Vernehmungsraum. „Najut, dann eben Fotze.“ Kurz lacht er noch.

Nicht der einzige Prozess

In einem ähnlichen Verfahren vor dem Landgericht München müssen sich bereits seit einem Jahr der frühere Chef des zur "VW-Familie" gehörenden Autobauers Audi, Rupert Stadler, sowie drei weitere Manager der Ingolstädter VW-Tochter verantworten.

Der frühere Audi-Boss Rupert Stadler steht in München bereits vor Gericht © Peter Kneffel/dpa/picture-alliance Der frühere Audi-Boss Rupert Stadler steht in München bereits vor Gericht

Seit Auffliegen der Abgasaffäre hat Volkswagen mit einer Reihe von Klagen in den USA und Deutschland zu kämpfen, darunter sind etliche von geprellten Käufern. Die Wiedergutmachung kostete Volkswagen bislang mehr als 32 Milliarden Euro. Den Großteil davon machen Schadenersatzleistungen und Strafen in den USA aus. Gegen mehrere Dutzend weitere Beschuldigte im VW-Konzern wird weiter ermittelt.

Nichts gesehen, nichts gehört, nichts gewusst

Nach Bekanntwerden der Dimensionen des Betruges war Martin Winterkorn von seinem Posten zurückgetreten. Er sei sich "keines Fehlverhaltens bewusst", sagte der damals bestbezahlte Manager aller Dax-Konzerne.

Sein Anwalt Felix Dörr erklärte: "Herr Winterkorn hatte keine frühzeitige Kenntnis vom gezielten Einsatz einer verbotenen Motorsteuerungssoftware." Auch vor einem Untersuchungsausschuss des Bundestags beteuerte der einst mächtige Manager seine Unschuld.

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  Sharon Corr: The Corrs trennen sich Mit "The Fool & the Scorpion" erscheint am 24. September das nunmehr dritte Soloalbum der Irin Sharon Corr. Was hinter dem Titel steckt, warum sie vor elf Jahren unter Ängsten litt und ob es bald neue Musik der Geschwisterband The Corrs gibt, verrät die Wahl-Spanierin im Interview.Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news erklärt Corr die Bedeutung des Titels "The Fool & the Scorpion". Außerdem verrät sie, warum sie vor elf Jahren als junge Mutter unter schlimmen Ängsten litt.

Umstrittene Absprache

Im Juni 2021 schloss VW nach internen Untersuchungen einer Fachkanzlei einen Schadenersatz-Deal mit Winterkorn und Haftpflichtversicherern. Dabei ging es um Verstöße gegen Pflichten im Aktienrecht - die Juristen fanden Hinweise auf Fahrlässigkeit, nicht aber auf Vorsatz.

Winterkorn hatte demnach 11,2 Millionen Euro an VW zu bezahlen. Die gesamte Summe beträgt über 280 Millionen Euro, sie enthält auch Ansprüche an Ex-Audi-Chef Rupert Stadler sowie die Ex-Manager Wolfgang Hatz und Stefan Knirsch.

Mit der US-Umweltbehörde EPA hätten sich die deutschen Autoingenieure vielleicht besser nicht angelegt © picture-alliance/dpa/J. Schmitt-Tegge Mit der US-Umweltbehörde EPA hätten sich die deutschen Autoingenieure vielleicht besser nicht angelegt

Das Vorgehen sorgte für Kritik. Vertreter der Partei "Die Grünen" in Niedersachsen bemängelten, dass die von SPD und CDU gebildete Landesregierung in Hannover als zweitgrößter VW-Anteilseigner die Einigung mitgetragen hat, ehe das Gericht in die öffentliche Beweisaufnahme einsteigen konnte.

Das Rechtssystem ist herausgefordert

Stefan Bratzel erhofft sich vom "Dieselgate"-Prozess, "dass hier tatsächlich eine juristische Aufarbeitung passiert". Man müsse zeigen, dass im Falle einer Schuldfeststellung nicht nur die Kleinen im mittleren Management, sondern auch "die Verantwortlichen geradestehen müssen für den Schaden, den sie angerichtet haben".

Autoexperte Dudenhöffer beklagt, das deutsche Rechtssystem sei für die Aufklärung großer Skandale nur ungenügend gerüstet. In den USA, wo bereits Haftstrafen gegen VW-Mitarbeiter verhängt wurden, sei das einfacher, weil dort "die Kronzeugenregelung eine wichtige Rolle spielt".

Dudenhöffer fordert, darüber nachzudenken, wie "in unserem Rechtssystem solche großen Verfehlungen erstens schneller aufgearbeitet werden", und sie zweitens "mit stärkeren Konsequenzen" belegt werden können.

Autor: Dirk Kaufmann

Dieselskandal: Druck auf VW aus Brüssel .
Druck auf VW wegen uneinheitlichen Umgangs mit Entschädigungsforderungen View on euronewsEU-Justizkommissar Didier Reynders verwies auf den Vergleich in Deutschland, bei dem sich Verbraucherschützer und VW darauf geeinigt haben, je nach Alter und Typ des Fahrzeugs zwischen 1350 und 6250 Euro an die Kunden zu zahlen. VW solle nun ein klares Signal an die Kunden in anderen Ländern senden, dass man sie in einem ähnlichen Rahmen entschädige.

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