Finanzen Omikron und US-Notenbankchef belasten Dow

01:25  01 dezember  2021
01:25  01 dezember  2021 Quelle:   msn.com

Verdacht bei Reiserückkehrer: Omikron-Variante „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ in Deutschland angekommen

  Verdacht bei Reiserückkehrer: Omikron-Variante „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ in Deutschland angekommen Hessen prüft den möglichen ersten Omikron-Fall in Deutschland. Der saarländische Regierungschef Hans sieht eine „Stunde Null“ im Kampf gegen Corona. © Foto: dpa/Boris Roessler Passagiere am Flughafen Frankfurt/Main (Symbolbild) Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist nach Angaben des hessischen Sozialministers Kai Klose „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ in Deutschland angekommen. Das teilte der Grünen-Politiker am Samstagmorgen auf Twitter mit. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika seien mehrere für Omikron typische Mutationen gefunden worden.

Der Erholungsversuch der US-Börsen hat am Dienstag vorerst ein Ende gefunden. Weiterhin plagten Sorgen wegen der neuen Coronavirus-Variante Omikron die Anleger.

Händler Glenn Kessler arbeitet auf dem Parkett der New Yorker Börse. Weiterhin plagten Sorgen wegen der neuen Coronavirus-Variante Omikron die Anleger. © Richard Drew/AP/dpa Händler Glenn Kessler arbeitet auf dem Parkett der New Yorker Börse. Weiterhin plagten Sorgen wegen der neuen Coronavirus-Variante Omikron die Anleger.

Zudem vergrätzten Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell, denn offenbar steuert die Fed auf eine schnellere Rückführung ihrer Wertpapierkäufe zu. So deutete Powell an, dass die hohe Inflation in den USA womöglich doch kein nur vorübergehendes Phänomen sein könnte.

Omikron-Variante: Rufe nach schnelleren und härteren Maßnahmen werden immer lauter

  Omikron-Variante: Rufe nach schnelleren und härteren Maßnahmen werden immer lauter Bayerns Ministerpräsident Söder fordert, das ganze Land stärker herunterzufahren. Bei dem am Samstag bekannt gewordenen Fall eines hessischen Reiserückkehrer aus Südafrika bestätigte sich der Verdacht einer Infizierung mit der neuen Omikron-Variante am Sonntag, wie das hessische Sozialministerium nach der vollständigen Sequenzierung mitteilte. Die am 21. November über den Flughafen Frankfurt aus Südafrika kommende Person sei vollständig geimpft.

Jahresbilanz dennoch positiv

Der Dow Jones Industrial gab letztlich um 1,86 Prozent auf 34.483,72 Punkte nach und setzte dem überwiegend trüb verlaufenen Monat November damit noch einen drauf. Insgesamt beläuft sich das Minus für den US-Leitindex im vorletzten Monat des Jahres auf 3,7 Prozent. Die bisherige Jahresbilanz fällt mit 12,7 Prozent dennoch weiterhin klar positiv aus. Erleichternd dürfte zudem wirken, dass bislang die bei aktuell etwas unter 34.350 Punkten verlaufende 200-Tage-Linie, die den längerfristigen Trend im Dow signalisiert, gehalten hat.

Der marktbreite S&P 500 sank um 1,90 Prozent auf 4567,00 Zähler. Der Nasdaq 100 büßte nach anfangs stabilem Verlauf 1,61 Prozent ein auf 16.135,92 Punkte. Er verzeichnet damit weiterhin einen Monatsgewinn, der allerdings auf 1,8 Prozent zusammenschrumpfte. Das aktuelle Jahresplus beträgt aber immer noch rund ein Viertel.

Was wir wissen zu Omikron, der neuen Virusvariante: Q&A

  Was wir wissen zu Omikron, der neuen Virusvariante: Q&A Eine neue Variante des Coronavirus wurde in Südafrika und Botswana identifiziert und hat dort für einen steilen Anstieg der Inzidenzen gesorgt. Die Variante B.1.1.529 erhielt den Namen Omikron und wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als besorgniserregend (“variant of concern”) eingestuft. Regierungen auf der ganzen Welt haben inzwischen Einreiseverbote für Reisende aus Südafrika und benachbarten Ländern verhängt aus Furcht, dass Omikron den Impfschutz unterlaufen und zu einer neuen Welle von Erkrankungen führen und damit die Öffnung der Wirtschaft hintertreiben könnte.

Abwärtstrend bei Moderna und Biontech

Für die Anteilsscheine von Moderna sowie Biontech ging es nach kräftigen Gewinnen der vergangenen zwei Handelstage um 4,4 Prozent respektive um 3,0 Prozent abwärts. Moderna-Chef Stephane Bancel sagte der «Financial Times», die vorhandenen Impfstoffe dürften mit der Omikron-Variante Probleme haben. Es werde wohl länger dauern, bis ausreichend angepasste Präparate hergestellt werden könnten.

Novavax indes gewannen 7,6 Prozent und machten damit einen Teil der heftigen Vortagesverluste wieder wett. Das US-Pharmaunternehmen hatte vor knapp zwei Wochen die Marktzulassung für seinen proteinbasierten Corona-Impfstoff in der EU beantragt.

Euro auf Talfahrt

Die Aktien von Meta, dem Mutterunternehmen von Facebook, büßten an der Nasdaq 4,0 Prozent ein. Die britische Wettbewerbsbehörde CMA will den Techkonzern zwingen, die vergangenes Jahr übernommene Clip-Plattform Giphy wieder zu verkaufen. Der Zusammenschluss schwäche den Wettbewerb zwischen Online-Diensten in Großbritannien, hieß es. Ein Meta-Sprecher sagte dazu, es werde erwogen, Widerspruch einzulegen.

Apple zählten zu den wenigen Gewinnern an diesem düsteren Handelstag. Die Papiere des iPhone-Herstellers stiegen an der Dow-Spitze um 3,2 Prozent und schlossen damit nur leicht unter ihrem am 22. November erreichten Rekordhoch von knapp unter 166 US-Dollar.

Der Euro ging im US-Handelsverlauf zunächst auf steile Talfahrt, erholte sich dann aber spürbar und kostete zum Börsenschluss an der Wall Street 1,1340 Dollar. Zuvor war er zeitweise bis auf 1,1236 Dollar abgesackt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1363 (Montag: 1,1276) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8800 (0,8868) Euro.

BioNTech- und Pfizer-Aktien gefragt: Impfstoff schützt offenbar nur teilweise gegen Omikron - Bei drei Dosen immer noch effektiv .
Der COVID-19-Impfstoff von BioNTech/Pfizer bietet Studien zufolge offenbar lediglich einen teilweisen Schutz gegen die neue Omikron-Variante. © Bereitgestellt von Finanzen.net Ralph Orlowski/Getty Images Sie deuten darauf hin, dass Booster-Impfungen dringend nötig sind. Die Neutralisierung der Omikron-Variante habe im Vergleich zu einem früheren COVID-Stamm "sehr stark abgenommen", erklärte Alex Sigal, Professor am Africa Health Research Institut in Südafrika, auf Basis vorläufiger Ergebnisse.

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