Finanzen IWF rät US-Notenbank zu strafferer Geldpolitik

21:15  03 dezember  2021
21:15  03 dezember  2021 Quelle:   msn.com

Biden muss Spitze der Notenbank neu besetzen

  Biden muss Spitze der Notenbank neu besetzen Der nächste Chef der US-Notenbank steht vor großen Herausforderungen. Er oder sie wird die Inflation zähmen müssen - ohne dabei die Konjunktur abzuwürgen. Sonst könnte dies Biden die Bilanz verhageln.Die neue Führung wird die Entwicklung der US-Konjunktur - der weltgrößten Volkswirtschaft - bis nach dem Ende von Bidens Amtszeit prägen, denn die Fed kontrolliert die Geldmenge, einen Teil der Finanzmarktaufsicht und den Leitzins. Wegen der Rolle des US-Dollars als globaler Leitwährung für Reserven, Kredite und den Handel hat die Neubesetzung der Fed-Spitze auch weltweit Folgen.

Angesichts der wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Krise und der hohen Inflationsrate in den USA empfiehlt der Internationale Währungsfonds (IWF) eine Straffung der lockeren Geldpolitik.

Der Internationale Währungsfonds empfiehlt der US-Notenbank eine Straffung der lockeren Geldpolitik. © Jim Lo Scalzo/EPA/dpa Der Internationale Währungsfonds empfiehlt der US-Notenbank eine Straffung der lockeren Geldpolitik.

Es wäre für die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) «angemessen», ihre Anleihekäufe schneller zu drosseln und den Weg dafür zu ebnen, den Leitzins früher als bislang geplant zu erhöhen, erklärten Chefvolkswirtin Gita Gopinath und Kapitalmarktexperte Tobias Adrian am Freitag in einem IWF-Blogeintrag.

könnte Hyperinflation zum neuen Normal werden?

 könnte Hyperinflation zum neuen Normal werden? Vor einigen Monaten, als die Preise in der gesamten Wirtschaft in der gesamten Wirtschaft begannen, wurden die Amerikaner gesagt, dass die Amerikaner nicht sorgen sollen, es war nur ein temporärer Blick. © Getty Images könnte Hyperinflation zum neuen Normal werden? Angesichts mehrerer Anlässe, Präsident Bidesen und hochrangige Beamte in seiner Verwaltung, behaupteten, der aktuelle Anstoß der Inflation war "vorübergehend" und würde eher eher als später abbilden.

Die US-Notenbank müsse der Gefahr hoher Inflation angesichts des raschen Wirtschaftswachstums und der zunehmend angespannten Lage am Arbeitsmarkt ein «größeres Gewicht» verleihen als manche andere Industriestaaten inklusive der Eurozone, erklärten sie.

Anstieg der Inflation in Ländern unterschiedlich

In anderen Staaten wie Deutschland sei die Kerninflation - also die Teuerung ohne Betrachtung von Energie- und Lebensmittelpreisen - weniger stark angestiegen und zudem von Einmaleffekten wie der Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung beeinflusst, hieß es weiter. Unterschiedliche Messarten der Inflation zeigten, dass der Anstieg in den USA im Vergleich zu den übrigen G7-Industriestaaten am höchsten sei.

Biden nominiert Notenbankchef Powell für zweite Amtszeit

  Biden nominiert Notenbankchef Powell für zweite Amtszeit Das Warten hat ein Ende: US-Präsident Biden verkündet seine Entscheidung für die Zukunft an der Spitze der Notenbank Fed. Der Demokrat entscheidet sich für Kontinuität.Die absehbare Kontinuität an der Spitze der mächtigen Notenbank dürfte von den Märkten positiv aufgenommen werden. Der 68-jährige Powell führt die Notenbank der weltgrößten Volkswirtschaft bereits seit Februar 2018. Der damalige Präsident Donald Trump, ein Republikaner, hatte ihn für eine vierjährige Amtszeit nominiert. Powell war zuvor bereits seit 2012 Mitglied des Zentralbankrats gewesen.

Die IWF-Experten rechnen im kommenden Jahr insgesamt mit geringerem Preisdruck, weil sich das Wirtschaftsgeschehen nach der Corona-Krise wieder normalisieren sollte. Allerdings warnten sie auch, die Inflation werde angesichts einer hohen Nachfrage und Problemen globaler Lieferketten auch künftig «wohl für längere Zeit als zuvor angenommen höher sein». Für Staaten, in denen die wirtschaftliche Erholung weiter fortgeschritten sei, «wäre es daher angemessen, eine Normalisierung der Geldpolitik zu beschleunigen», schrieben sie.

In den USA hat die Fed bereits eine Drosselung ihrer Anleihekäufe angekündigt. Notenbankchef Jerome Powell deutete diese Woche an, dass schon bei der nächsten Sitzung des Zentralbankrats Mitte Dezember eine beschleunigte Drosselung beschlossen werden könnte. Mit dem Programm pumpt die Fed zusätzliches Geld in die Finanzmärkte, um die Kreditzinsen niedrig zu halten und die Wirtschaft anzukurbeln.

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Erholung am US-Arbeitsmarkt stockt etwas - "Fed in der Bredouille"Im November entstanden lediglich 210.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft, wie die Regierung am Freitag in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit 550.000 gerechnet. Die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote fiel zugleich auf 4,2 von zuvor 4,6 Prozent und damit deutlicher als erwartet. Doch der personelle Aderlass zu Beginn der Pandemie in den USA im Frühjahr 2020 wirkt nach: Der Verlust an Jobs gegenüber dem Vorkrisenniveau beläuft sich laut Experten auf noch immer knapp vier Millionen Stellen.

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