Finanzen: Konzernumbau: Kann die Deutsche Bank international noch mithalten? - "Wir müssen es tun": Die Deutsche Bank soll Kinder russischer, chinesischer Beamter angeheuert haben, um Arbeit zu gewinnen. rangbeamter bei der organisation. - PressFrom - Deutschland

FinanzenKonzernumbau: Kann die Deutsche Bank international noch mithalten?

00:01  10 juli  2019
00:01  10 juli  2019 Quelle:   zeit.de

Blatt - Drei chinesische Banken im Visier von US-Gerichten

Blatt - Drei chinesische Banken im Visier von US-Gerichten Blatt - Drei chinesische Banken im Visier von US-Gerichten

Die Deutsche Bank hat einen radikalen Umbau angekündigt, um wieder profitabel zu werden. Was Deutschlands größtes Geldinstitut genau plant – und welche Folgen das hat.

Konzernumbau: Kann die Deutsche Bank international noch mithalten? © Kai Pfaffenbach/Reuters Die Zentrale der der Deutschen Bank in Frankfurt

Christian Sewing, Vorstandschef der Deutschen Bank, sparte nicht mit großen Worten, als er sich am Montag das erste Mal persönlich zu seinen radikalen Umbauplänen äußerte: "Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass wir die Deutsche Bank neu erfinden", sagte er in einer Telefonkonferenz am Morgen nach der entscheidenden Aufsichtsratssitzung. Viel von dem, was danach kam, klang allerdings sehr kleinlaut, erstaunlich kleinlaut, muss man sagen, im Vergleich zu vorhergehenden Zeiten. "Wir haben versucht, überall gleichzeitig mitzumischen, und das hat uns überfordert", räumte Sewing ein. Man müsse mehr tun "als hier und da anzupassen", und an mancherlei Stelle sei der Deutschen Bank in den vergangenen zwei Jahrzehnten "der innere Kompass verloren gegangen". ZEIT ONLINE erklärt, was genau das größte deutsche Kreditinstitut nun plant und welche Folgen der Umbau für den deutschen Bankensektor und die Mitarbeiter hat.

Deutsche Bank besteht wichtigen US-Stresstest

Deutsche Bank besteht wichtigen US-Stresstest Zuletzt war das Geldinstitut drei Jahre in Folge durchgefallen - nun kann es die US-Notenbank Fed überzeugen.

Was ist der Grund für den radikalen Umbau?

Die Deutsche Bank blickt auf so schwierige Jahre zurück, wie man sie sich in der Vorstandsetage lange Zeit nicht hätte vorstellen können. Zwar konnte Deutschlands größtes Geldhaus 2018 seinen ersten Jahresgewinn seit 2014 vorweisen, immerhin – doch die Lage bleibt angespannt: Während die US-Konkurrenz im ersten Quartal Milliardengewinne machte, verdiente die Deutsche Bank gerade einmal 201 Millionen Euro – und muss nun angesichts der radikalen Pläne für 2019 erneut mit Verlusten rechnen.

Mehr Top-Nachrichten auf MSN:

Oberster Gerichtshof: Australierin muss 330.000 Euro Strafe wegen einer falschen Google-Bewertung zahlen

Wohn-Trend: Podshare in San Francisco – Millennials zahlen 1200 Dollar im Monat für eine Schlafkoje

„Bauer sucht Frau International“: Schwarm Marco schockt Frauen mit Zimmer – eine weint

„Bauer sucht Frau International“: Schwarm Marco schockt Frauen mit Zimmer – eine weint Der 34-Jährige möchte in der RTL-Kuppelshow die Frau fürs Leben finden.

Von Wladimir Putin bis Fidel Castro: Die reichsten Staatsführer aller Zeiten

Grund für die schwierige Lage sind allem voran Sorgen mit einem Geschäftsbereich, der über Jahrzehnte ein Garant für internationales Prestige der deutschen Bank war: Vor drei Jahrzehnten hatte der damalige Vorstandschef Hilmar Kopper und später sein Nachfolger Rolf E. Breuer den Ausbau des Investmentbankings zum zukunftsträchtigsten Eckpfeiler der Geschäftsstrategie erklärt – eine Entscheidung, die dem Konzern auch über Jahre hinweg große Gewinne einbrachte. Beim Investmentbanking geht es neben dem Handel mit Wertpapieren und Derivaten um die Betreuung von Firmenübernahmen, Fusionen und Börsengängen. Josef Ackermann etwa, der selbst Investmentbanker war, erwirtschaftete mit diesem Bereich zwischenzeitlich sogar drei Viertel der Gewinne des Konzerns. Spätestens die Finanzkrise offenbarte später die Schattenseiten der spekulativen Geschäfte, Exzesse und Skandale seitens der Investmentbanker taten ihr Übriges. Seitdem fiel die Deutsche Bank in dem Geschäft immer weiter hinter US-Konkurrenten wie JP Morgan und Goldman Sachs zurück. Zudem belasteten Milliardenstrafen wegen zahlreicher Skandale die Bank.

eSport: Neuer Preisgeld-Rekord bei "The International"

eSport: Neuer Preisgeld-Rekord bei Die Weltmeisterschaft im Fantasy-Strategiespiel Dota 2, "The International", hat wieder einmal ihren eigenen Preisgeld-Rekord gebrochen. Am Dienstagmorgen befanden sich rund 25,6 Millionen US-Dollar im Jackpot, der weiterhin ansteigt. 2018 war das prestigeträchtige Turnier in Vancouver mit 25.532.177 Millionen Dollar dotiert gewesen. Damals hatte sich Titelverteidiger Team OG 11,2 Millionen von der Gesamtsumme gesichert. Ob The International,

Was genau ist geplant?

