Finanzen Für Facebook-Konzern Meta könnte die Umbenennung teuer werden

04:40  10 november  2021
04:40  10 november  2021 Quelle:   finanzen.net

Facebook erzielt mehr Gewinn - Facebook-Aktie vorbörslich fester

  Facebook erzielt mehr Gewinn - Facebook-Aktie vorbörslich fester Facebooks Werbegeschäft läuft auch in der Krise um das Ansehen des Online-Konzerns auf Hochtouren. © Bereitgestellt von Finanzen.net DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images Im dritten Quartal stiegen die Anzeigenerlöse im Jahresvergleich um rund ein Drittel auf 28,3 Milliarden Dollar, wie die Firma hinter dem weltgrößten Online-Netzwerk am Montag mitteilte. In den vergangenen Monaten hatte Facebook selbst Sorgen um das Geschäft geschürt, vor allem mit Hinweisen auf die Datenschutz-Änderungen auf dem iPhone.

Facebook heißt jetzt Meta - so die Kurzfassung von Mark Zuckerbergs Präsentation Ende Oktober. Zusammen mit dem neuen Namen erhielt der US-Konzern auch ein neues Logo - und beides sorgt jetzt für einigen Ärger. Denn ein Startup aus Deutschland nutzt fast das gleiche Logo, während ein US-Startup bereits vor dem Zuckerberg-Konzern ein Patent auf die Marke Meta angemeldet hat.

Mario Vedder/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net Mario Vedder/Getty Images

• Mark Zuckerberg benennt Facebook in Meta um und ändert Logo

• Berliner Gesundheits-Startup wohl vor Rebranding von Migräne-App mit nahezu identischem Logo

Facebook erzielt mehr Gewinn - Facebook-Aktie gibt nach

  Facebook erzielt mehr Gewinn - Facebook-Aktie gibt nach Facebooks Werbegeschäft läuft auch in der Krise um das Ansehen des Online-Konzerns auf Hochtouren. © Bereitgestellt von Finanzen.net Thomas Lohnes/Getty Images Im dritten Quartal stiegen die Anzeigenerlöse im Jahresvergleich um rund ein Drittel auf 28,3 Milliarden Dollar, wie die Firma hinter dem weltgrößten Online-Netzwerk am Montag mitteilte. In den vergangenen Monaten hatte Facebook selbst Sorgen um das Geschäft geschürt, vor allem mit Hinweisen auf die Datenschutz-Änderungen auf dem iPhone.

• Streit um Markenrechte: US-Startup Meta PCs hofft auf 20 Millionen US-Dollar von Ex-Facebook

Ende Oktober verkündete Mark Zuckerberg die Umbenennung seines Unternehmens von Facebook in Meta, seit 1. November wird auch an der NASDAQ offiziell die Meta-Aktie gehandelt - und nicht mehr die Facebook-Aktie. Mit dem neuen Namen kam auch ein neues Logo: Ein etwas verzerrtes, blaues Unendlichkeitszeichen, das wie ein verschlungenes M aussieht. Doch sowohl Name als auch Logo führen nun zu Ärger - und könnten für den US-Konzern womöglich teuer werden.

Berliner Startup sieht bei Logo Verwechselungsgefahr

Gar nicht erfreut über das neue Logo des Meta-Konzerns ist laut "Gründerszene" das Berliner Startup Newsenselab, das im Gesundheitsbereich tätig ist und im Dezember 2020 die App M-Sense zur Behandlung von Migräne auf den Markt gebracht hat. Das Logo der digitalen Gesundheitsanwendung, das die wiederkehrenden Schübe einer Migräne symbolisieren soll, entspricht nahezu dem des US-Konzerns, es wirkt lediglich in seiner Verzerrung etwas anders und ist grün statt blau. "Bis auf die Farbe ist da kaum ein Unterschied festzustellen", sagte der Startup-Gründer Markus Dahlem gegenüber "Gründerszene". "Mir war sofort klar, dass damit unser gesamter Markenauftritt praktisch im Eimer ist", so Dahlem weiter.

