Finanzen Autozulieferer: Schaeffler kassiert Umsatzprognose – doch die Gewinnprognose bleibt

20:20  09 november  2021
20:20  09 november  2021 Quelle:   handelsblatt.com

Space-Drive 2022 im ADAC GT Masters? Markus Winkelhock: "Intention ist da"

  Space-Drive 2022 im ADAC GT Masters? Markus Winkelhock: In vielen Rennserien war das Space-Drive-System von Schaeffler-Paravan 2021 im Einsatz, im ADAC GT Masters nicht - Markus Winkelhock hofft, dass sich das ändert"Die Intention ist auf jeden Fall da, ganz klar. Es ist in vielen anderen Serien am Start. Ich würde es auf jeden Fall begrüßen. Ich würde es gerne im ADAC GT Masters fahren, gerade weil das ganze System von meinem Sponsor gebaut und entwickelt wird", betont der Audi-Pilot am Rande des Rennwochenendes der Deutschen GT-Meisterschaft in Hockenheim.

Auch der Wälzlagerspezialist kann sich den Folgen des Chipmangels nicht entziehen. Doch immerhin kann CEO Rosenfeld die Gewinnerwartungen halten. Das honoriert die Börse.

Die Familie Schaeffler traut dem früheren Banker zu, das Unternehmen ins Elektrozeitalter zu führen. © dpa Die Familie Schaeffler traut dem früheren Banker zu, das Unternehmen ins Elektrozeitalter zu führen.

Festtage an den Kapitalmärkten sind für den Autozulieferer Schaeffler seit dem Börsengang vor sechs Jahren eher eine Seltenheit. Der Ausgabepreis betrug 12,50 Euro, in den vergangenen Jahren bewegte sich der Kurs meist im einstelligen Bereich. Doch ausgerechnet als Vorstandschef Klaus Rosenfeld am Dienstag die Umsatzprognose für 2021 senkte, legte die Aktie um zeitweise sieben Prozent zu und setzte sich an die Spitze des SDax. Der Grund: Im Gegensatz zu vielen anderen Autozulieferern konnte der Schaeffler-CEO an der Gewinnprognose festhalten.

HelloFresh-Aktie springt zweistellig hoch: HelloFresh erhöht Umsatzprognose erneut

  HelloFresh-Aktie springt zweistellig hoch: HelloFresh erhöht Umsatzprognose erneut Der Kochboxenversender HelloFresh hat seine Umsatzprognose angesichts eines starken starken Wachstums im laufenden Geschäftsjahr bis einschließlich Oktober ein weiteres Mal angehoben. © Bereitgestellt von Finanzen.net INDRANIL MUKHERJEE/AFP/Getty Images Im dritten Quartal stieg der Konzernumsatz auf 1,416 Milliarden Euro von 970 Millionen im Vorjahreszeitraum und übertraf damit die aktuelle Analystenprognose von 1,312 Milliarden Euro, wie die HelloFresh SE mitteilte.

Der Ex-Finanzer Rosenfeld, der mittlerweile schon seit sieben Jahren an der Spitze des Herzogenauracher Familienunternehmens steht, fühlt sich in seiner Strategie bestätigt. „Es ist ein Vorteil, wenn man nicht nur auf einem Bein steht: Wir haben Auto und Industrie“, sagte er dem Handelsblatt. Denn während die Automotive-Sparte von Schaeffler im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von zwölf Prozent hinnehmen musste, konnte das Industriegeschäft zweistellig zulegen.

Insgesamt gingen die Konzernumsätze im dritten Quartal so nur vergleichbar um drei Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zurück. „Wir können mit dem Quartal wirklich zufrieden sein“, sagte Rosenfeld. Dank der guten Geschäfte in der ersten Jahreshälfte legten die Erlöse in den ersten neun Monaten um rund 16 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro zu. Im Gesamtjahr rechnet Rosenfeld nun aber nur noch mit einem Umsatzplus im Konzern von mehr als sieben Prozent. Ende Juli hatte Schaeffler noch mehr als elf Prozent Zuwachs vorhergesagt.

Moderna-Aktie -17%: Moderna kassiert nach Quartalszahlen Umsatzprognose für Gesamtjahr

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Die Autozulieferer eint derzeit vor allem ein Problem: Wegen des Chipmangels mussten viele Autobauer in den vergangenen Monaten ihre Produktion herunterfahren. In der Folge riefen sie auch bei den Zulieferern weniger Teile ab. „Die Pipeline ist blockiert. Über das Jahr 2022 wird sich das wohl Schritt für Schritt auflösen“, sagte Rosenfeld. Allerdings sei unter anderem Gegenwind durch steigende Stahlpreise zu erwarten.

Dass der frühere Dresdner-Bank-Vorstand am Dienstag trotz der anhaltenden Herausforderungen guter Laune war, lag auch an den Fortschritten bei der Profitabilität. Der Betriebsgewinn vor Sondereffekten verbesserte sich bei Schaeffler in den ersten neun Monaten auf 994 Millionen Euro von 376 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr stellt Rosenfeld weiterhin eine operative Umsatzrendite vor Sondereffekten (Ebit) von 8 bis 9,5 Prozent in Aussicht.