Der Umbau bei der Deutschen Bank soll zwei Schwerpunkte haben: Kostendisziplin und Konzentration auf die Stärken sowie den Rückzug aus Problemsparten. Die größte Problemsparte ist inzwischen zweifellos das Investmentbanking, das Vorstandschef Sewing nun um 40 Prozent schrumpfen will. Stattdessen soll sich die Bank nun auf das Geschäft mit Firmen- und Privatkunden konzentrieren.

Die Firmenkunden sollen künftig gebündelt in einer neuen Einheit betreut und die digitale Infrastruktur der Bank soll mit Milliardeninvestitionen modernisiert werden. Zudem müssen drei Vorstände gehen. Neben dem Investmentbankchef Garth Ritchie verlassen Privatkundenchef Frank Strauß und die für Regulierungsthemen zuständige Sylvie Matherat die Bank.

Die Deutsche Bank hat außerdem angekündigt, in den kommenden Jahren rund 18.00 Stellen abzubauen und so die Mitarbeiterzahl um etwa ein Fünftel auf 74.000 zu senken – für Sewing eigenen Worten zufolge "der schwierigste Teil des Pakets". Mit weiteren Maßnahmen wie der Gründung einer Bad Bank für faule Kredite will das Geldinstitut bis 2022 seine bereinigten Kosten um rund ein Viertel auf dann 17 Milliarden Euro senken.

Mit letzter Kraft

Mit letzter Kraft Die Deutsche Bank streicht 18000 Stellen und organisiert sich komplett neu. Der Umbau kostet Milliarden und wird das Institut auf Jahre beschäftigen. Getrieben von der Ungeduld der Investoren trat Christian Sewing Ende Mai ans Rednerpult in der Frankfurter Festhalle und machte ernst. Die Fusion mit der Commerzbank war am Tag der Hauptversammlung gerade seit vier Wochen abgesagt, im Raum stand der Vorwurf, die Deutsche Bank habe keinen Plan B, wie es weitergehen soll.

Zugleich belastet der Umbau den Konzern immens – man rechnet mit Kosten von voraussichtlich etwa 7,4 Milliarden Euro. Eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung des Umbaus ist nicht geplant. Um die Ausgaben aus eigener Kraft stemmen zu können, sollen die Aktionäre der Bank für dieses und nächstes Jahr aber auf ihre Dividenden verzichten.

Müssen auch Mitarbeiter in Deutschland um ihre Jobs fürchten?

In welchem Umfang einzelne Regionen von dem Stellenabbau betroffen sind, will die Deutsche Bank erst zu einem späteren Zeitpunkt mitteilen. Erste Mitarbeiter bekamen den erst am Sonntag abgesegneten Strategieschwenk aber bereits am Montag zu spüren: In Asien etwa begann die Kündigungswelle bereits am Montagmorgen, in Hongkong und Singapur wurden ganze Teams vor die Tür gesetzt. "Die halbe Etage ist weg und die anderen warten nur darauf, dass sie einbestellt werden", sagte ein Aktienhändler in Hongkong. Er sei zusammen mit anderen gekündigten Kollegen direkt aus dem Gebäude geführt worden. Auch in London und den USA begann der Kahlschlag.

Vermutlich betrifft der Stellenabbau neben Asien vor allem die Niederlassungen in London und New York, wo die verkleinerte Investmentbank ihre wichtigsten Standorte hat. Die Gewerkschaft ver.di forderte den Konzern auf, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und den Personalabbau sozialverträglich zu gestalten.

„Bauer sucht Frau International“: Bei Stefan in Namibia fliegen die ersten Funken

„Bauer sucht Frau International“: Bei Stefan in Namibia fliegen die ersten Funken 200 Hektar Land nennt er dort sein Eigen.

Ende März 2019 hatte das Geldinstitut auf Vollzeitkräfte umgerechnet weltweit knapp 91.500 Mitarbeiter, davon gut 41.500 in Deutschland. Im Nordamerikageschäft, das vorwiegend aus den USA gesteuert wird, kam die Bank Ende vergangenen Jahres auf 9.275 Vollzeitstellen.

Ist die Bank mit dem Umbruch international noch wettbewerbsfähig?

