Finanzen Preise: Die Inflation ist gekommen, um zu bleiben

20:10  29 oktober  2021
20:10  29 oktober  2021 Quelle:   wiwo.de

PSAKI verteidigt BIDEN WH Chief Klin's 'Ton taf' Inflation Tweet

 PSAKI verteidigt BIDEN WH Chief Klin's 'Ton taf' Inflation Tweet White House Press Secretary Jen Psaki Verteidigte Biege Chief of Personal Ron Klain's Tweet auf Inflation, die viele als "ton tod taub" bezeichnet haben. "RON KLAN RETWEETED Eine Nachricht ..., dass Inflation & Supplation-Chain-Probleme" High-Class-Probleme "sind, aber einige der scharfsten Preissteigerungen ... umfassen Produkte, die jeder Amerikaner kauft," Fox News "Jacqui Heinrich fragte Psaki an Donnerstag.

Trotz rasant steigender Teuerungsraten hält die EZB an ihrer ultralockeren Geldpolitik fest. Der Preisschub sei nur vorübergehend, sagt die Notenbank. Doch das ist zweifelhaft.

Wer nicht weiß, was er seinen Kindern oder Enkeln zu Weihnachten schenken soll, greift zu Geldgeschenken. Was normalerweise gut beim Nachwuchs ankommt, könnte in diesem Jahr nach hinten losgehen. Denn die Beschenkten laufen Gefahr, nach dem Fest, wenn sie ihre Geldgeschenke in Spielwaren, Klamotten und Gadgets tauschen wollen, vor leeren Regalen zu stehen – oder deutlich mehr für die ersehnte Ware zahlen zu müssen.

Der Grund dafür sind die massiven Lieferengpässe, die als Folge der Corona-Pandemie die Weltwirtschaft seit Wochen ausbremsen und viele Händler vor Nachschubprobleme stellen. Der Nachfrageboom, der nach dem Ende des Lockdowns eingesetzt hat, hat die Produzenten von Rohstoffen, Halbleitern, Vorprodukten sowie die Logistikanbieter überrascht und überfordert. Steigende Warenpreise und Frachtraten sind die Folge des Ungleichgewichts von Angebot und Nachfrage.

Alles, um das Essen zu essen, um Möbel zu bestellen, ist jetzt langsam und nervig. Ökonomen haben keine Möglichkeit, das zu messen.

 Alles, um das Essen zu essen, um Möbel zu bestellen, ist jetzt langsam und nervig. Ökonomen haben keine Möglichkeit, das zu messen. © Saul Loeb / Getty Images Die Restaurantindustrie sieht möglicherweise seinen Erholungsstillstand als Delta-Variantenwindungen an. Saul Loeb / Getty Images Inflationsmaßnahmen Die Preise der Gemeinschaftsgüter verfolgen, aber sie fangen nicht zu sorgenhaltenen Covid-Ära-Trends. Der Arbeitsmangel und die Krise der Lieferkette haben in vielen Fällen einfach den Kundenservice verschlechtert.

„Unsere Kosten sind abrupt gestiegen“, sagt Florian Sieber, Chef des Spielwarenherstellers Simba Dickie Group, zu dem auch der Modelleisenbahnhersteller Märklin gehört, im Podcast-Chefgespräch mit der WirtschaftsWoche. Weil die Abgabepreise an den Einzelhandel für das Weihnachtsgeschäft vertraglich fixiert sind, muss Simba Dickie einen großen Teil der Kostenexplosion selbst schlucken. „Im nächsten Jahr werden wir die Preise daher deutlich anheben“, sagt Sieber. Weil viele Hersteller vor denselben Problemen stehen, rechnet Sieber mit einer „massiven Inflation“. Für die Konsumenten, die schon jetzt unter steigenden Kosten für die Lebenshaltung leiden, komme „das dicke Ende erst noch“, glaubt der Unternehmer.

Warum ist Weißhäuser-Malerei-Inflations- und Versorgungsunterbrechung als geringfügige Probleme?

 Warum ist Weißhäuser-Malerei-Inflations- und Versorgungsunterbrechung als geringfügige Probleme? Inflation und erhebliche Unterbrechungen der Lieferketten, die Waren in die Vereinigten Staaten bringen, haben die Preise für fast jedes Produkt-Amerikaner verbessert - aber die Biden-Verwaltung hat jedoch daran gearbeitet, die Probleme als geringfügige Unannehmlichkeiten zu rahmen, die bald vorbeigehen werden.