Industriesparte gleicht bei Schaeffler Auto-Probleme aus

  Industriesparte gleicht bei Schaeffler Auto-Probleme aus Die Schwäche der Autobranche macht auch dem fränkischen Zulieferer Schaeffler zu schaffen. Vorstandschef Klaus Rosenfeld ist froh, dass der Konzern ein weiteres wichtiges Standbein hat.«Natürlich haben wir uns bei Automotive nicht ganz von der Branche abkoppeln können.» Der Industriebereich, wo Schaeffler etwa Lager für Windkraftanlagen oder Flugzeugturbinen herstellt, sei dafür stark gewachsen. «Es macht absolut Sinn, beide Geschäftsfelder nebeneinander zu betreiben», sagte Rosenfeld.

Continental senkte vor einigen Tagen ebenfalls die Umsatzprognose

Wichtig ist für viele in Herzogenaurach immer der Blick auf Continental, an dem die Familie Schaeffler ebenfalls maßgeblich beteiligt ist. Der Dax-Konzern senkte vor einigen Tagen ebenfalls die Umsatzprognose. Doch musste Conti zusätzlich auch noch die Gewinnprognose anpassen. Das Unternehmen erwartet nun nur noch eine bereinigte Ebit-Marge von 5,2 bis 5,6 Prozent statt bislang 6,5 bis 7 Prozent. Zur Begründung verwies Continental auf „andauernde Engpässe bei Halbleiter-Komponenten“, die Unsicherheiten in der Lieferkette und die Kostensteigerungen für Rohstoffe und Teile.

Auch Vitesco-Chef Andreas Wolf hatte kürzlich vor einer deutlichen Umsatzbelastung des Geschäfts gewarnt. Der Antriebsspezialist war von der Schaeffler-Schwester Continental abgespalten worden und ist seit September an der Börse notiert.

Die weiteren Aussichten sind durchwachsen. Denn auch andere Komponenten und Materialien sind knapp. „Wir hören bereits von ersten Zulieferern und Vorlieferanten, dass deren Aluminiumlager derzeit rapide schrumpfen“, sagt etwa Lars-Peter Häfele, Rohstoffexperte der auf Lieferketten spezialisierten Beratungsfirma Inverto.

BioNTech verdient deutlich mehr - BioNTech-Aktie in Grün

  BioNTech verdient deutlich mehr - BioNTech-Aktie in Grün Der Biotechnologiekonzern BioNTech hat seine Bücher geöffnet. © Bereitgestellt von Finanzen.net KAZUHIRO NOGI/AFP/GettyImages BioNTech hat im dritten Quartal 2021 einen Gewinnsprung verzeichnet. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 12,35 Euro nach -0,880 Euro vor Jahresfrist. Die Analystenschätzungen hatten sich im Vorfeld auf 10,54 Euro je Anteilsschein belaufen. Damit scaffte es BioNTech auf einen Nettogewinn von 3,2 Milliarden Euro. Auch die Erlöse zogen kräftig an und kletterten auf 6,1 Milliarden Euro.

Vor allem die kleineren Unternehmen tun sich mit der Situation schwer. „Insbesondere die kleineren Zulieferer mit 50 bis 200 Millionen Euro Jahresumsatz kippen reihenweise um“, warnte kürzlich Rolf Hünermann, der als Partner der Anwaltskanzlei Reed Smith LLP zahlreiche mittelständische Betriebe vertritt, die in Not geraten.

Schaeffler ist da in einer wesentlich robusteren Ausgangslage. Zwar ist der Konzern noch stark vom Verbrenner abhängig. Doch werden Lager auch in Elektroautos gebraucht. Zudem ließ Rosenfeld neue Produkte für die Elektromobilität entwickeln.

Rosenfeld war einst in der existenziellen Schaeffler-Krise nach der Conti-Übernahme geholt worden, um den immensen Schuldenberg zu restrukturieren. Das gelang ihm, er gilt seither als enger Vertrauter der Familie Schaeffler. So wurde er zunächst kommissarischer, dann nach einem Machtkampf dauerhaft CEO.

Anfangs waren viele skeptisch, ob sich der Bankkaufmann und Betriebswirt in der ingenieursgetriebenen Autobranche würde durchsetzen können. Immer wieder einmal gab es leise Spekulationen, er könne wackeln. Doch die Familie Schaeffler traut ihm laut Angaben aus dem Umfeld zu, das Unternehmen ins Elektrozeitalter zu führen.

Rosenfeld bemüht sich dabei auch, neue Zukunftsfelder zu erschließen. So schloss Schaeffler kürzlich mit dem israelischen Tech-Unternehmen Mobileye eine Partnerschaft. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen den Unterbau für Robotaxis anbieten.

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