Finanzen Omikron macht Erholung der US-Börsen zunichte

02:46  02 dezember  2021
02:46  02 dezember  2021 Quelle:   msn.com

Verdacht bei Reiserückkehrer: Omikron-Variante „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ in Deutschland angekommen

  Verdacht bei Reiserückkehrer: Omikron-Variante „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ in Deutschland angekommen Hessen prüft den möglichen ersten Omikron-Fall in Deutschland. Der saarländische Regierungschef Hans sieht eine „Stunde Null“ im Kampf gegen Corona. © Foto: dpa/Boris Roessler Passagiere am Flughafen Frankfurt/Main (Symbolbild) Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist nach Angaben des hessischen Sozialministers Kai Klose „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ in Deutschland angekommen. Das teilte der Grünen-Politiker am Samstagmorgen auf Twitter mit. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika seien mehrere für Omikron typische Mutationen gefunden worden.

Wie nützlich ist die Impfung gegen Omikron ? Es ist eine der wichtigsten Fragen, die sich im Zusammenhang mit der neuen Corona-Variante stellt. Der Biontech-Vorstandsvorsitzende Ugur Sahin hat diesbezüglich gute Neuigkeiten. Er geht in einem Interview mit dem «Wall Street Journal» davon aus, dass Geimpfte wohl eher nicht von schweren Omikron -Verläufen betroffen sein werden. Sahin bittet darum, Ruhe zu bewahren. Deutlich skeptischere Aussagen von Moderna-Chef Stephane Bancel zur Wirksamkeit der bisherigen Impfstoffe gegen Omikron hatten am Dienstag die Börsen belastet.

Börse in Frankfurt Unsicherheit und Nervosität an Aktienmärkten wegen Omikron . 30.11.2021 | Aktualisiert vor 15 Minuten. Frankfurt/Main - Die neue Corona-Variante Omikron hat den Aktienmarkt im Griff. Nach skeptischen Aussagen von Moderna-Chef Stephane Bancel zur Wirksamkeit der bisherigen Impfstoffe gegen Omikron stieg am Dienstag die Nervosität der Anleger spürbar. Wall Street macht Erholung im Dax zunichte .

Der erste Fall einer Omikron-Infektion in den USA hat am Mittwoch einen Erholungsversuch der angeschlagenen US-Börsen rasch beendet.

Händler Mark Puetzer arbeitet auf dem Parkett der Wall Stret. Der erste Omikron-Fall in den USA hat den Erholungsversuch der angeschlagenen US-Börsen rasch beendet. © Richard Drew/AP/dpa Händler Mark Puetzer arbeitet auf dem Parkett der Wall Stret. Der erste Omikron-Fall in den USA hat den Erholungsversuch der angeschlagenen US-Börsen rasch beendet.

Nach zunächst deutlichen Erholungsgewinnen drehten die wichtigsten Indizes im späteren Verlauf in die Verlustzone. Besonders steil abwärts ging es in den letzten Handelsminuten. Erste Fälle der neuen Corona-Variante gibt es inzwischen auch in Großbritannien, der Schweiz, Norwegen und Brasilien.

Omikron-Variante: Rufe nach schnelleren und härteren Maßnahmen werden immer lauter

  Omikron-Variante: Rufe nach schnelleren und härteren Maßnahmen werden immer lauter Bayerns Ministerpräsident Söder fordert, das ganze Land stärker herunterzufahren. Bei dem am Samstag bekannt gewordenen Fall eines hessischen Reiserückkehrer aus Südafrika bestätigte sich der Verdacht einer Infizierung mit der neuen Omikron-Variante am Sonntag, wie das hessische Sozialministerium nach der vollständigen Sequenzierung mitteilte. Die am 21. November über den Flughafen Frankfurt aus Südafrika kommende Person sei vollständig geimpft.