Inflation auf Rekordniveau

Im Oktober sprang die Teuerungsrate in Deutschland auf 4,5 Prozent, den höchsten Wert seit Anfang der Neunzigerjahre. Preistreiber Nummer Eins waren die Energiepreise, die um 18,6 Prozent höher als im Vorjahr ausfielen. Auch Lebensmittel und Getränke verteuerten sich mit Raten von über vier Prozent. Ähnlich sieht es in den übrigen Ländern der Eurozone aus. In Spanien lag die Inflationsrate mit 5,5 Prozent sogar um einen Prozentpunkt über derjenigen in Deutschland. Im Schnitt der Eurozone legten die Verbraucherpreise im Oktober um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Das ist doppelt so viel wie es das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent vorsieht.

Dennoch machen die Frankfurter Währungshüter keine Anstalten, ihre extrem lockere Geldpolitik zu beenden. Am Donnerstag erklärte die Chefin der EZB, Christine Lagarde, den Teilnehmern an den Finanzmärkten, sie irrten sich, wenn sie glaubten, die EZB werde angesichts der anziehenden Preise die Leitzinsen im nächsten Jahr erhöhen. Höhere Zinsen kämen erst in Frage, wenn die Notenbanker überzeugt seien, dass sich die Inflationsrate nachhaltig bei zwei Prozent einpendele. Noch sei das nicht der Fall.  Denn der aktuelle Inflationsschub beruhe auf Sonderfaktoren, deren Wirkung bald abebbe.

Die hinterlistige größte Ausgabe der 2022-Wahl

 Die hinterlistige größte Ausgabe der 2022-Wahl für das gesamte Gespräch von Covid-19 und Präsident Joe Bides inländischer Agenda ist ein Thema, das im nächsten November stärker wandeln kann als jeder andere: Inflation. © Brendan Simialowski / AFP / Getty Images Ein Mensch-Shops für Produkte in einem Bereich Supermarkt 12. August 2021 in Washington, DC.

So sei ein Ende der Kletterpartie bei den Energiepreisen absehbar, sagte Lagarde. Zudem werde sich die Versorgung mit Halbleitern, Rohstoffen und Vorprodukten entspannen, weil die höheren Preise den Herstellern Anreize geben, das Angebot auszuweiten. Das dauere zwar etwas länger als erwartet, doch sei ein Ende der Knappheiten absehbar. Dazu komme, dass sich die Erhöhung der Mehrwertsteuer in Deutschland im Januar jährt. Den Vorjahresvergleich der Verbraucherpreise werde sie dann nicht mehr nach oben treiben.

Die Ökonomen der EZB prognostizieren daher, dass die Euro-Inflationsrate spätestens Mitte nächsten Jahres wieder unter den Zielwert von zwei Prozent fällt. Im Durchschnitt nächsten Jahres werde sie bei 1,7 Prozent liegen, 2023 dann auf 1,5 Prozent zurück gehen.

Der Preistrend geht nach oben


Video: Lebensmittel: Deutsche Inflation zieht weiter an (glomex)

Doch an dem Narrativ der EZB, bei der Preishausse handele es sich lediglich um einen Inflationsbuckel, sind große Zweifel angebracht. Denn eine Vielzahl von Gründen spricht dafür, dass die Inflation länger anhalten und höher ausfallen wird als es die offiziellen Prognosen der EZB suggerieren.

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  Börsenguru Paul Tudor Jones: Kryptos sind ein besserer Schutz vor Inflation als Gold In die Gruppe der Experten, die vor einer anhaltend hohen Inflationsrate warnen, hat sich nun auch Milliardär und Hedgefonds-Manager Paul Tudor Jones eingereiht. Er hält die Inflation für die momentan wohl größte Bedrohung für die Finanzmärkte und empfiehlt Anlegern, zur Absicherung lieber auf Kryptowährungen als auf Gold zu setzen. © Bereitgestellt von Finanzen.

