Finanzen Wer wird die Babyboomer pflegen? Die deutsche Altersstruktur ist viel ungünstiger als im EU-Schnitt

00:30  14 oktober  2021
00:30  14 oktober  2021 Quelle:   rp-online.de

Corona in Rhein-Berg: Weitere drei Todesfälle – Technik-Probleme bei Datenübertragung

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Berlin . Deutschland verfügt in der Zukunft über eine ungünstigere Altersstruktur als die meisten anderen EU-Länder. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Demnach sind Babyboomer bei uns viel zahlreicher, die Gruppe der Jugendlichen aber viel kleiner als in anderen EU-Ländern. Allein in der Pflege werden 500.000 Fachkräfte fehlen.

 Alpakas besuchten im September die Bewohner eines Seniorenheims in Rudolstadt. Mit den Tieren ist eine tiergeschützte Förderung und Therapie möglich. © Daniel Vogl Alpakas besuchten im September die Bewohner eines Seniorenheims in Rudolstadt. Mit den Tieren ist eine tiergeschützte Förderung und Therapie möglich.

Der Studie zufolge erreicht Deutschland bei den jüngeren Menschen im Alter unter 40 Jahren den sechstniedrigsten Wert in der EU. Mit einem Bevölkerungsanteil dieser Gruppe von 43,0 Prozent liege die Bundesrepublik deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 44,6 Prozent, so das IW in seiner Studie.

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Deutschland lande zudem beim Anteil der Personen im Alter zwischen zehn und 19 Jahren nach Malta auf dem vorletzten Platz. Ihr Anteil macht nur 9,2 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Demgegenüber sei die Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen in keinem EU-Land größer als in Deutschland. Diese Gruppe mache 16,2 Prozent der Bevölkerung aus, im EU-Durchschnitt werde aber nur ein Anteil von 14,3 Prozent erreicht. Die Altersgruppe der „Babyboomer“ sei in der Bundesrepublik „bei Weitem“ die größte Gruppe im Vergleich mit anderen EU-Staaten.

Die ungünstige Entwicklung der Altersstruktur ist zwar schon seit Langem bekannt. Dass Deutschland allerdings mit erheblich größeren demografischen Problemen zu kämpfen haben wird als fast alle anderen EU-Länder, ist dagegen weniger bekannt. Deutschland solle deshalb in der Demografievorsorge- und Fachkräftesicherungspolitik auch „gezielt eigene Wege gehen“, empfiehlt das Institut in seiner Studie. EU-Staaten etwa in Ost- und Südeuropa, aus denen in der Vergangenheit viele Arbeitnehmer nach Deutschland abwanderten, müssten in Zukunft der Abwanderung aus eigenem Interesse eher entgegenwirken. Um seine Fachkräfteengpässe zu schließen, muss Deutschland Potenziale im eigenen Land besser erschließen, etwa durch die Aktivierung von Frauen in Teilzeit und die intensivere Betreuung von Schul- und Ausbildungsabbrechern. Zudem wird die Fachkräftegewinnung in Drittländern außerhalb der EU deutlich effektiver werden müssen.

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„Gelingt es Deutschland in den nächsten Jahren nicht, in großem Maße Zuwanderer zu gewinnen, wird die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter stark zurückgehen“, warnt das Institt. „Ohne Migrationsbewegungen könnte die Zahl der 20- bis 64-Jährigen im Jahr 2030 um 11,2 Prozent niedriger liegen als im Jahr 2020.“ Im EU-Schnitt wäre dagegen in diesem Fall nur ein Rückgang um 6,9 Prozent zu erwarten und lediglich Litauen würde eine negativere Entwicklung als Deutschland aufweisen. „Besonders problematisch mit Blick auf die Fachkräftesicherung wäre dabei, dass viele der aus dem Erwerbsleben ausscheidenden Personen nicht mehr durch Nachwuchskräfte ersetzt werden könnten.“ So kamen am 1. Januar 2020 auf 100 Personen im Alter zwischen 60 und 64 Jahren zwar noch 82 Personen im Alter zwischen 20 und 24 Jahren, auf 100 Personen im Alter zwischen 55 und 59 Jahren jedoch nur 59 Personen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren und auf 100 Personen im Alter zwischen 50 und 54 Jahren nur noch 56 im Alter zwischen zehn und 14 Jahren nach. Im Durchschnitt der EU waren es dagegen 83, 74 und 72.

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  Diese elf Vorschläge könnten den Fußball besser machen Düsseldorf. Diese Sportredaktion hat die Länderspielpause zum Anlass genommen, sich einmal Gedanken darüber zu machen, wie der Fußball sich für die Zukunft neu aufstellen könnte. Herausgekommen sind elf Vorschläge, die den Lieblingssport Vieler besser machen könnten. Reformwillen kann man dem Fußball nicht wirklich absprechen. Es ist oft aber die Richtung der Reformen, die ihm Kritik einbringt. Wie ganz aktuell die Idee des Weltverbandes Fifa, künftig alle zwei Jahre eine WM zu veranstalten. Doch es gibt viel mehr, was der Fußball verbessern könnte. Verbessern müsste. Auf ganz verschiedenen Ebenen.

Starke Engpässe zeichnen sich damit vor allem auch in der Pflege älterer Menschen ab. Der Deutsche Pflegerat hat daher von der künftigen Bundesregierung umfassende Maßnahmen zur Stärkung der Pflege gefordert. „Es braucht eine Gesamtidee, wie wir 5,1 Mio Pflegebedürftige bei fehlenden 500.000 Pflegefachpersonen in 2030 noch gepflegt bekommen“, sagte die Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Christine Vogler. Es gehe unter anderem um eine angemessene Bezahlung, die Umsetzung vernünftiger Personalschlüssel, angemessene Arbeitsbedingungen und Mitspracherechte im Gesundheitssystem, sagte Vogler. Ein Hauptproblem in der Pflege sei schon jetzt der eklatante Personalmangel. Nach Angaben des Pflegerats fehlen in Kliniken und Pflegeeinrichtungen derzeit schon mehr als 200.000 Pflegerinnen und Pfleger.

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