Finanzen Quartalszahlen: Commerzbank macht mehr Gewinn als erwartet – Aktie zieht deutlich an

14:10  04 november  2021
14:10  04 november  2021 Quelle:   handelsblatt.com

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Nach einem überraschend starken dritten Quartal rechnet die Bank für das Gesamtjahr mit schwarzen Zahlen. Auch beim Stellenabbau kommt das Geldhaus voran.

Das Institut will bis 2024 weltweit 10.000 Stellen streichen und fast die Hälfte seiner Filialen schließen. © dpa Das Institut will bis 2024 weltweit 10.000 Stellen streichen und fast die Hälfte seiner Filialen schließen.

Beim Umbau der Commerzbank ist Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Das Institut ist im dritten Quartal in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt und rechnet nun auch im Gesamtjahr mit einem Gewinn. „Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Ziele für 2021 erreichen oder sogar übertreffen werden“, sagte Vorstandschef Manfred Knof.

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Bisher hatte die Commerzbank offengelassen, ob sie nach einem Verlust von 2,9 Milliarden Euro im vergangenen Jahr 2021 in die Gewinnzone zurückkehren wird. Nach einem Überschuss von 403 Millionen Euro im dritten Quartal, der deutlich höher ausfiel als von Analysten erwartet, ist das Institut nun jedoch optimistischer für das Gesamtjahr. An der Börse kam das gut an. Die Commerzbank-Aktie gewann am Donnerstag zeitweise mehr als fünf Prozent.

Im zweiten Quartal hatte die Commerzbank noch einen Verlust 527 Millionen Euro geschrieben – unter anderem wegen eines geplatzten IT-Projekts und hoher Restrukturierungskosten. Das Institut will bis 2024 weltweit 10.000 Stellen streichen und fast die Hälfte seiner Filialen dichtmachen.

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Nach der Durchführung eines Freiwilligenprogramms sei bereits mehr als die Hälfte des Stellenabbaus sozialverträglich geregelt worden, erklärte die Bank. Sie verbuchte im dritten Quartal Restrukturierungsaufwendungen von 76 Millionen Euro, nach 201 Millionen im Vorjahresquartal. Damit hat das Institut den Großteil der Gesamtkosten für den Umbau von gut zwei Milliarden Euro inzwischen verdaut. „Die Umsetzung unserer Strategie geht planmäßig voran und auch das operative Geschäft entwickelt sich gut“, sagte Knof.

Kreditausfälle infolge der Coronakrise schlugen bei der Commerzbank bisher weniger stark zu Buche als befürchtet. Im dritten Quartal ging die Risikovorsorge um mehr als 90 Prozent auf 22 Millionen Euro zurück. Über eine ähnliche Entwicklung hatte vergangene Woche bereits die Deutsche Bank berichtet.

Die Commerzbank rechnet 2021 nun mit einer Risikovorsorge von weniger als 700 Millionen Euro, nach 1,7 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Das Institut ist damit optimistischer als noch im September, als Vorstandschef Knof für das Gesamtjahr eine Risikovorsorge von maximal 800 Millionen Euro prognostiziert hatte.

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Knof will die Commerzbank mit harter Hand sanieren und so bis 2024 eine Eigenkapitalrendite von sieben Prozent erreichen. Analysten haben allerdings Zweifel, ob er dieses Ziel erreichen wird. Bisher trauten sie dem Institut in drei Jahren im Schnitt lediglich eine Rendite von 5,1 Prozent zu.

Zu den Unsicherheitsfaktoren zählten unter anderem drohende Kreditausfälle nach dem Auslaufen der staatlichen Coronahilfen 2022 sowie die Ertragsentwicklung, erklärten die Analysten der Schweizer Großbank UBS kürzlich in einer Studie. Sie glauben nicht, dass die Commerzbank mit ihrem geschrumpften Filialnetz im In- und Ausland 2024 wie angepeilt Erträge in Höhe von 8,7 Milliarden Euro einfahren wird.

Was macht der Bund mit seinem Staatsanteil?

Mit einer zeitnahen Übernahme der Commerzbank rechnen die UBS-Analysten nicht. Allerdings könnte in das Thema Bewegung kommen, wenn sich der deutsche Staat eines Tages von seiner Beteiligung von 15,6 Prozent am Frankfurter Geldhaus trennt.

Das ist durch die absehbare Beteiligung der FDP an der nächsten Bundesregierung wahrscheinlicher geworden – schließlich haben sich die Liberalen mehrfach für einen Rückzug des Staates ausgesprochen. Der Bund ist an der Commerzbank seit der Rettung des Instituts in der Finanzkrise 2008/2009 beteiligt.

