Finanzen: Lidl will Kaufverhalten der Kunden im großen Stil auswerten - Es ist ein Schneewitz! Lidl hatte den besten Tweet des Wochenendes - PressFrom - Deutschland

FinanzenLidl will Kaufverhalten der Kunden im großen Stil auswerten

15:35  12 juni  2019
15:35  12 juni  2019 Quelle:   sueddeutsche.de

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Als erster Lebensmittelhändler will Lidl das Kaufverhalten seiner Kunden im großen Stil auswerten . Teilnehmende Kunden sollen dafür individuelle Lidl - Kunden können in den etwa 250 Filialen in Berlin und Brandenburg in Kürze die Smartphone-App Lidl Plus nutzen. Mithilfe der App kann Lidl

2020 will Lidl die Funktion bundesweit einführen. Lidl versucht damit einen großen Nachteil des stationären gegenüber dem Handel im Internet Denn hier ist es an der Tagesordnung und technisch problemlos möglich, dass die Daten der Kunden gesammelt und ausgewertet werden. „So kann man anhand des Kaufverhaltens beispielsweise schlussfolgern, dass ein Kunde Magnesiummangel

Lidl will Kaufverhalten der Kunden im großen Stil auswerten © Marijan Murat/dpa Der Preis für diese Dosen könnten demnächst variieren.

• Lidl-Kunden können in den etwa 250 Filialen in Berlin und Brandenburg in Kürze die Smartphone-App Lidl Plus nutzen.

• Mithilfe der App kann Lidl das Einkaufsverhalten der Kunden im Detail auswerten und individuelle Rabattcoupons auf die Smartphones einzelner Kunden spielen.

• In der Branche ist der Ansatz höchst umstritten.

Der Discounter Lidl nutzt als erster Lebensmittelhändler in Deutschland in großem Stil Big Data in seinen Märkten. Die sogenannte digitale Lidl-Kundenkarte gibt es schon in mehreren europäischen Ländern, darunter Österreich, Nordspanien, Polen und Dänemark. Von diesem Donnerstag an können auch die Kunden in den etwa 250 Lidl-Filialen in Berlin und Brandenburg die Smartphone-App namens Lidl Plus nutzen. Nach einer Testphase soll die App dann 2020 in ganz Deutschland freigeschaltet werden. Mithilfe der App kann Lidl dann das Einkaufsverhalten der Kunden im Detail auswerten.

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Die Kunden sammeln sie, um sie später für Prämien oder Bargeld einzulösen. Sei es Payback, Ikea oder die Deutschlandcard, immer warten die Kunden auf das Piep und freuen sich: Sie haben wieder etwas umsonst bekommen Lidl will Kaufverhalten der Kunden im großen Stil auswerten .

Um das Kaufverhalten richtig analysieren zu können, sollte man seine Kunden erst einmal anhand verschiedener Faktoren einordnen. Die Kunden beschäftigen sich bereits vor dem Kauf mit dem Produkt, wägen jedoch nicht alle Fakten und Alternativen vor der Entscheidung ab.

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Lidl wirbt in einer Pressemitteilung mit den vermeintlichen Vorteilen für die Kunden dank dieser Software. Dominik Eberhard, der Geschäftsführer Digital bei Lidl Deutschland, wird mit den Worten zitiert: "Mit der neuen digitalen Kundenkarte bieten wir den Lidl-Fans die Möglichkeit, bei jedem Einkauf bares Geld zu sparen." Tatsächlich versucht der Lebensmittelhändler etwas ziemliches Neues in Deutschland und geht damit offensiv um, obwohl der Ansatz in der Branche umstritten ist.

Die App ermöglicht es, einzelnen Kunden aufgrund der Analyse ihres Kaufverhaltens personalisierte Angebote zu machen. Individuelle, auf das Smartphone gespielte Rabattcoupons werden dabei einzelnen Kunden offeriert. Die Packung Müsli, das Viererpack Joghurt oder die Tüte Süßigkeiten eines bestimmten Herstellers hat in dem Moment nicht mehr den gleichen Preis für alle Kunden, sondern wird individuell angepasst. Ob das zur Kundenzufriedenheit führt, ist umstritten.