Eine Ärztin aus Südafrika berichtet von ersten Erfahrungen mit Erkrankten der Corona-Variante Omikron . Bei dutzenden Patienten seien nur leichte Symptome aufgetreten. SPD-Politiker Lauterbach zeigt sich optimistisch. E ine Infektion mit der neuen Corona-Variante Omikron hat nach Angaben der südafrikanischen Ärztin Angelique Coetzee bei dutzenden Patienten nur zu leichten Symptomen geführt. Coetzee, Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbandes, sagte am Sonntag im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP, sie habe in den vergangenen zehn Tagen rund 30 Patienten

Zwar mieden asiatische Anleger die Börsen am Montag. In Europa hellte sich die Stimmung allerdings nach anfänglichen Ängsten wieder auf. Auch in Amerika zeichnet sich freundlicheres Börsenwetter ab. Am Freitag versetzte die zuerst in Südafrika dokumentierte Coronavirus-Variante Omikron die Börsen in Aufruhr. Nach dem Wochenende haben sich die Gemüter der Börsianer zumindest in Europa wieder etwas beruhigt. Der Dax eröffnete bei 15.431 Punkten, fiel dann aber im frühen Handel auf 15.3421 zurück.

In Südafrika haben sich außerdem die Covid-19-Fälle binnen eines Tages verdoppelt. Ob der sprunghafte Anstieg jedoch mit der neuen Variante Omikron zusammenhängt, ist noch nicht klar. Wie krank das Virus tatsächlich macht, lässt sich mangels ausreichender Daten noch nicht abschätzen, doch es gilt vorläufig als gefährlicher als bisherige Varianten.

Der Dow Jones Industrial büßte in dieser Lage der Unsicherheit letztlich 1,34 Prozent auf 34.022,04 Punkte ein. Er schloss damit auf dem tiefsten Stand seit Anfang Oktober und sackte auch unter die vielbeachtete 200-Tage-Linie, die den längerfristigen Trend signalisiert. Die Schwankungsbreite des US-Börsenbarometers an diesem Handelstag betrug knapp 1000 Punkte.

Was wir wissen zu Omikron, der neuen Virusvariante: Q&A

  Was wir wissen zu Omikron, der neuen Virusvariante: Q&A Eine neue Variante des Coronavirus wurde in Südafrika und Botswana identifiziert und hat dort für einen steilen Anstieg der Inzidenzen gesorgt. Die Variante B.1.1.529 erhielt den Namen Omikron und wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als besorgniserregend (“variant of concern”) eingestuft. Regierungen auf der ganzen Welt haben inzwischen Einreiseverbote für Reisende aus Südafrika und benachbarten Ländern verhängt aus Furcht, dass Omikron den Impfschutz unterlaufen und zu einer neuen Welle von Erkrankungen führen und damit die Öffnung der Wirtschaft hintertreiben könnte.

Börse in Frankfurt. Erholung nach Omikron -Schock. Nach dem Ausverkauf wegen einer neuen Coronavirus-Variante hat sich der Dax am Montag zunächst auf einen Erholungskurs begeben. Vor den geldpolitischen Beschlüssen der US -Notenbank (Fed) hielten sich die Anleger mit Engagements

Börse in Frankfurt Unsicherheit um Omikron macht die Anleger nervös. Frankfurt/Main - Die neue Corona-Variante Omikron hat den deutschen Aktienmarkt im Griff. Die Stimmung an der Börse habe mit dem Auftauchen dieser Variante Ende der vergangenen Woche komplett gedreht, hieß es von Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets.

Der marktbreite S&P 500 gab zur Wochenmitte um 1,18 Prozent auf 4513,04 Zähler nach. An der Nasdaq sackte der Auswahlindex 100 um 1,60 Prozent auf 15.877,72 Punkte ab.

Datenseitig lag das Hauptaugenmerk vor allem auf der Stimmung in der US-Industrie, die sich im November nicht ganz so deutlich wie erwartet aufgehellt hatte.

Insgesamt gab es nur wenige Gewinner an den US-Börsen wie etwa Aktien von Energieversorgern. Dagegen häuften sich die Verlierer, die erneut von zahlreichen Papieren aus dem Reise- und Freizeitsektor und damit zusammenhängenden Branchen dominiert wurden. Die Anteile des Flugzeugbauers Boeing etwa gaben im Dow um knapp 5 Prozent nach.


Video: Aktie im Fokus: Sartorius an der Dax-Spitze (dpa afx)

Die Papiere von Delta Air Lines, United und American Airlines fielen um sieben bis rund acht Prozent.

Auch Papiere von Impfstoffherstellern wie Biontech, Moderna oder auch Novavax gerieten unter Druck und büßten 5 bis 12 Prozent ein. Sie allerdings hatten sich in jüngster Zeit auch wieder kräftig von ihren Rückschlägen im Spätsommer und Herbst erholt gehabt.