Erstens haben sich viele Unternehmen, ähnlich wie Simba Dickie, mit Preiserhöhungen bisher zurückgehalten, obwohl ihre Materialkosten durch die Decke gehen. Sei es, weil sie vertraglich noch an die bisherigen Abgabepreise gebunden sind, sei es, weil sie angesichts der Einkaufsmacht großer Einzelhändler und Discounter zu Preisanhebungen noch nicht in der Lage waren oder im internationalen Wettbewerb ihre Marktanteile verteidigen wollten. Je länger die Materialengpässe jedoch andauern, desto größer wird der Druck, spätestens nach dem Auslaufen der bestehenden Verträge die Preise nach oben zu korrigieren. Dann könnte es bei vielen Waren zu Preissprüngen kommen.

Zweitens wird der Klimaschutz die Preise mittelfristig auf breiter Front nach oben treiben. Anfang nächsten Jahres wird die C02-Steuer, die die große Koalition zu Beginn dieses Jahres eingeführt hat, von 25 auf 30 Euro pro Tonne C02 steigen. Tanken, Heizen und Fliegen werden dadurch noch teurer. Die mit den Klimazielen der Bundesregierung und der EU verbundene Verknappung von Emissionszertifikaten wird die Kosten für Energie europaweit in den nächsten Jahren im Trend weiter steigen lassen.

Drittens wird die Ampel-Koalition im nächsten Jahr den Mindestlohn wohl von aktuell 9,60 auf 12,00 Euro anheben. Das kräftige Lohnplus von 25 Prozent betrifft zwischen acht und zehn Millionen Arbeitnehmer, das sind 20 bis 25 Prozent aller Erwerbstätigen. Die Unternehmen werden versuchen, den Kostenschub an die Verbraucher weiterzugeben, was ihnen angesichts der boomenden Nachfrage weitestgehend gelingen dürfte.

Türkei: Menschen leiden unter verfehlter Geldpolitik

  Türkei: Menschen leiden unter verfehlter Geldpolitik Die rasant steigende Inflation in der Türkei mindert die Kaufkraft der Menschen. Besonders Grundnahrungsmittel sind drastisch teurer geworden. Das treibt viele Türken in die Armut. © DHA/I. Yildiz Ein Wochenmarkt in Istanbul "Wenn ich den offiziellen Statistiken Glauben schenken kann, dann denke ich, dass sich die Inflation verdoppelt hat. Um ehrlich zu sein, geht es bei der Inflation nicht nur um Zahlen. Jedes Mal, wenn ich auf den Markt gehe, sehe ich, wie die Preise steigen. Wo ich früher zwei Sachen gekauft haben, kann ich mir jetzt nur noch eine leisten.

Die Gewerkschaften werden bei den anstehenden Tarifverhandlungen versuchen, den Abstand der Tarifentgelte zum Mindestlohn wieder herzustellen. Das könnte das gesamte Lohngefüge nach oben verschieben - ein gigantischer Kostenschub für die Unternehmen. Bereits im Frühjahr stehen die Tarifverhandlungen in der Chemieindustrie an, bei denen die Gewerkschaften einen Ausgleich für die höhere Inflation anstreben werden. Angesichts der vollen Auftragsbücher und der sich in den nächsten Jahren auch aus demografischen Gründen verschärfenden Arbeitskräfteknappheit dürften die Arbeitgeber keinen allzu harten Widerstand leisten.

In der Metallindustrie, für deren 3,8 Millionen Beschäftigte im Herbst 2022 die Tarifverhandlungen anstehen, dürfte die Gewerkschaft den Abschluss in der Chemie als Untergrenze für die eigene Branche betrachten. Damit wächst die Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale, die die Inflationsraten weit über das nächste Jahr hinaus nach oben treibt. Auch in den anderen Euroländern dürfte die sich bessernde Arbeitsmarktlage den Spielraum für steigende Löhne erhöhen. Zwar bezeichnete EZB-Chefin Lagarde eine Lohn-Preis-Spirale als Aufwärtsrisiko für die Inflation. Dennoch dürften die Währungshüter den Fuß auf dem Gaspedal belassen. So wies EZB-Chefvolkswirt Philip Lane jüngst darauf hin, dass ein einmaliger Anstieg des Lohnniveaus seiner Ansicht nach keinen Anstieg des Inflationstrends bedeute.

