Finanzen Getreidepreis steigt so stark wie zuletzt 2013 - auch Milchprodukte deutlich teurer

14:50  14 oktober  2021
14:50  14 oktober  2021 Quelle:   rp-online.de

Verbraucherschützer empört über Preiserhöhungen: "Die Bahn bestraft ihre treuesten Kunden"

  Verbraucherschützer empört über Preiserhöhungen: Am 12. Dezember werden im Fernverkehr Flextickets, Abos und Bahncards um 2,9 Prozent teurer. Super Spar- und Sparpreise bleiben unverändert. © Foto: Ina Fassbender/picture alliance/dpa Fernverkehr wird teurer: Am 12. Dezember steigen die Preise für Flextickets. Die Bahn erhöht die Preise im Fernverkehr, und Verbraucherschützer sind empört. Er habe den Eindruck, „dass der Bahnvorstand die Zufriedenheit der Kund:innen völlig aus den Augen verliert“, ärgert sich der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Klaus Müller.

Wiesbaden. Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte sind auch im August deutlich gestiegen. Insbesondere pflanzliche Erzeugnisse waren mit einem Plus von 23,4 Prozent merklich teurer.

 Ein Landwirt fährt bei der Getreideernte mit seinem Mähdrescher über ein Haferfeld (Archivfoto). © Christoph Schmidt Ein Landwirt fährt bei der Getreideernte mit seinem Mähdrescher über ein Haferfeld (Archivfoto).

Sie lagen um 13,3 Prozent über den Preisen des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Insbesondere pflanzliche Erzeugnisse waren mit einem Plus von 23,4 Prozent deutlich teurer - vor allem wegen höherer Preise für Getreide und Raps. Der Preisanstieg bei Getreide von 34,4 Prozent war der höchste seit Januar 2013.

85 statt 80 Cent: Briefporto steigt zum Jahreswechsel um fünf Cent

  85 statt 80 Cent: Briefporto steigt zum Jahreswechsel um fünf Cent Der Standardbrief kostet ab dem kommenden Jahr 85 Cent statt 80 Cent, für die Postkarte werden 70 Cent statt 60 Cent fällig. Das teilt die Deutsche Post mit. © Foto: Monika Skolimowska/dpa Das Briefporto steigt zum Jahreswechsel von 80 auf 85 Cent. Das Briefporto wird teurer. Der Versand eines Standardbriefs im Inland soll ab Januar 85 Cent kosten und damit 5 Cent mehr als bisher, wie die Deutsche Post am Mittwoch in Bonn mitteilte. Andere Briefprodukte sollen ebenfalls 5 Cent teurer werden, etwa der Maxibrief. Das Unternehmen begründete dies mit höheren Kosten.

Die Preise für Raps und Zuckerrüben legten im Vorjahresvergleich um 36,8 Prozent zu. Bei Erzeugnissen aus dem Gemüse- und Gartenbau stiegen die Preise um fast zwölf Prozent. Gemüse verteuerte sich im Vorjahresvergleich um 8,5 Prozent, besonders stark viel die Preissteigerung bei Salat mit plus 61,7 Prozent aus. Grund sind laut Statistischem Bundesamt die derzeit geringen Angebotsmengen am Markt.

Kartoffeln verteuerten sich ebenfalls, Grund sind den Angaben zufolge geringere Erntemengen und ein folglich verknapptes Angebot.

Auch die Preise für tierische Produkte stiegen weiter an, im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,9 Prozent. Diese Preissteigerung war insbesondere auf den Milchpreis zurückzuführen: Er lag im August 13,1 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Lebensmittel: Steigerungen von über 30 Prozent

  Lebensmittel: Steigerungen von über 30 Prozent Lebensmittel: Steigerungen von über 30 Prozent

Der Preis für Schweine dagegen sank weiter, im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,7 Prozent. Grund für den fallenden Preis ist die derzeit geringe Nachfrage - auch aus dem Ausland wegen der Afrikanischen Schweinepest.

Die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse waren schon im Juli stark gestiegen. Das Plus betrug über 21 Prozent.

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