Finanzen Vodafone wirbt mit «grünen» Mobilfunktarifen

12:30  21 oktober  2021
12:30  21 oktober  2021 Quelle:   msn.com

FDP und Grüne zu Dreiergesprächen mit SPD bereit

  FDP und Grüne zu Dreiergesprächen mit SPD bereit Die Berliner Sondierungen konkretisieren sich - erwartungsgemäß: Für die Grünen ist und bleibt die Ampel mit Sozialdemokraten und Liberalen die Wunschkoalition. Auch die Liberalen sind dazu bereit. © Kay Nietfeld/dpa/picture alliance Das (politische) Herz der Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck schlägt für Rot-Grün-Gelb Die Grünen wollen in Dreier-Sondierungsgespräche mit SPD und FDP einsteigen. "Das schlagen wir der FDP vor", sagte die Parteivorsitzende Annalena Baerbock in Berlin. Deutschland könne sich keine lange Hängepartie leisten, es müsse zügig losgehen, so Baerbock.

Im Kampf um die Kundengunst setzt Vodafone auf Handytarife, die als «grün» beworben werden.

Beitrag zum Klimaschutz oder «Greenwashing»? Vodafones neue «grüne» Mobilfunktarife werden kontrovers diskutiert. © Sebastian Gollnow/dpa Beitrag zum Klimaschutz oder «Greenwashing»? Vodafones neue «grüne» Mobilfunktarife werden kontrovers diskutiert.

Bei den ab November verkauften Firmenkundentarifen der Kategorie «Red Business Prime» zahlt die Firma Geld an Klimaschutzprojekte, um rein rechnerisch klimaneutral zu werden. Solche Kompensationen sind nichts Neues - Firmen stellen ihre Arbeit und Produkte als besonders nachhaltig dar und hoffen darauf, beim Kunden damit zu punkten. Auch die Telekommunikationsbranche sieht sich auf Klimakurs. Bei der Energie setzen die drei deutschen Netzbetreiber bereits auf Grünstrom.

Plauderei mit Folgen: Warum Durchstechereien die Jamaika-Pläne durchkreuzt haben könnten

  Plauderei mit Folgen: Warum Durchstechereien die Jamaika-Pläne durchkreuzt haben könnten Indiskretion hat die Gespräche zwischen Union, FDP und Grünen schwer belastet. Wer geplaudert hat, ist nicht überliefert. Für CDU-Chef Laschet sind die Durchstechereien unschön, für die FDP womöglich hilfreich.Vielleicht wird es irgendwann einmal heißen, dass dies die Augenblicke waren, die den Ausschlag gegeben haben. Und vielleicht wird Armin Laschet irgendwann mit einer abgeklärten Milde auf diese Momente zurückblicken können, wenn die Zeit die nötige Distanz dafür geschaffen hat. Ganz gleich, wie das nun alles ausgehen mag.

Ungewöhnlich an den Vodafone-Tarifen ist der Umfang des Ausgleichs: Die Zahlungen beziehen sich auf CO2-Emissionen, die bei der Herstellung, dem Transport, der Nutzung und der Verwertung der Endgeräte schätzungsweise freigesetzt wurden und werden. Auf einer Webseite von «Climate Partner» soll einsehbar sein, wie viel Kohlendioxid bei den Tarifen rechnerisch kompensiert wurde. Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter nannte die veröffentlichten Tarife einen Beitrag für den Klimaschutz.

Vodafone-Konkurrenten haben keine solchen Tarife


Video: Finanzexperte warnt vor rot-grünen Steuererhöhungen (Kabel1)

Die beiden anderen deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber, die Deutsche Telekom und Telefónica (O2), haben keinen solchen Tarif. Das später mit Telefónica fusionierte Unternehmen E-Plus bot 2011 einen Ökotarif an, bei dem Geld an den Naturschutzbund (Nabu) für Umweltprojekte floss und der geschätzte Stromverbrauch des Handys rechnerisch «grün» war.

Christian Lindner, Robert Habeck, Annalena Baerbock: Zitrus-Trio erwählt Olaf Scholz - auf Probe

  Christian Lindner, Robert Habeck, Annalena Baerbock: Zitrus-Trio erwählt Olaf Scholz - auf Probe Grüne und FDP haben sich mit der SPD zu einem ersten Sondierungsgepräch verabredet, die Union bleibt vorerst außen vor. Ist dies das Ende der Jamaika-Option? © Michael Kappeler / dpa An diesem Mittwochmorgen läuft anfangs alles rund für FDP-Chef Christian Lindner. Hinter verschlossenen Türen hat er viel Lob erfahren für die bisherigen Vorsondierungen mit Grünen, SPD und Unionsparteien.Ein Redner nach dem anderen betont in einer digitalen Schalte des Bundesvorstands mit den FDP-Bundestagsabgeordneten das professionelle Vorgehen des FDP-Chefs und des Generalsekretärs Volker Wissing. So berichten es Teilnehmer.

Der Nabu-Tarif habe aber «mittelfristig kein ausreichendes Interesse» gefunden und sei eingestellt worden, sagt eine Telefónica-Sprecherin. «Wir waren mit dem Tarif unserer Zeit sicherlich ein Stück weit voraus.» Man wisse nun aber, dass es nicht darum gehe, Einzeltarife «grün» zu machen. «Wichtiger ist es, über das gesamte Spektrum von Geschäftstätigkeit, Tarifen und Geräten so nachhaltig wie möglich zu sein.» So komme Umweltschonung auch im breiten Markt an.

Greenpeace kritisiert «Greenwashing»

Bei Umweltschützern kommen die neuen klimaneutralen Tarife von Vodafone nicht gut an. Das sei «Greenwashing», um das Konsumentengewissen zu beruhigen und letztlich absurd wie «Tanken für den Klimaschutz», sagt Viola Wohlgemuth von Greenpeace.

Sie warf den Unternehmen ein lineares und klimaschädliches Geschäftsmodell vor, das geändert werden müsse: Handys sollten länger genutzt werden. Man sollte wegkommen von der Neuproduktion von Geräten und hin zu einer echten Kreislaufwirtschaft.

Zukunft von Baerbock und Habeck: Grüne Umbaupläne .
Wenn die Partei Teil der Regierung wird, hat das große Auswirkungen auf die Grünen selbst: Sie werden zwei neue Vorsitzende brauchen. Aber wen? © F.Boillot/Imago Wer führt bald die Grünen? Die Abgeordneten Lamya Kaddor, Schahina Gambir, Annalena Baerbock und Nouripour Omid beim Selfie im Bundestag. Grüne UmbaupläneEs beginnt jetzt also das Stühlerücken an der Grünen-Spitze. Und wie bei der Reise nach Jerusalem wird die eine oder der andere wohl bald rausfliegen aus dem Kreis der wichtigsten Spielerinnen und Spieler. Denn es ist da jetzt ziemlich eng geworden.

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