Der Radikalumbau der Deutschen Bank hat zur Folge, dass das größte deutsche Finanzinstitut im Investmentbanking bis auf Weiteres nicht in der globalen Topliga mitspielt und das Feld künftig den großen US-Banken überlässt. Die Wahrheit ist aber auch: Schon in den vergangenen Jahren war die Deutsche Bank auf diesem Gebiet im Vergleich mit der Konkurrenz von der Wall Street deutlich zurückgefallen. Insofern ist es folgerichtig, alle Kraft in die zukunftsträchtigen Sparten zu investieren – insbesondere das Geschäft mit Firmen- und Privatkunden. "Die angekündigten Maßnahmen folgen klar dem Ziel, sich auf erfolgreiche Kerngeschäftsfelder zu fokussieren, dort weitere Marktanteile hinzuzugewinnen und damit sowohl Profitabilität als auch Kapitaleffizienz zu stärken", sagt Michael Hünseler von Assenagon Asset Management und bewertet Sewings Pläne entsprechend positiv.

Braucht Deutschland überhaupt einen Global Player als Bank?

Aus Sicht eines exportorientierten Landes wie Deutschland ist eine große, global aufgestellte Bank wünschenswert – etwa wenn es darum geht, die Unternehmen bei ihrer Expansion ins Ausland zu begleiten und deren Geschäfte vor Ort zu unterstützen. Auch vor diesem Hintergrund hatte unter anderem die Politik mit dem Plan geliebäugelt, die beiden großen Geldhäuser Commerzbank und Deutsche Bank miteinander zu verschmelzen. Dieser Plan wurde jedoch im Frühjahr ad acta gelegt – und das zu Recht: Beide Unternehmen haben Probleme, die jedes für sich lösen muss, eine Zusammenlegung hätte die Probleme eher verkompliziert als gelöst. Zu diesem Zeitpunkt geht es tatsächlich nicht um Größe, sondern um Schlagkraft: Sollte es Sewing abwenden können, dass die größte deutsche Privatbank zum Sanierungsfall wird, wäre viel gewonnen.

Deutsche Bank: Kündigungswelle beginnt in New York schon am Montag

Deutsche Bank: Kündigungswelle beginnt in New York schon am Montag Deutsche Bank: Kündigungswelle beginnt in New York schon am Montag

Wie gut stehen die Chancen auf Erfolg?

Hatte Christian Sewing darauf gehofft, dass die Börse seinen beherzten Umbauplan mit Jubel aufnehmen würde, wurde er enttäuscht: Anfängliche Aufschläge von vier Prozent auf den Aktienkurs halbierten sich schnell. "Wir würden jeden Kursanstieg zum Verkauf der Aktie nutzen, weil es bei der Strategie erhebliche Umsetzungsrisiken gibt und beim Kapital wenig Spielraum für Fehler", erläuterte Eoin Mullany von der Berenberg Bank die Skepsis vieler Marktbeobachter. Der Vorstandschef gab sich davon unberührt: "Ich bewerte den Erfolg unserer neuen Strategie nicht anhand der Reaktion der Börse", sagte Sewing. Entscheidend sei, was langfristig dabei herauskomme.

Ob der Vorstandschef mit seinem Vorgehen Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Positiv ist, dass das Management nach etlichen halbherzigen Versuchen endlich einen mutigen Einschnitt wagt. Allerdings ist die Deutsche Bank spät dran und zudem in einem schwierigen Marktumfeld unterwegs. Angesichts einer sich eintrübenden Konjunktur und eines hart umkämpften und entsprechend margenschwachen Privatkundengeschäfts innerhalb Deutschlands sieht sich die gesamte Branche großen Herausforderungen gegenüber. Zugleich erfordert die Digitalisierung vielerorts große Investitionen.

Sewing und sein Führungsteam müssen daher nun Kosten sparen und gleichzeitig die Weichen stellen für die Innovationen, die es braucht, um weiterhin auch in der Bankenbranche mithalten zu können. Die Rating-Agentur Moody's ist skeptisch: "Der beschleunigte Umbau der Bank und die Verkleinerung von Geschäften, die dauerhaft nicht in der Lage waren, akzeptable Renditen zu erzielen, wird sich positiv auf die Kreditwürdigkeit auswirken – falls er erfolgreich umgesetzt wird", heißt es dort. "Unser negativer Ausblick für die Kreditwürdigkeit spiegelt die großen Herausforderungen für die Deutsche Bank wider, die Pläne schnell umzusetzen. Eine bessere, ausgeglichene und nachhaltigere Profitabilität zu erreichen, wird mehre Quartale, wenn nicht Jahre dauern."

Weiterlesen

Matthäus spottet über Arp: "Kam nicht einmal in der 2. Liga zu Einsätzen".
​Mit seinem Wechsel vom Hamburger SV direkt zu ​Bayern München hat Fiete Arp in jungen Jahren einen großen Schritt gemacht. Für einige Kritiker des Wechsels ist er (noch) keine richtige Verstärkung - so sieht es auch Bayern-Legende Lothar Matthäus, der in seiner Transferkritik an den FCB auch Arp thematisierte. ​Im Testspiel gegen den FC Arsenal (1:2-Niederlage) in der letzten Nacht, als Teil der USA-Tour in Los Angeles, bot Fiete Arp eine ansprechende Leistung, konnte in einigen Szenen bereits sein Talent zeigen.

—   Teilen Sie Neuigkeiten in der SOC. Netzwerke
usr: 2
Das ist interessant!