FinanzenMit gigantischen Bauprojekten am Meeresgrund rüsten sich Facebook, Google und Amazon für die Zukunft

17:50  22 märz  2019
17:50  22 märz  2019 Quelle:   businessinsider.de

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Spotify reicht bei EU-Kommission Beschwerde gegen Apple ein Der Musikstreaming-Anbieter Spotify findet, Apple verschaffe sich im Wettbewerb unfaire Vorteile und hat bei der EU-Kommission Beschwerde gegen den Konkurrenten eingelegt. Der Konflikt läuft schon länger: Bereits mehrfach haben sich Streaming-Anbieter über die hohen Gebühren und strengen Regeln bei Apple echauffiert. Musikstreaming-Marktführer Spotify macht nun Ernst und legt bei der EU-Kommission Beschwerde wegen unfairen Wettbewerbs ein. Wie Spotify-Chef Daniel Ek am Mittwoch mitteilte, schränkten Apples Regeln die Auswahl für Verbraucher ein und bremsten Innovationen.

Mit gigantischen Bauprojekten am Meeresgrund rüsten sich Facebook, Google und Amazon für die Zukunft © live.networkatlas.com Unterwasser-Datenkabel laufen durch alle Weltmeere.

Für eine zunehmend digitalisierte und vernetzte Welt braucht es immer schnellere und leistungsfähigere Datenübertragungsmechanismen — da reichen jene, die über Land gehen, mitunter nicht mehr aus. Unterwasserkabel, auf die vor allem die großen Internetkonzerne wie Facebook, Google und Amazon angewiesen sind, können da Abhilfe schaffen.

Insgesamt 30 Milliarden US-Dollar hat Google laut eigener Aussage in den vergangenen drei Jahren für den Ausbau seiner Infrastruktur ausgegeben. 2019 soll der Ausbau abgeschlossen sein. Eines der Projekte, in das Google investiert hat, ist der Ausbau der Unterwasserkabel. Eines etwa soll Chile mit Los Angeles, ein anderes Irland mit Dänemark verbinden, wie Google vergangene Woche in einem Blogbeitrag mitteilte. Zudem sei eine bessere Vernetzung in Asien geplant, heißt es darin.

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Google steigt ins Videospiele-Geschäft ein San Francisco. Google will das Games-Geschäft umkrempeln. Die Spiele sollen auf Servern im Netz statt auf Geräten der Nutzer laufen. Viele Fragen bleiben zur Ankündigung jedoch noch offen. Die Idee ist, dass die Spiele eigentlich auf Googles Servern im Netz laufen - und auf die Geräte der Nutzer über eine schnelle Internet-Verbindung übertragen werden. Nach diesem Cloud-Modell soll eine Auswahl von PC-Spielen in hoher 4K-Auflösung verfügbar sein.

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Große Digital-Player verlegen Unterwasserkabel inzwischen selbst

Es gibt geografische Knotenpunkte im globalen Netzwerk — die beeinflusst sind von der Bevölkerungszahl, den Weltmeeren und von der Geographie. Man kann sie nicht vermeiden, aber man kann zumindest lernen, mit ihnen und um sie herum zu planen“, sagte Jayne Stowell, die das Kabelprojekt bei Google leitet, gegenüber dem US-Nachrichtendienst Bloomberg.

Große digitale Unternehmen wie Microsoft und Amazon haben das Geschäft mit den Kabeln in den vergangenen Jahren nachhaltig verändert. Während früher spezielle Unternehmen für die Verlegung von Unterwasserkabeln zuständig waren, verlegen die Big Player aus dem Tech-Bereich die Kabel inzwischen lieber selbst. So sei es möglich, die für eine transatlantische Verbindung benötigten Kabel besonders günstig zu verlegen und nötige Veränderungen unkompliziert selbst vorzunehmen, berichtet Bloomberg.

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Google muss 1,49 Milliarden Euro Strafe zahlen Der Konzern soll seine Marktmacht ausgenutzt und andere Werbeplattformen benachteiligt haben. Die Google-Konzernmutter Alphabet muss erneut eine hohe Strafe in der Europäischen Union zahlen. Das verkündete EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch. Der Konzern soll insgesamt 1,49 Milliarden Euro zahlen. Google habe seine Macht auf dem Markt mit Online-Werbeanzeigen missbraucht und Konkurrenten benachteiligt.

Facebook und Microsoft verlegen gemeinsam Kabel

Während des Dotcom-Booms der 1990er Jahre hätten Telekommunikationsunternehmen 20 Milliarden Dollar für die Verlegung von Unterwasser-Glasfaserkabeln ausgegeben, um auf einen rasanten Anstieg des Datenverkehrs durch das Internet vorbereitet zu sein. Das Platzen der Dotcom-Blase habe anschließend dazu geführt, dass sich viele Unternehmen mit Investitionen in die Verlegung solcher Datenkabel erst einmal zurückgehalten hätten. Bis jetzt.

Die Branche habe sich erholt und sei „so stark wie damals, bevor alle pleite gegangen sind“, zitiert Bloomberg Tim Stronge, Vizepräsident für Forschung bei der US-Beratungsfirma Telegeography.

So wurde etwa im September 2017 „Marea“ fertiggestellt, ein Satz Unterwasserkabel von Facebook, Microsoft und dem spanischen Tochterunternehmen der Telefonica Telxius, der von Virginia Beach nach Bilbao reicht: Das sind rund 6.600 Kilometer Glasfaserkabel, die Daten mit einer Geschwindigkeit von 160 Terrabit pro Sekunde transportieren. Ein Terrabit entspricht einer Million Megabit pro Sekunde — das ist das Zehntausendfache dessen, was der 4G-Standard pro Sekunde leistet.

Google förderte deutsche Medien mit über 20 Millionen Euro

Google förderte deutsche Medien mit über 20 Millionen Euro Medien in Deutschland haben in den vergangenen vier Jahren Fördergelder in Höhe von knapp 21,5 Millionen Euro von Google erhalten. In den sechs Runden des «Digital News Innovation»-Fonds seien insgesamt 93 Projekte gefördert worden, teilte der Internet-Konzern in Berlin mit.

Neue Möglichkeiten fürs computergestütztes Trading

Nach und nach erschließen sich neue Wege für die Verlegung von Unterwasser-Glasfaserkabeln, die etwa durch die Arktis führen — so gelinge die Verbindung zwischen London und zum Beispiel Tokio oder Shanghai besser. Es ginge dabei zwar nur um einige Millisekunden. Doch die sind absolut ausschlaggebend für computerbasierte Trading-Geschäfte, in denen es häufig um eben diese kurze Zeitspanne geht.

Ganz unproblematisch sind die Unterwasserkabel jedoch nicht. Eine Beschädigung durch etwa Schiffsanker oder Fischereinetze wird zwar durch einen Mantel aus Stahl weitestgehend verhindert. Sollte dennoch etwas passieren, ist eine Reparatur sowohl zeit- als auch kostenintensiv. Zugleich bieten sie die Möglichkeit, die globale Vernetzung zu zerstören — was sie zum potenziellen Angriffspunkt für Terroristen macht.

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