Viertens lösen sich angesichts der Aussicht auf eine weiterhin extrem lockere Geldpolitik die Inflationserwartungen von Bürgern, Unternehmern und Investoren mehr und mehr aus ihrer Verankerung. Einer Umfrage der EU-Kommission zufolge kletterten die Preiserwartungen unter Konsumenten, in der Industrie, im Handel und im Dienstleistungssektor im Oktober auf neue Allzeithochs. Das hat weitreichende Folgen: Fürchten die privaten Haushalte und Unternehmer, dass die Preise weiter steigen, ziehen sie ihre Käufe vor. So ist die Anschaffungsneigung der Konsumenten Umfragen der Konsumforscher der GfK zufolge im Oktober erneut gestiegen. „Die Bundesbürger erwarten offenbar noch weitere Preissteigerungen“, sagt Rolf Bürkle, Konsumexperte der GfK. Deshalb hielten sie es für ratsam, Anschaffungen vorzuziehen. Der Nachfrageüberhang und mit ihm die Preise dürften dadurch weiter steigen.

Manchin, bereits ein Bied-Ausgaben-Plan skeptisch, erhöht die Inflationssicherungen

 Manchin, bereits ein Bied-Ausgaben-Plan skeptisch, erhöht die Inflationssicherungen S DE. Joe Manchin gibt nicht genau die Hoffnung, dass Präsident von Präsident Joe Bides kostspielig sozialen Ausgabenvorschlägen, dass er es bald unterstützen wird. ©, die von Washington-Prüfer zur Verfügung stellt, nach einem Arbeitsabteilungsbericht, der in 30 Jahren die höchste Inflationsrate fand, weist die West-Virginia-Demokrat am Mittwoch Ansprüche ab, an denen steigende Kosten "vorübergehend" sind.

Fünftens hat die EZB die Geldmenge in den vergangenen Jahren massiv ausgeweitet. Im September lag die Geldmenge M3 (Bargeld, Sicht-, Termin- und Spareinlagen, Geldmarktfonds und kurzfristige Bankschuldverschreibungen) um 7,4 Prozent höher als im Vorjahr. Seit Anfang 2020 ist sie um 17 Prozent gestiegen, hat Thorsten Polleit, Chefökonom der Degussa, ausgerechnet. Die nominale Wirtschaftsleistung in der Eurozone blieb im selben Zeitraum hingegen nahezu unverändert.  „Der dadurch aufgelaufene Geldmengenüberhang dürfte die Preisinflation weiter antreiben“, sagt Polleit. Schon der Wirtschaftsnobelpreisträger Milton Friedman wusste, dass Inflation immer und überall ein monetäres Phänomen ist.

Dass die EZB die Geldmenge in absehbarer Zeit wieder einsammelt, ist nicht zu erwarten. Zwar kündigte EZB-Chefin Lagarde an, die Anleihekäufe im Rahmen das Pandemie-Notprogramms im März zu beenden. Beobachter rechnen jedoch damit, dass die Währungshüter im Gegenzug ein neues Kaufprogramm auflegen oder bestehende Kaufprogramme aufstocken werden, um die Kreditkosten für die hochverschuldeten Staaten der Eurozone niedrig zu halten. Vielen Regierungen komme die Inflation zupass, sagt Polleit: „Denn sie verringert die Staatsschulden in realer Rechnung“.

Für die Konsumenten sind das keine guten Aussichten. Statt den Inflationsprognosen der EZB zu vertrauen, könnte es sich anbieten, bei den Weihnachtseinkäufen in den nächsten Wochen die Geschenke fürs nächste Jahr gleich mit zu kaufen – bevor alles noch teurer wird.

Mehr zum Thema: Florian Sieber hat schon die Traditionsfirma Märklin wieder auf Kurs gebracht, nun führt er den Spielwarenriesen Simba-Dickie. Wie ihn das Lieferkettenchaos trifft und was er als Mittelständler von der Politik erwartet, verrät er im Podcast „Chefgespräch“.

Joe Manchin und Larry Summers hatten beide Rechts in der Inflation, aber nicht überhaupt auf die Agenda von Bides. Wer recht hat, wird den Weg seiner Präsidentschaft und der Wirtschaft bestimmen. .
© Joshua Roberts / Reuters; Jonathan Ernst / Reuters Larry Summers, Präsident Emeritus der Harvard University (L) / Sen. Joe Manchin (D-WV) (R). Joshua Roberts / Reuters; Jonathan Ernst / Reuters Zwei berühmte Demokraten, Sen. Joe Manchin und Larry Summers, stimmen auf Inflation ein und stimme der Bides-Agenda nicht zu. Manchin denkt den Bauen des Bauens besser, wird die Inflation beeinträchtigen, aber Sommer denkt, dass die Kosten nicht tut, es ist riesig.

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