Facebook heißt nun Meta: Zuckerbergs Flucht in die virtuelle Realität: Diese Strategie steckt hinter Facebooks neuem Namen

  Facebook heißt nun Meta: Zuckerbergs Flucht in die virtuelle Realität: Diese Strategie steckt hinter Facebooks neuem Namen Inmitten immer weiter wachsender Skandale und Enthüllungen wechselt Facebook seinen Namen. Und die Firmenidee. Damit will sich der Konzern für die Zukunft rüsten. Und seinen aktuellen politischen Problemen in die virtuelle Realität entfliehen. © Picture Alliance/Pavlo Gonchar/ In einer virtuellen Konferenz kündigte der ehemalige Facebook- und nun Meta-Chef Mark Zuckerberg die neue Ausrichtung an Der aktuelle Sturm an Vorwürfen ist selbst für Facebooks Verhältnisse heftig: Der Konzern soll Profite über das Wohlergehen seiner Nutzer:innen stellen, massive Probleme beim Kampf gegen Falschmeldungen, bösartige Inhalte wie

Zunächst ging das deutsche Startup auf Twitter jedoch zum Angriff über. "Wir sind sehr geehrt, dass Facebook sich vom Logo unserer Migräne-App hat inspirieren lassen", heißt es in einem Tweet. "Vielleicht lassen sie sich auch von unseren Prinzipien beim Datenschutz inspirieren", folgt sogleich der Seitenhieb in Richtung das skandalgeplagten US-Konzerns.

In einem weiteren Tweet wird Mark Zuckerberg empfohlen, doch die M-Sense-App herunterzuladen, falls die Ähnlichkeit der beiden Logos ihm nun Kopfschmerzen verursachen sollte.


Video: Amazon speichert Daten für britische Geheimdienste (glomex)

Doch die lustigen Tweets von M-Sense beziehungsweise Newsenselab haben einen ernsten Hintergrund. Denn das Unternehmen möchte auf keinen Fall mit den Datenschutzskandalen des Zuckerberg-Konzerns in Verbindung gebracht werden. Denn auch M-Sense erhebt von seinen Nutzern persönliche und sehr sensible medizinische Daten, die für die individuelle Behandlung der Migräne benötigt werden. "Daten sind entscheidend, um eine Behandlung richtig zu leiten, sie sind zugleich ein hochsensibles Gut, wir sind daher auf Vertrauen der Nutzer angewiesen", sagte Unternehmensgründer Dahlem laut "Gründerszene". Sollten die Nutzer M-Sense im Umgang mit ihren Daten nicht mehr vertrauen, weil sie durch das Logo eine Verbindung zu Meta vermuten, wäre das gesamte Geschäftsmodell des Startups in Gefahr. Die "Ärztezeitung" spricht außerdem davon, dass auch das Vertrauen der Ärzte, die die App per Rezept verschreiben können, in Gefahr sei, wenn man mit dem ehemaligen Facebook-Konzern in Verbindung gebracht werde.

Facebook macht der Apple Watch Konkurrenz — hier ist das erste Bild der "Meta Watch"

  Facebook macht der Apple Watch Konkurrenz — hier ist das erste Bild der Facebook will Apple mit einer eigenen Smartwatch angreifen. Erste Bilder der "Meta Watch" wurden nun veröffentlicht.Die abgerundeten Ecken auf dem Foto erinnern vom Aussehen her sofort an die Smartwatch von Apple. Auf dem Bild ist an der rechten Seite außerdem ein Kontrollbutton zu erkennen. Das interessanteste Detail befindet sich jedoch am unteren Ende der Uhr. Dort scheint eine Kamera verbaut zu sein. Diese wäre ein echtes Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu den Smartwatch-Produkten der Konkurrenz. Videoaufnahmen sind mit den anderen Uhren nämlich noch nicht möglich. Meta selbst hat sich noch nicht zu dem Bild geäußert.

M-Sense sieht Rebranding als einzigen Ausweg

Als Konsequenz will M-Sense sein Logo und seinen Markenauftritt nun ändern, denn geschützt war das Logo nicht und Meta hat wohl schon jetzt eine größere Reichweite als das Startup aus Berlin. Eine Klage gegen Facebook aufgrund des ähnlichen Logos sei laut "Gründerszene" ebenfalls wenig erfolgsversprechend. Die Logos seien nicht ähnlich genug, um insbesondere eine markenrechtliche Verwechslungsgefahr zu begründen, sagte David Geßner, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, gegenüber dem Newsportal. Zudem sei das Logo wohl ohnehin nicht "urheberrechtlich schutzfähig", da keine besondere künstlerische Leistung vorliege.

Tatsächlich benutzen noch weitere Firmen sehr ähnliche Logos. Twitter-Nutzer nannten in diesem Zusammenhang etwa Microsoft Visual Studio oder Möbius Partners. Die stärkste Ähnlichkeit zum Meta-Logo weist jedoch wohl das Logo des kolumbianischen Software-Anbieters Masiv auf, das sogar im gleichen Farbton gehalten ist.