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gewohnheitsmäßiges (habituelles) Kaufverhalten : Dieses Kaufverhalten herrscht insbesondere bei Artikeln des täglichen Bedarfs wie Lebensmitteln, Zahnpasta oder Toilettenpapier vor. Der Kunde kauft stets dasselbe Produkt, das er gewohnt ist, und verzichtet weitgehend darauf, Neues auszuprobieren.

Lebensmittelhändler kennen ihre Kunden kaum

Coupons sind zwar nichts Neues in Deutschland, neu hingegen ist die Big-Data-Auswertung des Kaufverhaltens und die damit verbundenen personenspezifischen Angebote. Der Discounter verhehlt dabei nicht seine Absicht, die Umsätze zu steigern. Für das Herunterladen der App erhält der Kunde einen "Fünf-Euro-Willkommenscoupon". Den kann er aber nur einlösen, wenn er für mindestens 25 Euro einkauft, was relativ viel für einen "Durchschnittsbon" bei dem Discounter ist. Die personalisierten Angebote beschränken sich nicht nur auf Produkte, die in den Lidl-Märkten erhältlich sind. Sie können auch bei Partnern eingelöst werden, wie etwa bei Flixbus und anderen regionalen Partnern, die in der App sichtbar werden.

Obwohl die Software erst 2020 bundesweit ausgerollt werden soll, sind die dafür nötigen Scanner bereits an allen deutschen Lidl-Kassen aufgebaut. Die Daten werden nicht nur im Laden generiert, Lidl identifiziert den Kunden auch, wenn er online einkauft. Onlinehändler wie Amazon werten die Daten der Kunden heute schon auf ähnliche Weise aus. Auch überwiegend stationäre Händler wie der Modeanbieter Zara tun dies. Onlinehändler sind gegenüber stationären Händlern in der Regel im Vorteil, was die Datenauswertung betrifft. Gerade den Lebensmittelhändlern sind die Daten ihrer Kunden bisher weitgehend unbekannt geblieben, obwohl die Kunden in der Regel oft wiederkehren.

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Mitarbeiter von Aldi und Lidl rechnen mit einem dreisten Verhalten von Kunden ab Das Pfandsystem in Deutschland ist eigentlich ein Mittel, um Flaschen und Dosen möglichst umweltschonend zu recyclen. Bereits im Jahr 2003 wurde dieses System flächendeckend in Deutschland eingeführt — 15 Jahre ist das nun her. Seitdem haben sich jedoch Betrüger fuchsige Ideen einfallen lassen, wie sie die Automaten austricksen können. Das Portal „Merkur“ hat Mitarbeiter von Lidl und Aldi befragt und diese haben Tricks aufgezählt, die einen nur staunen lassen können. © Getty Images/ Justin Sullivan Pfandflaschen Kunden wollen Aldi und Lidl austricksen Das universelle PET-Logo der DPG Deutsche Pfandsystem GmbH kennzeichnet Plastikflaschen oder Dosen.

Besonders im Einzelhandel sind die Veränderungen im Käuferverhalten zu spüren. Aber wie wird sich das Kaufverhalten in Zukunft verändern? Der Handel unterlag in den letzten Jahren einem enormen Wandel. Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung haben sich die Ansprüche der Kunden immens

Eine der größten Herausforderungen sei es bislang gewesen, sich auf einen Standard zu einigen. Es gebe daher weltweit viele gescheiterte Projekte. Lidl will Kaufverhalten der Kunden im großen Stil auswerten . Wer sich die Lidl -App herunterlädt, soll im Gegenzug individuelle Rabattcoupons erhalten.

Lidl will diesen Nachteil nun ausgleichen. Die Genehmigung zur Auswertung der Daten holt sich der Discounter auf seinen Webseiten, in der App oder im Newsletter. Lidl lässt sich auch genehmigen, über die Geolokalisierung des Handys ortsbezogene Werbung zu senden und Angebote am "bevorzugten Einkaufstag" zu verschicken. Die Kunden müssen entscheiden, ob sie das wollen.

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