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Der US-Finanzinvestor Cerberus, der bereits fünf Prozent an dem Institut hält, könnte sich eine Übernahme der Staatsbeteiligung nach Handelsblatt-Informationen gut vorstellen. Innerhalb der Commerzbank wären viele darüber jedoch nicht glücklich. „Angesichts des Umbaus der Commerzbank fände ich es verantwortungslos, wenn sich der Bund jetzt davonstehlen würde“, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Stefan Wittmann, der als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Bank sitzt, Mitte September.

Im dritten Quartal gingen die Erträge der Commerzbank um ein Prozent auf zwei Milliarden Euro zurück, entwickelten sich damit jedoch etwas besser als von Analysten im Schnitt erwartet. Das gilt auch für die harte Kernkapitalquote, die konstant bei 13,5 Prozent lag. Auch im Gesamtjahr geht die Bank nun von einer Kapitalquote von rund 13,5 Prozent aus statt wie bisher von etwa 13 Prozent.

Das Privatkundensegment hat das operative Ergebnis im dritten Quartal auf 299 Millionen Euro mehr als verdreifacht, weil das Institut in der Sparte unter dem Strich Risikovorsorge auflösen konnte. Die Zahl der Kunden sank wegen geplanter Filialschließungen und der Einführung höherer Kontogebühren jedoch um 115.000.

Die Zahl der Kundenabgänge sei bisher aber deutlich niedriger als bei der Vorstellung der Umbaupläne Anfang des Jahres angenommen, sagte Vorstandschef Knof. Anpassen will die Commerzbank ihre Kalkulationen deshalb jedoch noch nicht, weil ein Großteil der Filialschließungen noch bevorsteht. Bis 2024 will das Institut insgesamt 340 Niederlassungen schließen – 240 davon im laufenden Jahr.

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Im Firmenkundengeschäft fährt die Commerzbank vor allem ihr Geschäft im Ausland zurück und schließt dort auch zahlreiche Niederlassungen. Im dritten Quartal gingen die Erträge deshalb um vier Prozent zurück. Der operative Gewinn hat sich dank einer deutlich niedrigeren Risikovorsorge und gesunkener Kosten jedoch auf 221 Millionen Euro mehr als verdreifacht.

Polnische Tochter stockt Risikovorsorge auf

Große Unsicherheit herrscht weiterhin bei der polnischen Tochter mBank. Die Prognosen der Commerzbank basieren darauf, dass es „keine substanziellen Veränderungen“ bei einem 2,4 Milliarden Euro großen Kreditportfolio der mBank in Schweizer Franken gibt. Im dritten Quartal stockte die mBank ihre Risikovorsorge für das Kreditportfolio um weitere 95 Millionen Euro auf. 

Aufgrund niedriger Zinsen in der Schweiz hatten viele Polen einst Franken-Kredite aufgenommen, um ihr Haus zu finanzieren. Dann verlor die Landeswährung Zloty gegenüber dem Franken jedoch stark an Wert, wodurch die Belastungen für die Häuslebauer stiegen.

Viele Kreditnehmer gingen daraufhin wegen möglicherweise unrechtmäßiger Klauseln gegen polnische Geldhäuser vor. Allein gegen die mBank gibt es mittlerweile mehr als 10.000 Klagen. Nachdem eine Entscheidung des obersten polnischen Gerichtshofs über das Thema mehrfach vertagt worden war, legte die polnische Finanzaufsicht KNF den Geldhäusern kürzlich nahe, außergerichtliche Vergleiche mit ihren Kunden anzustreben.

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Die mBank sei offen für alle Lösungen, sagte Commerzbank-Vizechefin Bettina Orlopp. „Wir wollen diese Saga beenden, aber es muss ein vernünftiges Ende sein.“ Es müssten bindende Vergleiche gefunden werden, die alle Kunden akzeptieren könnten und mit denen die Gerichtsverfahren beendet würden.

mBank-Chef Cezary Stypulkowski hatte am Dienstag angekündigt, das Institut wolle den ersten Kunden bald Vergleiche anbieten. Zudem sagte er, er rechne nicht damit, dass die Commerzbank ihre Mehrheitsbeteiligung von 69,3 Prozent an der mBank in naher Zukunft verkaufe.

Die Frankfurter hatten 2019 eine Veräußerung ihres mBank-Anteils angekündigt, den Verkauf dann aber im Mai 2020 abgeblasen. Grund war, dass der Aktienkurs der mBank wegen des Streits über Franken-Kredite und des Ausbruchs von Corona so stark gefallen war, dass die Commerzbank keinen attraktiven Preis hätte erzielen können.

Seit Mai 2020 ist der Kurs der mBank jedoch um rund 80 Prozent gestiegen – unter anderem wegen gestiegener Leitzinsen. Insgesamt wird die mBank mittlerweile mit knapp fünf Milliarden Euro bewertet. Der Mutterkonzern Commerzbank liegt mit aktuell rund acht Milliarden Euro nicht weit entfernt.

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