Auch wenn auf das Berliner Startup daher nun wohl erst einmal einige Kosten für einen neuen Markenauftritt zukommen, dürfte die ganze Sache aber auch etwas Gutes gehabt haben. Denn M-Sense erhielt für seine Beiträge auf Twitter und LinkedIn extrem viel Aufmerksamkeit, so dass es nun möglicherweise auch gewinnbringenden Nutzen aus der Facebook-Umbenennung ziehen kann.

Nach IBM, Amazon und Microsoft distanziert sich nun auch Facebook von der Technologie der Gesichtserkennung

  Nach IBM, Amazon und Microsoft distanziert sich nun auch Facebook von der Technologie der Gesichtserkennung Mit der Software Deepface kann Facebook Personen auf Bildern automatisch erkennen. Neuerdings überwiegen auch für den Mutterkonzern Meta die Schattenseiten dieser Technologie. Allerdings hat Facebook die Kontrolle über Bilder auf der Plattform längst verloren.Als Grund für die Massnahme nennt Pesenti, dass es in der Gesellschaft grosse Bedenken über die automatische Gesichtserkennung gebe. Meta sehe die Technologie zwar nach wie vor als «mächtiges Instrument», allerdings könne sie – wie jede andere Technologie auch – für Gutes oder für «Bedenkliches» verwendet werden.

Meta PCs würde auf Streit um Markenrechte verzichten - gegen hohe Summe

Ein weiteres Unternehmen, dem die Umbenennung des US-Konzerns ins Geschäft gegrätscht hat, ist das US-Startup Meta PCs. Hier stört man sich weniger am neuen Logo als am neuen Namen des Social-Media-Giganten - reagierte auf Twitter aber ebenfalls zunächst mit viel Humor. So kündigte der Unternehmensgründer Zack Shutt in einem Videoclip seinerseits kurzerhand eine Namensänderung an - und zwar in Facebook.

Auch dieses Video kam gut an: Laut "Computerbild" stieg die Anzahl der Follower von Meta PCs in den sozialen Medien in der Folge um rund 5.000 Prozent.

Doch das Unternehmen, dass auf den Handel mit Computer-Hardware spezialisiert ist und maßgeschneiderte Spiele-PCs verkauft, will nicht so einfach klein beigeben. Denn das Startup, das den Namen und die Marke Meta bereits seit November 2020 nutzt, hat am 23. August 2021 beim US-Patentamt einen Antrag auf Erteilung des Patents für eben diese Marke eingereicht - und zwar unter anderem für Computer, Laptops, Tablets, Peripheriegeräte, Software, Server, Netzwerkausrüstung und entsprechende Komponenten. Der Antrag wurde zwar noch nicht bewilligt, dennoch war Meta PCs früher dran als der Zuckerberg-Konzern, der einen entsprechenden - ebenfalls noch offenen - Antrag erst am 28. Oktober 2021 beim US-Patentamt einreichte. Das US-Startup sieht sich daher in der etwas besseren Position, bot dem Meta-Konzern laut "Computerbild" jedoch an, ihm den Namen im Gegenzug für eine Zahlung in Höhe von 20 Millionen US-Dollar zu überlassen. Diese Summe werde benötigt, damit man für das Startup eine neue Identität aufbauen könne.

Ob Meta auf dieses Angebot eingehen wird, ist allerdings noch offen. Ein Insider sagte gegenüber "TMZ", Meta glaube, dass man auch so die notwendigen Rechte besitze, um die Marke "Meta" für seine Produkte und Dienstleistungen zu verwenden. Womöglich will es der Konzern um Mark Zuckerberg also auf eine Entscheidung des US-Patentamts ankommen lassen. Sollte diese jedoch zugunsten von Meta PCs ausfallen, dürften 20 Millionen US-Dollar wohl bei weitem nicht mehr ausreichend sein, um dem Startup den Namen und die Markenrechte abzukaufen.Redaktion finanzen.net

Facebook- und Instagram-Verschlüsselungspläne verzögert .
-Pläne, um die End-to-End-Verschlüsselung auf Facebook herauszuleiten, und Instagram wurde inmitten einer Reihe über die Sicherheit der Kinder verzögert. © Getty Images Meta hat eine verzögerte Nachrichtenverschlüsselung auf Facebook und Instagram auf 2023 Meta - da Facebooks Muttergesellschaft nun aufgerufen wird - sagte die Messaging-Verschlüsselung auf den Apps jetzt 2023.

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