Omikron-Variante versetzt die Welt in Alarmzustand

  Omikron-Variante versetzt die Welt in Alarmzustand Die neu entdeckte Omikron-Variante des Coronavirus versetzt die Welt in Alarmzustand. Immer mehr Länder meldeten am Montag Infektionsfälle mit dem neuen Erreger, die G7-Staaten forderten "dringende Maßnahmen" gegen die Verbreitung der Virusvariante. Die Vereinten Nationen kritisierten allerdings die Reisebeschränkungen vieler Länder für das südliche Afrika, wo Omikron als erstes identifiziert worden war. US-Präsident Joe Biden warnte davor, in Panik zu verfallen. © MANDEL NGAN Omikron sei "ein Grund zur Besorgnis, aber kein Grund zur Panik", sagte US-Präsident Biden.

In den USA mehren sich derzeit die Hinweise auf einen Konjunkturabschwung, was in dieser Woche die Hausse an der Wall Street ins Wanken gebracht hatte. Zum deutschen Börsenschluss notierte der US -Leitindex Dow Jones rund 0,1 Prozent tiefer bei Punkten. Auch an Europas Börsen ging Sowohl die US -Bank JPMorgan als auch die britische Barclays-Bank reduzierten ihre Einstufungen und blicken nun skeptischer auf die vom Jahrestief erholte Aktie. Die FMC-Papiere fielen um rund 4,8 Prozent. In diesen Sog geriet auch der Kurs der Mutter Fresenius mit einem Abschlag von rund eineinhalb Prozent.

In den USA mehren sich derzeit die Hinweise auf einen Konjunkturabschwung, was in dieser Woche die Hausse an der Wall Street ins Wanken gebracht hatte. Zum deutschen Börsenschluss notierte der US -Leitindex Dow Jones rund 0,1 Prozent tiefer bei Punkten. Auch an Europas Börsen ging Sowohl die US -Bank JPMorgan als auch die britische Barclays-Bank reduzierten ihre Einstufungen und blicken nun skeptischer auf die vom Jahrestief erholte Aktie. Die FMC-Papiere fielen um rund 4,8 Prozent. In diesen Sog geriet auch der Kurs der Mutter Fresenius mit einem Abschlag von rund eineinhalb Prozent.

Die Aktien von Merck & Co konnten im schwachen Gesamtmarkt ihrer Gewinne nicht halten und gaben letztlich um 0,6 Prozent nach. Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat die Notfallzulassung für ein Corona-Medikament des Pharmaherstellers empfohlen. Die Empfehlung ist für die FDA zwar nicht bindend, meist folgt die Behörde aber der Einschätzung der Berater.

Schlusslicht im Dow war allerdings Salesforce mit einem Abschlag von fast 12 Prozent. Die Geschäfte des Softwareherstellers im abgelaufenen Quartal waren zwar besser als erwartet gelaufen, Anleger monierten allerdings den Ausblick auf das angelaufene vierte Quartal und auch die Umsatzaussagen zum ersten Quartal 2023.

Für die Anteile von Hewlett Packard Enterprise ging es an der Nyse nach einem Auf und Ab schließlich um 1,0 Prozent runter. Das Informationstechnikunternehmen hatte ebenfalls mit seinem Ausblick enttäuscht. Positiv wurde am Markt jedoch der starke Auftragseingang und der solide Barmittelzufluss gesehen.

General Motors (GM) stemmten sich im S&P 100 gegen den Abwärtstrend und legten um 0,3 Prozent zu. Der größte Autobauer der USA wurde trotz des anhaltenden Chipmangels in der Branche optimistischer für das laufende Geschäftsjahr.

Der Euro gab im US-Handel nach anfänglichen Gewinnen letztlich nach und kostete zum Börsenschluss an der Wall Street 1,1315 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1314 (Dienstag 1,1363) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8838 (0,8800) Euro.

Am US-Rentenmarkt legte der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) nach frühen Verlusten um 0,14 Prozent auf 131,73 Punkte zu. Die Rendite für zehnjährige Staatspapiere fiel im Gegenzug auf 1,42 Prozent.

Nach Omikron-Schock: JPMorgan setzt auf Buy-The-Dip-Strategie .
Schlechte Nachrichten hinsichtlich der Corona-Pandemie drücken auch heute noch immer wieder auf die Stimmung an den Aktienmärkten. Strategen der US-Großbank JPMorgan sehen im jüngsten Rücksetzer eine gute Einstiegschance für Anleger. © Bereitgestellt von Finanzen.

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